Reinkarnation

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Loreley 61
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Reinkarnation

#1 Beitrag von Loreley 61 » 15.02.2009, 10:23

Guten Morgen zusammen,

auch an euch einmal die Frage, wieso sich die frühen Kirchenväter erdreistet haben, die Lehre Jesu zu verändern? (Konzile)

Bei Matthäus 17, Vers 10-13 lese ich, dass Jesus seinen Jüngern erklärt, Johannes der Täufer sei der wiedergekehrte Elia. Das ist eine klassische Aussage zur Reinkarnation, die ja auch von etlichen Urchristen vertreten wurde. Abgeschafft durch Konzilbeschluß, viele Jahrhunderte nach Chr.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
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Lobo

Re: Reinkarnation

#2 Beitrag von Lobo » 15.02.2009, 11:15

Loreley 61 hat geschrieben:... dass Jesus seinen Jüngern erklärt, Johannes der Täufer sei der wiedergekehrte Elia...
Wobei Johannes der Täufer sagte:
Johannes 1, 21...Und sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein...

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Loreley 61
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#3 Beitrag von Loreley 61 » 15.02.2009, 11:42

Tja - und wer hat nun gelogen, Jesus oder Johannes? :shock: Mal ein typischer Widerspruch in der Bibel, oder?
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Lobo

#4 Beitrag von Lobo » 15.02.2009, 12:06

Loreley 61 hat geschrieben:...Mal ein typischer Widerspruch in der Bibel, oder?
Ich glaube hier kommt es, wie so oft im Leben, auf die Perspektive an.:wink:

Bemerkenswert ist dabei, dass Johannes mit Jesus das Schicksal vieler Propheten teilte, getötet zu werden.
Johannes vertrat zudem durch sein Auftreten die Merkmale eines Propheten: seine Mitmenschen zur Reinheit des Glaubens anzuhalten und Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit zu üben.

Jesus trug auch alle diese Eigenschaften in sich.

nikodemus

#5 Beitrag von nikodemus » 15.02.2009, 13:03

Hier habe ich noch eine Stelle aus MT 11, 14
Und wenn ihr es annehmen wollt: Er ist der Elia, der kommen soll.
Das heisst, er ist die Erfüllung von Maleachi 3
23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des Herrn kommt; 24 und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muß!
Die Juden wussten, dass Elia nicht gestorben war
( Also ist, wenn es Reinkarnation geben würde, er schonmal ausgeschlossen, das er ja nicht starb)
2.König 2
11 Und es geschah, während sie noch miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel.
Das bedeutet nicht, dass Johannes der zurückgekehrte Elia war. Johannes selber stritt ja ab, Elia zu sein. Wie Lobo schon anmerkte.
Joh 1
21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Und er sprach: Ich bin's nicht!
Doch er war im Geist und in der Kraft Elias gekommen
Lk 1
17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias,
LK 1, 17 ist überhaupt der Schlüsselvers, dass hier von garkeiner Reinkarnation die Rede ist.

Manche Menschen gleichen in ihrem Wesen wie ihre Vorgänger , sowie ein Kind oft das gleiche Verhalten zu Tage legt, wie das der Eltern, selbst wenn diese noch leben.
auch an euch einmal die Frage, wieso sich die frühen Kirchenväter erdreistet haben, die Lehre Jesu zu verändern? (Konzile)
Es gab schon immer Christen, die noch nie etwas von Konzile gehalten haben. Zu denen gehöre ich auch. Es gibt Christen, die schon seit 2000 Jahren noch NIE an eine Reinkarnation geglaubt haben, sowie sie heute in der Esoterik vorzufinden ist. Dazu brauchten einige garkein Konzil, um das deutlich zu machen.
Der Gesammtkontext der Bibel spricht davon, dass der der stirbt entweder an einem Ort der Qual kommt, oder in den Schoß Abrahams.
Lk 16

Es ist wichtig, die Bibel in der Gesammtheit zu forschen, und nicht Versenweise, denn dann gleicht man Sektierern, und sucht für sich nur das Beste heraus.

LG
In IHM
der Niko

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#6 Beitrag von Loreley 61 » 15.02.2009, 13:33

Nikodemus, ich habe dir bei naktuell geantwortet. Das Wichtigste:

In dem Geist und in der Kraft Elias..........ist kein Widerspruch zur Reinkarnation. Seele ist Geist - und nach der Reinkarnationslehre fährt die "verstorbene" Seele in einen neuen Körper.


Ich wollte hier einfach mal deutlich machen, dass alles nur Auslegungssache ist. Christliche Fundis werden es anders erklären, als beispielsweise Buddhisten, Esoteriker oder ich selbst. Da stimme ich sogar mit Dr. Kiefer überein, der in Wuppertal sagte, dass die ganze Bibel nur Auslegungssache ist. Es gibt keine allgemein gültige "Lehre Jesu". Dazu wissen wir zu wenig und außerdem gibt es die zig Widersprüche. Hinzu kommt, dass wertvolle Evangelien nicht in den Kanon der Bibel (auch ein Konzilbeschluß) aufgenommen wurden.

Natürlich gabs in der Urchristenheit Menschen die nicht an die Reinkarnation glaubten, aber mindestens soviele, die daran glaubten. Ich schätze mehr Menschen, als unter heutigen Christen. Der Glaube an die Reinkarnation wurde den Christen sozusagen per Beschluß verboten. Viele Jahrhunderte nach Chr.

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#7 Beitrag von Loreley 61 » 15.02.2009, 13:52

Hier die Erklärung zur Erklärung von Nikodemus:
:wink:
http://www.christliche-reinkarnation.com/Niko.htm
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nikodemus

#8 Beitrag von nikodemus » 15.02.2009, 15:27

Siehe auch http://board.naktuell.de/ :)

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#9 Beitrag von Loreley 61 » 15.02.2009, 17:36

Ja, habs gelesen. :lol:

Stellen wir mal fest: Es gab in der Urchristenheit etliche Menschen die an die Reinkarnation glaubten. Auch etliche Juden. Ist eigentlich sogar logisch, da der Buddhismus etwa 500 Jahre älter ist, als das Christentum. Den Islam gab es erst viel später. Soweit ich weiß, hatten die Juden fast gar keine Jenseitslehre. Das die religiöse Sicht der Buddhisten/Hindus bis ins gelobte Land überschwappte ist sehr anzunehmen. Was war mit den Römern und Griechen damaliger Zeit? Was glaubten die eigentlich? Zumindest hatten sie einen Götterglauben. Wie sie es mit dem Jenseits sahen, weiß ich nicht so genau. Was glaubte wohl Platon, der Philosoph?
Es ist festzustellen, dass die Reinkarnationslehre und auch die Philosophien des Buddhismus, sowie die ganzheitliche Heilkunst des fernen Ostens, immer mehr Anklang im Westen finden. Warum wohl? Schau dir mal den Papst, den Stammapostel und den Dalai Lama genau an. Spürst du da nicht einen großen Unterschied? Ich schon. Allein dieses besondere Charisma, dass vom Dalai Lama ausgeht.......da sieht Herr Leber und der Papst richtig grießgrämig gegen aus. Er scheint irgendwo ein echter Lebenskünstler zu sein. Und Dr. Alexander Berzin sagte einmal:

Der Buddhismus ist unter allen Weltreligionen die Religion, die mit den modernen Wissenschaften am besten kompatibel ist. Info: hier

Unser Unterschied, werter Nikodemus wird sein, dass du die Bibel wörtlich nimmst, oder? Du wirst demnach auch glauben, dass Jesus auf einer Wolke gen Himmel aufstieg? Wohlwissend, das er da heute noch unterwegs wäre?? Und genauso soll er auch wiederkommen. :shock: Falls du das glaubst, findest du das nicht ein wenig naiv? Außerdem glaubst du das, was die RKK vorgegeben hat, dass die Christen glauben müssen. Du glaubst diesem Kanon, der durch Menschen auf einem Konzil beschlossen wurde. Du glaubst an eine Trinitätslehre, die ebenfalls etliche Jahrhunderte nach Chr. durch die kath. Kirche festgelegt wurde. Kannst du dir nicht vorstellen, dass es Kirchenmänner gab, die damals wissentlich ganz wichtige Evangelien einfach unterschlagen haben? Würdest du dich auch an Bücher von Ranke-Heinemann oder Deschner wagen, oder hättest du da Angst, dass dein Glauben ins Wanken gerät? Könntest du einer Theologieprofessorin Paroli bieten? Ich selbst bin noch gar nicht festgelegt - aber ich schaue, was sich für mich am stimmigsten anhört. :wink:

LG, Lory
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Namaste

Anne

#10 Beitrag von Anne » 15.02.2009, 18:00

Na, Lory, da hast du ja ordentlich ausgeholt. Aber bitte - ich will mich in eure Diskussion nicht einmischen, sondern kurz einen persönlichen Eindruck schildern:

In Verbindung mit dem Reinkarnations-Glauben bin ich immer wieder auf Interpretationsmuster gestoßen, die mir sehr realitätsfern erschienen und deshalb (be-)fremd(end) geblieben sind. Und das schreibe ich nicht in Hinblick auf Kirchen(lehren), sondern auf den Menschen, das Menschsein bezogen.

Und überhaupt gibt es m.E. zu viele, die in der Auseinandersetzung mit spirituellen - und von mir aus auch fernöstlichen - Lehren die "Bodenhaftung" verlieren und in irgendwelche Sphären abdriften...
Die Gefahr ist nicht gering, deshalb wäre ich damit - angemessen - vorsichtig.

Nebenbei: dem Dalai Lama wird auch nachgesagt, über ein marketingwirksames Grinsen zu verfügen... :wink:

Grüße von Anne

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