DIE KUNST ZU VERZEIHEN...

Für Zweifler und andere gute Christen
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Hannes

#61 Beitrag von Hannes » 16.02.2009, 16:31

Ja, Uli ... danke! So ist es wohl ... ich denke auch, dass wir Menschen (ich eingeschlossen) manchmal nach Dingen suchen, die schon lange da sind. Oder wir versuchen, durch Herbeiwünschen anderer Umstände von unseren Lebensthemen (die uns weiterbringen würden) zu fliehen, weil die Angst zu groß ist, in unsere wirklichen Abgründe zu sehen. Das verstehe ich auch erstmal ...

Lieben Gruss :wink:
Hannes

Flummi

#62 Beitrag von Flummi » 16.02.2009, 17:09

also, hier antworte ich noch zu hannes fragen:
ich definiere das Universum als etwas göttliches - scheine demnach kein christ zu sein, da ich anders an gott glaube.

Nicht gelunges wünsch-beispiel:
hier ist geld oder der kontostand wohl das greifbarste - wenn ich mir da etwas aus dem mangel-gedanken "gewünscht" habe wurde es immer "mangel-behafteter" und hat nicht geklappt. mein trägerstoff war mangel und auch angst.

Gelungenes Beispiel:
vermittlung meines hundes, da ich ihm nicht mehr genug zeit widmen konnte und ein neues zuhause für ihn gesucht habe. hier war der trägerstoff des wunsches dankbarkeit für die schöne zeit mit ihm und ich habe mir genau vorgestellt wie schön und passend der neue mensch für den tollen hund ist. obwohl es schwer ist einen schon alten hund zu vermitteln, ging dieser wunsch schnell (innerhalb von 2 Wochen) in erfüllung und alle sind glücklich.

fazit - und ich kann auch nur annahmen machen, basierend auf meiner erfahrung - das positive gefühl "unter" dem wunsch ist wichtig, die positive ausrichtung auf das ziel und das loslassen und vertrauen dass das auch geschehen wird.

hoffe, das klärt etwas....
f.

uhu-uli

#63 Beitrag von uhu-uli » 16.02.2009, 17:28

Lieber Flummi,

es freut mich, wenn deine Wünsche bislang in Erfüllung gingen und du daraus eine Art Naturgesetz ableiten kannst.

Ich glaube jedoch, das bei aller Aufrichtigkeit des Wünschen, es keine Wunscherfüllung-Garantie gibt. Leider, weder beim Beten, noch bei Bestellungen beim Universum.

Es wäre doch im Umkehrschluss so, dass Eltern, deren Kind nicht lebendig zu Welt kommt, Kinder die im Hospiz sterben und alles andere Elend auf diese Welt heute und in der Geschichte, allein an der falschen Einstellung zum Wünschen lag.

Vielmehr trifft es für mich der Zugang der aus dem lied von Bonhoeffer spricht

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.


und selbst der Text rührt mich heute schon, ohne die gemachte Erfahrung dieser Grenzsituation, zu Tränen. Ich habe nur den Wunsch, dass man im Leid so stark ist oder wird, dass man die Hoffnung und Zuversicht nicht verliert. Kraftquellen sich eröffnen, die befähigen diesen Weg am Abgrund zu gehen.

Alles Liebe
Deine Uli

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Loreley 61
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#64 Beitrag von Loreley 61 » 16.02.2009, 19:16

Tja - also ich kann`s bestätigen, was Flummi da schreibt. So komisch das auch klingen mag. Bin erst Anfängerin - aber die kleinen Wünsche funzen schon. Es ist nicht unbedingt ein Widerspruch mit dem Universum und Gott. Man geht hierbei davon aus, dass Gott, das Universum, wir - das alles eh eins ist. Es ist auch richtig, dass man nicht aus einem Mangelbewußtsein bestellen sollte. Funktioniert dann nicht. Eigentlich ist der Titel "Bestellungen beim Universum" zu trivial. Richtig nennt es sich Realitätsgestaltung. Kommt aber aufs gleiche raus. Anfangs ist es eben besser mit Pierre Franckh oder Bärbel Mohr anzufangen.

z.B.:

http://www.pierre-franckh.de/media/vide ... ail/id:585

Anspruchsvoller ist dann schon der Dipl. Psychologe Robert Betz:

https://www.robert-betz.de/joomla/content/view/45/121/

Und ich habe gerade dies Buch zuende gelesen, weil mich natürlich die Hintergründe interessieren - zum Beispiel die Forschungsergebnisse der Quantenphysiker in Hinblick auf die Realitätsgestaltung.

http://www.schoepfungsprinzip.de/ueber.htm

Die einzigen Kosten, die ich habe, sind die Buchkosten. Aber ich lese sowieso gerne und egal welche Bücher - alle kosten nunmal Geld. Seminare brauche ich da nicht.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

uhu-uli

#65 Beitrag von uhu-uli » 16.02.2009, 23:16

Lieber Lory,

mein Problem sehe ich auch nicht bei der Art der Bestellung ob kosmisch oder religiös...

sondern, wenn es funktionieren würde, würde ich wünschen, das ihr an den Krankenbetten Wünsche bestellt, wo der Tod schon wartend im Zimmer steht und soviel Leben noch gelebt werden möchte vom Kranken ...

Buona Notte
Deine Uli

tergram

#66 Beitrag von tergram » 17.02.2009, 07:40

Was "erwünscht" ihr euch denn so? Werden die Wünsche (von wem?) auf Sinnhaftigheit und Wichtigkeit geprüft?

Wenn ihr tatsächlich über diese unendlich wertvollen Fähigkeit verfügt: Wofür setzt ihr sie ein?
  • Für euch selbst oder für andere?
    Für Kinderkram oder für wichtiges?
    Für persönliches Wohlergehen (gar für den eigenen Kontostand) oder für den Weltfrieden?
Könnt ihr diese Fähigkeiten leihweise Menschen zur Verfügung stellen, deren innige Gebete um Hilfe bisher unerhört blieben - beispielsewiese den verweifelten Eltern, die hilflos zusehen müssen, wie das Leben ihres Kindes von einer schrecklichen Krankheit langsam und unaufhaltsam zerstört wird?

(Ich meine ja nur mal so, weil die Nutzung universeller Energien für eigene Albernheiten mir als Vergeudung erschiene.)

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Loreley 61
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#67 Beitrag von Loreley 61 » 17.02.2009, 09:27

Natürlich tergram! Es geht dabei nicht nur um Kinderkram, eigene Wünsche und sicher auch nicht (bei mir) um den Kontostand. Es geht immer auch um das Ganze. Bei diesen "Techniken" frage ich mich: Womit habe ich Dieses und Jenes in meinem Leben erschaffen? Also meine Realität. Diese beinhaltet ALLES was ich im Äußeren wahrnehme. (Opferrolle gibt es nicht mehr)Auch das Leid anderer Menschen, das Leid von Tieren, natürlich auch mein eigenes usw. Sobald ich in meinem Leben von irgendetwas Kenntnis erhalte, ist es auch MEIN "Problem", da es ja ein Teil meiner Realität geworden ist. (Ich habe es miterschaffen) Diesen Anteil in mir, versuche ich in meinem Inneren zu heilen, damit "Heilung" im Äußeren (bestenfalls) sichtbar wird. Deshalb finde ich den Titel: "Bestellungen beim Universum" auch so deplatziert. Das ist nur ein Teilaspekt. Es geht um Realitätsgestaltung. Die eigene UND die von anderen. (also das, was Dr. Len gemacht hat) Mitgefühl und Dankbarkeit ist Vorraussetzung. Niemals würden Wünsche in Erfüllung gehen, die sich gegen andere richten, oder gegen deren Willen.

Erst einmal ist es starker Tobak, sich selbst für alles was ist, verantwortlich zu fühlen. Für sein Glück (Wünsche), für sein Unglück, für das Wohl und Wehe von anderen. Beschäftigt man sich dann intensiver mit der Thematik, ist es nur noch befreiend. Ich habe mich für diesen Weg entschlossen, bin aber noch am Anfang.

Es würde hier nur zuweit führen alles zu erklären. Es gibt im Internet genug Lesestoff dazu. Ich z.B. lese gerne bei Spiritual Wiki und bekomme da auch gute und weiterführende links. Als Autoren von Büchern lassen sich noch empfehlen: Gregg Braden und Neal Donald Walsch. Manchmal ist es hilfreich die Namen bei Amazon. de einzugeben, dann sieht man bei der Beschreibung um was es geht und wie die Lesermeinungen sind.


LG, Lory
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Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

Hannes

#68 Beitrag von Hannes » 17.02.2009, 09:59

Hallo Lory,

für mich stellt sich immer noch und immer wieder die Frage, warum man/Du beim Universum (oder wie diese Szene sagt: dem Ganzen) bestellst und nicht beim Inhaber/Erschaffer des Ganzen?
Lory hat geschrieben:Sobald ich in meinem Leben von irgendetwas Kenntnis erhalte, ist es auch MEIN "Problem", da es ja ein Teil meiner Realität geworden ist.
Warum ist das auch DEIN "Problem"? :shock:

Denn: sagen da nicht die Esos, dass jeder nur auf sein Glück und weiterkommen schauen soll, weil dann alle glücklich werden und weiterkommen ... :?

Du erlebst mich verwirrt ...
LG - Hannes

Hannes

#69 Beitrag von Hannes » 17.02.2009, 10:16

*Frage: kann man den Thread evtl. teilen? Danke ...*

Anne

#70 Beitrag von Anne » 17.02.2009, 10:18

Jetzt weiß ich, was mich an diesen Methoden so stört ... ich habe die ganze Zeit darüber nachgedacht und bisher keinen Griff dran bekommen.

Es ist das: Ich bezweifle, dass die Menschen sich anhand dieser Methode(n) so "selbst durchdringen", dass sie wirklich genau erkennen, was ihre innere Motivation für [...] ist und es gleichzeitig in dem Maß gestaltend verändern können, wie es beschrieben wird.
Natürlich ist es möglich, sich selbst mehr und mehr zu verstehen; natürlich sind wir selbst immer Gestaltende. Und wie gut, dass wir unser Leben selbst in die Hand nehmen können. Die beschriebene Durchdringung innerer und äußerer Zusammenhänge ist in dem vorgegebenen und beschriebenen Maß aus meiner Sicht aber realitätsfern. Und sie wird meiner Erfahrung nach schnell zu einer Flucht aus derselben - wie so oft bei diesen und ähnlichen Methoden.

Sorry, aber mit der - z.B. mystischen - Durchdringung des Lebens, der Welt und eben ALLEM kann man gewisse Lebensprinzipien nicht aufheben. Da bleibt Gutes oft auch gut ... und der gottverd... Mist (Verzeihung), der sich meterhoch anhäufen kann, bleibt auch, was er ist. Damit müssen wir aus meiner Sicht leben. Wenn wir das können, was auch heißt, es ertragen zu können, bleibt es eine große Kunst, nicht passiv zu verharren, sondern in irgend einer Form noch aktiv und hoffnungsvoll zu bleiben. Unsere Grenzen erfahren wir dabei ganz schnell. Diese Grenzen haben aber auch etwas sehr Gutes. Finde ich. Und wünsche einen angenehmen Tag... :wink:

Anne

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