Neue Rollen für na-Frauen?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Adler

#21 Beitrag von Adler » 18.03.2009, 00:20

Der Grund für die mangelhafte Beteiligung an diesem Seminar, liegt doch nach Einschätzung der/des Teilnehmer/s einzig darin, dass dieses Seminar nur im Internet publiziert wurde. Na, ja hätte die NAK das Thema "Wohlfühlgemeinde" schon bis in die kleinsten Winkel betonköpfigen Denkens der Platzhirsche impliziert, wäre das Thema "Frauen-Seminar" sicherlich auch ein Thema in der Seniorenchorprobe, den KiGo-Diensten, den Jugendstunden und beim Kaffee-Kränzchen nach dem SO-GD , gewesen :D Mit dem Erfolg einer deutlich höheren Beteiligung.

Statt dessen, hat dieses Seminar doch nur eine Art Alibifunktion, ähnlich der sog. "Quoten-Frau" in diversen Unternehmen.

Man hat vermutlich ganz bewusst, seitens der KL auf eine breit gefächerte Publikation verzichtet um diese Welle nicht zu einem "Tsunami" einer NAK-Emanzen-Bewegung werden zu lassen.

So aber kann man ruhigen Gewissens sagen: "Was wollt ihr denn, wir tun doch was für unsere Schwestern; und wenn keine kommt, sind sie es doch selber schuld ... 8)

LG Adler

organa

#22 Beitrag von organa » 18.03.2009, 05:17

Ich stelle hier mal ein, was ich schon bei guk zum Thema schrieb:

Ich verstehe die Reaktionen nicht so ganz - gut, diese Seminarreihe wurde vielleicht nicht übermäßig toll kommuniziert. Okay, sie liest sich auch noch nicht gerade wie eine Einladung, jetzt sofort die Bedeutung der Frau in der NAK neu aufzuarbeiten und übermorgen die FO durchzusetzen. Aber im Ernst - wie schaut denn - aus Frauensicht - die Erwartungshaltung aus?

Ich lese aus den Beiträgen (...) eine geteilte Ansicht heraus:
1. Eigentlich müßten wir mal....
2. ... wird eh`nix.

Ja, Mädels - wartet Ihr im Ernst darauf, daß Euch die Männer Eurer Kirche zum Jagen tragen? Natürlich ist das schwer, was auf die Beine zu stellen! Und natürlich ist es ärgerlich, wenn es (mal wieder?) nach Alibiveranstaltung riecht (wobei ich hier persönlich nicht unterstellen möchte, daß es sich tatsächlich nur um eine Alibiveranstaltung handelt, ich kann das von aussen wirklich nicht beurteilen).

Auf der anderen Seite - sind es nicht die Frauen selbst, die sich in regelmäßigen Abständen aufregen über die ihnen zugedachte Dienerinnen-Rolle? Und diese warten dann brav ab, was Kirche so bitteschön zu bieten hat an Frauenverwirklichungsevents, um es zu zerlegen, weil: bringt ja eh nix, ist nicht ernstgemeint, ist Alibiveranstaltung... Ja und? Erwartet Ihr tatsächlich von kirchlichen Institutionen, daß sie Eure Anliegen forcieren? Euch die Arbeit abnehmen und noch Häppchen dazustellen? Ich fürchte, das müsst Ihr schon selber machen... :roll:

Selbst, wenn diese Seminarreihe Alibifunktion hätte: Es läge an den Frauen, was anderes daraus zu machen oder zumindest mal einen ersten Fuß in die Tür zu stellen. Resignierte Reaktionen wären - handelte es sich um eine Alibiveranstaltung - genau das, was man erreichen will: "Wir haben ja was angeboten, aber die Frauen wollen halt nicht."

:?

shalom
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#23 Beitrag von shalom » 18.03.2009, 06:27

August Prolle hat geschrieben:
:arrow: [color=darkblue]www.nak-also.de[/color] hat geschrieben: Der Frau werde im Neuapostolischen Sozial- und Bildungswerk NRW naturgemäß eine umfassendere und gewichtigere Rolle zukommen, als in Kirche und Gemeinde... .
[*]Solange neuap. Frauenseminare unter "Segensträger"-Galerien (siehe Bildrand links :!:) stattfinden, bleibt alles gut....
...wie das Selbstbild eindrucksvoll unterstreicht... :mrgreen: . Noch nicht mal im "Neuapostolischen Sozial- und Bindungswerk" gelingt es den abgelichteten Frauen eine "umfassendere und gewichtigere Rolle" einzunehmen, als in den ur -naturgemäßen neuapostolischen Kirchen und Gemeinden unter den strengen Augen der na-also-amtlichen Segensträger-Ahnengalerien... .

Na also :wink: .

shalom

Adler

#24 Beitrag von Adler » 18.03.2009, 09:18

Bereits in der sog. "Ur-Kirche" gab es offensichtlich Frauen, welche einen besonderen "Dienst" in der Gemeinde verrichteten:

1 Ich befehle euch unsere Schwester Phöbe an, die im Dienst der Gemeinde von Kenchreä ist,

aus Römer 16 Vers 1 (Luth.

warum sollte das in heutiger Zeit anders sein?

Begrüßenswert sind da sicherlich die Fortschritte der VAG auf diesem Gebiet und da die NAK, nach Aussage von DR. Leber, von anderen Kirchen noch viel lernen kann ...

LG Adler

Adler

#25 Beitrag von Adler » 18.03.2009, 09:28

Das Thema "Frauen in der Gemeinde" wurde bereits vor ein paar Jahren diskutiert. Es gibt z.B. seit 2006 in den Niederlanden Schwestern für den "Begrüssungsdienst"

Quelle: http://www.naktuell.de/0406/0406001.html

Auch Dr. Leber schien dem "Einsatz" von Frauen in der NAK, offensichtlich nicht abgeneigt.

Außerdem gab es vor ca. 60 Jahren in der NAK ganz offiziell das Amt der Diakonissen.

LG Adler

tergram

#26 Beitrag von tergram » 18.03.2009, 11:04

August Prolle hat geschrieben:Würdest du eigentlich predigen wollen, wenn du dürftest?


August Prolle,

ich bin der Beweis dafür, dass man von der Frauenordination die Finger lassen sollte. Es sei denn, man will Predigten hören, die man(n) lieber nicht hören will. :wink:

Es bleibt dabei: Wenn ihr eure Ruhe wollt, dann haltet uns arm, dumm, barfuß und schwanger. Das hat bisher immer geklappt. :mrgreen:

Allersanftigste Grüße, gern auch an die werte Frau Gemahlin
t.

Steppenwolf

#27 Beitrag von Steppenwolf » 18.03.2009, 12:34

Bild
Zuletzt geändert von Steppenwolf am 21.04.2009, 11:00, insgesamt 1-mal geändert.

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#28 Beitrag von tosamasi » 18.03.2009, 12:41

Evtl. bestehen Ängste bzgl. des über-den-Kopf wachsens.
Das könnte die Augenhöhe wieder in ungewünschte Ungleichheit bringen. :wink:
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

42

#29 Beitrag von 42 » 18.03.2009, 13:20

Außerdem gab es vor ca. 60 Jahren in der NAK ganz offiziell das Amt der Diakonissen.
Korrekt wuerde man sie als Diakoninnen bezeichnen. Das Wort "Diakonisse" hat eine andere Bedeutung. Dass der Hauptleiter der damaligen NAK es nicht besser wusste, muss heute nicht als Begruendung dienen, Diakoninnen weiterhin falsch zu bezeichnen.

Ich verfolge gerade auch mit Interesse die Diskussion bei "Glaube und Kirche" und muss sagen, organa hat voellig Recht. So lange die Schwestern sich nicht Gedanken machen und nicht selbst aktiv werden, wird sich von Seiten der KL hoechstens etwas unter dem Druck der aeusseren Umstaende bewegen, z.B., weil die Seelsorge alleine mit Maennern nicht ausreichend gewaehrleistet werden kann.

Dass Frauen (und Maenner) auch schon in dieser Kirche entmutigt aufgegeben haben, kann ich andererseits gut verstehen. Die Kirche NAK hat nun einmal ein anderes "Geschaeftsmodell", das Schumacher mit folgenden Worten mit dem protestantischen und dem der Freikirchen kontrastiert:
„Von daher“, so Schumacher, „wird der Gemeinde - anders als in unserer Kirche - eine andere Bedeutung und Rolle beigemessen. Im Gegensatz dazu erfolgt in der Neuapostolischen Kirche die geistliche Führung durch das Amt, vornehmlich durch das Apostelamt. Die geistliche Führung wird in unserer Kirche daher nicht, wie oben beschrieben, in die Gemeinde gelegt.“
Mehr unter http://www.glaubenskultur.net/premiumartikel-1006.html
Meine Schlussfolgerung: Eine Beteiligung der Gemeinde an Entscheidungen - und die sind nun einmal auch bei einer solchen Entwicklung erforderlich - ist ausdruecklich unerwuenscht. Trotz gewisser Aehnlichkeiten mit der RKK, die auch die NAK gelegentlich herausstreicht ("Bei der Frage der Frauenordination zum Beispiel haben wir mit der katholischen Kirche kaum Diskussionsbedarf", so V. Kuehnle im Fasanenhof) gibt es in der RKK auch organisierte Bewegung auf Laienebene. So etwas fehlt der NAK noch. Es braucht deswegen noch nicht einmal der Protestantismus um sich greifen, wie Dr. Leber einmal als Befuerchtung aeusserte. Fazit: "Von anderen Kirchen koennen wir lernen".

Adler

#30 Beitrag von Adler » 18.03.2009, 13:43

Ich kann mir kaum vorstellen, das eine "Revolution" von der Basis her, eine Änderung in der Denkweise herbeiführen könnte. Wird eine Gemeinde zu aufmüpfig erfolgt irgendwann der mächtige Keulenschlag! Bestes negativ Beispiel hierfür ist doch wohl die Gemeinde HH-Blankeneese ...

LG Adler

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