Apostel im Wandel (NRW-Worksoap)

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tosamasi
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#51 Beitrag von tosamasi » 09.10.2009, 16:40

42 hat geschrieben:
Und wenn man dann mal wieder feststellt, um wieviel Lebenszeit man betrogen worden ist, kann dann nicht auch mal Frust hochkommen?
Ja, aber eben nur dann, wenn man das als "Betrug an der Lebenszeit" empfindet. Wenn man gelassener damit umgeht, dann braucht man sich darueber nicht mehr solche Gedanken machen.
Im System war man mit dem System verbunden. Der Frust ergibt sich erst außerhalb. Man schaut auf die Vergangenheit und versteht nicht. Aber die Gefühlswelt war seinerzeit eine andere, nicht nur altersabhängig, aber auch.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

tergram

#52 Beitrag von tergram » 09.10.2009, 21:27

Ja. Ich habe mich in diesen Jahren nicht negativ gefühlt. Die Erkenntnis, dass da etwas falsch lief, kam erst später. Die Rückschau macht den Unterschied.

Ohne in das sattsam bekannte "...es war doch nicht alles schlecht..." einstimmen zu wollen:

Ich war über viele Jahre in der NAK überwiegend glücklich und zufrieden. Meine Familie, meine ältesten Freunde, fast alle sozialen Kontakte hatte ich in dieser Kirche. Ob ich ohne die Prägung durch die Kirche und das Umfeld wirklich so viel anders gelebt und mich so viel anders entschieden hätte, wage ich zu bezweifeln. (Ich glaube nicht, dass das Gras auf der anderen Seite der Straße immer grüner und besser ist...) Letztlich sind solche Überlegungen aber unsinnig, weil die Frage "Was wäre gewesen, wenn..." nicht zu beantworten ist.

Manchmal beneide ich mich im Nachhinein um die alten Zeiten seligen Unwissens, als ich mit vielen anderen tränenvoll "Zehntausendmal zehntausend" gesungen habe. Aus Überzeugung. Heute würden mir die Worte im Hals stecken bleiben.

Das erschreckt mich aber nicht, ich halte es für normal. Es überrascht mich ja auch nicht, dass ich nicht mehr mit meinen Puppen spiele... Das Leben ist keine Endlosschleife, sondern eine Straße und wir entwickeln uns fortwährend. Hoffentlich.

Wohlan denn Herz - nimm Abschied und gesunde!

42

#53 Beitrag von 42 » 09.10.2009, 21:40

So ist es. Bei manchen.

Dieter

#54 Beitrag von Dieter » 12.10.2009, 08:29

Liebe tergram,

danke für Deine Zeilen. Es geht mir im Prinzip genauso, wie Du es von Dir geschildert hast. Trotzdem, manchmal bricht "der alte Adam" durch und der Frust kommt hoch. Aber im großen und ganzen kann ich eher zwischenzeitlich gelassen mit allem umgehen. Aber trotzdem, nochmals danke. Und Dir weiter alles Gute!

Dieter

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agape
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#55 Beitrag von agape » 14.11.2009, 11:33

KIRCHE IM WANDEL
Bitte nicht "nur" Kritiker, die sind nicht erwuenscht,
wie wir Sonntag vom BzAp hoeren konnten!
Quelle

Soso. ;)

Da hätte man doch die selbst-erwählte Kölner Truppe "Kommunikation"hinzu bestellen können,
die die Diskussion moderiert.

:lol:

tergram

#56 Beitrag von tergram » 14.11.2009, 11:50

Hä? :?:

Kritiker sind unerwünscht, konstruktiv-kritische sind erwünscht? Oder wie jetzt? Also keinen schwarzen Schafe, keine aus anderen Schafställen? Nur wollweisse Vorzeigeschafe, die versehentlich und temporär einen winzigen hellgrauen Flecken haben, aber nichtdestotrotz besserungswillig und besserungswürdig sind?

Backt sie euch doch selbst.[img]

Und was zum Nachdenken: Die Lösung, von Berthold Brecht

Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne.

Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes?
Zuletzt geändert von tergram am 03.12.2009, 09:36, insgesamt 1-mal geändert.

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agape
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#57 Beitrag von agape » 14.11.2009, 12:00

Die sog. "konstruktiv-Kritischen" sind natürlich erwünscht. ;)
Die beim Thema "Ökumene" sagen würden: "Also ich meine ja, dass der Vorsteher mal mit einem katholischen Priester Kontakt aufnehmen könnte. Die kath Gemeinde kennt uns ja gar nicht, dann könnten wir später ja mal gemeinsam Kuchen bei uns essen."
So was ist natürlich schön und auch konstruktiv. ;)

Aber AB braucht keine Sorgen haben: Es gibt keine pos "Radikalen"mehr in der NAK. Und das bedauert sicherlich mancher.
Also - no panic, Armin und ihr Bezirksältesten! Es passiert nichts!!!

tergram

#58 Beitrag von tergram » 14.11.2009, 12:09

agape hat geschrieben:...dann könnten wir später ja mal gemeinsam Kuchen bei uns essen.
Ja, welch schöner Gedanke.

Philippus

#59 Beitrag von Philippus » 14.11.2009, 12:20

agape hat geschrieben:KIRCHE IM WANDEL
Bitte nicht "nur" Kritiker, die sind nicht erwuenscht,
wie wir Sonntag vom BzAp hoeren konnten!
Quelle

Soso. ;)
Zitat aus gleicher Quelle:

Hoffe für die NAK auf gedeihlichen Fortgang.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Liebe Grüße in die Runde

Frank

Brombär
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#60 Beitrag von Brombär » 14.11.2009, 12:29

tergram schrieb :

Man könnte den Katholiken ja dann auch gleich Zeugnis bringen vom wunderschönen neuapostolischen Glauben. Warum warten, bis man sie aus dem Jenseits zum E-GD einladen kann ?

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Sowieso ist es besser " mit warmen Händen " zu geben. :!: :lol:
Das ist unsere Berufung, dass einer dem anderen Rast biete, auf dem Weg zum ewigen Haus.

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