Das alte Lied?

Musik und Gesang
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bonsai

Das alte Lied?

#1 Beitrag von bonsai » 01.05.2009, 08:48

Stammapostel wendet sich gegen zuviel „externes Liedgut“
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Welche Gedanken wird wohl der bekannte Komponist und Mitglied der AG FMS, Carsten Borkowski, dazu haben?

Zitat aus dem Profil Carsten Borkowskis:

Wer dann noch bedenkt, daß Gott immer mehr zu gehorchen ist als den Menschen, der wird auch einer Verunsicherung, einem “Wachwerden” durch das Kunsterlebnis nicht abgeneigt sein.
Daß die Kirche mit dem Künstler in Konflikt gerät, liegt daran, daß sie ihren Gottesdienst als eine Feier begehen will, die sinnliche Erlebnisse braucht, und sich dazu der gestalteten Welt in Form von Klang, Bild und Raum bedient. Die Kirche wünscht also bisweilen, die Kunst zu besitzen, zu benutzen und den Künstler zu lenken.
Hierzu sei kurz gesagt: Der Kirche ist diese Lenkung eher nicht zu gestatten, sie ist zweifelsfrei nur dem Schöpfer selbst erlaubt.
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Zur Person:
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Zitat NAKI vom 18.03.2008:

Die innerkirchliche Arbeitsgruppe „Fachberatergremium Musik des Stammapostels“ (AG FMS) hat ein neues Mitglied: Carsten Borkowski (42) aus Dresden tritt an die Stelle von Toni Däppen, der die Gruppe wegen Erreichen der Altersgrenze verlässt.
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evah pirazzi
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Re: Das alte Lied?

#2 Beitrag von evah pirazzi » 01.05.2009, 14:09

bonsai hat geschrieben:Stammapostel wendet sich gegen zuviel „externes Liedgut“
Quelle

Welche Gedanken wird wohl der bekannte Komponist und Mitglied der AG FMS, Carsten Borkowski, dazu haben?

Zitat aus dem Profil Carsten Borkowskis:

...Die Kirche wünscht also bisweilen, die Kunst zu besitzen, zu benutzen und den Künstler zu lenken.
Hierzu sei kurz gesagt: Der Kirche ist diese Lenkung eher nicht zu gestatten, sie ist zweifelsfrei nur dem Schöpfer selbst erlaubt.
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(Fettung von mir)

Welche Gedanken der "bekannte Komponist" zu den Wunschvorstellungen unseres achten Nachfolgers im "Felsenamt" hat, kann man sich unschwer gedanklich ausmalen. Ob allerdings der Schöpfer selbst der Lenker der Kunst ist, die C. Borkowski hervorgebracht hat, bezweifle ich.

Ich war 2006 bei dem Konzert in Mandelsloh anwesend, wo C. Borkowski sein Werk "Brief an den Vater" vorstellte und wenn Gott bei der Komposition sein Inspirator gewesen sein soll, dann will ich ab sofort allem Göttlichen absagen. Mit anderen Worten, ich empfand es damals als Zumutung und absoluten Stimmungskiller, das überirdiche - göttlich inspirierte - Mozart Reqiem, noch dazu mitten drin, zu unterbrechen, um diesen "Brief an den Vater" aufzuführen. Auch die Wahl des Titels, der in der Literatur schon vergeben ist, fand ich "großspurig".

Natürlich ist Musik Empfindungs- und Geschmacksache, aber ich habe ein ausgeprägtes Empfinden für gute Musik, wobei Harmonien auch gerne "gewagt" sein dürfen, aber was da vermittelt wurde, war weder göttlich inspiriert noch künstlerisch wertvoll. Ich hätte dem guten Carsten im Rausch meiner Empörung nach dem Konzert am liebsten meine Meinung zu seiner Kompostierung gesagt, zumal er nur ca. drei Schritte von mir entfernt saß. Allein meine gute Kinderstube und die Intervention meines Sohnes haben mich davon Abstand nehmen lassen.

Ob C. Borkowski eine Bereicherung für die AG FMS ist - wir wissen es nicht! Bisher konnten mich seine Kompositionen im NGB nicht überzeugen. Mir scheint, sein künstlerischer Ansatz erfolgt unter der Zwangsvorstellung, unbedingt anders harmonisieren zu müssen als die herkömmlichen Meister, was in der Musik nur ganz selten besser ist.

Mir kommt es manchmal so vor, als ob der Frust darüber, diese NAK nicht verändern zu können, mit Brachialgewalt auf den Sektor Musik (siehe NGB) umgeleitet wird, wobei neue, vollkommen verstümmelte Lieder durch Veränderung alter Lieder entstehen, die man besser ganz hätte weglassen sollen und man sogenannte "alte Meister" nicht nur harmonisch, auch textlich, vom hohen Ross vermeintlicher modern-künstlerischer Überlegenheit "vergewaltigt".

Aber ich sage dazu lieber nix, sonst setz` ich mich noch in die Nesseln hochkünstlerischer Musikmoderne.

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[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

bonsai

Re: Das alte Lied?

#3 Beitrag von bonsai » 01.05.2009, 19:07

evah pirazzi hat geschrieben:Aber ich sage dazu lieber nix, sonst setz` ich mich noch in die Nesseln hochkünstlerischer Musikmoderne.

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Zu spät. :wink:

Im Übrigen ging es mir weniger um die "Kunst" eines C.B. sondern um den Spagat, der nach stammapostolischem Rat wieder ins Haus steht.

Ärgern Sie sich nicht - neuzeitliche Musik kann noch viel ärger/unverständlicher sein. :)

FG, bonsai

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evah pirazzi
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#4 Beitrag von evah pirazzi » 03.05.2009, 22:30

Nein, Mensch - ich ärgere mich nicht (mehr - über die Spielfiguren).

:wink:

Sind die jüngsten Äußerungen W. Lebers denn außer im "Bezahlartikel" irgendwo nachzulesen?

Und überhaupt, ist doch herrlich, wenn wir nun wieder vermehrt unsere schönen einfachen, altbekannten Chormappenlieder wie: "Wie klein und niedlich...", "Und die breit waren...", oder "Alles Leben strömt aus mir..." usw. in den Chorproben nachüben, weil es nach zigfachen Vorträgen immer noch einige gibt, die ihren Part nicht können, oder?

Ich freu mich drauf!!!

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[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

Adler

#5 Beitrag von Adler » 04.05.2009, 05:37

"Musik wird störend oft empfunden,
dieweil sie mit Geräusch verbunden."
:mrgreen:

Wilhelm Busch

LG Adler

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tosamasi
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#6 Beitrag von tosamasi » 04.05.2009, 07:36

Musik ist angenehm zu hören,
doch ewig braucht sie nicht zu währen.


Wilhelm Busch

:)
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

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August Prolle
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#7 Beitrag von August Prolle » 08.05.2009, 23:42

Musik nur dann wahrhaftig frommt,
insofern vom Verlach sie kommt.*


Wilhelm Leber


  • * Inhaltliche Zusammenfassung eines E-Mail-Rundschreibens, das Stammapostel Leber am 24.04.2009 an die europäischen Bezirksapostel versandt hat, mit der Bitte um Weiterleitung an "Apostel, Bischöfe, Bezirksämter, Vorsteher, Musikfachberater der unterschiedlichen Ebenen, Dirigenten/innen, Orchesterleiter/innen und Organisten/innen". In diesem Schreiben gibt er seiner Besorgnis Ausdruck, dass "mehr denn je in den Gottesdiensten externes Liedgut verwendet" werde. Er habe den Eindruck, dass "aus pragmatischen Gründen den Musikausübenden die Verantwortung für die Auswahl externen Liedgutes nach deren Belieben überlassen" werde und ordnet unter [äußerst fragwürdigem] Verweis auf die "Anleitung Musik" (Neuapostolische Kirche, Projektgruppe Musik, Juni 2006) an, dass "bei der Auswahl von Chorliteratur für den gottesdienstlichen Gebrauch die offiziell genehmigten Liedsammlungen der Kirche zu verwenden" seien. Werde "aus besonderem Anlass von dieser Regelung abgewichen", müsse die Zustimmung des "Bezirksvorstehers oder Apostels oder Bezirksapostels" [sic!] eingeholt werden.

    Man beachte das Einssein des Stammapostels mit seinem Amtsvorgänger und Anverwandten, der bereits im Jahre 1912 schrieb:

    Bild
    Quelle: Homepage Dietmar Korthals

dietmar
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#8 Beitrag von dietmar » 09.05.2009, 06:34

:lol: :lol:
wie die Alten sungen , so zwitschern auch die Jungen....... :lol:

aber das Einssein über 100Jahre hinweg, ist wirklich beispielhaft und garantiert, daß alles gut bleibt. :wink:

Engelchen

#9 Beitrag von Engelchen » 09.05.2009, 08:21

Kicher....
Musiker brauchen ihren eigenen Himmel. So viel steht schon mal fest. 8)

tergram

#10 Beitrag von tergram » 09.05.2009, 08:39

...wobei ich weder Herrn Dr. Leber noch Herrn J.G. Bischoff als "Musiker" bezeichnen würde... Bei allem Respekt. Vor echten Musikern.

Wer den neuapostolischen Dialekt versteht, versteht richtig: Auch in der Musik werden Glaubensgehorsam und Vorangängernachfolge eingefordert. Recht so.

Chor bitte: "Wie liiii-i-iiiieblich..."
Bild

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