Was tun, um zu Überleben?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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Was tun, um zu Überleben?

#1 Beitrag von shalom » 20.01.2009, 17:14

[->NaK-CH / Provinz Österreich]
Besondere Anlässe & Veranstaltungen

 Infoabend mit Apostel R. Kainz:
2009 - ein Krisenjahr! Auch für die NAK?
Was wollen und können wir tun, um zu überleben?

 Motivationsveranstaltung mit Apostel R. Kainz.
Werte DiskursteilnehmerInnen,

da passt das alpenländische [->Jahresmotto 2009 der Chefgebietskirche Schweiz:]: „Ein Herz und eine Seele – Vision und Mission“ auch für deren „Kids2Kids-Provinz Österreich“ wie angegossen (Humanitas).

Steht für das neuapostolisch-alpenländische Apostelamt 2009 nicht nur ein EJT- sondern evtl. auch ein "Krisenjahr" (Apostel als Märtyrer) auf dem Spiel? Geht es für das Apostelamt gar um das „Überleben“ oder ist mit der „Überlebensfrage“ eher das „Weiterleben“ der Apostel als Bräute gemeint (nach dem Fall der Botschaft, nach dem heilsnotwendigen Osnabrück, nach dem Züricher Selbstbild…)? Re(a)gieren die Apostel nur verärgert oder kriegen sie schon jetzt die Krise? Sind sie mit ihren ureigensten (zirkular)schlüssigen un(theo)logischen Abgründen mittlerweile selber projektierte Notfälle für die Inanspruchnahme eigener [->Humanitasleistungen] geworden?

„Überleben“ stellt für Ämter sicher schon immer einen „besonderen Anlass“ dar, wie es auch professionelle Anbieter für einschlägige Überlebenstrainingsveranstaltungen gibt. Coaching für Apostel, warum denn nicht? Hauptsache das Einbringen zahlt sich aus!

Neuapostolische Motivationsveranstaltungen fürs nackte (Glaubens?-)Überleben – nicht ärgern, nur wundern :wink: .

shalom
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Je höher der Nichtswissensfaktor im Wohlfühlfalle, desto größer das Besserwissergefühl in der Wohlfühlfalle

reh

Ãœberleben im eigenen Glaubensleben/-kampf

#2 Beitrag von reh » 20.01.2009, 17:52

Ja, eine gute Frage, was tun, um zu überleben?

In einem anderen Thread "den andern höher achten als sich selbst" habe ich soeben geschrieben:

Dem der mich nicht leiden kann, mich verärgert oder meinem "Feind" gehe ich auch lieber aus dem Weg, als ihn zu lieben.
Und gerade bei den Hantierungen, ob im Beruf, Einkaufen, beim Hobby oder auch mit ATs/Geschwistern ist diese Gesinnung angebracht, jedoch behaupten muss ich mich können. (betonen möchte ich hierbei noch auch ATs und Geschwister!!)
Selbst jesus hat doch die Kaufleute aus dem Tempel gejagt, statt zu sagen, "ich achte euch höher als mich selbst", also treibt hier weiter was ihr wollt. Diese Unterscheidungen muss man schon machen, um durchs Leben zu kommen, und um im Glaubensleben und Glaubenskampf zu ÜBERleben.

Ja, wir meinen es gut, haben uns die Kirche, die wir gut für uns halten herausgesucht, helfen hier, helfen da, sind freundlich und nett, glauben, wie wir es für richtig halten, und trotzdem, der Kampf zu Überleben ist und bleibt schwierig, wie immer wir es machen.

Jedoch:
das sollte sich jeder selber fragen, wie ER am besten überlebt !

Lieber Shalom, entschuldige bitte, Du hattest diese Frage anders gemeint (?), ich jedoch möchte diese Frage auf mich, auf Dich, und auf alle Menschen beziehen. Denn, wollen wir uns nicht zuerst einmal um unsere eigene Würdigkeit, unser eigenes ÜBERLEBEN bemühen? Glaube mir, KEINEM fällt das leicht, mal mehr, mal weniger.

Liebe Grüße,

uhu-uli

#3 Beitrag von uhu-uli » 20.01.2009, 18:13

8)
Zuletzt geändert von uhu-uli am 12.10.2009, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.

reh

#4 Beitrag von reh » 20.01.2009, 18:47

ja ich weiß, passt nicht unbedingt zum Eröffnungsthread, schrieb ich ja auch,

ich meine, im Hinterstübchen sollte die Würdigkeit am Tag des Herrn und das Streben danach IMMER sein.

Liebe Grüße,

Brombär
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#5 Beitrag von Brombär » 20.01.2009, 23:39

Reh schrieb :


Ja, wir meinen es gut, haben uns die Kirche, die wir gut für uns halten herausgesucht . . .


Hallo Reh,
wie ging dies damals bei Ihnen vonstatten ?


.

tergram

#6 Beitrag von tergram » 21.01.2009, 13:46

reh hat geschrieben:ich meine, im Hinterstübchen sollte die Würdigkeit am Tag des Herrn und das Streben danach IMMER sein.
Ist nicht das Streben nach der Würdigkeit am Tag des Herrn oberstes Glaubensziel und höchster Ansporn für jeden neuapostolischen Christen??? :shock: Eine Braut, die gedanklich entspannt im Hinterstübchen sitzend auf ihren geliebten Bräutigam wartet, macht mich besorgt.

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tosamasi
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#7 Beitrag von tosamasi » 21.01.2009, 13:53

Abba tergram, so vordergründig war das Hinterstübchen sicher nicht gemeint. Mitunter sind Hinterstübchen elitär. :wink:
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

reh

#8 Beitrag von reh » 22.01.2009, 21:38

gedanklich entspannt sitzen, faulenzen, passiv wartend?

Nein nein nein, das geht auf gar keinen fall.
Aktiver Glaube, handelt bis zuletzt, sollte Priorität sein.
Sicherheit sollte ich nie in dem Sinne des Wortes sehen.

Nun, entspannen, ist natürlich manchmal ganz gut,
Zur Frage, wie das bei mir damals vonstatten ging:
Ich wurde im Schulalter mit meinen Eltern neuapostolisch
und habe wie alle,
der eine früher, der andere später,
meist im Jugendalter, ich im jungen Erwachsenenalter,
das, was ich eigentlich glaube, überprüft.

Ich habe mir viele Bücher auch der Bilbliothek ausgeliehen,
habe alle Religionen durchforstet,
habe Bücher der NAK überlesen,
und natürlich die Bilbel,
habe mich erinnert, was ich alles schon so erlebt hatte in den Kirchen,
und habe beschlossen:
Das Apostelamt und die NAK sind für mich der richtige WEG zu Gott.

Um auf shaloms Frage zu antwortem:
Hier, in der NAK, kann ich ÜBERLEBEN!

Liebe Grüße,

Brombär
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#9 Beitrag von Brombär » 24.01.2009, 21:03

Reh schrieb :


i]Zur Frage, wie das bei mir damals vonstatten ging:
Ich wurde im Schulalter mit meinen Eltern neuapostolisch
und habe wie alle,
der eine früher, der andere später,
meist im Jugendalter, ich im jungen Erwachsenenalter,
das, was ich eigentlich glaube, überprüft.

Ich habe mir viele Bücher auch der Bilbliothek ausgeliehen,
habe alle Religionen durchforstet,
habe Bücher der NAK überlesen,
und natürlich die Bilbel,
habe mich erinnert, was ich alles schon so erlebt hatte in den Kirchen,
und habe beschlossen:
Das Apostelamt und die NAK sind für mich der richtige WEG zu Gott. [/i]



Liebes Reh,

offensichtlich hattest du schon in jungen Jahren das Bedürfnis, den Aussagen deiner neuapostolischen Segensträger " auf den Zahn zu fühlen ".

Vielleicht war es dir ein bisschen unheimlich, zu glauben, dass ausgerechnet du, liebes Reh, von Gott zu einer Königin und Priesterin erwählt worden bist, bevor der Welt Grund gelegt war. ( was ich dir aber von Herzen gönne :) ) Unter Umständen hat es dich viele Überlegungen gekostet, zu ergründen, warum die 6 489 000 000 Menschen neben dir diese Chance niemals hatten ( die Grundlegung ist ja vorbei ) Eventuell hat es dich auch etwas befremdet, dass du zu der auserwählten Schar gehörst, die, zahlenbezogen, etwas weniger als 0,0017 % der derzeitigen Weltbevölkerung bedeuten, jedoch die Braut Jesu Christi ausmacht. Zuweilen könnte es dir geschmeichelt haben, ob der unverdienten Empfangnahme des Heiligen Geistes, zu dieser Braut zu gehören und im Tausendjährigen Friedensreich die Menscheitserlösung maßgeblich voranzutreiben. Tja und dann kam dir alles überprüfensbedürftig vor.

Nun gut, du hast dir Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen, durch diese die Religionen der Welt durchforstet, Bücher der NAK studiert und in der Bibel gelesen. Zusammen mit dem bis dahin Erlebten hast du beschlossen, dass alles zu Überprüfende so in Ordnung sei und die Lehre der Apostel dein Weg zu Gott ist.

Reh, wenn es sich also verhält, dann ist das in Ordnung, denke ich.

Meine Überprüfungen ( auch ich wurde als Kind der Schar der Gotteskinder zugetan ) haben mich zu anderen Erkenntnissen geführt. Insbesondere die Botschaft des damaligen Stammapostels, dass er unsterblich wäre, ( zuvor würde die Heimholung der Braut stattfinden ) hat heftigste Kämpfe in mir ausgelöst. Wenn es dann damals im GD hieß " Gott ist getreu, er hält was er verspricht " oder " eher werden Himmel und Erde vergehen, als eines meiner Worte " oder " Gott ist kein Mensch er kann nicht lügen " oder " wenn sein Wort soll nicht mehr gelten,worauf soll der Glaube ruhn ? " habe ich mich aufgerichtet und alle Zweifel unterdrückt, denn schließlich lehrte der Heilige Geist, dass der Zweifler nichts empfängt.

Als jedoch der Stammapostel starb und die Sache dem lieben Gott in die Schuhe geschoben wurde, welcher aus unerfindlichen Gründen seinen Willen nun doch geändert habe, da war mein so mühsames Überwinden und Durchringen und Aushalten und Hoffen, Streben und Vertrauen nachhaltig angeschlagen.

Obwohl es zu keinem Moment eine einigermaßen plausible Erklärung gab, versuchte ich mir " klar zu machen ", dass sich Stammapostel Bischoff nun zwar nachweislich und " todsicher " geirrt hatte, die NAK aber dennoch die Sache des Herrn sei und man diesen " menschlichen Lapsus " als das Ergebnis einer überzeichneten Sehnsucht des alten Mannes Bischoff werten müsse. Am besten schweigend seinen Weg weiter zu gehen.

Es gelang mir nicht.

Als dann in den letzten Jahren die sogenannten " Ge- und Verbötlein " als das Vorpreschen einiger übereifriger Amtsträger anlässlich von Hausbesuchen bezeichnet wurde, wußte ich endgültig, wie ich den neuapostolischen Wahrheitsanspruch einzuschätzen hatte. Die Ausführungen am 4.Dezember 2007 haben meine Einschätzung nachhaltig bestätigt.

So Reh,

nun habe ich ein wenig aus meinem Leben geplaudert. Es wäre schön, wenn du nun erzählen könntest, warum deine Erfahrungen gegenläufig waren, schließlich waren, bzw. sind die Felsenämter für uns beide ja die gleichen.


herzlich

Brombär

dietmar
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#10 Beitrag von dietmar » 25.01.2009, 06:59

Shalom wird vermisst!!

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