Anglikaner

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Lobo

Anglikaner

#1 Beitrag von Lobo » 22.10.2009, 09:53

Papst umwirbt Anglikaner
...Die Trennung zwischen übergetretenen Anglikanern und römisch-katholischen Christen müsse gewahrt bleiben; Katholiken seien nach wie vor "nicht eingeladen", an Gottesdiensten der anglikanischen Tradition teilzunehmen...
...weisse Bescheid :arrow: :idea:

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agape
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Päpstlicher Proselytismus

#2 Beitrag von agape » 22.10.2009, 21:36

"Der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, hatte allerdings noch kürzlich vor einem "Fischen in anglikanischen Gewässern" gewarnt. Die evangelische Kirche in Deutschland wollte zu dem Vorgang keine Stellung nehmen. "

Reinhard Mawick: "Dass Katholiken und Protestanten unterschiedliche Vorstellungen von der Ökumene hätten, sei "bekannt"."

Ich würde mich über diese staubtrockene Bemerkung kaputt :lol: ,

wenn es nicht so :( wäre....


Lieben Gruß,
agape
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

GG001

#3 Beitrag von GG001 » 23.10.2009, 00:10

"Der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, hatte allerdings noch kürzlich vor einem "Fischen in anglikanischen Gewässern" gewarnt.
Papst angelt Anglikaner.
Such criticism, however, tends to presume that the Vatican’s choice was between accepting these Anglicans and keeping them at arm’s length. In truth, the latter was never a serious option, because Catholicism is in the business of encouraging converts, not spurning them.
Na denn.

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Heidewolf
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#4 Beitrag von Heidewolf » 23.10.2009, 08:00

Hallo allerseits,
es geht doch zwischen den beiden (Anglikaner und RKK) heutzutage auch um den Zölibat. Und der ist doch hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen entstanden, weil die RKK nicht mehr die Kosten tragen konnte, die durch das Vererben von Pfarreien und Bistümern entstanden sind. Siehe auch Wikipedia dazu. Eine biblische Grundlage dafür gibt es nicht, eben nur eine ökonomische. Mit der Folge, dass heute geheuchelt wird. Priester haben oftmals Haushälterinnen und mit ihnen Kinder. Die Kirche zahlt dann oftmals auch Alimente.
Gleichzeitig wird die Ehe als heilig propagiert und wer sich scheiden lässt, hat mit erheblichen Konsequenzen seitens der RKK zu rechnen.

Heutzutage liesse sich das doch alles einfacher lösen, nur hat die RKK überhaupt nicht die Kraft dazu, sondern ist durch Tradition gefesselt.

In Sachen Ökumene hat die RKK ein sehr dogmatisches Verhalten. Bezieht sich immer noch auf Petrus und den Auftrag Jesu. Hat damit aber schon sehr viel Schindluder getrieben. Deswegen hat die RKK in meinen Augen kein Recht, sich als einzige richtige Kirche dazustellen.

Meines Erachtens ist nur die Rückbesinnung auf das Evangelium der Schlüssel zur Einheit der Christen.
Denn Christus sprach nur von DER Gemeinde, die er gründen wollte, nicht von vielen. Und das war eine Abgrenzung zu den Juden alter Denkweise.

So bleibt der ökumenische Gedanke wohl Wunschdenken, weil die Kirchen von Dogmatikern beherrscht werden, ähnlich wie schon in Mt 23 beschrieben.

Das sollte aber den Christen vor Ort nicht abhalten, ökumenisch zu denken und zu handeln. Nicht mehr aber auch nicht weniger bringt letztendlich zu Christus.

LG, Heidewolf
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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agape
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#5 Beitrag von agape » 23.10.2009, 13:17

Heidewolf schrieb:
[...]Meines Erachtens ist nur die Rückbesinnung auf das Evangelium der Schlüssel zur Einheit der Christen.
Denn Christus sprach nur von DER Gemeinde, die er gründen wollte, nicht von vielen. Und das war eine Abgrenzung zu den Juden alter Denkweise.

....

Das sollte aber den Christen vor Ort nicht abhalten, ökumenisch zu denken und zu handeln. Nicht mehr aber auch nicht weniger bringt letztendlich zu Christus.
Das sehe ich weitgehend auch so.
Bei "DER einen Gemeinde" ist natürlich sofort (dogmatisch) nach dem Kirchenbegriff gefragt.
Fragt man danach nicht, stellt sich die Frage anders: "Wodurch wird man Christ?"
Also durch die Taufe ! (?) (Sakramentsfrage)
Durch den Glauben! (?) (dogm. konfess. verankerter Glaube oder persönliche Gottesbeziehung)

Da sind wir ganz schnell wieder bei der Rechtfertigungslehre, bei der Reformation, bei der RKK, bei allen Konfessionen...

Wird jemand "Nur" durch den Glauben ein Glied am Leib Christi, dann stellt sich die Frage nach Taufe und Konfeesion natürlich nicht mehr.
Fragt man immer weiter, wo zB der Glaube (der rechte Glaube) herkommt, nämlich aus der Schrift, dann stellt sich die Frage nach der Exegese, usw.
Das ganze Christ-Werden und Christ-Sein wird theoretisch betrachtet maximal kompliziert.

Das wollte unser großer Bruder Jesus mit Sicherheit nicht.
Was würde Jesus heute den verantwortlichen Kirchenleitern, den Gemeindeleitern und uns allen, auch den noch "hoch-engagierten Ökumenikern" wohl sagen und raten? Das frage ich mich wirklich oft.

Manchmal umschleicht mich eine leise Ahnung.
Dann fällt mir Johannes ein: Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. "Auf dass sie alle eins seien"

Ganz am Ende wird es das wohl gewesen sein.

Und dann spricht Bischof Tutu seine berühmten Worte "Gott ist kein Christ" und auf der Stelle ist das Geschrei riesengroß!

Vielleicht ist das Geschrei auch gerechtfertigt, wenn die Angst dahinter steht, dass die letzte christliche Bastion damit fallen könnte.
Auch hier wird jeder Protagonist maximal falsch verstanden.

Wir brauchen mehr Liebe, weniger Angst.

Nur mal so hier assoziativ hier hineingesprochen... ;)

Lieben Gruß,
agape
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