StAp Bischoff seit 49 Jahren tot

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Cerebron

#11 Beitrag von Cerebron » 09.07.2009, 10:57

tergram hat geschrieben:Wartet in Demut bis zum Jahr 2010: Zum 50. Jahrestag des göttlichen Eingreifens gegen unprophetische Allmachtsphantasien eines alten Mannes wird es der NAK vielleicht endlich möglich sein, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: "Ja, die Botschaft war ungöttlich. Ja, wir bereuen die Folgen der 'Botschaft'. Ja, wir wollen bereuen, wiedergutmachen, versöhnen."
Werte Tergram,

die Betonung liegt auf "vielleicht", oder? Zu Optimismus besteht kein Anlass. Wahrscheinlich ist doch eher eine Verlautbarung der Art "Heute vor 50 Jahren wurde StAp Bischoff in die Ewigkeit abberufen, noch bevor er die Erfüllung der ihm vom Herrn gegebenen Verheißung der Wiederkunft Christi erleben durfte." Oder so. :-?

Gruß,
C.E.

tergram

#12 Beitrag von tergram » 09.07.2009, 11:33

Cerebron hat geschrieben:...die Betonung liegt auf "vielleicht", oder?
Werter Cerebron,

es handelt sich nur um einen temporären Anfall von Altersmilde meinerseits, einer Vorstufe präseniler Demenz. Ich bitte insoweit um Nachsicht. :mrgreen:

Dass übrigens JGB vom Herrn abberufen werden musste, noch bevor er die Erfüllung der göttlichen Botschaft.... etc. ... , ist bekanntermaßen ausschliesslich - ausschliesslich! - das Verschulden der "Braut Christi". Diese zeigte sich trotz intensiver Zubereitungsbemühungen der diversen 'Elieser der Neuzeit' beratungsresistent und verweigert beharrlich die für die Heimholung notwendige Würdigkeit.

Ich erinnere mich an GD'e Ende der 60-er, in denen Herr Walter Schmidt predigte. Eindringlich schilderte er gern und immer wieder, dass der Herr sofort bereit sei, seine Braut heimzuholen, wenn diese doch nur endlich würdig dafür sei. Der Verzug der Erfüllung der göttlichen Verheissung läge also an der Unwürdigkeit der Brautgemeinde.

So macht man aus Opfern Täter. Der Versuch an sich wundert mich nicht - mich wundert nur, dass es geglaubt wurde und geglaubt wird.

Die Frage nach der Verantwortung der brautzubereitenden "Elieser" am mangelhaften Zustand der Braut wurde meines Wissens übrigens nie ernsthaft gestellt. Was bedauerlich ist.

Cerebron

#13 Beitrag von Cerebron » 09.07.2009, 11:47

Werte Tergram,

ja, ein fürchterlicher Schlamassel. Welche Hoffnung sollte es überhaupt geben, dass aus der "unwürdigen Braut" jemals eine "würdige Braut" werden könnte? Womöglich sind Nachfolge, gläubiges Aufschauen, Opfer und Gemeinschaftspflege nicht ausreichend, womöglich nicht einmal an sich entscheidend?

Es bleibt schwierig. Altersmilde kann aber von Vorteil sein. :-)

Gruß,
C.E.

Maximin

PSALM 15 ...

#14 Beitrag von Maximin » 09.07.2009, 12:04

Lieben Freunde,
es gibt Gedenktage derer wir uns immer wieder gerne erinnern, während die anderen Sorten, die, je länger sie zurückliegen, glücklicherweise mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Der 06. Juli 1960 ist für mich so ein Gedenktag. Vergessen kann ich diesen Tag nicht. Dazu hat dieser Tag mein weiteres Leben zu sehr geprägt.

Anlässlich meiner Konfirmation am 27. März 1960 erhielt ich in der Berliner Gemeinde Flughafenstraße meinen Konfirmationsbrief. Der Brief enthielt neben einem Foto des damaligen Stammapostels Johann Gottfried Bischoff einige Gedanken zum Psalm 15, der in der Lutherübersetzung 1912 so lautet:

„15:1 Ein Psalm Davids. HERR, wer wird wohnen in deiner Hütte? Wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge? 15:2 Wer ohne Tadel einhergeht und recht tut und redet die Wahrheit von Herzen; 15:3 wer mit seiner Zunge nicht verleumdet und seinen Nächstem kein Arges tut und seinen Nächsten nicht schmäht; 15:4 wer die Gottlosen für nichts achtet, sondern ehrt die Gottesfürchtigen; wer sich selbst zum Schaden schwört und hält es; 15:5 wer sein Geld nicht auf Wucher gibt und nimmt nicht Geschenke gegen den Unschuldigen: wer das tut, der wird wohl bleiben.“

Natürlich nahm ich den Psalm 15 als für mich gesagt an: „So willst Du Dein Leben gestalten, Michael“, war mein aufrichtiges Vorhaben. 101 Tage nach meinem Konfirmationstag verstarb J.G. Bischoff am 06. Juli 1960. Es brauchte Jahrzehnte bis mir aufging, dass vor Gott kein sterblicher Mensch diesen Anforderungen genügen kann.

Stammapostel J. G. Bischoff habe in einem Gottesdienst verbürgt gesagt: „Ich bin der letzte. Nach mir kommt keiner mehr.“ Wir haben ihm geglaubt und mit uns tausende andere Glaubensgeschwister, sowie seine Amtsnachfolger Walter Schmidt, Ernst Streckeisen, Hans Urwyler, Richard Fehr und der derzeitige Stammapostel der Neuapostolischen Kirche auch.

Wenn ich also meinen erwähnten Konfirmandenbrief und insbesondere das Bild des freundlich lächelnden greisen alten Mannes betrachte, dann kann ich bis heute keinen Hass oder ähnliche Gefühle empfinden. Mitleid schon. Übrigens auch mit den angeblich Gottlosen, denn kein einziger Mensch ist Gott losgeworden. (vgl. Jesaja 53, 3 – 6 / Luther 1912).

Liebe Grüße, landauf und landab, von Eurem Micha + + +

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Re: PSALM 15 ...

#15 Beitrag von evah pirazzi » 09.07.2009, 14:16

Maximin hat geschrieben:Lieben Freunde,
es gibt Gedenktage derer wir uns immer wieder gerne erinnern, während die anderen Sorten, die, je länger sie zurückliegen, mehr und mehr an Bedeutung verlieren.
Lieben Maxi-Minen,

du hast Sorten zurückgelegt (etwa in Maxi-Minen?), die für dich immer mehr an Bedeutung verlieren?
Nicht doch, nur immer her damit, ich finde schon Verwendung dafür... :mrgreen:

...am liebsten sind mir Schweizer Fränkli...

...davon würde ich sogar zum 50. Jahrestag des Botschaftsdesasters in 2010 ein paar spenden, damit diesem Tag der notwendige würdige Rahmen verliehen werden kann.

Bild
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Maximin

VERGEBEN KÖNNEN GEHT STILL...

#16 Beitrag von Maximin » 09.07.2009, 14:34

:) Meine liebe Evah P.,
darüber sollten wir uns am Sonntagabend, dem 01.11.09 (Allerheiligen), direkt, Auge in Auge, austauschen. Ich habe da so eine bestimmte Planung...! Mal sehen, was die anderen davon halten.
Herzlichst Micha :wink:

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#17 Beitrag von evah pirazzi » 09.07.2009, 14:50

Wenn du willst, schau' ich dir schon am 31.10. (Reformationstag) in die Augen Kleiner - äh - Großer..., 8)

...inspiziere dabei auch gerne deine (Pro)Thesen und bringe ein paar zum Tauschen mit...

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

bonsai

#18 Beitrag von bonsai » 09.07.2009, 15:06

Hier geht´s dann sicherlich am Sonntag 9.30 Uhr zum Entschlafenengottesdienst...
Ihr seid zu beneiden! :D

Maximin

WAS MÖCHTE MAN SEHEN...?

#19 Beitrag von Maximin » 09.07.2009, 15:34

:) Meine liebe Evah P.:
dazu fällt mir ein Stück aus Jeremia 1, 11+12 ein: „11 Und es geschah des HERRN Wort zu mir: Jeremia, was siehst du? Ich sprach: Ich sehe einen erwachenden Zweig. 12 Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wachen über meinem Wort, dass ich's tue.“

Na ja, man darf Bibelstellen gewiss nicht für vordergründige eigene Zwecke missbrauchen. Andererseits kommt´s aber eben auch darauf an, was man tatsächlich sieht, zu sehen glaubt oder so gerne sehen möchte. Auf die Unterscheidung kommt alles an - glaube ich. Mit oder ohne Lesehilfe. Nur bedauerlicherweise verändert sich mit zunehmendem Lebensalter häufig auch die Sehschärfe. Ich vertraue deshalb auf Deine optischen Mitbringsel. Warten wir es ab...
Micha :wink:

Dieter

#20 Beitrag von Dieter » 09.07.2009, 15:54

bonsai hat geschrieben:Hier geht´s dann sicherlich am Sonntag 9.30 Uhr zum Entschlafenengottesdienst...
Ihr seid zu beneiden! :D
äääh, ich glaub dann doch eher nicht :mrgreen:
Falls Du aber da bist, fahr ich Dich gern hin und hol Dich hinterher wieder ab.

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