Neue Rollen für na-Frauen?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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Neue Rollen für na-Frauen?

#1 Beitrag von shalom » 14.03.2009, 09:26

[-> NALSO]
"Initiative für Arbeit, Lebensqualität, Sicherheit und Orientierung" - kurz: ALSO
[-> NAK-S&B (Sozial- und Bindungswerk)]
“Potenziale erkennen und Chancen nutzen“ (Seminare von Frau zu Frau)

Mit der Rolle der Frau im Christentum alter und neuer Zeit beschäftigt sich eine Seminarreihe… Wie alle Veranstaltungen des Sozial- und Bildungswerkes leben auch diese Seminare von der aktiven Mitarbeit der Teilnehmer.

"Wir wollen uns ganz gezielt von Frau zu Frau unterhalten"…

"Wir wollen gemeinsam herausfinden, welche Rolle die Frau in einer aktiven Christengemeinde wahrnehmen kann und soll"…

…richtet sich an Frauen, die nachdenken wollen über ihre Rolle inmitten der Anforderungen des Christentums in einer mehr und mehr sich von christlichen Grundsätzen entfernenden Lebensart. Mögliche Arbeitstitel der Module, die auch Frauen ansprechen sollen…
Werte DiskursteilnehmerInnen,

"na-also" könnte da NA-Frau sagen. Leider bringen die Apostel mit ihrer untheologisch zusammengestückelten [-> „Gotteshauskrabbeltischmentalität“] selber keine solide Initiative für Glaubenslebensqualität, Sicherheit und Orientierung zustande. Von „Frau zu Frau“ schon mal gar nicht.

Angesichts ihrer schlüssigen Un(theo)logik sind Apostel ja auch schnell mit ihrem Latein am Ende. Der designierte neue Apostel Storck soll Diplom-Bauingenieur und selbständiger Unternehmer bleiben (halbe Stelle). Da er seine berufliche Tätigkeit weiter ausüben soll, wird er „seinen Apostel“ halt nebenbei mit erledigen ([->Ostereiapostel]).

Was für Männer „im Spannungsfeld zwischen Kirche, Familie und Karriere“ total easy ist (Halbheiten), müssen sich na-Frauen halt erst noch von der Picke auf erarbeiten.

Die na-amtlichen Randbedingungen sind dabei nicht gerade einfach. "Es ist dem Apostelamt übertragen, die Deutung der Heiligen Schrift vorzunehmen, Dinge klarzulegen und Weisung im Glauben zu geben. …Soweit meine Ausführungen zu diesem Thema „Wie verstehen wir die Heilige Schrift?“" ([->Wie versteht Stp. Dr. Leber („Wir“) die Hl. Schrift]). Soviel zur Bin- und Bildungsoffensive der Apostelämter.

Das Konzept des na-amtlichen "Sozial- und Bindungswerkes" ist konträr zu den Gottesdiensten der Apostel angelegt. Die Rolle der Geschwister in den Gottesdiensten der Apostel ist eher passiv. Die Seminare von und für Frauen sollen demgegenüber von der naktiven Mitarbeit der „Teilnehmer“:shock: ??? leben??? :wink:.

Dabei vergeben – vergl. NA-Selbstbild – die männlichen Apostel die Rollen. Sie regeln auch, mit wem diese Rollen besetzt werden (Casting).

Wenn NALSO also äußert: "Wir wollen gemeinsam herausfinden, welche Rolle die Frau in einer aktiven Christengemeinde wahrnehmen kann und soll"… dann sollen sie doch mal ökumenisch (außerhalb der engen na-amtlichen Rollendefinition von Ökumene) über den beschränkten Tellerrand der Apostel hinausblicken. Herausfinden halt :wink: .

Dass gerade im Werk der Herrn Apostel, nalso: „in einer mehr und mehr sich von christlichen Grundsätzen entfernenden Lebensart“ :mrgreen: von Frau zu Frau über ihre Rolle inmitten der Anforderungen der Apostel nachgedacht werden soll, offenbart nicht gerade wenig über den neuapostolischen Horizont.

Da bin ich sehr beruhigt, dass von Frau zu Frau: „Mögliche Arbeitstitel der Module…auch Frauen ansprechen sollen“:mrgreen: .


Völlig von der Rolle - shalom 8)
_________________
Der Startschuss für den EJT-Schlussverkauf ist gefallen. Auf den reich gedeckten Wohlfühltischen unserer Apostel macht sich bereits schon jetzt deren [-> „Gotteshauskrabbeltischmentalität“] breit…

organa

#2 Beitrag von organa » 14.03.2009, 12:04

Desweiteren lese ich auf der von shalom verlinkten Seite auch:
Das Neuapostolische Sozial- und Bildungswerk NRW greift mit dieser Seminarreihe die Stärkung der Rolle der Frau in der Gemeinde auf, die sie in der Neuapostolischen Kirche seit einiger Zeit erfährt und will diesen Trend unterstützen und auch für den Alltag in Beruf und Familie nutzbar machen.
Was ist denn damit gemeint?
Welcher "Trend" ist mir da entgangen? :shock:

tergram

#3 Beitrag von tergram » 14.03.2009, 12:32

organa hat geschrieben:Was ist denn damit gemeint?
Welcher "Trend" ist mir da entgangen?
Nicht nur dir, nicht nur dir...

Gemeint zu sein scheint mir, dass selbst die NAKI sich der gesellschaftlichen Entwicklung, wenn auch mit jahrzehntelanger Verzögerung, nicht mehr ganz verschliessen kann. Der männliche Nachwuchsmangel tut ein übriges.

Wie allerding die angedachte Rollenstärkung in der Gemeinde dann in Beruf und Alltag durchschlagen soll, ist mir schleierhaft. Ich vermute eher, dass sich die schon längst vollzogene Entwicklung in Beruf und Alltag nun endlich auch auf die Gemeinde auswirken soll...

Nachdem Frauen in der NAK aber bisher nur Mit- und Nebentätigkeiten ausüben durften, gilt allein das Gespräch über eine verstärkte Einbindung schon als revolutionär. Frau muss dafür dankbar sein. :wink:

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tosamasi
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#4 Beitrag von tosamasi » 14.03.2009, 12:46

tergram schrieb:
Wie allerding die angedachte Rollenstärkung in der Gemeinde dann in Beruf und Alltag durchschlagen soll, ist mir schleierhaft. Ich vermute eher, dass sich die schon längst vollzogene Entwicklung in Beruf und Alltag nun endlich auch auf die Gemeinde auswirken soll...
Ja, da wird Ursache mit Wirkung verwechselt. Aber diese Sicht rührt vielleicht von dem Begriff der Gehilfin her. Sie darf sich emanzipieren, aber bitte im Prinzip der Zwiebelhäutung.
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organa

#5 Beitrag von organa » 14.03.2009, 13:37

tosamasi hat geschrieben: Sie darf sich emanzipieren, aber bitte im Prinzip der Zwiebelhäutung.
Wie meinst Du das, tosamasi? Zwiebelhäutung?

mich würde ja auch interessieren, was mit "Rollenstärkung" gemeint sein könnte. Welche Rolle hat die Frau denn bisher überhaupt in der neuap. Gemeinde? Wenn ich das richtig sehe, primär die der subalternen Dienerin als Tempelreinigerin und Blumensteckerin. Und natürlich die Rolle der rückenfreihaltenden, stützenden Moralverstärkerin im Hintergrund des AT.

Jetzt reden wir nicht mal direkt von Frauen im Amt - das erfordert langfristige Vorbereitung und geht leider kaum von heute auf morgen. Wie wäre es aber mal mit einem dezenten Einstieg in feministisch-theologische Beschäftigung mit (neuap?) Theologie?

Warum setzen sich nicht mal neuap. Frauen zusammen und nehmen die BigS (Bibel in gerechter Sprache) zur Hand? Sie müsste ja nicht gleich zum Standardwerk des Gottesdienstes werden... aber vielleicht ein Ausgangspunkt für eine Diskussion. Ob nun über die Rolle der Frau, über Gottesbilder, über Frauen in der Bibel... usw..

Immer vorausgesetzt, frau hat ein Interesse an diesen Dingen und entwickelt allmählich mal so etwas wie kirchliches Selbstbewusstsein.

Zu Füssen eines ATs sitzend zu erfahren, wie man sich beim Blumenstecken noch schöner einbringen kann, wäre natürlich ein bißchen wenig. Wenn auch möglicherweise von manchen Oberen sehr gewollt.

organa

#6 Beitrag von organa » 14.03.2009, 13:56

... da fällt mir gerade auf:
Das Neuapostolische Sozial- und Bildungswerk NRW greift mit dieser Seminarreihe die Stärkung der Rolle der Frau in der Gemeinde auf, die sie in der Neuapostolischen Kirche seit einiger Zeit erfährt und will diesen Trend unterstützen und auch für den Alltag in Beruf und Familie nutzbar machen.
Über den Alltag in Kirche und Gemeinde steht da Nix... :shock:

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#7 Beitrag von tosamasi » 14.03.2009, 14:21

organa schrieb:
Wie meinst Du das, tosamasi? Zwiebelhäutung?
Im Sinne von Schicht um Schicht, also allmählich. :wink:
Immer vorausgesetzt, frau hat ein Interesse an diesen Dingen und entwickelt allmählich mal so etwas wie kirchliches Selbstbewusstsein.
Das ist wohl das Problem. Hat oder nimmt sich Frau, mitten im Leben mit Beruf, Kindern etc., Zeit für etwas, wovon ihr von Kindesbeinen an gesagt wurde, dass nur Mann das kann? Oder lehnt sich Frau vertrauensvoll zurück, und legt die Glaubensfüße entspannt hoch, froh diesen Weg nicht (auch noch) gehen zu müssen?
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organa

#8 Beitrag von organa » 14.03.2009, 14:28

tosamasi hat geschrieben:
Das ist wohl das Problem. Hat oder nimmt sich Frau, mitten im Leben mit Beruf, Kindern etc., Zeit für etwas, wovon ihr von Kindesbeinen an gesagt wurde, dass nur Mann das kann?
Was? Selber denken? :wink:
Oder lehnt sich Frau vertrauensvoll zurück, und legt die Glaubensfüße entspannt hoch, froh diesen Weg nicht (auch noch) gehen zu müssen?
Wie jetzt? Die Vorstellung, daß auch Frauen in der neuap. Kirche irgendwann vielleicht mal Gestaltungs- und Leitungsraum bekommen könnten, würde im Vorfeld schon sinngemäß mit "Och nö, muß ich jetzt auch noch in der Kirche Einfluß haben?" von sich gewiesen?

Und "müssen" müsste ja wohl keine Frau, wenn sie nicht wollen würde.... :wink:

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#9 Beitrag von tosamasi » 14.03.2009, 14:48

organa schrieb:
Was? Selber denken?
Nicht generell. :lol: Aber Bibelkreis mit Diskussion? Lasen wir nicht gerade, dass nur die NAK- Apostel die Bibel richtig auslegen können? Wozu sich dann (evtl. noch falsche) Gedanken machen?
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reh

#10 Beitrag von reh » 14.03.2009, 15:43

hier in NRW, also auch in meiner Gemeinde macht Schwester schon lange ALLES genauso wie Bruder/AT, also Kirche aufschließen, Türdienst ..... eben alles - in Eigenverantwortung /Beauftragung und mit Selberdenken; lediglich hinter dem Alter stehen (bisher) nur AT-Brüder.
Für Schwestern gibt es neben dem Altar, wie auch für nicht-AT-Brüder ein separates Mikrofon.

Allerdings umgekehrt, auf der Liste zum Blumenstecken habe ich noch keinen brüderlichen Namen entdeckt, beim Putzplan schon.

Jedoch, manch älterer Herr/AT in Ruhe versucht sich (noch) im Kampf mit aktiver Schwester.

Ich bin gespannt, WIE schnell die Schwestern bei diesem Projekt WAS erreichen!!

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