CID-Artikel / Freikirchenforschung

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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CID-Artikel / Freikirchenforschung

#1 Beitrag von shalom » 09.04.2009, 13:47

shalom hat geschrieben:[-> CID / Fkf / AG ]
CID / Freikirchenforschung 2009

Die Apostolische Gemeinschaft

…Um Veränderungsprozesse nachvollziehbar machen zu können, muss bekannt sein, wie die Ausgangslage war… .
(Apostel Detlef Lieberth)
Werte DiskursteilnehmerInnen,

insbesondere als neuapostolisches Mitglied in einer temporären Wortkirche ohne eine eigene Theologie, deren Apostel ihren alten neuapostolischen Glauben voreilig über Bord ihres Glaubensschiffchens gehen ließen, bevor sie das Nachfolgemodell hatten, bin ich zurzeit für jede vernünftige Orientierung dankbar. Der adventliche Infoabend 2007 (Wend, Leber, Drave) erwies sich in seinen Botschaften zur Lage der NaKtion leider auch nur als extrem „kurztemporärer“ neuapostolischer Art. Momentan scheint ohnehin so ziemlich alles dem zeitgemäß-temporären Eventmarketing untergeordnet zu werden, wo für die neuap. Apostel wohl eher ihre glaubenskommerziellen Projekte relevant sind… .

Bitte nicht stören… :wink: .

shalom

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agape
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#2 Beitrag von agape » 27.04.2009, 13:16

"Deutliche ökumenische Öffnung"

Seltsam, bei dem zitierten "evangelischen Liedgut" muss ich immer an "organa" denken.
Gibt es sie eigentlich noch?

Lieben Gruß an alle Freunde der Musik von Paul Gerhardt und Spitta

"Deines Winks bin ich gewärtig...".
Neuapostolisch wurde das im neuen Gesang-Buch textlich verfeinert, sprich angepasst. Wie so manches...
Wahnsinn, was man so alles machen kann!

Lieben Gruß,
agape
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

42

#3 Beitrag von 42 » 27.04.2009, 20:30

agape hat geschrieben:Neuapostolisch wurde das im neuen Gesang-Buch textlich verfeinert, sprich angepasst. Wie so manches...
Wahnsinn, was man so alles machen kann!
Die NAK ist eben anpassungsfaehig!

Nach dieser Bemerkung habe ich auf den Verweis geklickt und bin etwas erstaunt.
CiD hat geschrieben:CiD zitiert Dr. Utsch mit folgenden Worten: "Diese (gemeint ist eine deutliche oekumenische Oeffnung, 42) ließe sich beispielsweise mit der in neuapostolischen Versammlungen verwendeten Bibelübersetzung (Luther 1984), der Angleichung des Vaterunsers an den EKD-Text oder dem Liedgut (etwa zwei Drittel entsprechen dem des Evangelischen Gesangbuchs) belegen. "
Nun muss ich mich fragen: "Was meint Herr Dr. Utsch mit seiner Aussage / Ansicht? Wann hat er das neue neuapostolische Gesangbuch (NGB) in Ruhe gelesen und nicht nur das Inhaltsverzeichnis ueberflogen? Bei oberflaechlicher Betrachtung der Liedtitel und Verfasserangaben kann der Leser in der Tat zu einem solchen Schluss wie er kommen. Informierte Gesangbuch-Vergleicher erinnern sich jedoch an eine lebhafte Diskussion im Glaubenskultur Forum und an genauere Betrachtungen vor allem von "organa" zu diesem nicht ganz so einfachen Thema. GK hat ausserdem ==> einen Artikel veroeffentlicht, der das Thema noch einmal aufgreift und zusammenfasst.

Bei der Beurteilung, ob sich die NAK oeffnet, schaut Herr Dr. Utsch nur auf Aehnlichkeiten mit "seinem" Gesangbuch. Dies sei ihm der Einfachheit halber gestattet. Ich erweitere die Betrachtung trotzdem - bzw. deswegen - dahingehend:

Frage: Wie viele Lieder im NGB stimmen eigentlich mit dem Gotteslob ueberein?

Frage: Gibt es mit "ö" gekenzeichnete Lieder im NGB? Was sagt uns dies?

Und nur einmal ganz am Rand, um solche Logik nicht nur einseitig werden zu lassen: gaebe es eigentlich Lieder im NGB, die die anderen Konfessionen verwenden koennten?

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agape
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#4 Beitrag von agape » 27.04.2009, 21:37

Lieber 42,
Danke für den Hinweis und Deine Einschätzung zur Einschätzung.

Im Grunde genommen, muss man immer wieder feststellen, dass auch noch so "objektiven Beobachtern" Einiges entgeht und sie vieles anders interpretieren (nämlich erheblich positiver) als es tatsächlich ist.
Das mag daran liegen, dass in einer "Kirche der Freuheit" viele Situationen erst gar nicht entstehen können, weil die typische, signifikant- sektiererische Atmosphäre nicht vorhanden ist.

Mir ist das oft aufgefallen.

Eine "Kirche", die es offensichtlich nötig hat, Texte nach ihrem Gutdünken inhaltlich zu verändern, bzw. ihrer Lehre anzupassen und den Eindruck erweckt, dass dies von dem eigentlichen Liederdichter stammt, ist schon sehr suspekt.

Dass sich ausgewiesene neuap. Experten in den Projektgruppen dieses gefallen lassen, ist tragisch.
Allerdings gibt es mittlerweile verschiedene Experten, die sich aus unterschiedlichen PG´s verabschiedet haben und sich dann von der Kirche gänzlich verabschiedet haben.
Es werden wahrscheinlich mehr...im Laufe der Zeit...
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Nathael

#5 Beitrag von Nathael » 28.04.2009, 00:27

agape hat geschrieben:L

Dass sich ausgewiesene neuap. Experten in den Projektgruppen dieses gefallen lassen, ist tragisch.
Allerdings gibt es mittlerweile verschiedene Experten, die sich aus unterschiedlichen PG´s verabschiedet haben und sich dann von der Kirche gänzlich verabschiedet haben.
Es werden wahrscheinlich mehr...im Laufe der Zeit...
Liebe agape,
das müssen sie mal mir genauer erklären. Um wie viele handelt es sich die sich von den PG`s und dann aus der Kirche selber verabschiedet haben? Ich kenne da nur eine Handvoll. Gerade beim Thema Musik, sollte man etwas vorsichtig sein, auch in anderen Kirchen ist das nicht viel anders, denn das sind alles Künstler. Ein Künstler lebt in seiner eigenen Welt und hat auch ganz andere ansichten, das sollte man immer bedenken!
In vielen PG´s arbeiten doch viele die von der Kirche bezahlt werden, also wesen Brot ich esse, dessen Lied ich sing.
Zu der frage wie viele Lieder ökumenisch zu gebrauchen sind hat glaube ich mal User „egil“ auf dem alten gk-forum eine liste zusammen gestellt und das waren gar nicht mal so wenige! Zu der Veränderung der Liedtexte, sollte man auch wissen, das etliche Lieder im besitzt des Fr.Bischoffs-Verlag sind.

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agape
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#6 Beitrag von agape » 28.04.2009, 07:44

Nathael hat geschrieben:
agape hat geschrieben:
Liebe agape,
das müssen sie mal mir genauer erklären. Um wie viele handelt es sich die sich von den PG`s und dann aus der Kirche selber verabschiedet haben? Ich kenne da nur eine Handvoll.


Lieber nathael,
zusätzlich zu meiner pn an Dich, schreibe ich hier noch mal allgemein.

Selbst wenn Du nur eine Handvoll kennst, scheint Dir das Problem bekannt. Nähere Einzelheiten möchte ich dazu nicht nennen und auch keine Namen.
Der echte Experte hat gegenüber einerm Apostel, oder BAP oft keine Chance seine Arbeit durchzusetzen. Der Apostel kann sich auf sein Amt als "letzte Entscheidungs-Instanz" berufen. Das nur mal am Rande.

Gerade beim Thema Musik, sollte man etwas vorsichtig sein, auch in anderen Kirchen ist das nicht viel anders, denn das sind alles Künstler. Ein Künstler lebt in seiner eigenen Welt und hat auch ganz andere ansichten, das sollte man immer bedenken!
Mag sein, betrifft aber nicht nur die Musik. Und Musiker folgen auch Prinzipien. Das Thema "Kirchenlieder" ist eine [->] Wissenschaft für sich. Da sitzen keine Spinner.
In vielen PG´s arbeiten doch viele die von der Kirche bezahlt werden, also wesen Brot ich esse, dessen Lied ich sing.

Dann sind es immer die, die nicht bezahlt wurden. ;)
Zu der frage wie viele Lieder ökumenisch zu gebrauchen sind hat glaube ich mal User „egil“ auf dem alten gk-forum eine liste zusammen gestellt und das waren gar nicht mal so wenige!
Wenn die NAK-Lieder aus der protestantischen oder kath. Richtung kamen, ist es wahrscheinlich kein Wunder, wenn diese "ökumenisch" zu nutzen wären. ;) ;)

Zu der Veränderung der Liedtexte, sollte man auch wissen, das etliche Lieder im besitzt des Fr.Bischoffs-Verlag sind.
Der Bischoff-Verlag hat ganz sicher KEINE RECHTE an den Original-Liedern von Gerhardt oder Spitta, etc.
Und erst recht KEIN RECHT, diese Lieder inhaltlich zu verändern! :!:
Aber das weißt Du sicher selbst.... ;)

Einen lieben Gruß in die Morgenrunde,
agape
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

42

#7 Beitrag von 42 » 28.04.2009, 12:46

agape hat geschrieben:Dass sich ausgewiesene neuap. Experten in den Projektgruppen dieses gefallen lassen, ist tragisch.
Meinst Du Projektgrupppen aus den Kirchen der ACK, in denen Experten sitzen, die sich mit der NAK auskennen? Der PG-Begriff ist in diesem NAK-Umfeld hier schon mit einer anderen Konnotation besetzt. :wink: , aber ich vermute, es handelt sich um eine unbeabsichtigte Aehnlichkeit. :mrgreen:

tergram

#8 Beitrag von tergram » 28.04.2009, 16:17

Evangelisches Liedgut, katholischen Liedgut, ökumenetaugliches Liedgut? :shock: Alles Schmarrn!

Als Oma mit über 80 Jahren erstmal einen Gottesdienst ausserhalb der NAK besuchte (was sie nur wegen der Hochzeit ihrer Lieblingsenkeltochter über sich bringen konnte), stellte sie nachher mit Genugtuung fest "Ach, die sind gar nicht so schlimm, wie ich dachte. Die singen sogar unsere schönen Lieder!"

So isses. Oder so ähnlich. Hallelujah. Bild

Anne

#9 Beitrag von Anne » 28.04.2009, 17:40

tergram hat geschrieben:"Ach, die sind gar nicht so schlimm, wie ich dachte. Die singen sogar unsere schönen Lieder!"
Und manchmal auch nicht. Gott sei Dank. 8)

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