Rentnerwend im Interview

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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#11 Beitrag von shalom » 27.03.2009, 06:09

[->Rentner Wend im Chefsessel der PG Glaubensfragen (VFB)]
Versöhnung herbeiführen – Feindbilder abschaffen

UF: Das muss ein gravierender Einschnitt gewesen sein, von einer gehobenen Position in einer deutschen Großbank auf den Chefsessel des Verlags.

Nein, das ist mir persönlich sehr leicht gefallen. Ich leitete in der Bank das Vorstandssekretariat…

Werte DiskursteilnehmerInnen,

gewisse Parallelen von Banken sowie der NaKi am Finanzplatz Zürich kommen sicher nicht von ungefähr. Die einen lassen sparen und die anderen lassen opfern und operieren im Immobilenmanagement. Die NaKi / BaVi hatte zu Beginn der Krise extra einen [->CFO] gesucht, einen "Chief-Financial-Officer". Ja und die Zusagen von Banken, Brothers und Apostels können sich mitunter über Nacht als unhaltbare Botschaften entpuppen.

Da die NaKi / BaVi keinen qualifizierten Ausbildungsgang für ihre Apostel anbieten kann, sind die Posten ausschließlich mit Quer- rsp. Seiteneinsteigern zu besetzen. Echten Profis fällt so ein Wechsel der Chefsessel jedoch meistens leicht.

Für die Qualifizierung zum späteren Bezirksapostel und Leiter der PG Glaubensfragen hat es sicherlich gut getan, dass Wend in seiner neuen Firma VFB - vor seiner späteren Karriere zum Apostel - auch mal kurzzeitig theologische Fragen zu behandeln gehabt hatte.

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#12 Beitrag von shalom » 27.03.2009, 06:18

[->Rentner Wend träumt von Mission in Afrika (VFB)]
Versöhnung herbeiführen – Feindbilder abschaffen

UF: …Missionsgebiete in Afrika. Was waren das für Erlebnisse?

Wend: Das war eindrucksvoll… . Vor allem aber ist es schön, den kindlichen Glauben dieser einfachen Menschen zu erleben. Man muss natürlich die Armut und die Lebensverhältnisse dort verkraften. Das berührt einen schon …

Werte DiskursteilnehmerInnen,

mich beeindruckt immer wieder der schlüssig un(theo)logisch verlautbarte Glauben der einfachen Manager und Bezirksapostel (z. B. in Interviews, geradeso, als hätten sie im Arbeitszimmer nicht den Küng im Regal stehen :wink: ). Man muss natürlich die Armut und die Rollenverständnisse dort in Zürich verkraften. Das berührt einen schon… :wink:

shalom

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#13 Beitrag von shalom » 27.03.2009, 19:45

[->Rentner Wend dient wohlverdienend und managt die PG Glaubensfragen weiterhin kooperativ (VFB)]
Versöhnung herbeiführen – Feindbilder abschaffen

UF: Bei dem Thema »Dienen und Führen« entsteht der Eindruck, das haben Sie eher nicht mit Nachdruck umgesetzt?
Wend: Der Eindruck entspricht nicht den Tatsachen. Die Grundsätze von Dienen und Führen sind ein wichtiges Element in unserer Kirche. Sie haben ganz offiziell einen autoritären Führungsstil abgelöst und durch einen kooperativen, argumentativen Führungsstil ersetzt… .

Wie kann man die Denkstruktur im Wechsel von einem autoritären Führungsstil zu einem kooperativen argumentativen Führungsstil umstellen?
Wend…Man kann mit intensiven Seminaren arbeiten, wenn man entsprechende Fachleute hat, die das in kürzeren Abständen zwei- oder dreitägig vertiefen.

Es kann aber auch sein, dass man zum einen nicht genügend Fachleute hat…

…man kann aufgrund der regionalen Gegebenheiten zum Schluss kommen: Unsere Vorsteher sind zeitlich so belastet, dass ich sie nicht mehrmals im Jahr zu mehrtägigen Seminaren zusammenrufen kann …
Werte DiskursteilnehmerInnen,

das ist sehr eindrucksvoll. Vor allem aber ist es schön, den kindlichen Glauben dieses einfachen Bezirksapostels über den neuapostolischen Führungsstil hautnah miterleben zu dürfen. Einfach göttlich. Im Hause des Herrn berührt einen so ein schlüssiges Rollenverständnis schon eminent … .

Man kann aufgrund des nachdrücklichen Renterinterviews zum Schluss kommen: Unsere Bezirksapostel sind endzeitlich mit ihrem selbstbildgerechten Kirchenmanagement mittlerweile so sehr belastet, dass sie der Kirche nicht auch noch als qualifizierte Seelsorger (Fachleute) dienen können. Der Eindruck entspricht den Tatsachen.

Allein die Vorstellung, dass der autoritäre bzw. hierarchische [->Führungsstil ] der Bezirksapostel als Vorgesetzte in den Gebietskirchen von weltlichen (ungöttlichen) Stilrichtungen abgelöst werden könnte, dürfte mit dem Selbstbild unserer heutigen Apostel (und Rentner) massiv kollidieren.

“Die Gebietskirchen werden im Grundsatz vom Heiligen Geist geführt. Das, was wir im Apostelamt und vor allem auch der Stammapostel versuchen, ist zu erforschen, was der zeitgemäße göttliche Wille ist “. Dabei sind noch nicht einmal so wichtige Instanzen wie „KG“ und „PG“ (vergl. Rentnerwendinterview) eigenverantwortlich mitregierende Instrumente im Sinne einer echten Delegation („Dienen und Führen“), sondern auch das sind nur "dienende Elemente" und keine regierenden (herrschenden). Die subalternen Instanzen, wie der durch die PG’s und KG’s wirkende Heilige Geist dürfen dabei dem Stammapostel jedoch sehr wohl schon etwas auf die Sprünge helfen, dass er – kirchenjuristisch korrekt ausgedrückt – seine „göttliche Richtlinienkompetenz“ einigermaßen angemessen ausüben kann :wink: .

Wenn Bezirksapostel Wend tatsächlich der Meinung sein sollte – und nicht nur in seinen hauseigenen „Medien im Fokus“ -, dass sich unter seiner Führung der Führungsstil (nach wie vor schlüssig un(theo)logisch hierarchisch) gewandelt hätte, kam seine Pensionierung wie auch sein Beratervertrag für die „PG-Glaubensfragen & Katechismus“, auf alle Fälle viel zu spät.

shalom

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#14 Beitrag von shalom » 27.03.2009, 19:47

[->Wends proklamierter Führungsstilwechsel im Spiegel von Wikipedia]
Autoritärer bzw. hierarchischer Führungsstil

Der Vorgesetzte gibt Anweisungen, Aufgaben und Anordnungen weiter, ohne die Mitarbeiter nach ihrer Meinung zu fragen. Die Entscheidung trifft der Chef ganz allein, ohne seine Untergebenen mit einzubeziehen. Von seinen Untergebenen erwartet der Vorgesetzte nahezu bedingungslosen Gehorsam und duldet keinen Widerspruch oder Kritik. Bei Fehlern wird bestraft, statt zu helfen. Ein autoritärer bzw. hierarchischer Führungsstil ist beispielsweise Armeen mit Befehlstaktik vorherrschend.
Der Vorteil des autoritären Führungsstils liegt in der relativ hohen Entscheidungsgeschwindigkeit, in der Übersichtlichkeit der Kompetenzen und in der guten Kontrolle. Daneben hat ein solcher Führungsstil auch, zumindest kurzfristig, einen verbessernden Einfluss auf die Arbeitsleistung innerhalb einer Organisationseinheit. Allerdings ist eine solche Leistungssteigerung nicht über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten.
Als Nachteil sind hingegen die mangelnde Motivation der Mitarbeiter, die Einschränkung der persönlichen Freiheit und die Gefahr von Fehlentscheidungen durch überforderte Vorgesetzte zu nennen. Außerdem kann es zu Rivalitäten zwischen den einzelnen Mitarbeitern kommen und neue Talente werden nicht entdeckt. Ebenso bringt ein streng hierarchischer Führungsstil das Risiko einer Kopflosigkeit, sobald ein wichtiger Entscheidungsträger ausfällt.
Demokratischer Führungsstil oder auch Kooperativer Führungsstil
Der Vorgesetzte bezieht seine Mitarbeiter in das Betriebsgeschehen mit ein. Er erlaubt Diskussionen und erwartet sachliche Unterstützung. Bei Fehlern wird in der Regel nicht bestraft, sondern geholfen.
Die Vorteile des kooperativen Führungsstils liegen vor allem in der hohen Motivation der Mitarbeiter durch Entfaltung der Kreativität, Förderung der Leistungsfähigkeit und höhere Selbstständigkeit. Eine Entlastung des Vorgesetzten und somit auch eine Reduzierung des Risikos einer Fehlentscheidung für das Unternehmen. Es kann eine höhere Identifikation mit dem Unternehmen erfolgen und i.d.R. ist das Arbeitsklima meistens angenehm durch offene Kommunikationsstrukturen.
Ein Nachteil ist, dass die Entscheidungsgeschwindigkeit eventuell verlangsamt bzw. verzögert wird, da Mitarbeiter ausreichend informiert werden müssen, viele Köpfe Ideen produzieren und Mitarbeiter hinreichend qualifiziert sein müssen.
Tradierender Führungsstil / Autokratischer Führungsstil: Der Autokrat besitzt eine nahezu unbegrenzte Machtfülle und bedient sich eines streng gegliederten Führungsapparates. Der Untergebene ist zu unbedingtem Gehorsam verpflichtet. Der Autokratie fehlen die Wärme des Patriarchats und die Begeisterung des Charismas. Dieser Führungsstil wird auch als autoritärer Führungsstil bezeichnet.
Werte DiskursteilnehmerInnen,

sie sehen: Bei „Dienen & Führen“ geht es dem pensionierten Bezirksapostel Wend um die Beschreibung der Rollenverteilung zwischen „Vorgesetzten und Apparat:mrgreen: .

shalom

Ruhrgebiet

#15 Beitrag von Ruhrgebiet » 27.03.2009, 20:04

Der beste Teil des Interviews:
Hagen Wend: Wir räumen dem Einzelnen viel mehr persönliche Freiräume ein. Damit kann noch nicht jeder umgehen, wenn wir ihm sagen, du trägst hier jetzt selbst die Verantwortung …

shalom
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#16 Beitrag von shalom » 27.03.2009, 21:07

…als würde ich mir so eine unverbesserliche bezirksapostolische Realsatire entgehen lassen - und einen lieben Gruß ins „Ruhrgebiet“ :wink:

[->Was ist, was Wend Sorgen für die Zukunft als Apostel macht? (VFB)]
Versöhnung herbeiführen – Feindbilder abschaffen

UF: Was macht Ihnen Sorgen für die Zukunft der NAK?

Wend: …Das ist der demografische Faktor. Das macht mir Sorgen: die fehlenden Kinder und die hohe Zahl von älteren Erwachsenen… .

Die nächste Sorge ist die innere Migration, eine gewisse Wanderungsbewegung von den aktiven Geschwistern zu den formellen… . Wir überlegen schon seit langem, wie wir den Trend stoppen können.

Wir befinden uns in der Kirche in einer Übergangsphase.

Wir räumen dem Einzelnen viel mehr persönliche Freiräume ein.

Damit kann noch nicht jeder umgehen, wenn wir ihm sagen, du trägst hier jetzt selbst die Verantwortung
Werte DiskursteilnehmerInnen,

wie sie sehen, können Rentner reaktiviert werden (nicht nur für Altersheime & Beerdigungen etc..). Wend hat nämlich Sorgen. Evtl. beginnt er sich im Ruhestand wenigstens doch noch ein bisschen wie ein Seelsorger zu fühlen. So ein gottgewollter „demografischer Faktor“ der Statistiker macht einem Rentnerapostel also Sorgen :wink: . Bei dem neuapostolischen Führungsstil kein Wunder. Wenn er „Orientierung in schwierigen Situationen“ sucht, kann er sich neuerdings der NRW-Plattform „NALSO, dem treuapostolischen Verein des Gebens und Nehmens“ anvertrauen. Hier wird sogar Aposteln geholfen.

Doch Apostel sind sogar als Rentner noch über die steigende Anzahl der Migranten besorgt (sinkender Aktivitätskoeffizient in der MDV). Misserfolgsreiche europäische Apostel überlegen schon sehr lange wie sie diesem Trend Gottes entgegenwirken können, während z. B. die Apostel in Afrika herzerfrischend weniger verkopft auftreten.

Wenn Rentner Wend äußert, dass sich die Apostel („wir“) in einer Übergangsphase befinden würden, dann trägt diese Aussage seiner Vita Rechnung, dass er als pensionierter Bezirksapostel immer noch nicht aufhören kann und sich die „Übergangsphase“ von alten Bezirksaposteln – wg. fortdauernder Beratertätigkeit und Konfrontation mit selbst verursachten Altlasten – noch über Jahre hinzieht. Apostel haben natürlich sich selbst immense Freiräume eingeräumt.

Diese Diktatur der Seniorenapostel hat z. B. das Gezänk hinter den Kulissen um den „neuen neuapostolischen Glauben“ (Katechismus) auf dem Gewissen. Wie sollen Geschwister mit ihrem Glauben umgehen, die von ihren Aposteln kirchenfinanzstrategisch derart übel hingehalten werden? Als unqualifizierte Leidtragende dieser jahrzehntelangen Übergangszeiten unentschlossener Apostel können die Geschwister auch 2009 immer noch nicht selbst die Verantwortung für ihr Glaubensleben tragen.

Mit diesem rentnerwendischen Zirkularschluss – „dass nicht alle Geschwister damit umgehen können, wenn sie von Bezirksaposteln gesagt bekommen, Du trägst hier jetzt selbst die Verantwortung“ - gerät das VFB-Interview vollends zur Farce.

Ich trage also seit 10 Jahren die Verantwortung und die zugehörigen Informationen bekomme ich – von Rentneraposteln ohne Verantwortung verfasst – erst für 2010 versprochen. Was für ein „Führungsstil“ voller Freiräume :mrgreen: eines pensionierten Botschafters in seiner wortkirchlichen „Übergangsphase“.

Dieses so genannte VFB-Interview ist der Gipfel von na-amtlichen Führungsstil (Delegation), gerade im Kontext zu den Informationen („Dienen und Führen“) über das Gipfeltreffen der Züricher NaKi-Frühjahrstagung der BaVi.

Angesichts der Apostelkrise gilt meine Sorge dem Apostelfaktor mit seinem Bonus: „verDienen und verFühren“.

shalom

shalom
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#17 Beitrag von shalom » 27.03.2009, 21:18

Ruhrgebiet hat geschrieben:Der beste Teil des Interviews:
Hagen Wend: Wir räumen dem Einzelnen viel mehr persönliche Freiräume ein. Damit kann noch nicht jeder umgehen, wenn wir ihm sagen, du trägst hier jetzt selbst die Verantwortung …
…das Beste zum Schluss :mrgreen:

tergram

#18 Beitrag von tergram » 27.03.2009, 22:44

Damit kann noch nicht jeder umgehen, wenn wir ihm sagen, du trägst hier jetzt selbst die Verantwortung …
So ein Unfug, Herr Wend! :evil:

Die Verantwortung trug jedes Schäflein schon immer. Man hat den Schafen nur jahrzehntelang vorgekaukelt, sie könnten ihre Lebensplanung inklusive Verantwortung getrost den Hirten überlassen und - für den Fall der Fehlplanung - sei das eben eine Prüfung Gottes.

Die nun ach so großzügig gewährte Verantwortung wird nur selektiv gewährt: Für das Privatleben. Innerhalb des Gefüges "NAK" gilt unverändert der bewährte Glaubensgehorsam im Aufschauen zu den Vorangängern auf der Segensleiter.

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Heidewolf
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#19 Beitrag von Heidewolf » 28.03.2009, 00:11

BAP Wend wird sicherlich ein lieber und netter Mensch sein, der rein sprachlich, rhetorisch gut rüberkommt.
Aber eben auch ein großer Stratege, das merkt man schon bei dem Interview.

Das 'Problem' neuapostolisches Profil scheint irgendwo im Züricher Spiralnebel die zentrale Rolle zu spielen.

Aber wer von den Gläubigen braucht sowas denn??
Allenfalls ein paar Hardliner.

Als Christ brauche ich ein belastbares, deutliches CHRISTLICHES Profil, und sonst nichts.

Mir scheint das NAK-Profil irgendwie eine ABM-Maßnahme zu sein. Und irgendwie überflüssig.
Denn davon steht nichts in der Bibel.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

shalom
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#20 Beitrag von shalom » 28.03.2009, 11:58

[->gf24 / Orientierung]
ORIENTIERUNG

„Göttliche Ratschläge sind die sichersten Wegweiser

Die Schilder zeigen Ziele in weiter Entfernung, die nicht zu Fuß erreichbar sind… .

( [-> Schaukastenplakat September 2008])
[->Orientierung in schwierigen Situationen]
Orientierung in schwierigen Situationen

Verein will Plattform des Gebens und Nehmens sein

Man kennt schon das Unternehmerforum der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen. Nun macht seit ein paar Monaten eine neue Initiative mit interessanten Projekten von sich reden. Wer steckt dahinter und um was geht es beim Neuapostolischen Sozial- und Bildungswerk NRW e.V.?

Dieser Artikel zählt zu unserem Premiumangebot… .
Werte DiskursteilnehmerInnen,

noch gar nicht so richtig im neuen neuapostolischen Zeitalter der Orientierungssuche durch Apostel und deren Netzwerke angekommen, muss man sich erst einmal neu orientieren. Soll ich in Nalso eintreten oder doch lieber in das UF (Unternehmerforum). Wenn schon UF dann lieber UF-NRW oder UF-BaWü (Fassadenhof)? Auch die NAKARITAS-Services (Karikativ, Missionswerk, Henwood) werben um ehrenamtliches Engagement ([->Praktikant gesucht]). Zum Glück keine Praktikantinnen. Da hat Mann in seiner neuapostolischen Rolle wieder einmal Glück gehabt. Wenigstens das Rollenselbstverständnis der Apostel gibt noch etwas Orientierung und Halt.

Doch das „Nehmen“ (Opfer) und „Geben“ (Segen) im neuapostolischen Premiumangebot erinnert mehr an Orient, als denn an Orientierung. Auf dem Gipfeltreffen der BaVi-Apostel (unsere „Premiumapostel“ als Creme der NaKi), dürfte es u. v. a. – neben den Events im Zeichen der Immobilien- und Finanzkrise - um den „neuen neuapostolischen Glauben“ (Katechismus = Antworten & Fragen) gegangen sein, mit dem die Apostel ab 2010 ausgestattet werden sollen. Wer wird unter Leber Sozialapostel?

Lt. dem großen Vorsitzenden der PG-Glaubensfragen (vergl. VFB-Interview mit dem Rentner Wend) befinden sich die Bezirksapostel („wir“) in einer „Übergangsphase“ (:mrgreen:). Natürlich nur temporär, wie eigentlich alles Neuapostolische. Als einfaches Geschwist kann man sich vielleicht die Übergangsphase der Apostel wie die Pubertät vorstellen, eher halt etwas sehr spätpubertär. Vermutlich durchlebt der erlauchte Apostelamtskörper momentan aber auch eine längerjährige Umorientierungsphase, die über die Länge der Endzeit mittlerweile schon mit leichten Orientierungsschwierigkeiten einhergeht (na-amtliche Nebenwirkungen). Der Infoabend 2007 („Apg.38-55“ / Selbstbild) dürfte diesen Befund für viele sicher abgeklärt haben.

Ich muss Rentner Wend in seinem Interview nach seiner offiziellen Zurruhesetzung 2009 zustimmen: „Wir räumen dem Einzelnen viel mehr persönliche Freiräume ein. Damit kann noch nicht jeder umgehen, wenn wir ihm sagen, du trägst hier jetzt selbst die Verantwortung“ .

Wenn meine BaVi-Apostel nalso zu mir sagen: „So mein lieber shalom, wir informieren Dich weder über unsere Gipfeltreffen, noch über die momentane Lage und unseren Glauben lassen wir schon seit 10 Jahren auf dem Scheiterhaufen schmoren – doch Du trägst schon die ganze Zeit selbst die Verantwortung“, dann frage ich mich schon, was an diesem Führungsstil (nach Urwyler) plötzlich so neu sein sollte? Wie am Infoabend unter Beweis gestellt, haben Apostel noch nie Verantwortung getragen.

Apostel können – wie viele ihrer Managerkollegen auch - offensichtlich sehr gut damit umgehen, dem Volk erst im passenden Moment unmissverständlich klarzumachen, dass sie natürlich noch nie Verantwortung getragen haben und darüber hinaus auch noch andere für ihre Zeche geradezustehen haben. Da fühlt man sich gleich so richtig wohl.

Solche glaubenskommerziellen Charaktereigenschaften geben in der Tat Orientierung, wie der neuapostolische Hase schlüssig temporär läuft ([->CID]) :wink: .

Sabbat shalom

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