Provokant gefragt: Gibt es Gott? Was tut er den ganzen Tag?

Für Zweifler und andere gute Christen
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Bedenkenträger

#71 Beitrag von Bedenkenträger » 15.03.2009, 13:05

Anne hat geschrieben:Einfache Frage:

Wenn aber die Liebe in der Welt und zwischen uns Menschen erlebbar ist, ist es dann nicht doch Gott, über den wir sprechen? Und wenn nicht der Gott, dann vielleicht die oder das Gott?

:)

[...]
An dieser Stelle eine schnelle, und somit auch kurze Antwort an Dich, liebe Anne:

Über Gott zu sprechen, macht uns doch erst die Probleme, wie man immer wieder sehr deutlich sieht. Wir sollten also vielleicht weniger über Gott reden, als vielmehr Gott zu uns sprechen zu lassen.

Benedikt XVI. merkte hierzu einmal folgendes an: »Gott ist nicht eine allgemeine Mathematik des Weltalls. Er steckt nicht irgendwie als Geist in der Welt. Er ist nicht eine unbestimmbare Harmonie der Natur oder ein unnennbares "Unendliches", sondern der Schöpfer der Natur, der Ursprung der Harmonie [...]. Gott hat das Wesentliche dessen, was wir mit Person meinen, nämlich Bewußtsein, Erkennen und Liebe. Er ist insofern jemand, der reden und zuhören kann. [...] Gott [...] ist seinem ganzen Wesen nach Beziehung.« (aus: Joseph Ratzinger und Peter Seewald "Gott und die Welt", Deutsche Verlags-Anstalt GmbH Stuttgart/München, 2000)

Deshalb können wir als Christen auch sagen, daß Gott Liebe ist. Und dennoch ist damit alles und auch nichts gesagt. :wink:

Damit einen sonnigen Gruß in Deine Welt! :)

Anne

#72 Beitrag von Anne » 15.03.2009, 13:24

Bedenkenträger hat geschrieben:Damit einen sonnigen Gruß in Deine Welt! :)
:shock: Da haben wir´s wieder: Ich komme mir irgendwie außerirdisch vor. :lol:

Aber danke, sie lukt gerade hinter den Wolken hervor. :wink:

tergram

#73 Beitrag von tergram » 15.03.2009, 13:28

Bedenkenträger hat geschrieben:Wir sollten also vielleicht weniger über Gott reden, als vielmehr Gott zu uns sprechen zu lassen.
Ja. Und wie macht man das, so ganz konkret und alltagspraktisch?

Anne

#74 Beitrag von Anne » 15.03.2009, 13:35

tergram, stell doch nicht immer so gute Fragen.

:)

Adler

#75 Beitrag von Adler » 15.03.2009, 13:39

Wir sollten also vielleicht weniger über Gott reden, als vielmehr Gott zu uns sprechen zu lassen.
Datt iss abber jetz nich die Morgenandacht um 6 Uhr auf WDR2 oder? :lol:

abendstern_
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Registriert: 25.11.2007, 13:44

#76 Beitrag von abendstern_ » 15.03.2009, 13:49

Adler hat geschrieben:
Wir sollten also vielleicht weniger über Gott reden, als vielmehr Gott zu uns sprechen zu lassen.
Datt iss abber jetz nich die Morgenandacht um 6 Uhr auf WDR2 oder? :lol:
spricht da Gott? Gibts davon einen podcast???

Bedenkenträger

#77 Beitrag von Bedenkenträger » 15.03.2009, 14:05

tergram hat geschrieben:
Bedenkenträger hat geschrieben:Wir sollten also vielleicht weniger über Gott reden, als vielmehr Gott zu uns sprechen zu lassen.
Ja. Und wie macht man das, so ganz konkret und alltagspraktisch?
Nun, wir können Gott in vollster Qualität sprechen hören, indem wir als treue und brave Gotteskinder einen jeden Gottesdienst, der uns durch Gnade angeboten wird, auskaufen ... :mrgreen: ;)

Im Ernst: Ich denke in so einem Fall hier oft an eine Wechselsprechanlage, die wir betätigen, in der Hoffnung, am anderen Ende wäre nun Gott, und wenn wir nur laut genug rufen, könnten wir ihn dann vielleicht hören. Aber wir bekommen vom anderen Ende keine Antwort, kein einziges Wort. Insofern fühlen wir uns alleine, alleingelassen mit unseren Sorgen und Fragen. Lautes Schweigen um uns herum.

Aber es gibt hier ein Wort in diesem stummen Universum, sozusagen ein "Du", daß den Menschen herausruft, aus seiner Umgebung, ihn erwählt (vgl. Jes 42,1). Um dieses besondere Wort zu hören bzw. zu spüren, braucht es nur ein offenes Herz. Mit dieser Anrufung ist der Mensch nicht mehr ein kleiner Stein in einer großen Mauer, sondern er ist durch dieses Wort ein unverwechselbares Individuum, etwas Einmaliges, Besonderes geworden, er ist mithin nicht mehr eine Schachfigur in einem unvorhersehbaren Spiel, als die er sich zuvor vielleicht empfand.

Gott tritt also durch seinen Anruf in eine Beziehung mit uns. Denn Gott ist ein anderes Wort für das "wahre Du" des Menschen. Er ist das wahre, das verläßliche und unzerstörbare Du des Menschen. Aber es bleibt bei Ihm ja nicht bloß bei Worten - nein, er ließ sich für uns Menschen ans Kreuz schlagen und ging aus Liebe zu uns in den Tod und überwandt ihn für uns. Damit ist hier noch eine ganz andere "Qualität" erreicht: Ich werde durch dieses "Du" niemals untergehen. Dies ist unsere große Hoffnung.

Konkreter geht es nicht, wenn ich mich kurz fassen soll. ;)

Bedenkenträger

#78 Beitrag von Bedenkenträger » 15.03.2009, 14:10

Adler hat geschrieben:
Wir sollten also vielleicht weniger über Gott reden, als vielmehr Gott zu uns sprechen zu lassen.
Datt iss abber jetz nich die Morgenandacht um 6 Uhr auf WDR2 oder? :lol:
Nein, lieber "Adler", die Direktansprache Gottes gibt es nur im Stammapostelübertragungsgottesdienst alljährlich zu Pfingsten, denn Gott selbst spricht doch bekanntlich nur sehr selten ... :mrgreen: ;)

Adler

#79 Beitrag von Adler » 15.03.2009, 14:32

Bedenkenträger hat geschrieben:
Adler hat geschrieben:
Wir sollten also vielleicht weniger über Gott reden, als vielmehr Gott zu uns sprechen zu lassen.
Datt iss abber jetz nich die Morgenandacht um 6 Uhr auf WDR2 oder? :lol:
Nein, lieber "Adler", die Direktansprache Gottes gibt es nur im Stammapostelübertragungsgottesdienst alljährlich zu Pfingsten, denn Gott selbst spricht doch bekanntlich nur sehr selten ... :mrgreen: ;)

Und der Kreis der erlauchten Zuhörer ist auch noch sehr begrenzt ... 8)

Bedenkenträger

#80 Beitrag von Bedenkenträger » 15.03.2009, 14:42

Anne hat geschrieben:tergram, stell doch nicht immer so gute Fragen.

:)
Gute Fragen bringen einen aber oftmals weiter ... ;)

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