Was tun, um zu Überleben?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tosamasi
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#11 Beitrag von tosamasi » 25.01.2009, 11:38

dietmar hat geschrieben:Shalom wird vermisst!!
Er wird beim GK-Event Unbewegliches bewegen. :lol:
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

dietmar
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#12 Beitrag von dietmar » 25.01.2009, 12:31

nee ist alles ok und dort schiebt er keine wolken mit

reh

#13 Beitrag von reh » 03.02.2009, 21:04

Brombär schreibt: Meine Überprüfungen ( auch ich wurde als Kind der Schar der Gotteskinder zugetan ) haben mich zu anderen Erkenntnissen geführt .

Lieber Brombär,
danke für deine erklärungen. sorry, dass ich erst jetzt antworte. so alt bin ich noch nicht, dass ich zur Botschaft des StAP Bischoff viel sagen kann. Allerdings denke ich, was auch immer tatsächlich dahinterstand, ob gott uns überprüfen wollte, ob er sichs wirklich anders überlegt hatte, oder ob es nur ein traum oder wunschdenken damals war, eigentlich denke ich Gott hatte es zugelassen und den StAP bischof nicht früher sterben lassen, und wenn meine mutter immer erzählte wie nötig diese Botschaft war um damals nach den ganzen nachkriegswirren zu ÜBERLEBEN, warum soll es nicht so gewesen sein?

Heute ist heute, ach, was zu jesuzeiten alles war, was in der damaligen Apostel (Jünger)-schar alles loswar, was bei uns selbst alles mal so oder so nicht stimmt, ist das denn wirklich so wichtig?

Sicher, heute gilt es abzuwarten, was der neue Katechismus bringt, wahrscheinlich fängt man dann neu an, alles zu überdenken.
Ist es tatsächlich NUR das Felsenamt, oder NUR das Apostelamt, oder die ATs, die uns in der NAK halten? ich meine, alles sind Menschen, und eigentlich "nur" Werkzeuge. auch diese ganzen lehraussagen, lehrmeinungen, es sind NUR WEGE zu Gott.

Ich denke an meine Reisen nach London, manchmal mit dem Auto (und schiff), manchmal mit den Zug (und Schiff) , manchmal mit den Flugzeug (ohne schiff), manchmal geht es auch durch den Tunnel, aber ich bin noch immer angekomen.
Und mir ist egal, WIE. Manchmal bequemer, manchmal sicherer, manchmal teurer.
manchmal bin ich sogar ganz unbequem, dafür ganz billig nach london mit den Bus gefahren.
So denke ich, geht es uns auch auf dem Weg zu Gott.

Nun, ich lese immer schon viel in der Bibel, ich führe sehr viele Glaubensgespräche, ich maile hierüber mit vielen bedeutenden und unbedeutenden leuten, Leuten, die sich auskennen, und nicht auskennen. Manche haben meine meinung, manche "springen mir ins gesicht", na und?
Als damals die Lehrmeinung zur Taufe geändert wurde, war mir das bereits lange vorher klar, na und? es hatte meiner "sicherheit", dass ich ÜBERleben wurde, niemals abbruch getan.

Zu Uster: Diese Darlegungen waren sehr gut rübergebracht worden, OBWOHL so viel greifbares geändert wurde, DA HÄTTEN viel mehr Ärgernisse aufkommen können. Fats nur einige Ältere wurden leicht aus der bahn geworfen.
Deshalb verstehe ich Deinen und so vieler Aufregung um den 4.12.07 nicht ganz. Tja, da wollte sich die KL "offen" zeigen, und die geschwister habens nicht verstanden. Ich war zwar auch fix und fertig nach dem abend, aber wohl mehr wegen der aufgeregten geschwister. Da könnte man eigentlich Lehre draus ziehen, NICHT alles so offen darzulegen, eher versteckt nach und nach verschleiert langsam allen beizubringen (natürlich nicht, denn jesus hatte es auch anders gemacht, 60 gingen daraufhin).
Als ich damals offiziel nach meiner Reaktion dazu gefragt wurde, wunderte ich mich nur über die spannung, die hinter dieser frage stand.

Natürlich hält gott, was er verspricht, ER WIRD seinen sohn senden. Aber das drumherum?
Schon alleine das niederschreiben der Heiligen schrift, WIE soll jemand etwas niederschreiben was er nicht wirklich versteht? WIE sollten unsere Vorfahren gott verstehen? WIE sollen wie heute Gott wirklich verstehen?
Zweifler, ach zweifler, zweifler gibt es nicht wirklich. Früher war das leben anders, die erziehung, der gehorsam, heute heißt das selbständig denken, hinterfragen usw usf, den glauben bestätigen. Und geduldig abwarten! Nur weil die Lehrmeinung vielleicht etwas anders ist als unsere meinung, oder irgendetwas anders läuft, als wir von "Gottes Werk" erwarten, verpassen wir den Tag des Herrn ganz sicher NICHT.

Ach die Verbötchen, die Hausbesuche, Gesprächskreise, es wird jetzt zuviel, (ich hasse lange postings) ein andermal weiter,
oder wie sind die fragen zum "Überleben" nach meinen neuen einwürfen?

Liebe Grüße,

Hannes

#14 Beitrag von Hannes » 04.02.2009, 11:43

reh hat geschrieben: sorry, dass ich erst jetzt antworte. so alt bin ich noch nicht, dass ich zur Botschaft des StAP Bischoff viel sagen kann. Allerdings denke ich, was auch immer tatsächlich dahinterstand, ob gott uns überprüfen wollte, ob er sichs wirklich anders überlegt hatte, oder ob es nur ein traum oder wunschdenken damals war, eigentlich denke ich Gott hatte es zugelassen und den StAP bischof nicht früher sterben lassen, und wenn meine mutter immer erzählte wie nötig diese Botschaft war um damals nach den ganzen nachkriegswirren zu ÜBERLEBEN, warum soll es nicht so gewesen sein?
Liebes "reh",

stimmt! Gott hat ja auch Auschwitz zugelassen und dass jetzt ... und jetzt ... und jetzt ... und jetzt ein Kind weit ab unseres Blickfeldes verhungert und so weiter ... warum sollte Gott nicht auch einen Kirchenherrn aus Frankfurt mit seiner Botschaft zulassen?

Die Frage ist doch aber, was WIR zulassen ... oder sind wir entmündigte Lakaien bzw. Gottesmarionetten?

Selbstverantwortung - freier Wille - eigenes Denken - undsofort ... sagt Dir/uns das etwas?

Gruss
Hannes

reh

gottes hand

#15 Beitrag von reh » 05.02.2009, 11:29

zunächst einmal: das sterben eines menschen liegt eindeutig in gottes hand, insbesonde hierzulande kann man dies nicht auf fremde einwirkungen schieben wie z.b. in kriegsgebieten.

zu den gläubigen: zu damaliger zeit waren eigenverantwortung und eigenes denken und freier wille nicht so einsetzbar wie heute. Man hatte allgemein zu glauben und zu gehorchen. Die nak bestand zum großen teil aus einfachen leuten, das leben war weitgehend auf den kampf ums überleben, aufbau und kleinigkeiten beschränkt.

gott hat den menschen den freien wilen gegeben, (und lässt vieles für uns unverständliche zu),
aber wenn es drauf ankommt,
natürlich sind wir gottes marionetten, wenn du es so nennen willst. (bist du nicht auch marionette deines chefs?)

Hannes

Re: gottes hand

#16 Beitrag von Hannes » 05.02.2009, 11:57

reh hat geschrieben: zunächst einmal: das sterben eines menschen liegt eindeutig in gottes hand, insbesonde hierzulande kann man dies nicht auf fremde einwirkungen schieben wie z.b. in kriegsgebieten.
Zum ersten Teil Deines Satzes frage ich Dich, was dann Gott mit dem Abschlachten in den KZ's abermillionen von Juden, Zigeunern, Homosexuellen, ... wollte? Wollte er sie heimholen? Erlösen? Ich verstehe diese Gedankengänge nicht.

Den zweiten Teil Deines Satzes verstehe ich nicht. Machst Du einen Unterschied - aus Gottes Sichtweise - über Todesursachen?
reh hat geschrieben:zu den gläubigen: zu damaliger zeit waren eigenverantwortung und eigenes denken und freier wille nicht so einsetzbar wie heute. Man hatte allgemein zu glauben und zu gehorchen. Die nak bestand zum großen teil aus einfachen leuten, das leben war weitgehend auf den kampf ums überleben, aufbau und kleinigkeiten beschränkt.
Zu den "Gläubigen der damaligen Zeit und ihrem bedingungslosen Gehorsam": das anerkenne ich erstmal. Da ist es einfach aus der zeitlichen Distanz schwer (oder leicht) etwas zu sagen. Trotzdem verehren wir heute einen Martin Luther (stellvertretend für viele andere Kirchenmänner, die den Mut hatten, ihrem freien Willen zu folgen). Verstehst Du? Und gerade die NAK hat Menschen "verehrt", die aus anderen Glaubensgemeinschaften zu ihr übergewechselt sind - wie alle anderen Kirchen das auch getan haben.

Und: Nein, die Überlebens- und Aufbauzeit war am Beginn der 60er Jahre bereits vorüber.
reh hat geschrieben:gott hat den menschen den freien wilen gegeben, (und lässt vieles für uns unverständliche zu), aber wenn es drauf ankommt, natürlich sind wir gottes marionetten, wenn du es so nennen willst. (bist du nicht auch marionette deines chefs?)
Wenns denn so wäre, hätte ich doch die Wahl zu gehen. Weil es eben eine unendlich grosse Auswahl an Chefs gibt. Aber eben nicht an "Göttern", oder?

Hannes grüsst freundlich

reh

#17 Beitrag von reh » 05.02.2009, 13:08

aus zeitgründen antwort morgen.

grundsätzlich bin ich der meinung:
dieses kleine kurze Leben hier ist nur als vorbeitung auf die lange ewige herrlichkeit zu sehen (was nicht bedeuten soll, dass wir es uns jetzt nicht schön machen sollen)

Hannes

#18 Beitrag von Hannes » 05.02.2009, 16:35

reh hat geschrieben: grundsätzlich bin ich der meinung:
dieses kleine kurze Leben hier ist nur als vorbeitung auf die lange ewige herrlichkeit zu sehen (...)
Würdest Du Dir das auch einer Mutter sagen trauen, deren Nuegeborenes an einem plötzlichen Kindstod gestorben ist? Wo wäre da die Möglichkeit einer Vorbereitung.

Verstehst Du, es kommen immer so schnell und überzeugt die Erklärungen aus dem Mund der Christen - und ich frage mich immer, wieso. Also ich habe keine Erklärung für oder erkenne keine Logik im Handeln Gottes. Ja nicht mal für mein Handeln - und mich kenne ich einigermaßen ...

:wink: Hannes

Lobo

#19 Beitrag von Lobo » 05.02.2009, 17:37

reh hat geschrieben:...dieses kleine kurze Leben hier ist nur als vorbeitung auf die lange ewige herrlichkeit zu sehen...
Das sind typische na-Alllgemeinplätze, in unzähligen Gottesdiensten immer wieder gehört. :cry:

Es wird dabei suggeriert, als könne man die Begriffe "kleine kurze Leben" und "lange ewige herrlichkeit" genau einordnen.
Hannes hat geschrieben:...Würdest Du Dir das auch einer Mutter sagen trauen, deren Nuegeborenes an einem plötzlichen Kindstod gestorben ist...
Richtig, Hannes, genau in solchen Lebenssituationen kommt es dann regelmäßig zum Erklärungsnotstand.

Hannes

#20 Beitrag von Hannes » 05.02.2009, 18:23

Ja, lieber Lobo, ... und dann kommt auch noch dieser Christus daher und sagt: "Freuet euch und abermals sage ich euch freuet euch." Und dann wirds ganz eng ...

Ich glaube, "reh" spricht hier von ihrer/seiner Sehnsucht und die will ich auch niemandem nehmen. Und doch gibt es halt immer noch den Alltag mit all seinen (manchmal abgründigen) Emotionen und Gefühlen. Und was trägt dann?

LG - Hannes

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