DVD (Das Neue Image)

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tergram

#31 Beitrag von tergram » 19.11.2009, 10:59

Heidewolf hat geschrieben:Das 'Wir wissen es nicht, ist doch gut'. Ich plädiere dafür, ganz energisch.
Ja, ich auch. Dieser Satz von Herrn Dr. Leber war... überraschend, wohltuend und wahr.

Nur passt er eben nicht dazu, dass man sich als alleinberechtigt zur Auslegung der Bibel sieht und unverändert von der Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes der NAK ausgeht. Er passt auch nicht zum unglaublichen Anspruch dieser kleinen Laienkirche, das Heil aller Menschen im Diesseits und Jenseits für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu verwalten.

Das ist der Bruch.

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Heidewolf
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#32 Beitrag von Heidewolf » 19.11.2009, 11:08

„Die Neuapostolische Kirche. Lebendig – offen – auf festem Grund"

Liebe Agape.
So ist es doch aber.

In der Realität sieht es in der NAK so aus.

Wind und Wetter werden einfach ausgeblendet, es ist ja alles so schön.
Und dann steht der Strohhalm eben ganz fest und kerzengerade.
Lebendigkeit und Offenheit wird einfach angeordnet, da ist dann kein Platz für Individualität, Vielfalt und Entfaltung.

Es ist eben alles eine Sache der Sehensweise.

Wie hat mal ein Dichter gesagt '..hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein.'
(Zuhause)
LG, H
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

Cemper

#33 Beitrag von Cemper » 19.11.2009, 14:55

Heidewolf - "Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein" hat der Dichter Heinrich Böll gesagt. Es kann auch sein, dass es Schiller war. Jedenfalls ist es aus Faust 1. Manche zitieren den Satz so: "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein." Verstehen Sie? "Ich" statt "ich's". Das verändert den Sinn sehr.

Hier ist ein Bild von Böll:

Bild

Schöne Grüße
Cemper

reh

#34 Beitrag von reh » 19.11.2009, 16:20

„Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.“

Auch wenn ich Böll mochte/mag, sein Bücher habe,
dieser Satz ist tatsächlich von

Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Faust 1)

Liebe Grüße!

simpel

#35 Beitrag von simpel » 19.11.2009, 16:22

Huch.

_
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#36 Beitrag von _ » 19.11.2009, 16:44

ja, isses denn die möööchlichkeit! der cemper wird sich doch nicht etwa geiiiirrt haben? und wer is' überhaupt dieser kauz in dem bild?


edit: achja, böll - steht ja da.

42

#37 Beitrag von 42 » 19.11.2009, 19:31

Ja, das ist doch der, welcher das Land der Griechen mit der Seele suchte und der am Ende gar nicht bequem lag: "Mer licht (net gut)" - auf gut Frankforterisch. War Boell nicht Frankfurter?

42

#38 Beitrag von 42 » 19.11.2009, 19:51

Dieter hat geschrieben:Dann sollte die NAK auch die Aussagen auf ihrer Homepage, die 42 zitierte, ändern. Da weiß mal wieder die Rechte nicht, was die Linke macht.
Dieter, das geht schon in Ordnung. Dort steht, dass die Hostie Brot und Wein nur symbolisiert. Damit sagt die Kirche zwar nichts ueber ihr Verstaendnis aus, was bei der Konsekration vorgeht; aber man kann daraufhin die Frage an die Kirche stellen, ob sie in dieser Darreichungsform mit dieser Hostie und den drei Tropfen getrockneten Weins noch die Einsetzungsworte Jesu beachtet. Mit anderen Worten, der ad fontes Artikel stellt die 1917 eingefuehrte Darreichungsform in Frage.

Zwei weitere Artikel bei ad fontes, welche sich mit den Wirkungen der Konsekration beschaeftigen, finden sich hier und hier. Beide ad fontes Artikel gehen meiner Ansicht nach von einem Transsubstiationsverstaendnis aus, das PJ jedoch fuer die NAK verneint.

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agape
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#39 Beitrag von agape » 19.11.2009, 20:09

Ap Klingler schrieb im August 2009:

[...]
Heiliges Abendmahl als Gedächtnismahl

Bei der Feier des Heiligen Abendmahls gedenken wir des Todes Jesu Christi als eines einzigartigen und für alle Zeiten gültigen Geschehens. Wir betonen dadurch, dass Jesus Christus wahrer Mensch war, der einen wirklichen Tod zu erleiden hatte. Gleichzeitig denken wir auch an die alles überstrahlende Auferstehung und Himmelfahrt, die Erhöhung des Herrn.

Heiliges Abendmahl als Bekenntnismahl und Verkündigungsmahl
Wenn wir Heiliges Abendmahl feiern, sagen wir "Ja" zu Tod, Auferstehung und Wiederkunft unseres Herrn und bekennen so das uns durch ihn gewordene Heil.

Jedes Heilige Abendmahl ist auch eine Verkündigung: "Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt" (1. Korinther 11,26). So blicken wir bei der Feier dieses Sakramentes nicht nur zurück, sondern auch dem Tag des Herrn hoffnungsfroh entgegen.

Heiliges Abendmahl als Gemeinschaftsmahl
Gemeinschaft erleben wir im Heiligen Abendmahl in mehrfacher Hinsicht: Christus ist im Heiligen Abendmahl gegenwärtig; wir haben mit ihm "Tischgemeinschaft". Zugleich haben wir Gemeinschaft untereinander. So bekräftigt jedes Heilige Abendmahl den Bund Gottes mit seiner Gemeinde.

Immer wenn wir Heiliges Abendmahl feiern, richten wir unseren Blick auch in die Zukunft. Bereits in den Worten, die Jesus der Einsetzung des Abendmahls vorausschickte, lässt sich eine Verheißung auf das Hochzeitsmahl des Lammes (siehe Offenbarung 19,9) erkennen: "Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich von neuem davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich" (Matthäus 26,29). Der Genuss des Leibes und Blutes Christi ist ein Vorgeschmack der zukünftigen ewigen Gemeinschaft mit Gott. [Lasst uns...]


Wenn ab sofort offiziell (?) geklärt ist, dass die NAK nach der Konsubstantiationslehre ihr Abendmahl feiert, ist noch nichts darüber gesagt, ob auch andere an ihrem Abendmahl teilnehmen dürfen. Das war ja jahrelang ein wichtiges Thema, ob es sich hier im weitesten oder engsten Sinne um ein "Bekenntnismahl" handelt.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

GG001

#40 Beitrag von GG001 » 19.11.2009, 20:16

PS so how can one get a copy of the recalled DVD?????

Kann dem Manne vielleicht geholfen werden?

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