Gutes tun als Altruist und Egoist

Für Zweifler und andere gute Christen
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abendstern_
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Gutes tun als Altruist und Egoist

#1 Beitrag von abendstern_ » 24.02.2009, 19:06

Selbstliebe, Nächstenliebe, ein Thema das hier und an anderer Stelle schon intensiv diskutiert wurde.

Eine gute Sendung zu dieser Thematik habe ich heute gehört:

Manuskript zum Lesen

Audiodatei zum hören

Zitat:
Die christliche Kultur hat es verpasst zu erkennen, dass es heißt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Da ist ne Balance drin, schon auf der Horizontalen. Wer sich selbst nicht annimmt, mag andere nicht. Da ist dieser Anspruch: lieb den anderen, schlichtweg eine Farce, die nie in der Praxis erreichbar, erlebbar sein wird… Wenn Menschen erkennen, wer sie sind, wie kostbar sie sind, sich selber annehmen – Verhaltensveränderungen sind dann ganz schnell motiviert. Wenn das nicht geklärt ist, bleibt man schnell bei Gesetzen hängen: du solltest, warum hast du noch nicht.

Hannes

#2 Beitrag von Hannes » 25.02.2009, 17:46

Liebe/r abendstern_ ...

ich habe das Skript heute ein paar mal durchgelesen und sacken lassen: gute Gedanken! Nur mit einem Gedanken gehe ich nicht ganz konform:
Wer sich selbst nicht annimmt, mag andere nicht.
Ich setze einmal voraus, dass sich nahezu jeder Mensch irgendwie doch selbst liebt. Vielleicht spart er ein paar Eigenschaften und Zonen (innen oder aussen) aus - aber es gibt da fast immer viele heile Anteile, die als liebenswert empfunden werden.

Und da knüpfe ich in den Gedanken dieses Skriptes an, dass wenn Mensch etwas gibt, auch immer etwas - vielleicht auch etwas mehr - zurückkommt, das dieser Mensch wieder in sein (Selbstliebe-) System einbauen kann. Das klingt doch gut. Und so kann man dann auch mit erstmal geringem (Selbstliebe-) Aufwand liebevoll wachsen ... :wink:

Lieben Gruss
Hannes

autor

#3 Beitrag von autor » 25.02.2009, 18:13

Gutes tun ...

Frau „Anne“ schreibt sich auf die Fahne: Der Mensch ist die beste Medizin für den Menschen. Die Summe meiner bescheidenen Lebenserfahrung nähert sich eher dieser plautinischen Erkenntnis an: Der Mensch ist dem Menschen Wolf.

Irgendwo dazwischen scheint sich das gute Miteinander zu befinden.

Also: Wir sind weder Lamm noch Wolf. Wir sind Hurz.


a.


Nachtrag:
:oops: Huch, ich will mit dem "wir" naturlich nicht "Anne" vereinnahmt wissen! Der Satz muss verstanden werden als: Der Mensch ist weder Lamm noch Wolf. Der Mensch ist Hurz.

Wobei ich jetzt nicht weiß, wer von uns beiden den Beitrag ergänzt hat, das Lamm oder der Wolf in mir?
Zuletzt geändert von autor am 25.02.2009, 18:45, insgesamt 1-mal geändert.

Hannes

#4 Beitrag von Hannes » 25.02.2009, 18:29

autor hat geschrieben: Also: Wir sind weder Lamm noch Wolf. Wir sind Hurz.
... wir nicht! :P

Belämmerten Gruss
Hannes

Anne

#5 Beitrag von Anne » 25.02.2009, 19:53

autor hat geschrieben:Die Summe meiner bescheidenen Lebenserfahrung nähert sich eher dieser plautinischen Erkenntnis an: Der Mensch ist dem Menschen Wolf.
Lieber autor,

ich widerspreche dir nicht. Höchstens darauf bezogen:
Frau „Anne“ schreibt sich auf die Fahne...
Meine Signatur ist nur eine Form von Widerstand; dagegen zum Beispiel, die Segel zu streichen.

Weil:
Wolf von der Steppe hat geschrieben:Bei uns blühen schon die Schneeglöckchen.
:wink:

PS.: Keine Sorge - ich lasse mich nicht so schnell vereinnahmen. Hurz.

abendstern_
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#6 Beitrag von abendstern_ » 25.02.2009, 20:19

Hannes hat geschrieben:Liebe/r abendstern_ ...

ich habe das Skript heute ein paar mal durchgelesen und sacken lassen: gute Gedanken! Nur mit einem Gedanken gehe ich nicht ganz konform:
Wer sich selbst nicht annimmt, mag andere nicht.
Ich setze einmal voraus, dass sich nahezu jeder Mensch irgendwie doch selbst liebt. Vielleicht spart er ein paar Eigenschaften und Zonen (innen oder aussen) aus - aber es gibt da fast immer viele heile Anteile, die als liebenswert empfunden werden.

Lieben Gruss
Hannes
Hannes, ganz so extrem und einseitig mag es nicht sein. Aber an der Sache ist was dran. Kennst du Menschen, denen man nichts recht machen kann? Die ständig am meckern sind? Die ihre Mitmenschen nur kritisieren? Wir sagen dann "der kann sich heute selbst nicht leiden".


Wenn man dagegen mit sich selbst im reinen ist, ist man anderen gegenüber viel großzügiger. Wenn man seine eigenen Macken kennt und sich trotzdem liebt, kann man mit den Macken der anderen auch großzügiger umgehen.

Oder?

Hannes

#7 Beitrag von Hannes » 26.02.2009, 14:14

abendstern_ hat geschrieben: Oder?
Wenn sich einer selbst nicht leiden kann, dann kann das eventuell auch daran liegen ... und die Gehirnforscher haben ja meistens RECHT! Also oft ... :wink:

(Hat jemand gestern abend die RTL-Sendung über die verhaltensauffälligen Jugendlichen gesehen, die in den USA gestalttherapeutisch behandelt werden? Wie einfach doch manchmal der Schlüssel rumgedreht werden kann ...)

LG - Hannes

Anne

#8 Beitrag von Anne » 26.02.2009, 16:05

Du meinst die, die zum Brüllen in die Wüste geschickt werden?
Ich will auch mal in die Wüste... :mrgreen:

Hannes

#9 Beitrag von Hannes » 26.02.2009, 16:11

Anne ... dann komm doch mit ... ich plane auch gerade! hier ...
damit mir endlich irgendwie (m)ein :idea: aufgeht ...

Anne

#10 Beitrag von Anne » 26.02.2009, 16:15

:shock:

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