Ostern 2009 Iserlohn

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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Ostern 2009 Iserlohn

#1 Beitrag von shalom » 15.04.2009, 05:28

Moderatorenanmerkung: Dieser Beitrag (und die darauf folgenden) wurde/n aus "Fremde Predigten" in "Neuapostolische Kirche" verschoben.
22.04.2009, 10.54 h, tergram

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[->NaK-NRW-Ostergottesdienst 2009]
Gottesdienstfeier zu Ostersonntag (12.April2009)

Iserlohn. Stammapostel Wilhelm Leber, geistliches Oberhaupt der neuapostolischen Christen weltweit, besuchte am Ostersonntag die Gebietskirche Nordrhein-Westfalen. In Iserlohn hielt er einen Gottesdienst, der auf alle Gemeinden in Nordrhein-Westfalen sowie die betreuten Gebiete im Ausland übertragen wurde. Seine Osterbotschaft an die neuapostolische Welt lautete: „Wandle im neuen Leben“.

In dem Gottesdienst in der Kirche Iserlohn-Mitte ordinierte Stammapostel Wilhelm Leber den bisherigen Bischof Rainer Storck zum Apostel.

Ostergruß an die neuapostolischen Christen

…In der Folge widmete sich der Stammapostel der Auferstehung und der Aufforderung aus dem Bibelwort, im neuen Leben zu wandeln. …„Gib deinem Leben eine neue Wendung, begrenze das Irdische und gib dem Geistigen Raum“, so seine Aufforderung an die Zuhörer.

298 Empfangsstellen in ganz Europa
Der Gottesdienst wurde auf 298 Empfangsstellen in ganz Europa übertragen: …In einigen wenigen Gemeinden gab es jedoch leichte Bild- und Tonstörungen, was auf Satellitenprobleme zurückzuführen ist. Bereits im Vorfeld hatten die Verantwortlichen daher die Sendeleistung verstärkt, um Störungen zu minimieren.

Werte DiskursteilnehmerInnen,

das Osterkombipaket des Kulti-Multis hatte es in sich. Das geistliches „Oberhaupt“ (die Bezirksapostel sind „nur“ „Haupt“) richtete seinen Ostergruß an die neuapostolischen Christen. Ob allerdings – gerade im Gestrüpp des Machtbereiches des NRW-Wirtschaftsapostels – der Impetus: „begrenze das Irdische und gib dem Geistigen Raum“ auf fruchtbaren Boden (Ackerwerk) fallen konnte, bleibt abzuwarten. Der frischgebackene Apostel soll nämlich selbständig bleiben (ähnlich wie auch dessen Kollege Hebeisen in seinem alten Geschäftsleben weiterwandeln soll) und den Apostel nur mit einer Teilzeitstelle ausüben. Um solche schlüssigen Personalentscheidungen zu treffen, an Ostern zu Ordinieren (Osterdinierung) und dann mit solchen Kombi-Predigten an den Altar zu treten, bedarf es eines immensen Selbstbewusstseins (Selbstbildnisses) des amtierenden Amtskörpers. Schaffen die Apostel ihre Wende?

Bei einer derartigen affenzahnartigen "Wandlungsfähigkeit" :wink: dürfte es selbst mit der "verstärkten Sendeleistung" der Verantwortlichen des „Kulti-Multis“ schnell am Ende sein :mrgreen: .

Permanentadventliche Ostergrüße - shalom

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August Prolle
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#2 Beitrag von August Prolle » 21.04.2009, 23:24

[05.04.2010: Formatierung wiederhergestellt - A.P.]


[->NaK-NRW-Ostergottesdienst 2009] - Zusammenfassung:
  • Iserlohner neue Moden

    Iserlohn. Am 12.04.2009 kehrte Stammapostel Wilhelm Leber in der Gemeinde Iserlohn ein, um der Gattin des zuständigen Bezirksältesten, Schwester Barbara Kiehne, und ihrem Mann den Segen zur Silbernen Hochzeit zu übermitteln und dem Gatten von Schwester Storck, einem Unternehmer par excellence, das Halbtagsapostelamt anzuvertrauen. Zuvor fand er Gelegenheit, einen bemerkenswerten ökumenischen Impuls zu setzen: Als Konzession gegenüber Andersgläubigen erwähnte der oberste Gesandte jene "geringe Sende(r)leistung", die gemeinhin als Ostergeschehen bezeichnet wird.

    Schwester Kiehne präsentierte sich der internationalen Festgemeinde (angeschlossen waren die neuap. "Nationen" Albanien, Angola, Armenien, Aserbaidschan, Französisch Guayana, Georgien, Guadeloupe, Guinea-Bissau, Indien, Kap Verde, Kosovo, Lettland, Litauen, Martinique, Osttimor, Portugal und São Tomé e Príncipe) im kleinen Schwarzen mit kirschroter Jacke, deren Farbe sich wohltuend vom einheitlichen Schwarzweiß in der Brüderstraße abhob.

    Doch den mutigeren Modeakzent setzte zweifelsohne ihr Ehemann: Der Bezirksälteste trug eine gestreifte Krawatte!!!

    Die Kirchenleitung in NRW scheint sich der Brisanz dieses geradezu subversiven Anschlages auf die Amtsautorität sehr wohl bewusst zu sein. Schließlich gilt das schwarzweiße Amtskleid als letzte identitätsstiftende Bastion gegen den hereinströmenden Zeitgeist - nachdem viele Fragen und vor allem deren Antworten dem Scheiterhaufen überantwortet und das alte Gesangbuch kaputtgeklittert wurden. Offensichtlich um Schadensbegrenzung bemüht, ließ man prompt verlauten, bei der Übertragung sei es zu "Bildstörungen" gekommen. Dabei dürfte es sich um den verzweifelten, aber fadenscheinigen Versuch handeln, die Streifen im Nachhinein als technische Störung zu deklarieren.

    Ob allerdings auch die fehlenden Ärmel an der Bluse der Dirigentin mit Fehlern bei der Bildübertragung ("geringe Sendeleistung") erklärt werden können, steht dahin. Der staunende Gläubige kann sich jedenfalls des Eindrucks gewisser (textiler) Auflösungserscheinungen nicht entziehen. Den alten Gottesmann (oder war es der Liederdichter?) im Ohr - "jeder müsse an uns sehn, das was in uns ist geschehn..." - darf man hoffen, dass der symbolträchtige Binder des Bezirksvorstehers eines Tages (vom Ende her betrachtet) als Anfang vom Ende neuapostolischer Exklusivität angesehen werden wird.

    Fazit: Die österlichen (Selbst)Bildstörungen lassen hoffen. Kiehne sei Dank.
Zuletzt geändert von August Prolle am 05.04.2010, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.

tergram

#3 Beitrag von tergram » 22.04.2009, 09:27

Werter August Prolle,

ich danke herzlich für diese dezent-testosteronunterstützte Sichtweise auf Kirschrotgestreiftes. :lol: Frau Jubelpaar wirkt im Gruppenbild mit Dame sehr wohtuend auf's ansonsten schwarz-weiss-geplagte Glaubensauge. Ich hätte Herrn Jubelpaar eine zum Outfit der Gemahlin passende kirschrote Krawatte nebst schmückendem Einstecktuch (beides aus Seide, versteht sich) empfohlen. Nun, man kann nicht alles haben und irgendwas ist ja immer...

Zur Ärmelfrage der Frau Dirigentin hingegen gibt es keine Frage: Das ist ein 'no go'. Aber sowas von! Vor 20 Uhr zeigt frau weder Dekollete noch Oberarm. Und manche Oberarme zeigt man besser gar nicht. :shock: Schönheit liegt eben nicht nur im Auge des Betrachters, sondern ist eine Frage von Entfernung und Beleuchtung. Bei ein paar Kilos mehr empfiehlt sich ohnehin die Einschaltung eines beduinischen Zeltschneiders - die kennen sich mit großen Stoffbahnen aus. Der körpereigene Rettungsring kann so unter schleierartigen Hüllen diskret verborgen und dem gaffenden Blick der Menge entzogen werden. Welche Wohltat für beide Seiten! (Hoffen wir zumindest, dass Frau Dirigentin perfekt epiliert war und die Gemeinde nicht in 80-er-Jahre- Nena-Manier ver-busch-t hat. Man mag es sich nicht mal vorstellen.)

Aber vielleicht mangelt es mir auch nur an der rechten Augensalbe und am alles bedeckenden Mantel der Liebe. Am Mantel des Schweigens mangelt es mir sowieso. :mrgreen:

Chor bitte: "Lass du mich stille werden...."
Bild

42

#4 Beitrag von 42 » 22.04.2009, 10:25

Kirschrotgestreiftes oder, wie AP berichtet, kirschrote Jacke?

Was habt Ihr eigentlich fuer Kirschen - die mit Lebensmittelfarbe "verbesserten"? Vielleicht habe ich ja auch Tomaten auf den Augen.

Anne

#5 Beitrag von Anne » 22.04.2009, 10:58

Und was heißt hier überhaupt "Bluse". Also ich nenne sowas anders.

:lol:

tergram

#6 Beitrag von tergram » 22.04.2009, 11:33

Euch mangelt es an der rechten Sehensweise. :mrgreen:
Hier bitte: Bild

Merke: Wo 'shalom' (ergänze bedarfsweise um .... , und ... ) draufsteht ist immer (auch) Kabarett drin. Was im Zweifel angenehmer ist, als die nackte (Entschuldigung) Realität.

shalom
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#7 Beitrag von shalom » 22.04.2009, 12:46

[->NaK-NRW-Ostergottesdienst 2009]
Gottesdienstfeier zu Ostersonntag (12.April2009)

Iserlohn.

…„Gib deinem Leben eine neue Wendung, begrenze das Irdische und gib dem Geistigen Raum“, so seine Aufforderung an die Zuhörer. Jeder könne beispielsweise ein Freudenbringer sein – für die eigene Familie, in der Gemeinde und in der ganzen Umgebung… .

Werte „neu Gewendete“, Tage- und Iserlöhner sowie all ihr herzallerliebsten Freudenbringer 8),

nachdem der Begriff „Vater der Liebe“ auf den na-amtlichen Index des Stammapostels geraten ist (Wap. Brinkmann instruierte im Monatsrundschreiben darüber seinen Amtskörper), können sich nun vom na-amtlichen „Freudenbringer“ viele getröstet fühlen. Von Freudenbringerinnen (Freudenmägden, Freudenschwestern...) war selbstverständlich nicht die Rede (soviel zur neuen Rolle der Frau neben dem Amt). Na-also.

:mrgreen:

„Freudenbringer“ shalom

Adler

#8 Beitrag von Adler » 22.04.2009, 16:12

Zitat:
Werte „neu Gewendete“, Tage- und Iserlöhner sowie all ihr herzallerliebsten Freudenbringer Cool,

nachdem der Begriff „Vater der Liebe“ auf den na-amtlichen Index des Stammapostels geraten ist (Wap. Brinkmann instruierte im Monatsrundschreiben darüber seinen Amtskörper), können sich nun vom na-amtlichen „Freudenbringer“ viele getröstet fühlen. Von Freudenbringerinnen (Freudenmägden, Freudenschwestern...) war selbstverständlich nicht die Rede (soviel zur neuen Rolle der Frau neben dem Amt). Na-also.
Zitat Ende:


Ich darf da mal ganz naiv nachfragen - werden dann, bei aller dieser Verbreitung von Freude, zukünftig die Kirchengebäude als Freudenhäuser bezeichnet ... :shock: 8)

LG Adler

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evah pirazzi
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#9 Beitrag von evah pirazzi » 22.04.2009, 19:15

tergram hat geschrieben:Zur Ärmelfrage der Frau Dirigentin hingegen gibt es keine Frage: Das ist ein 'no go'... Und manche Oberarme zeigt man besser gar nicht. :shock:
Vielleicht hat die Dame zu viel von der fettarmen Milch genascht, frei nach dem Motto: Du winkst wie du trinkst - oder so...

Bild
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

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August Prolle
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#10 Beitrag von August Prolle » 22.04.2009, 22:48

[05.04.2010: Formatierung wiederhergestellt - A.P.]


Vielen Dank, liebe tergram, für deine modische Expertise. :lol: :lol: :lol:

Halten wir fest: An Ostern 2009 kam es aufgrund geringer Sendeleistung zu weltweiten Bildstörungen, die - je nach Herzenseinstellung - Störempfinden auslösten oder Freudenglocken zum Schwingen brachten. Auf besondere Resonanz dürfte die eine oder andere 'Bildstörung' bei den angeschlossenen Glaubensgeschwistern in Armenien 8) gestoßen sein...
tergram hat geschrieben:Chor bitte: "Lass du mich stille werden...."
Bild
Angesichts dieser Bildstörung würde sich alternativ - leicht tongestört - NGB 131 anbieten:
  • (1) Sieh, ich breite voll Verlangen
    sehnlich meine Arme aus,
    möchte Anmut heut empfangen,
    statte mich mit Tuchwerk aus.

    (3) Herr, ich kann dir gar nichts bringen,
    sieh, ich komme ärmellos.
    Wo die Feierglocken klingen,
    hol ich mir den Schnupfen groß.

    (5) Wollst mir Armer doch aus Gnaden
    schicken flinke Schneiderlein,
    die, zu heilen meinen Schaden,
    bei mir Ärmel nähen ein.
:mrgreen:
Zuletzt geändert von August Prolle am 05.04.2010, 22:13, insgesamt 1-mal geändert.

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