NAK tauft Kind nicht-neuapostolischer Eltern

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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42

#11 Beitrag von 42 » 31.08.2009, 18:54

Ja. Vielfach wird mittlerweile gefragt: "Wollt Ihr euer Kind im christlichen Glauben erziehen?" So vor einer Weile erst in unserer Gemeinde geschehen, weil der Vater nicht neuapostolisch ist.
Dann bleibt ja manches wieder gut. Danke, Tatyana.

Wenn sie nun noch die Frage immer so formulieren ...

filippo

#12 Beitrag von filippo » 31.08.2009, 20:09

Eine kleine Frage sei gestattet ... was ist DER christlich Glaube in dem das Kind dann erzogen werden soll?

Nehmen wir mal den Fall:

Papa ist katholisch und glaubt an die Realpräsenz, die auch nach der Wandlung noch besteht ...
Mutter ist lutherisch, glaubt an die Realpräsenz während der Feier, aber nicht darüber hinaus ...
Die Tante Taufpatin (neuapostolisch nicht gegeben, aber der Fall ist ja auch nur konstruiert) ist reformiert und sieht das nur als ein Gedächtnismahl an ...
wer gibt jetzt einem Kleinkind, das von seinen Bezugspersonen konkrete Antworten auf konkrete Fragen haben will, und zwar so, dass es als Kleinkind das verstehen kann welche Antwort??

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evah pirazzi
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#13 Beitrag von evah pirazzi » 31.08.2009, 20:28

Oje, und als ich im Kleinkindalter war (2-3 Jahre), war das Abendmahl für mich einfach nur ein nicht hinterfragter, in den Mund gestopfter fader Keks, der so lästig am Gaumen klebte.

Bild
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

filippo

#14 Beitrag von filippo » 31.08.2009, 20:50

evah pirazzi hat geschrieben:Oje, und als ich im Kleinkindalter war (2-3 Jahre), war das Abendmahl für mich einfach nur ein nicht hinterfragter, in den Mund gestopfter fader Keks, der so lästig am Gaumen klebte.

Bild
Vielleicht hätt er Dir als Erstkommunionkind besser geschmeckt .... 8)

GG001

#15 Beitrag von GG001 » 31.08.2009, 20:58

Filippo, malen Sie Luther und Calvin nicht an die Wand ;-) Wobei Luther laut Peter Johanning vom Hl. Geist erfuellt war, denn er konnte die Bibel ins Deutsche uebersetzen. Wuerde die entsprechende Aussage auch bei der King James Version auf Englisch gelten? War der Hl. Geist nur damals zumindest bei dem einen Uebersetzer Luther helfend taetig? Ist er noch in der Neuzeit ein Beistand bei der Uebersetzung (Lutherbibel 1984), ggf. auch bei etlichen anderen Uebersetzungen? Ich habe nichts davon gehoert, dass zum Beispiel auch ein Koenig James ehrenhalber versiegelt worden waere.

Evah, Sie haben sich nicht um die Fragen des neuapostolischen Glaubens, wenigstens aber um das neuapostolische Verstaendnis dessen gekuemmert, was bei der Konsekration geschieht, wenn Sie die Hostie gegessen haben?

Das ist eine der Fragen, die ich im DNG ausreichend erklaert finden moechte, vor allem unter Beruecksichtigung der derzeit geltenden Feststellung, dass das Abendmahl und die Suendenvergebung an das Apostelamt gebunden sind. Sollte dies zutreffen, dann muessen folgende Fragen erlaubt sein:

Welche Wirkung hat die Konsekration von Brot und Wein in der NAK?
Welche Wirkung hat sie in anderen Konfessionen?
Welche Wirkung hat das im Glauben genossene Abendmahl (a) in der NAK, (b) in anderen Konfessionen?
Oder muessen wir davon ausgehen, dass diese Vorgaenge ohne die "Bindung an einen Apostel" wirkungslos bleiben? Andere moegliche Fragestellung: Welchen Wert (added value) liefert die "Bindung an das Apostelamt" denn nun?

Ganz unabhaengig vom Amt und seiner Wirkung sollte man noch ausfuehren, inwiefern die Verabreichungsform des Abendmahls in der NAK seit 1917 biblisch ist. "Esst, das ist mein Leib, trinkt, das ist mein Blut .."

Ueber eine Wirkung der an die Apostel gebundenen Suendenvergebung (gleicher Punkt im Selbstverstaendnis wie das Abendmahl) hat Dr. Leber ja schon ausfuehrlich gesprochen, siehe das Schreiben von Armin Brinkmann. Leber: "Ich weiss es nicht". Eine ehrliche Antwort, wie ich meine und die ich achte.

filippo

#16 Beitrag von filippo » 31.08.2009, 21:29

Und, stelllen Kinder solche Fragen nicht auch .... wenn auch anders ...?

warum habt ihr dahinten so ein rotes Licht, und was soll das ?
warum gibt es das Plätzchen bei Tante Paula nur einmal im Monat, und bei Dir jeden Tag? - wieso ist das so? - Kommt meine Katze auch in den Himmel? - Und mein Hamster Horst? - Haben Tiere eine Seele? - Kinder fragen nicht? - halt ich für ein Gerücht ....

wer, wie, was, wieso weshalb warum?

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#17 Beitrag von abendstern_ » 01.09.2009, 06:40

@evah

Ich hatte es mir in meiner kindlichen Naivität so erklärt, den "faden Keks" gibts, damit man in der langen Zeit (ich fand Gottesdienste tödlich langweilig und unendlich lang...) mal was zu essen kriegt und das "Unser Vater" beten wir alle damit wir das sprechen in der langen Zeit nicht verlernen...

Später sagte man mir dann im Religions- und Konfirmandenunterricht, das Abendmahl sei die Quittung für die Sündenvergebung. Ab dem Zeitpunkt ging ich dann "die Quittung abholen". Ich glaube ich war schon ziemlich erwachsen, als ich mir (selbst) die Hintergrundinformationen zum Abendmahl holte.

Tatyana

#18 Beitrag von Tatyana » 01.09.2009, 07:23

Filippo, in deinem konstruierten Fall geht es dem Kind doch besonders gut-es bekommt das gesamte Spektrum christlichen Lebens(oder zumindest einen guten Teil davon) fürs Leben mit und wird nicht automatisch auf eine dogmatische Richtung festgelegt. Es merkt schon früh das, wofür andere häufig bis ins Erwachsenenalter brauchen: dass es "das Christentum" eigentlich nicht gibt, sondern dass es seinen eigenen Glaubensweg finden muss, auf dem ihm andere Menschen höchstens Richtungsweiser sein können. Glückliches Kind!

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#19 Beitrag von evah pirazzi » 01.09.2009, 14:22

GG001 hat geschrieben:
Evah, Sie haben sich nicht um die Fragen des neuapostolischen Glaubens, wenigstens aber um das neuapostolische Verstaendnis dessen gekuemmert, was bei der Konsekration geschieht, wenn Sie die Hostie gegessen haben?
GG001,

im Kleinkindalter war ich geistig nicht ansatzweise in der Lage, Konsenssekrete von irgendwelchen Transensubstanzen zu unterscheiden. :wink:

Mit 2-3 Jahren ging es mir ähnlich wie abendstern_, Gottesdienste waren nur auszuhalten, weil ab und zu mal etwas Musik erklang und gesungen wurde.
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

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