Ist Gott ein Christ?

Für Zweifler und andere gute Christen
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Maximin

MISSVERSTÄNDNISSE AUFKLÄREN...?

#21 Beitrag von Maximin » 11.08.2009, 11:23

:) Prolle, jetzt musste, wohl oder übel, die blitzenden Bestecke beiseite legen und Farbe bekennen. Möglicherweise kündigt sich hier m. E. mittelfristig eine Thementeilung an. Daher: allesanftigste Grüße an unsere Administratorin Frau Tegram. :mrgreen:
Herzlichst Micha :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 13.08.2009, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.

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agape
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#22 Beitrag von agape » 11.08.2009, 11:28

August Prolle hat geschrieben: Gott weiß alles. Wer alles weiß, muss nichts glauben. Wer nichts glaubt, ist Atheist. Also ist Gott Atheist.
Der Atheist leugnet die Existenz Gottes. Wer die eigene Existenz leugnen kann, muss existieren: Gott ist!

:wink:
Pritzebilsky hat geschrieben: Aber da du den süßen, kleinen, unschuldigen Babies die Existenz absprichst, sozusagen die Zukunft der Menschheit verleugnest, muss ich mich melden.
Du schreibst:
Wer die eigene Existenz leugnen kann, muss existieren
Was aber ist mit denen, die ihre eigene Existenz nicht leugnen können, weil ihnen dazu sowohl die sprachlichen, als auch noch die intellektuellen Mittel fehlen? Die "müssen" dann ja wohl nicht existieren?!
Wie fies sich hier deine Logik auswürgt! Ich kann nur noch...Bild

Cool down, verehrte boys ;)

Ohne die Fachanwältin :lol: von Dr. Prolle zu sein, muss ich hier mal kurz zwischenfunken. ;)
Ich bin immer sehr froh, wenn ich mir immer mal wieder Augusts intelligente und höchst feinsinnige Sprachakrobatik zu Gemüte führen kann. Adler, Pritze, Ihr habt Augusts Wink ";)" bei seinem "einmaligen Gottesbeweis" ;) übersehen und inhaltlich habt ihr euch beide leider auf eine logisch-immanent selbst-gewählt falsche Fährte geführt.
Das bleibt zwar jedem ungenommen .... ;).

Und Nichts für ungut,
agape :)
Zuletzt geändert von agape am 11.08.2009, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Maximin

#23 Beitrag von Maximin » 11.08.2009, 11:39

:) ... Liebe Frau Agape, Deine nachträgliche Textkorrektur hat mich beeindruckt. Danke!
Friedensgrüße vom ollen Micha :wink:

Gaby

#24 Beitrag von Gaby » 11.08.2009, 15:25

Für mich ist Gott weder Jude, Christ, Moslem, Buddhist oder Hindu oder was es sonst noch so alles gibt ...

Gott ist für mich ganz einfach Gott :-)

Und von diesem Gott sollen wir uns kein Bildnis machen, zumindest steht dies so in der Bibel. Deswegen halte ich es auch nicht für wichtig, ob ich in Gott den Vater, die Mutter, den Freund, Bruder oder sonst irgendwen sehe. Darauf kommt es glaube ich nicht an.

Religionen haben alle das gleiche Ziel ... Das Wort "Religion" entwickelte sich vom lateinischen "religio" , was soviel wie "Rückbindung" bedeutet.
Nun gibt es in jeder Religion unterschiedliche Strömungen, man könnte das wohl auch Konfessionen nennen.
Konfession kommt ebenfalls aus dem lateinischen ... "confessio" was soviel wie "Bekenntnis" heißt.
Wenn ich mich also einer bestimmten Konfession anschliesse, bedeutet das erst einmal nur, dass ich mich genau zu DIESER Konfession bekenne. Es hat nichts damit zu tun, ob ich an Gott glaube oder nicht. Das hat m.E. auch nichts damit zu tun, ob ich an Jesus glaube oder nicht.
Selbst ein Hindu glaubt an Jesus Christus, glaubt sogar, dass dieser göttlichen Ursprungs ist.
Trotzdem hat ein Hindu natürlich einen anderen Blickwinkel auf Jesus als ein Christ. So wie auch ein Moslem Jesus anders sieht als der Hindu, oder der Christ.
In jeder Religion ist Jesus nicht unbekannt, aber jeder sieht ihn anders, hat ein anderes Verständnis von ihm.
Trotzdem haben alle Menschen m.E. die gleiche Aufgabe ... sich wieder mit Gott zu "verbinden" ... sich Gott zuzuwenden, trotz der Differenzen, die in den verschiedenen Konfessionen bestehen.
Und nach meinem Glauben ist Jesus für ALLE Menschen gestorben, damit jeder wieder die Möglichkeit hat zu Gott und damit auch zu sich selbst zurückzufinden ... unabhängig davon ob ich mich zu einer bestimmten Konfession bekenne oder nicht.
Überlassen wir es doch einfach Gott zu entscheiden, wer die Verbindung zu IHM gesucht hat und wieder zurückgefunden hat zu IHM, dem Ursprung.

Liebe Grüße

Gaby

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August Prolle
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#25 Beitrag von August Prolle » 11.08.2009, 23:23

Nee, Leute, so geht das nicht: Auch Gottesbeweise wollen geglaubt werden... :mrgreen:

Mit großer Sorge stelle ich fest, dass der Geist der Besserwisserei und Kritik von einigen Internetschreiberlingen Besitz ergriffen hat. Obwohl sich autor dankenswerterweise redlich bemühte, allen suchenden Seelen meine Schrift aufzuschließen, gibt es dennoch verstockte Herzen, die ihr Ohr lieber den Einflüsterungen des Zeitgeistes leihen, anstatt mit geheiligtem Auge durch die verzweifelten Gottesbeweise der Philosophiegeschichte hindurchblickend selbiges auf die Wahrheit zu werfen, die dahinter steht: Das ahnende Wissen der Menschen um die Existenz Gottes...

Zur Sache:

Der pritz-findigen Bemerkung, ich hätte mit dem Satz: "Wer die eigene Existenz leugnen kann, muss existieren" denen, die ihre Existenz nicht leugnen können, beispielweise den "den süßen, kleinen, unschuldigen Babies", die Existenz abgesprochen, erlaube ich mir entschieden zu widersprechen. Diese Ableitung ist nicht nur un-fehr, sondern auch unlogisch. Für eine Folgerung (A → B) gilt: A ist hinreichend für B. Ebenso gilt umgekehrt: B ist notwendig für A, ohne B kann A nicht erfüllt sein. Aus der Negation von A folgt aber nicht zwingend die Negation von B. Aus der Aussage ¬A erhält man keine Aussage über B; B kann wahr oder falsch sein.
(Siehe wikipedia zum Stichwort "Aussagenlogik")

Beispiel:

Prolle beweist die Existenz Gottes. (Vorsicht: Ironie!) Pritze nimmt an Prolles Aussagen Anstoß. Prolle antwortet ihm. Nach Prolles Logik gilt: Wenn Prolle antworten kann, muss er existieren. (Gern auch so: Pritze leiht – wenn auch ängstlich – Prolle sein Ohr. Pritze muss existieren.) - Nun hat es sich ergeben, dass auch Adler Einwände gegen Prolles Gottesbeweis äußert. Prolle bewegt Adlers Gedanken in seinem Herzen und antwortet (vorerst) nicht. Nach Pritzes Logik bedeutet dies: Wenn Prolle nicht antwortet, existiert er nicht. Damit spricht Pritze dem armen, alten, unschuldigen Prolle die Existenz ab, obwohl ihm möglicherweise lediglich die intellektuellen Mittel fehlen, um sich zu artikulieren.

Nun frage ich: Wessen Logik ist es, die sich "fies auswürgt"? - Eben.

Ätsch. :P

Hannes

#26 Beitrag von Hannes » 12.08.2009, 20:23

Also Ihr lieben Leute ...

seit 3 Seiten wundere ich mich über diese Fragestellung. Und es bleibt bei der Verwunderung ...
da könnte man ja gleich fragen: Ist Prolle ein August? :roll:

Und? Isser einer?

FuHG - Hannes :wink:
Zuletzt geändert von Hannes am 12.08.2009, 21:47, insgesamt 1-mal geändert.

autor

#27 Beitrag von autor » 12.08.2009, 20:56

Hannes hat geschrieben:Ist Prolle ein August?
Eine Bejahung würde im Umkehrschluss bedeuten, dass jemand, der nicht (ein) August ist. auch nicht (der) Prolle wäre. Falsch wäre indes aber, zu behaupten, dass dann nicht (der) Prolle auch nicht (ein) August ist. :mrgreen:

Danke Hannes! Für diese Möglichkeit die Bedeutung der Artikel herauszustellen und gleichzeitig mit dieser Teil-Tautologie falsche Schlüsse so sinnvoll unsinnvoll vorzuführen!

:wink:

Hannes

#28 Beitrag von Hannes » 12.08.2009, 21:55

autor hat geschrieben: Eine Bejahung würde im Umkehrschluss bedeuten, dass jemand, der nicht (ein) August ist. auch nicht (der) Prolle wäre. Falsch wäre indes aber, zu behaupten, dass dann nicht (der) Prolle auch nicht (ein) August ist. :mrgreen:
Dann, werter Autor, würde ich das August-Prolle-August-Bei(wort)spiel - auch im Sinne einer Rückführung zum Thema (ja, tergram!) - auf das geistich-ewiche übertragen wollen und die für mich weitaus interessantere Frage in den teil-tautologischen Raum stellen wollen: Ist (war) Christus Gott?

So, jetzt ... :wink:

FG - Hannes

Gaby

#29 Beitrag von Gaby » 13.08.2009, 09:59

Ist (war) Christus Gott?

>>Der Satz "Jesus Christus ist wahrer Gott vom wahren Gott" bringt uns an den Anfang unserer Überlegungen zurück. Deutlicher kann man es nämlich nicht mehr sagen, dass Jesus von Nazaret 100 Prozent Gott ist, mit ihm identisch. Als die christlichen Denker im vierten Jahrhundert auf ihren Konzilssitzungen diese Formulierung in das Glaubenbekenntnis einfügten, war allen klar, dass wirklich und unzweideutig gesagt werden sollte: der Mensch Jesus ist Gott. Sie sahen sich zu dieser Klarstellung gezwungen, weil es eine mächtige Gegenbewegung gab, die sagte: Nein, Jesus ist nicht Gott; er kann es auch gar nicht sein, sonst wäre Gott nicht mehr Gott. Dennoch setzte sich die Auffassung durch, dass von Erlösung nicht die Rede sein kann, wenn Jesus nicht Gott ist, wenn er nicht der göttliche Sohn des göttlichen Vaters ist, wenn wir nach dem Evangelisten Johannes nicht mit Jesus übereinstimmen, der sagte: "Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen" (Joh17,9).<<

P.S. Mit Tautologie und Wortspielereien hab ich es nicht so ... ich hoffe es nimmt mir niemand übel ;-)

Maximin

JESUS GOTTES SOHN...?

#30 Beitrag von Maximin » 13.08.2009, 13:01

:) Meine liebe Gaby,
Du weißt, wie sehr ich Dich und Deine sachlichen und abgewogenen Beiträge schätze. In dieser Rubrik ging es ja ursprünglich um die Frage ob Gott (ein) Christ ist. Na gut. Wer so fragt, der wird seine Gründe haben. Als Christ habe ich meine Meinungen beigetragen.

In Deinem letzten Beitrag gehst Du nun einen Schritt weiter, wenn Du die Frage aufwirfst, ob Jesus von Nazareth ein oder der Sohn Gottes war. Neues Thema...?

In den amtlichen evangelischen Glaubenswelten polken einige evangelische Theologen, insbesondere aus Baden-Württemberg, schon seit längerer Zeit (wiedermal) an dem Verständnis des Nazareners herum. Da geht es insbesondere um die Frage nach der Notwendigkeit seines Blutopfers aus heutiger Sicht. Wat nu...?

Ich bin um Themen gewiss nicht verlegen. Was ist Dein Rat...?

Liebe Grüße vom Micha :wink: :wink:

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