Heilsgeschichte bis heute

Für Zweifler und andere gute Christen
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Lobo

Heilsgeschichte bis heute

#1 Beitrag von Lobo » 25.03.2009, 13:49

Bis heute ist es Kirche nicht gelungen, auf ganz einfache Fragen schlüssige Antworten zu geben.
Das Gott in der Heilgeschichte(Abraham/Mose/Jesus) gehandelt hat, wird in der Regel von Christen geglaubt.
Aber wie erleben wir Gott konkret im Alltag? Geht die Heilsgeschichte weiter, in unserem Leben, in heutiger Zeit? Wo sind die Erleben analog der Erzählungen aus der Bibel?

Maximin

RÃœCKZUG GOTTES...?

#2 Beitrag von Maximin » 25.03.2009, 17:34

:) Mein lieber Lobo, frage dazu mal unsere Tergram. Vor einigen Tagen hörte ich etwa diese Aussage, oder soll ich sagen diese Annahme?: „Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der hat sich aus dieser unserer Welt zurückgezogen, weil diese unsere Welt diesen Gott nicht aushalten könnte.“ Nachdenkenswert? Ich bin anderer Meinung und denke momentan über die Macht der Angst nach...!
Gruß vom Micha + + +

Anne

#3 Beitrag von Anne » 25.03.2009, 17:40

... und ich muss mal fragen: Lobo, du fragst nicht nach unseren schönen Glaubenserlebnissen, nein? Oder? Sondern?

:wink: Anne

Lobo

Re: RÃœCKZUG GOTTES...?

#4 Beitrag von Lobo » 26.03.2009, 09:44

Maximin hat geschrieben:...und denke momentan über die Macht der Angst nach...
Hallo Maximin,
zufällig :) habe ich gerade das Buch <Das Schweigen Gottes> von Helmut Thielicke zur Hand; er schreib u.a. zur Angst:
...Wer Angst hat und um Jesus weiß, darf zunächst dessen gewiß sein: Ich bin mit meiner Angst nicht allein, sondern er (Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?) hat sie auch durchlitten...
...Wir wissen nicht, was kommt, aber wie wissen, wer kommt...
Ob das allerdings schon eine Fortführung der Heilsgeschichte ist, kann ich nicht beurteilen.
Farbige Einfügung von mir.
Gruß
Lobo

Lobo

#5 Beitrag von Lobo » 26.03.2009, 09:58

Anne hat geschrieben:...du fragst nicht nach unseren schönen Glaubenserlebnissen, nein? Oder? Sondern?...
Hallo Anne,
nein, unsere schönen Glaubenserlebnisse finden wir doch hier. :)
Ich denke da eher an Erkenntnis im Sinne von: Begegnungen die eine Atmosphäre göttlicher Natur haben. Neue Glaubenserkenntnis im Sinne von , z. B einer "zweiten Bergpredigt". Warum gibt es kein aktuelles Testament in der Bibel, als Weiterführung des "Neuen Testamentes", das ja auch schon in die Jahre gekommen ist.
Gruß
Lobo

tergram

#6 Beitrag von tergram » 26.03.2009, 10:16

Lieber Lobo,

was für ein schönes Thema!

Die Frage "Gibt es einen göttlichen Plan, eine Heilsgeschichte?" muss man zwangsläufig erweitern:

Gibt es einen göttlichen Plan mit der Schöpfung? Wenn ja, dann muss es (auch) einen Plan mit der Menschheit insgesamt und mit jedem einzelnen Menschen geben.
Welchen Sinn hat das unendliche Universum?
Welchen Sinn, welchen Zweck haben wir Menschen, wir Staubkörnchen im All, die sich für den Mittelpunkt halten?

Lobo, wenn wir diese Fragen beantworten könnten, wären wir Gott.

Woran sich logisch die Frage anschliesst, ob es Gott gibt...

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tosamasi
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#7 Beitrag von tosamasi » 26.03.2009, 11:23

Woran sich logisch die Frage anschliesst, ob es Gott gibt...
und auch wenn, ob sich diese 'Gotteserlebnisse' wirklich so abgespielt haben. Wie z.B. 1.Mose 32, 23
23 Und Jakob stand auf in der Nacht und nahm seine beiden Frauen und die beiden Mägde und seine elf Söhne und zog an die Furt des Jabbok, 24 nahm sie und führte sie über das Wasser, sodass hinüberkam, was er hatte, 25 und blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. 26 Und als er sah, dass er ihn nicht übermochte, schlug er ihn auf das Gelenk seiner Hüfte, und das Gelenk der Hüfte Jakobs wurde über dem Ringen mit ihm verrenkt. 27 Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.28 Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob. 29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen. 30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. 31 Und Jakob nannte die Stätte Pnuël; denn, sprach er, ich habe Gott von Angesicht gesehen,1 und doch wurde mein Leben gerettet. 32 Und als er an Pnuël vorüberkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte. 33 Daher essen die Israeliten nicht das Muskelstück auf dem Gelenk der Hüfte bis auf den heutigen Tag, weil er auf den Muskel am Gelenk der Hüfte Jakobs geschlagen hatte.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Lobo

#8 Beitrag von Lobo » 26.03.2009, 11:27

tergram hat geschrieben:...Lobo, wenn wir diese Fragen beantworten könnten, wären wir Gott...
Hallo tergram,
...oder wir suchen zuerst nach dem "Baum der Erkenntnis". :)
Mir geht es auch nicht so sehr um eindeutig schlüssige Antworten auf die großen Fragen des Lebens.
Was mich hierbei interessiert, sind unsere persönlichen Erfahrungen, unser subjektives Empfinden in dem Bewustsein:
...denn sie kam vom Ende der Erde, um Salomos Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr als Salomo...
Gruß
Lobo

Anne

#9 Beitrag von Anne » 26.03.2009, 12:17

Lobo hat geschrieben:Was mich hierbei interessiert, sind unsere persönlichen Erfahrungen, unser subjektives Empfinden...
... und spricht wie einer, der selbst weiß und erlebt. :wink:

Lieber Lobo,

als ich noch aktiv in der NAK war, hatte ich einige Begegnungen, die mehr waren, als [...]. Sie sind ein besonderer Wert in meiner Erinnerung.

Inzwischen hat mein Leben sich stark verändert. Und ebenso verändert erlebe ich wiederum etwas, was mehr ist, als [...].

Mit [...] meine ich übrigens nicht "Salomo". Was ich damit aber meine, lasse ich einfach offen.

Ich bin sicher, dass es einen Sinn gibt. Und dass Gott [...] einen Sinn für/mit uns hat.

Schon das "Mehr" in unserem Leben macht Sinn...

Meine ich. :wink:

Maria Magdalena

#10 Beitrag von Maria Magdalena » 26.03.2009, 12:31

Anne,

ich sehe, Du willst das [...] glauben. Und das ist gut so und das soll so sein und bleiben. Weil es ja "Glaube(n)" heisst.

Für mich ist ein Jesus-Wort prägend: "Das Himmelreich ist inwendig in euch". Das will ich glauben. Und das hilft mir durch den Lebensdschungel mit all seinen unlösbaren Fragen, in denen wohl auch das Himmelreich inwendig ist.

Gruß

Maria.

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