WIE KOMMT MAN DEM URSPRUNG MÖGLICHST NAHE ?

Diskussionen über Bibeltexte aus dem Neuen Testament
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Maximin

WIE KOMMT MAN DEM URSPRUNG MÖGLICHST NAHE ?

#1 Beitrag von Maximin » 01.05.2009, 13:51

GGO I wollte dieses neue Thema eröffnen. Technische Probleme ermöglichten es ihm und mir später auch nicht. Dies ist ein weiterer Versuch.
Micha :wink:

Maximin

NACHRICHT...

#2 Beitrag von Maximin » 01.05.2009, 14:20

:) Mein lieber GGO I,
nu kannste loslegen. Der Techniker wird die aufgetretenen Probleme prüfen. Siehe meine PN.
Micha :wink:

Maximin

TECHNISCHE PROBLEME !

#3 Beitrag von Maximin » 06.05.2009, 08:29

MITTEILUNG DER ADMINISTRATION !

Damit sich hier niemand veräppelt fühlt: Der von GGO 1 geplante Beitrag scheiterte bisher daran, dass das System einen Link auf eine andere Internetseite (youtube) nicht akzeptiert.

Hartnäckig wie wir hier sind, arbeiten wir unverdrossen an der Problemlösung. Falls jemand zweckdienliche Hinweise hat, bitte sehr und vielen Dank im Voraus.
Micha + + +

GG001

#4 Beitrag von GG001 » 06.05.2009, 10:14

Um mich erstens zu bedanken und zweitens die Gegenprobe zu machen, ob ich wenigstens noch einen solchen Beitrag posten kann, der nichts fuer die Forensoftware Anstoessiges enthaelt, probiere ich es noch einmal.

Es geht! Ich bin also nicht permanent ausgesperrt (was auch kein Schaden gewesen waere). Dann fahre ich fort:

Es geht auch auf Umwegen zum Ziel: ==> NACboard Klick! Englischkenntnisse sind von Vorteil, gute Kenntnisse helfen, auch den gelegentlich subtilen Humor zu verstehen. Der schoene Hinweis auf diesen Youtube Vortrag kam uebrigens von "Calamity", nur ohne die vollstaendige Liste aller Teilbeitraege.

Der auf Youtube veroeffentlichte Vortrag an der Stanford University, den ein Bibelkundler gehalten hat, beleuchtet in allgemein verstaendlicher Form die Schwierigkeiten, die sich auftun, wenn wir die Bibel verstehen wollen. Es gibt fuer keines der Buecher im NT Originalhandschriften, also muss man auf Abschriften zurueckgreifen, die im Lauf der Zeit entstanden sind. Abgesehen von den Briefen Pauli, bei denen man die Autorschaft annimmt, geht man man sowieso davon aus, dass etliche Buecher erst spaeter, z.B. von Schuelern, geschrieben worden sind.

Vor dieser Schwierigkeit steht jeder Bibelherausgeber, aber auch jeder, der sich am Wortlaut der heutigen Bibel wortgetreu festhalten will. Woran soll er/sie sich festhalten und wie soll er/sie die Bibel demzufolge verstehen? Es kann ja sehr gut sein, dass das, was er als autotitativen Text zu lesen meint, fehlerhaft ist, bewusst veraendert worden ist oder erst spaeter zugefuegt worden ist. Der Vortrag gibt sehr instruktive Beispiele fuer diese historisch-kritische Methode, ueber die bei gk vor kurzem im Zusammenhang mit ein paar Aeusserungen von Dr. Kiefer beim letzten gk-Treffen diskutiert worden ist.

Referenz auf den Vortragenden ==> bei Wikipedia.

_
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#5 Beitrag von _ » 06.05.2009, 15:41

GG001 hat geschrieben:Vor dieser Schwierigkeit steht jeder Bibelherausgeber, aber auch jeder, der sich am Wortlaut der heutigen Bibel wortgetreu festhalten will. Woran soll er/sie sich festhalten und wie soll er/sie die Bibel demzufolge verstehen? Es kann ja sehr gut sein, dass das, was er als autotitativen Text zu lesen meint, fehlerhaft ist, bewusst veraendert worden ist oder erst spaeter zugefuegt worden ist. Der Vortrag gibt sehr instruktive Beispiele fuer diese historisch-kritische Methode, ueber die bei gk vor kurzem im Zusammenhang mit ein paar Aeusserungen von Dr. Kiefer beim letzten gk-Treffen diskutiert worden ist.
auch die historisch-kritische methode steht vor dem unlösbaren problem der unklaren verfasserschaft und textgeschichte. nur tut sie so, als sei das problem mit wissenschaftlichen mitteln objektiv und nachvollziehbar zu lösen - was es nicht ist.

die hkm erweckt bei unsachgemäßem gebrauch eine scheinsicherheit. sie kann uns aber immer nur wieder vor augen halten, wie wenig wir wissen können (über die entstehung der bibel und über ihre protagonisten) und wie viel wir glauben müssen.

mfg, _

GG001

#6 Beitrag von GG001 » 06.05.2009, 23:03

nur tut sie so, als sei das problem mit wissenschaftlichen mitteln objektiv und nachvollziehbar zu lösen - was es nicht ist.
Beispiele? Serioese Wissenschaftler tun jedenfalls nicht so. Sie wissen: Man kommt dem Original hoechstens "moeglichst nahe", weiss aber, dass es nun einmal nicht kennt und die Forschungsergebnisse nicht mit Sicherheit bestaetigen kann. Ich stimme jedoch folgenden Worten eher zu:
die hkm erweckt bei unsachgemäßem gebrauch eine scheinsicherheit. sie kann uns aber immer nur wieder vor augen halten, wie wenig wir wissen können (über die entstehung der bibel und über ihre protagonisten) und wie viel wir glauben müssen.

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#7 Beitrag von _ » 07.05.2009, 07:35

GG001 hat geschrieben:
nur tut sie so, als sei das problem mit wissenschaftlichen mitteln objektiv und nachvollziehbar zu lösen - was es nicht ist.
Beispiele? Serioese Wissenschaftler tun jedenfalls nicht so. Sie wissen: Man kommt dem Original hoechstens "moeglichst nahe", weiss aber, dass es nun einmal nicht kennt und die Forschungsergebnisse nicht mit Sicherheit bestaetigen kann.
ich wollte vor allem darauf hinaus, dass die unterschiedlichen richtungen bzw. schulen der hkm zu höchst verschiedenen ergebnissen kommen, weil der gegenstand ihrer forschungen wie auch ihre forschungsmethoden präzise aussagen per se garnicht zulassen. trotzdem tut man aber immer so, als habe man die definitive antwort auf die fragen nach dem "wirklichem inhalt", dem "wirklichem gehalt" und der autorschaft biblischer texte gefunden. dabei kann es doch höchstens darum gehen, der erkenntnis, nichts definitives über diese dinge wissen zu können, näherzukommen - dem ursprung aber? eher nicht.

bestes beispiel: die diskussion um den "historischen jesus" im gegensatz zum "jesus der verkündigung"; ist ja eines der lieblingsthemen der hkm. dabei ist ja nichtmal sicher, ob hier überhaupt ein gegensatz gegeben ist. natürlich ist er denkbar, und erst recht konstruierbar... meines erachtens ist aber bewusst nicht thema des nt.

so löblich es von den vordenkern der hkm ist, endlich nachvollziehbare kriterien einzusetzen, um biblische texte zu untersuchen: aus glaubenssicht rechne ich da mit wenig ertrag, weil sich die debatte auf nebenschauplätze verlagert. allenfalls kann die hkm aufzeigen, wo "mit vorsicht geglaubt" werden sollte.

die hkm bleibt für mich eine möglichkeit, biblische texte zu betrachten, darf aber keinesfalls die einzige methode sein, die man nutzt, um sich mit der bibel zu beschäftigen - jedenfalls, sofern man am glauben interessiert ist.

GG001

#8 Beitrag von GG001 » 07.05.2009, 10:14

dabei kann es doch höchstens darum gehen, der erkenntnis, nichts definitives über diese dinge wissen zu können, näherzukommen - dem ursprung aber? eher nicht.
Wie auch schon das Thema ueberschrieben ist ... Sie tragen Eulen nach Athen. Ihrer zitierten Aussage stimme ich jederzeit zu.

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