Jugodi Essen 19.04.2009

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uhu-uli

#11 Beitrag von uhu-uli » 05.05.2009, 23:53

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 16:01, insgesamt 1-mal geändert.

shalom
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#12 Beitrag von shalom » 09.05.2009, 11:01

uhu-uli hat geschrieben:...ist schon der Bezug auf das Konfirmationswort ein Insider ... Wie lautete es denn?
[->NaK-Süddeutschland]
Gottesdienste mit Konfirmation
Als Bibelwort lag dem Gottesdienst, 1. Chronik 29, 17 zugrunde („Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm“). Der Bezirksapostel stellte die Predigt unter die Überschrift „Aufrichtig sein vor Gott“, und zwar in allen Lebenslagen. Auch wenn Gott die Glaubenden einmal prüfe, sei es wichtig, dass sie das Vertrauen auf ihn bewahrten. Zuerst zu sich selbst aufrichtig und ehrlich zu sein, sei eine wichtige Voraussetzung, um wahrhaftige Aufrichtigkeit zu leben und damit das Wohlgefallen Gottes auf sich zu ziehen.

[->NaK-District Frankfurt]
Gottesdienst mit Konfirmation
Bezirksevangelist Rüdiger Wend gab den guten Rat: Seid in allen Situationen eures Lebens aufrichtig! Aufrichtigkeit hat etwas mit Ehrlichkeit zu tun. Seid in eurem Leben gegenüber Menschen und eurer Umgebung immer ehrlich und aufrichtig. In unserem Textwort geht es um etwas viel Weitreichenderes: Es geht um die Aufrichtigkeit vor Gott!

[->NaK-BB]
Ostergottesdienst und Konfirmation in Berlin-Spandau
„Ich weiß mein Gott, dass du das Herz prüfst und Aufrichtigkeit ist dir angenehm.“

In seiner Ansprache an die Konfirmanden rief Bezirksapostel Nadolny dazu auf, diesen Gedanken mit ins Leben zu nehmen. Unehrlichen Menschen gehe man aus dem Weg, während man mit aufrichtigen gerne Gemeinschaft pflege. So könne auch die Beziehung zu Gott nur funktionieren, wenn man aufrichtig und ehrlich sei, denn Gott könne man nichts vormachen, da er direkt ins Herz sehe. Zur Aufrichtigkeit gehöre auch, Fehler zuzugeben und Gelegenheiten zur Entschuldigung zu wahrzunehmen.

Liebe uhu-uli,

egal ob Gottesdienst mit Konfirmation, Karfreitag mit Konfirmation oder Ostern mit Konfirmation / Ordination…so, oder so ähnlich dürfte das in deutschsprachig-neuapostolischen Gauen gewesen sein. Wenn z. B. Bap. Nadolny sinngemäß dazu aufruft, unehrlichen Menschen aus dem Weg zu gehen und mit aufrichtigen gerne Gemeinschaft zu pflegen, dann gehört zur Aufrichtigkeit auch, Fehler zuzugeben und Gelegenheiten zur Entschuldigung wahrzunehmen. Leider ist diese Latte der BaV-€pa mit dem Infoabend vom 4.12.2007 deutlich gerissen worden. Seitdem gehen noch mehr Menschen den Aposteln aus dem Weg und dürfen mitunter feststellen, dass in anderen Kirchen aufrichtig Gemeinschaft gepflegt wird… .

Das hat ganz sicher etwas mit dem Selbstbild, mit den gemachten / zugefügten Erfahrungen und dem Wissen darüber zu tun, was dem Herrn angenehm ist. Es gibt nämlich gar nicht so wenige, „die sich wollen angenehm machen nach dem Fleisch“, die es der neuapostolischen Kirche angenehm machen wollen mit Gebötlein, mit Botschaften, mit Immobiliengeschäften, mit Charity, aber auch mit verzehnter Minze, Dill und verzehntem Taschengeld, mit Visionen, Prognosen und Fusionen, die allesamt eine angenehme neuapostolische Wohlfühlkirche propagieren. Heute Heilsnotwendig. Und da hört für mich - gerade in der na-amtlichen Jugendarbeit vor dem Hintergrund des 4.12.2007 -, die Aufrichtigkeit vieler neuapostolischer Segens- und Opferträger im predigenden Vorübergehen ganz schnell auf. Der Gottesdienstbericht auf: [-> NaK-Essen NO] war z. B. so ein Eindruck davon, wie der neuapostolische Amtskörper das Thema anfasst, wenn es um die Aufrichtigkeit vor Gott geht… .

Mit einem lieben Gruß – und shalom

uhu-uli

#13 Beitrag von uhu-uli » 09.05.2009, 14:45

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 16:00, insgesamt 1-mal geändert.

42

#14 Beitrag von 42 » 09.05.2009, 16:32

Aus dem von shalom verlinkten Gottesdienstbericht aus Essen:
n einem musikalischen Auftakt erhob sich zu Anfang die gesamte Gemeinde zum Lied "Der Herr ist mein Licht", ...
Das ist also immer noch so.

Dieter

#15 Beitrag von Dieter » 09.05.2009, 18:18

wahlweise auch bei jedem anderen Lied :lol:

shalom
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#16 Beitrag von shalom » 11.05.2009, 17:30

...sie dürfen wieder Platz nehmen... :wink:

shalom
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#17 Beitrag von shalom » 11.05.2009, 17:37

uhu-uli hat geschrieben: Aufrichtigkeit oder neudeutsch Authentizität ...
ist für mich (und dich?!) ein ein positiv besetzter Wert ...

ich verbinde damit "beherzt" gegen den Strom zu schwimmen, wenn der Mainstream auf dem "Der Ehrliche ist der Dumme - Trip" oder "Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht" ist.

Dann denke ich an ...

Ps 139,23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.

oder in diesem Sinne würde ich Konfis dieses Psalm 63 ans Herz legen

So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben. 6 Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann; 7 wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.8 Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.

aber wird ein Jugendlicher verstehen, was ich damit ihm sagen will? Was ist für ihn wichtig? Wo sind seine Nöte und Sehnsüchte? Was kann ich ihm zusprechen, das ihn ermutigt "Gott in sein Lebensschiff" zu nehmen?!

und plötzlich sind wir wieder bei dieser Liedaussage: "Das ich bleiben möge, immerdar " ?!

Aber wie fülle ich das "Haus den Herrn" und wie füllt es jemand, der die Gottesdienst in neuapostolischer Kirche besucht? Für mich wäre es ein Leben innerhalb der Werte des Glaubens... für jemand anderes wäre es die Nachfolge im Apostelamt ...

Es vernetzt sich in Predigt und Gespräch immer auch das Wissen um das Gegenüber .. kenne ich meinen Nächsten gut, dann weiß ich was er meint, auch wenn er sich doppeldeutig ausdrückt.

Kenne ich ihn weniger, fülle ich seine Sätze mit den Bildern, die ich von ihm erwarte.

Letztlich ist dieses doch auch das Faszinierende an einem GD, das das gehörte Wort, bei jedem Hörer anders vernetzt wird und andere Früchte trägt.

Es ist für mich wichtig, das die Predigt versucht zu erhellen, wie ist dieses Schriftwort zu verstehen, vor dem Hintergrund der Bibel und des Glaubens, was kann es für meinen Lebensweg bedeuten.

Diese Frage ist für mich ein andauernder Prozess, Göttliche Wert anzustreben, gleichzeitig mich zu prüfen, zu sinnen, zu hinterfragen und meinen Standort und Zielrichtung neu zu bestimmen.

und zu guter letzt ich empfinde mich auch als aufrichtig, wenn ich bald konvertiere ... so schwierig ist das manchmal mit dem Sich treu bleiben und dem richtigen Weg... .
[->Wikipedia / Aufrichtigkeit]
Aufrichtigkeit
Aufrichtigkeit bezeichnet eines der Merkmale der Ehrlichkeit (neben Lauterkeit und Wahrhaftigkeit)… . Das zugehörige Adjektiv aufrichtig (von aufrecht) bezeichnet eine Haltung:
 sich nicht zu beugen
 sich im übertragenen Sinne nicht einzuschmeicheln
 sich nicht kaufen zu lassen, andere nicht zu kaufen

Aufrichtigkeit ist abzugrenzen vom Bekennermut (Märtyrertum), der das Eintreten für eine Überzeugung gegenüber einer Allgemeinheit bezeichnet, während Aufrichtigkeit sich auf das Verhalten gegenüber einer Einzelperson bezieht.
Gegenbegriffe zur Aufrichtigkeit sind Heuchelei, Schmeichelei, Nachgiebigkeit.
Liebe uhu-uli,

wie Du siehst, habe ich Dein Posting fast komplett vorangestellt. Ich habe es als aufrichtig und aufrichtend empfunden und Aufrichtigkeit ist auch für mich ein positiv besetzter Begriff.

Aufrichtigkeit hat lt. Wikipedia nichts mit Käuflichkeit zu tun. Da werden vom neuapostolischen Mainstream des VFB käufliche Gotteshauskrabbeltischangebote an die Gestade des Glaubenskommerzes gespült. Mit aufrichtigen Rabatten (wie unlängst bei EJT-Produkten). Fast geschenkt. Was wird da alles kommerzialisiert, um sich im übertragenen Sinne einzuschmeicheln? Sogar Worte aus Stammapostelmund stellen sich mitunter als beugbar heraus und lösen sich im felsenamtsfesten aufrichtigen „Nichtwissen“ sogar hin und wieder in lauter Wohlgefallen auf.

Aufrichtigkeit ist in so einem kommerzialisierten Kontext für mich zwar immer predigbar, jedoch dürfte das nicht besonders authentisch rüber kommen. Die Probleme der Apostel mit der Jugend kommen doch nicht von ungefähr. Wirkliche Aufrichtigkeit wird meines Erachtens anders vermittelt. Das hat etwas mit dem Gottesbild zu tun und nicht mit einem Selbstbild eines imaginären Amtskörpers, der mir, als mein Gegenüber mitzuteilen versucht, was Gott und seine Apostel von mir alles erwarten dürfen… :wink: .

Als Du „das Haus des Herrn“ erwähntest musste ich automatisch an das Firmament denken und wie es lt. biblischen Schilderungen schon Jesus ergangen war. Unter dem Firmament des Herrn ist für viele Platz.

Lieb grüßend - shalom

uhu-uli

iten: Kirchplatz Zukunft - evangelisch2010.de

#18 Beitrag von uhu-uli » 11.05.2009, 19:59

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 15:58, insgesamt 1-mal geändert.

shalom
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#19 Beitrag von shalom » 12.05.2009, 16:59

[-> nak.org-news]
„Weichen für die Zukunft der Kirche stellen“ (01.12.2006)

Zürich…Eine vollständige Wiedergabe des Interviews ist aus Copyright-Gründen nicht statthaft. Auszüge aus dem Interview mit Stammapostel Wilhelm Leber:

Thema: Europäischer Jugendtag 2009
[UF]Soll der europäische Jugendtag nur ein Event sein, um die Freude der Jugend zu befriedigen, oder soll damit auch eine theologische Botschaft verknüpft werden?

[Stp.]… Es ist sicher richtig, dass wir uns von diesem Ereignis einen Impuls versprechen… . Dass so etwas auch Folgen hat, kann man an den Erfahrungen anderer Kirchen sehen. Ich denke an den katholischen Welt-Jugendtag. Danach hieß es, dieses Ereignis habe sich positiv auf den Gottesdienstbesuch ausgewirkt. Man darf ein solches Großereignis nicht isoliert sehen, sondern muss damit Botschaften verknüpfen, die Auswirkungen haben und in die Länge wirken. Dies wird auch den Programmablauf prägen.

…Wir wollen die Jugend gewinnen… .

[UF]…Ein anderer Aspekt wirkt sich auch auf das Image der Kirche aus. Insgesamt gesehen entsteht der Eindruck, die NAK schrumpft sich gesund...

[Stp.]In unseren Gemeinden besteht darüber hinaus eine gewisse Überalterung. Es gibt Hochrechnungen für das Jahr 2020, die regional begrenzt sind, aber belegen: Wenn wir so weitermarschieren, müssen wir mit erheblichen Einbußen der Mitgliederzahlen rechnen. An solchen Prognosen kann man nicht vorübergehen. Zudem gibt es in den großen Städten Verschiebungen. Da sind manche Viertel übervölkert von ausländischen Mitbürgern und folglich von anderen Konfessionen, wo wir als christliche Gemeinschaft gar keine Möglichkeit haben… .

(Copyright: Verlag Friedrich Bischoff GmbH, Frankfurt)
Liebe uhu-uli,

die ehemalige „Botschaft“ der Apostel brachte im Laufe der Jahre (Zukunft) eine Steigerung in den Ausreden: „wir Apostel schweigen“ wurde von: „wir Apostel wissen’s nicht“ abgelöst.

Das Interview über die Zukunft gab der Stammapostel dem VFB und deshalb durfte nak.org (die NaKi) leider nicht das gesamte Interview veröffentlichen. Da sind dem Stammapostel die Hände gebunden. Die neuapostolische Zukunft war auch schon mal besser. Die glaubenskommerziellen Aspekte der Apostel fallen heute vielleicht etwas mehr auf, wie auch deren bigotte Position zu ihrer Vision von Mission in dem o. a. Interview doch sehr ernüchternd zum Ausdruck gebracht wird (Apostel haben keine Möglichkeit bei anderen Konfessionen). Gleichzeitig lassen Bezirksapostel reanimierte Weinbergsarbeit fröhlich Urständ feiern, um zu vollenden (in der Zukunft). Was für "Impulse".

Was wollen Apostel? Was dürfen Gemeinden wollen? Wo brauchen Apostel Engagement? Welche Freiräume sind im Hause der Herrn Apostel erlaubt? Du sprichst schon das nächste Event an, Kulturhauptstadt 2010. Die Events verstärken in letzter Zeit den Eindruck in mir, dass die PR-Maschinerie der Apostel in Zukunft immer professioneller zum Tragen kommt. Impuls-PR. Nakplatz Zukunft mit Parkhäusern, Restaurants und dem tollen käuflichen Service einer Apostel-Aktiengesellschaft zum Wohlfühlen.

Und ich hatte mich schon gefragt: „Mensch wo bist Du?“ :wink:

Danke für den link und shal-om

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