BAV

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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42

#41 Beitrag von 42 » 01.04.2009, 20:40

tergram hat geschrieben:[->FNP-Interview mit Gebietskirchenpräsident Koberstein]
Von Frankfurt in die Welt hinaus (26.03.2009 Von Simone Wagenhaus) ...mit seinen blitzenden blauen Augen, den silbergrauen, kurz geschnittenen Haaren, die keck vom Kopf abstehen und der gemütlichen Figur...
Bild Brüller!

Werte Frau Wagenhaus,

was bitte ist das denn? Die Beschreibung des Kaspar beim Kindergeburtstag? Ein Beitrag für die Zeitschrift "Das aufgeweckte Gotteskind"? Immerhin: Lieber abstehende Haare, als abstehende Ohren. Ganz schön keck.

Der Apostelpapi und seine 142.000 Kinderlein. Und siehe da: Es fehlen nur noch 2.000 ... Da hüpft das Herz vor Freude. Und das Glaubenskindchen schaut dankbar zu seinem Glaubenspapa auf.

Nee, watt iss datt schön! Bild

Aber sonst - alles in Ordnung soweit?

Mit kindlichem Gruß,
t.
Meinst Du nicht, die Verfasserin koennte das so bei einer Einfuehrung in journalistisches Schreiben gelernt und nun in "diesem kindgerecht lancierten Artikel" erstmals ausprobiert haben? "Zuerst die Aufmerksamkeit des Lesers wecken" - bei Dir ist es ihr eindeutig gelungen. Ich muss sagen, insoweit hat sie es auch bei mir geschafft :mrgreen:

Zweite Journalistenregel: treffende Adjektive verwenden! Frau Wagenhaus brennt hier gleich ein ganzes Feuerwerk an bezirksapost-olischen Eigenschaftswoertern ab. Wobei "gemuetliche Figur" ein positiv besetzter Begriff ist, den sich die Verkauefer von Herrenbekleidung unbedingt merken sollten.

tergram

#42 Beitrag von tergram » 01.04.2009, 20:57

42 hat geschrieben:Wobei "gemuetliche Figur" ein positiv besetzter Begriff ist, den sich die Verkauefer von Herrenbekleidung unbedingt merken sollten.
Ja. Und die Verfasser von Kontaktanzeigen. :mrgreen:

42

#43 Beitrag von 42 » 01.04.2009, 21:01

Frau Wagenhaus hat, zumindest wenn man der Erklaerung einer Darmstadt-Kennerin folgt, den (Bens-)Heiner-Typ eben treffend beschrieben (siehe einige Beitraege weiter oben). Vielleicht war es auch Zufall und sie meinte "Bensheim", ein Staedtchen an der hessischen Bergstrasse.

shalom
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#44 Beitrag von shalom » 02.04.2009, 12:43

Werte DiskursteilnehmerInnen,

mangels Züricher BaVi-Informationen möchte ich mich doch noch einmal der 42 von vorhin zuwenden.

Der Datterich soll ja ein ehemaliger Finanzbeamter gewesen sein (heert me sache). Doch erst mal: „von oben herab, sprach Bonabatt! Drumb, Drumb, Drumb! un do is noch e ganzer Hut voll Drimb!“ (Niebergall isch her disch trapse). Zweiundvierzig’ s link: [->“Vom Eckesteher bis zum Urgewächs"] erinnert derweil aber auch an den weiten Weg von der Urkiche bis zum neuapostolischen Vorsteher. Aus dem Stehgreif können auch heut noch lauter geistliche Drimb aus de Ärmel gezaubert werden. Da machen die anderen keinen Stich.

Auch bin ich so richtig „gedreest“ wenn ich höre, das Apostel – wenn sie ihren Dienst gedah hawwe noch lange nicht iwwerflissisch sin, sondern sich als Datteriche (Wend / Kreuzberger) in Aweidsgrubbe (Glaubensfagen) weiderhin monschmol schon a bißsche schwerdue misse, weils die junge halt noch net so bringe kenne.

Die Frage nach dem Ursprung (Taufe mit Woogswasser / Heinerwasser / Darmbachwasser) ist trotz der neiabosdolische Aweidsgribbscher immer noch nicht exakt geklärt. Mit dem „Heiner-Begriff“ geht’s fast so wie mit dem allerneuesten (2010) Glauben der Apostel: „Mer wases net genau“.

Und so wird das Aposteltum wohl auch das 21. Jahrhundert überdauern: dafür werden allein schon die gemütlichen Apostelfigürchen des „Bensheiner“ Kirchenpäsidenten mit seinen Gotteshausbabbelfrischangeboten sorgen. Gans de Vadda. :wink: .

„So eine Person ist daher auch nicht Gegenstand meines Zorns“ und dabei hab „isch schon de ganze Tag über so en verschteckte Dorscht“. S’ wird halt Friling… „Lisettsche noch e Scheppsche“.

Dann wird ja alles wieder gut bleiben.

Prost Mahlzeit – und shalom

_
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#45 Beitrag von _ » 02.04.2009, 13:08

gerade in der lokal- und regionalpresse heißt "journalismus" doch mittlerweile nix anders mehr als presseerklärungen mit möglichst wenig aufwand übernehmen. insofern würde es mich nicht wundern, wenn der großteil des texts garnicht von fr. wagenhaus geschrieben, sondern nur nachbearbeitet wurde. war hier vor ort mit div. berichten in einer tageszeitung gleicher größe über kirchl. aktionen ebenso und nennt sich dann "kooperation mit der presse".

mfg, _

shalom
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#46 Beitrag von shalom » 06.04.2009, 16:49

[->VFB-Interview]
Global denken – lokal handeln (3. April 2009 – Manila)

…aktuellen Interviews mit dem neuen Bezirksapostel Urs Hebeisen. Der Leiter der New Apostolic Church South-East Asia, kurz. NACSEAsia…

Sein erklärtes Ziel ist die Einheit Südostasiens mit der globalen Kirche unter der Führung eines Bezirksapostels aus Asien als seinem Nachfolger. »Self-Governance, Self-Proclamation, Self-Support« seien dazu notwendig. »Ein Abhängigkeitsverhältnis zum Westen ist auf Dauer nicht mehr tragbar. Es ist ein langer und steiniger Weg, aber der einzig mögliche«, so der Kirchenleiter.

Und auch die Säkularisierung und Individualisierung habe Asien längst erreicht.

Umgekehrt sieht Bezirksapostel Hebeisen in seinem Arbeitsbereich nach wie vor ein großes Wachstumspotenzial.»Wir müssten eigentlich wieder vermehrt – wie in den Zeiten der großen Missionsbewegung – neue Territorien evangelisieren und erschließen. Das braucht aber heutzutage Ressourcen, die wir schlicht und einfach nicht überall haben. Dabei denke ich nicht in erster Linie an finanzielle Mittel, sondern an Missionsarbeiter.«

Werte NaK-NRW, NaK-Ns, NaK-HRS, NaK-Ö, NaK-CH…NaC-USA…NaCseasia und all ihr anderen NaK’se der Gebietskirchenpräsidenten…,

in der Auflistung unseres dear Urs fehlen natürlich – sie werden es auch festgestellt haben – Self-Service (Aktiengesellschaften) und Self-Perception (selbstbildgerechtes Selbstbild) der Selfmade-Neuapostolismen. Wurde in einem frühren VFB-Artikel die Region als [->Baustelle Südostasien ] bezeichnet, lautet der na-amtliche Jargon für Europa vermutlich „Ausverkauf

»Die Aufgabe des neuen Bezirksapostels Hebeisen…wird nicht einfach sein,« schätzt Stammapostel Wilhelm Leber die Lage ein. »Eine neue Gebietskirche sollte nicht nur viele Mitglieder haben, sondern sich auch wirtschaftlich weitgehend selbst tragen können. Ferner brauchen wir entsprechende Männer, die diese Gebietskirche führen können«.

Da hatte die neuapostolische Region Ostafrika – sowohl kirchenfinanzstrategisch, wie auch geistlich -, die Nase eindeutig vorn. Dabei frage ich mich schon die letzten 10 Jahre, wie Apostel mit einem gescheiterhäuften Glauben (F&A) und ohne einen neuen neuapostolischen Glauben überhaupt wirken wollen (materieller Wohlstand ist geistlicher Notstand, so tradierte Neuapostellehre). Da wird von neuen Territorien geträumt und dabei ist man noch nicht einmal in der Lage, die Situation in Europa zu stabilisieren. Statt ihres eigenen Glaubens lamentieren die Apostel schon, wenn sie sich einbilden, Eventmarketing betreiben (stemmen) zu müssen.

Den Kirchentag mit 5 Millionen bezuschusst, alle nach Bremen gefahren – und der neue neuapostolische Glauben wäre im Planungsstab spätestens bis zum Infoabend 2009 im Dezember fertig gewesen.

So ein Abhängigkeitsverhältnis zu den "Besten" ist auf Dauer nicht tragbar. Selbstständig recht hat er.

shalom
(NaCshalomia)

shalom
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#47 Beitrag von shalom » 08.04.2009, 16:40

Werte DiskursteilnehmerInnen,

eine weitere Aufgabe von Urs Hebeisen, „chairman of the board“, ist hier beschrieben: ([->Stamm&Apostel]. Bezirksapostel Hebeisen ist nebenbei nicht nur Seelsorger sondern weiterhin auch als [-> selbständiger Unternehmer]. Sein Unternehmen betreibt übrigens auch eine [-> „Serviceabteilung“] :wink: .

Unter: [->Baustelle Südostasien ] wird die Aufgabe für das „Multi-Talent“ wie folgt beschrieben: »» …Ferner brauchen wir entsprechende Männer, die diese Gebietskirche führen können« (Stp. Dr. Leber).

Es ist immer wieder bewundernswert, wie Unternehmer mit halber Stelle auch noch nebenbei ihren Bezirksapostel (Gebietskirchenpräsidenten) schaffen und mit ihrem neuen neuapostolischen Glauben vorankommen. Service als marktwirtschaftlicher Unternehmer und „service“ (schlüssiger Gottesdienst) als glaubenskommerzieller Apostel ohne eigene Theologie, liegen bei einem „Kulti-Multi“ synergetisch vermutlich gar nicht so weit auseinander.

Wenn das Gotteshauskrabbeltischangebot und der Service stimmt – warum auch nicht? Auch die NaK-NRW hat aus der Kirche eine eigene Service-Aktiengesellschaft ausgelagert, vermutlich um unbürokratischer und somit besser ihre Geschäfte abwickeln zu können.

Ein Bezirksapostel aus der Region Asien hätte die neue Gebietskirche sicher nicht so gut führen können, wie gerade Bezap. Hebeisen so en passant. Zumindest hätte er dafür sicherlich eine ganze Stelle gebraucht und wäre evtl. gar von der armen Neuapostolischen Kirche anzustellen gewesen.

Am Ende der Endzeit wurde beim Endspurt offensichtlich wieder am richtigen Ende gespart.

shalom

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#48 Beitrag von _ » 08.04.2009, 17:30

zuerst fragt man sich: wie schafft der das. dann sieht man: er lehnt ineffizienz ab. das erklärt so einiges. in der nak ist er jedenfalls goldrichtig, betrachtet man seine hobbies.

GG001

#49 Beitrag von GG001 » 08.04.2009, 18:27

shalom hat geschrieben:Bezirksapostel Hebeisen ist nebenbei nicht nur Seelsorger sondern weiterhin auch als [-> selbständiger Unternehmer]. Sein Unternehmen betreibt übrigens auch eine [-> „Serviceabteilung“] :wink: .
Im NACboard wurde schon frueher erwaehnt, dass diese Serviceabteilung auch fuer die neuapostolische Kirche taetig war. "klitzke" fragt im Scherz, ob die Teilnehmer am EJT aus den USA mit Stamm Travel buchen.

Anscheinend gehen die familiaeren Bande der schweizer Familie Hebeisen auch in die Region von Waterloo, Ont. (CDN). "I am ... a Leader. Holds a Deacon's ministry in the New Apostolic Church." (Zitat aus dem online CV von Samuel Hebeisen)

In der Waterloo Gegend findet man auch eine Firma Stamm Investments Ltd., die im Immobilienbereich taetig ist.

Im NACboard stehen noch einige Fragen zu den Firmen: http://nacboard.yuku.com/topic/418

shalom
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#50 Beitrag von shalom » 23.04.2009, 15:10

[-> NaKi / BaVi]
Koordinationsgruppe mit neuem Projektmanager (23.04.2009)

Zürich. „Der Projektmanager ist Schaltstelle zwischen der Kirchenleitung und den Projekt- und Arbeitsgruppen und in dieser Funktion enorm wichtig für eine effiziente Vor- und Nachbearbeitung von Entscheidungsgrundlagen für die Kirchenleitung“, sagt Bezirksapostel Wilfried Klingler, Vorsitzender der Koordinationsgruppe. Er arbeitet eng mit dem seit vergangenem Oktober bei der Neuapostolischen Kirche International tätigen Projektmanager, Dr. Daniel Brenner (47) zusammen… .

NAKI, so kürzt sich die Neuapostolische Kirche International ab, hat ihren Hauptsitz in Zürich, Schweiz. Hier residiert nicht nur der internationale Kirchenleiter, zurzeit Stammapostel Wilhelm Leber, hier arbeiten auch 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, fünf davon in Teilzeit.
Werte DiskursteilnehmerInnen,

noch nie ist mir der kleine Unterschied zwischen residieren und arbeiten so klar gemacht worden :wink: .

Doch gestatten sie mir noch etwas anzumerken, was sich erst im zweiten Blick – und unter Berücksichtigung der Situation der Gebeitskirchen – erschließt:

In der Stammverwaltung des Werkes Gottes arbeiten 18 MitarbeiterInnen und einer residiert.

In der Verwaltung der [->Gebietskirche Schweiz] arbeiten aktuell hingegen „ca. 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Voll- und Teilzeitstellen)“. Außerdem sind in dem großen Bezirksapostelreich noch weitere 7 Apostel mit 7 Bischöfen am residieren und sonst wie tätig. Es gibt sogar eine [->Verwaltungsbroschüre Schweiz (Jännar 2009)] wo deutlich wird, dass dem Kirchenpräsident und Bezirksapostel erst noch der Vorstand und dann auch noch die Delegiertenversammlung vorgesetzt sind (jedoch kein Stammapostel) [Organigramm SEITE -2-].

Auch in der Verwaltung der [->Gebietskirche SÜD ] können die neuapostolischen Verwaltungsaufgaben mit rund 60 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfüllt werden. Ferner residieren in diesem mächtigen Bezirksapostelreich weitere 9 Apostel und 9 Bischöfe.

Die Verwaltung der unternehmenslustigen [->NaK-NRW-Wirtschaftsnation] kommt hingegen mit nur 34 MitarbeiterInnen aus. Allerdings scheinen wichtige zentrale kirchliche Dienste wie Hostien, Barmherzigkeit, Service, EJT, Sterbekasse etc. in Tochterunternehmen / Aktiengesellschaften outgesourct zu sein, so das die Gesamtzahl etwas höher anzusetzen wäre, sofern man halt glaubt, das Barmherzigkeit (Karitativ, Kids2Kids, Image-Broschüren…) noch etwas mit Kirche zu tun hätten.

Bei der NaK-NRW sind darüber hinaus 6 Apostel und 9 Bischöfe aktiv (allerdings teilweise stark eingeschränkt, da sie privat weiterhin in ihrem alten Business ihren alten Geschäften nachgehen).

Sie sehen, Teilzeitkräfte, halbe Stellen gibt es nicht nur in der Verwaltung, sondern auch im Management, in der Seelsorge. Stp. Dr. Leber hat da mit der Ordination von „50%-Bezirksapostel“ Hebeisen die Weichen für die Zukunft klar gestellt.


Wenn man sich die Ressourcen der hier beispielhaft aufgeführten Gebietskirchenpräsidenten einmal anschaut und in Relation zu der NaKi setzt, dann kann man Verständnis dafür entwickeln, dass es im Werk der Herren derzeit ist, wie es ist (und nicht anders).

shalom

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