NAK Kleiderordnung: Warum Schwarzweiss-Kleidung lediglich bei höherem Besuch, wie z.B. Bischof oder Apostel

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Brombär
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#31 Beitrag von Brombär » 27.10.2008, 21:07

Katze schrieb :

Warum sollen, oder müssen die im Chor mitwirkenden Geschwister, der Neuapostolischen Kirche, an Gottesdiensten die der Bischof, Apostel, Bezirksapostel und Stammapostel durchführt, schwarzweiß bekleidet sein und an einem Gottesdienst, den der Priester, Evangelist, Hirte, Bezirksevangelist, Älteste durchführt nicht?



Katze,

um gezielt auf deine Frage einzugehen,

1. ) eingeführt wurde die schwarz-weiße " Festkleidung " in den 60ger -Jahren unter Stammapostel Walter Schmidt.
St.Ap. Bischoff war unerwartet gestorben und Schmidt nahm das Heft streng in die Hand !

2. ) Warum dieser Unterschied gemacht wird, den du hier erfragst, kann ich mir nur mit dem allseits bekannten Personenkult und der Aufwertung des militärisch gestaffelten Amtsträgersystems erklären. Ansonsten kann ich beim besten Willen keinen andere Begründung benennen.

Beste Abendgrüße vom Brombär, welche gleich die Bauern mit ihren Frauen ansieht, um dann lächelnd einzuschlafen. :D




Bb.

Maximin

UNIFORM...?

#32 Beitrag von Maximin » 27.10.2008, 21:50

:) Meine liebe Katze,
in meiner Gemeinde fingen Mitte der 80er Jahre die Chorsängerinnen an, gegen die bis dahin obligatorischen Kleidervorschriften zu rebellieren. Es war selbstverständlich eine „stille“ Revolution. Man sprach nicht drüber, aber jeder konnte sie sehen. Als die heilige Mutter Kirche davon Wind bekam, ging sie in die Offensive. Generalangriff auf bunte Klamotten, Jeans, Miniröcke und andere Sittenlosigkeiten. Schwarz/Weiß wurde gefordert, weil das irgend etwas mit Glaubensgehorsam zu tun haben sollte.

Schließlich trat der leibhaftige Bezirksevangelist K. in Erscheinung. Er hatte es nicht leicht. Denn eben hatte der damalige Stammapostel Hans Urwyler die Eigenverantwortung verkündet. Offen blieben leider klare und eindeutige Ausführungsvorschriften, die alle neuapostolischen Lebensbereiche neu regulierten. So auch die Kleiderordnung für Amtsträger und Chorsängerinnen. Wie so oft, blieb es dem jeweiligen Bezirksapostel überlassen, seine Herzenswünsche in einem Rundschreiben (Ukas) unter die Leute tragen zu lassen.

Besagter Bezirksevangelist K. eierte also um den versammelten Gemeindechor herum. Botschaft: „Gottesfurcht, nicht die Welt in die Kirche hinein lassen, ein einheitliches Bild abgeben und Eigenverantwortung dürfe doch nicht missverstanden werden“. Es hat ihm nicht viel genützt. Die „stille Klamottenrevolution“ war nicht mehr aufzuhalten und die hintergründige eigentliche Revolution auch nicht.

Nur ein Missverständnis der so schlecht verkauften Eigenverantwortung?

In meiner Beamtenausbildung wurde mir der Sinn des Uniformtragens etwa so erklärt: „Die Uniform, z. B. des Polizeibeamten, weist ihn als einen bevollmächtigten Hoheitsträger aus, unterscheidet ihn vom Normalbürger und schützt ihn insofern als Einzelperson.“

Interessant finde ich die nachfolgenden Erklärungsversuche bei Wikipedia. Übrigens habe ich grundsätzlich nichts gegen einheitlich gewandete Chöre. Gut singen sollten sie aber schon können...
Herzlichst Micha :wink:

Als Uniform (umgangssprachlich Kluft) bezeichnet man gleichartige Kleidung um optisch einheitlich (lateinisch-französisch: uniform) in der Öffentlichkeit aufzutreten. Beim Militär ist die Uniform notwendige Bedingung für den Kombattantenstatus.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform
[...]
Die Uniform symbolisiert die Funktion ihres Trägers und/oder dessen Zugehörigkeit zu einem Verband und zu einer Organisation (Bekleidung, Abzeichen, Flagge u. a.). Durch das Tragen der Uniform soll das Individuum seinen Beruf oder seine Aufgabe verkörpern und seine Aufgabe als Funktionsträger besonders in den Vordergrund stellen. Mit dem Tragen der Uniform wird auch der Korpsgeist der Uniformträger ausgebildet und gefestigt.

Uniformen sind entweder vorgeschrieben (z. B. im öffentlichen Dienst) oder üblich. Soldaten, Angehörige von Hilfsdiensten sowie Polizeivollzugsbeamte im Auslandseinsatz sind zudem aufgrund des Völkerrechts verpflichtet, Uniformen (mit Hoheitsabzeichen) zu tragen. Uniformen werden bei der Arbeitsverrichtung Dienstuniform/Arbeitskleidung) und bei bestimmten Anlässen getragen, z. B. bei Zeremonien. Beim Militär handelt es sich um komplexe Gebilde mit sehr variantenreichen Ausführungen, Trageweisen und Bezeichnungen (z. B. Kampfanzug).
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform#Be ... #Bedeutung

tergram

#33 Beitrag von tergram » 28.10.2008, 08:06

Losgelöst vom bisherigen Diskussionsverlauf:

mich haben als Chorsängerin in der NAK nie die S-W-Anordnungen zu besonderen GD (in NRW ab Bischof aufwärts) gestört. Man versteht diese GD kirchenintern als Fest-GD und dazu passt eine besondere, festliche Kleidung. Das Bild eines einheitlich gekleideten Chores ist passender, als der übliche Alltags-Farbmix.

Eher störten mich beim Singen manche Liedertexte - aber dagegen hat sich die Sängergemeinschaft nie aufgelehnt... :roll: Vielleicht auch eine Frage des Bewusstseins. Es ist wohl leichter, gegen S-W-Regeln zu protestieren, als gegen Texte, wie "Apostelamt, ein Schwert bist du..." , oder "Je lieber Kind, je härter sind des guten Vaters Schläge..." die einem denkenden Menschen im Halse steckenbleiben sollten.

Insofern halte ich die S-W-Diskussion für eine Ersatzdebatte. Es gäbe Wichtigeres.

Engelchen

#34 Beitrag von Engelchen » 28.10.2008, 09:36

Steppenwolf hat geschrieben:
Hannes (reloaded) hat geschrieben: ich hab schon von religionsgemeinschaften gehört, in denen ein mann den ring eines anderen mannes, der in frauenkleidern gewandet ist, küsst. dann aber doch lieber schwarz-weiss, oder ... :wink:
Hannes, Du sein ein altes Stinktierchen :!: :mrgreen:

Aber mal ernsthaft: Bei meinen gelegentlichen Ausflügen in die ev. Kirche hat es mich doch schon ein wenig irritiert, dass ich von zwar freundlichen aber doch auch sehr zwanglos gekleideten Männern begrüßt wurde...

Nein - ich liebe Jeans, ich bin ein Fan unorthodoxer Kleidung... - in die Oper würde ich aber auch nicht so gehen...
Und JA: Gott kann man auch im Nachthemd erleben (trotzdem ist es eine Frage der inneren Haltung, die sich auch äußerlich manifestieren sollte).

Mir legt sich gerade Der Große Zapfenstreich auf den Geist... Gelle, das hat doch was, oder? Man stelle sich vor, nur EINER hätte dabei ein rosa Schälchen um, weil es doch so zugig an diesem Abend war... :lol:

Und wenn nun in einer bestimmten Religionsgemeinschaft zu bestimmten Anlässen - welche von den dortigen Gläubigen als besondere Höhepunkte angesehen werden - eine bestimmte Kleiderordnung getragen wird, so hat das nicht zwangsläufig etwas mit Menschenverehrung zu tun, sondern ist dem Anlass geschuldet. Bei einer anderen Interpretation würde ich schon aus Protest bunt gewandet erscheinen - wenn überhaupt... 8)

Ach Steppi, mach Dir keinen Kopp.
Seit Jahrzehnten bringe ich all meine Dirigenten zur Verzweiflung weil ich mir niemals merken kann wann ich schwarzen Rock und weiße Bluse tragen soll. Engelchen sitzt dann kunterbunt gekleidet inmitten eines korrekt gekleideten Chores.
So ist das Leben Steppi. :wink:

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tosamasi
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#35 Beitrag von tosamasi » 28.10.2008, 14:39

Insofern halte ich die S-W-Diskussion für eine Ersatzdebatte. Es gäbe Wichtigeres.
tergram: Bild
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Maximin

GLAUBENSFEUERWEHR...

#36 Beitrag von Maximin » 28.10.2008, 15:23

Fährt da wieder die :arrow: Glaubensfeuerwehr ums Haus ?

:roll:

tvmovie

#37 Beitrag von tvmovie » 03.11.2008, 16:32

tergram hat geschrieben:Losgelöst vom bisherigen Diskussionsverlauf:

mich haben als Chorsängerin in der NAK nie die S-W-Anordnungen zu besonderen GD (in NRW ab Bischof aufwärts) gestört. Man versteht diese GD kirchenintern als Fest-GD und dazu passt eine besondere, festliche Kleidung. Das Bild eines einheitlich gekleideten Chores ist passender, als der übliche Alltags-Farbmix.

Eher störten mich beim Singen manche Liedertexte - aber dagegen hat sich die Sängergemeinschaft nie aufgelehnt... :roll: Vielleicht auch eine Frage des Bewusstseins. Es ist wohl leichter, gegen S-W-Regeln zu protestieren, als gegen Texte, wie "Apostelamt, ein Schwert bist du..." , oder "Je lieber Kind, je härter sind des guten Vaters Schläge..." die einem denkenden Menschen im Halse steckenbleiben sollten.

Insofern halte ich die S-W-Diskussion für eine Ersatzdebatte. Es gäbe Wichtigeres.
Liebe tergram.
Es steht dir frei das wichtige zum Thema zu machen.
Gerne lese ich das für dich wichtige.
Danke im Vorraus
tvmovie

Maximin

IMPULSE GEBEN ODER FORDERN...?

#38 Beitrag von Maximin » 03.11.2008, 17:33

:) Grüß Dich Movie,
hier gab es mal einen kleinen Disput, ob Moderatoren diesem Fürum Impulse geben sollen oder gar müssen, nur, weil sie Moderatoren oder gar Administratoren sind. Der Disput blieb unglücklicherweise offen. Inzwischen habe ich eingesehen, dass in einem Forum, wie diesem kleinen, Impulse von jedem Einzelnen erbeten sind. Erbeten, nicht eingefordert. Dabei darf es niemanden überraschen, wenn seine Impulse manchmal auch reaktionslos bleiben. Das ist alles und verdient Respekt - jedenfalls hier...
Gruß vom Micha :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 04.11.2008, 08:02, insgesamt 1-mal geändert.

tergram

#39 Beitrag von tergram » 03.11.2008, 21:56

tvmovie hat geschrieben:
tergram hat geschrieben:Eher störten mich beim Singen manche Liedertexte - ..... wie "Apostelamt, ein Schwert bist du..." , oder "Je lieber Kind, je härter sind des guten Vaters Schläge..."
Liebe tergram.
Es steht dir frei das wichtige zum Thema zu machen.
Gerne lese ich das für dich wichtige.
Danke im Vorraus
tvmovie
Liebwerter tvmovie, ich habe die Essenz meines Beitrags oben nochmals kenntlich gemacht, damit du das Wichtige wie gewünscht nachlesen kannst. Wenn du weitere Fragen hast: Ich helfe dir immer wieder gern. Hab keine Hemmungen.
Liebe Grüße, t.

Doryssa

#40 Beitrag von Doryssa » 03.11.2008, 23:38

tergram hat geschrieben:_________________
Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut.
Doch über allem stehet der Übermut... :roll:

Doryssa

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