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Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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agape
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Der einige Stunden währWeg von der Sprech- zur Schriftkirch

#11 Beitrag von agape » 18.10.2008, 11:46

Der einige Stunden währende Weg von der Sprech- zur Schriftkirche - oder so.


nakorgs:
Mit großer Sorgfalt verbrachten die Kirchenleiter etliche Stunden mit theologischen Fragestellungen zum Kirchen- und Sakramentsverständnis. Auch etliche Fragen zur Einführung des neuen Katechismus standen auf der Tagesordnung. Bislang geht die Kirchenleitung davon aus, dass das neue Grundlagenwerk über den neuapostolischen Glauben im Jahr 2010 erscheinen kann.
:wink:

vaticans:
Das Zweite Vatikanische Konzil (Vaticanum II), das von der römisch-katholischen Kirche als das 21. Ökumenische Konzil angesehen wird, fand vom 11. Oktober 1962 bis zum 8. Dezember 1965 statt. Es wurde von Papst Johannes XXIII. mit dem Auftrag zu pastoraler und ökumenischer "instauratio" (Erneuerung) einberufen.

Es wurde am 25. Januar 1959 von Papst Johannes XXIII. angekündigt und in vier Sitzungsperioden jeweils im Herbst mit zusammen 178 Treffen zwischen Oktober 1962 und Dezember 1965 abgehalten. Von den 2908 Bischöfen und anderen Konzilsvätern nahmen 2540 an der Eröffnung teil. Eine beachtete Rolle bei den Beratungen des Konzils kam vor allem den amerikanischen, asiatischen und afrikanischen Bischöfen zu. Als Ziel des Konzils nannte der Papst ein umfassendes "Aggiornamento", die allgemeine Neubestimmung der Lehre und des Lebens der Kirche.
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

organa

Re: Der einige Stunden währWeg von der Sprech- zur Schriftk

#12 Beitrag von organa » 18.10.2008, 13:04

nakorgs:
Mit großer Sorgfalt verbrachten die Kirchenleiter etliche Stunden mit theologischen Fragestellungen zum Kirchen- und Sakramentsverständnis. Auch etliche Fragen zur Einführung des neuen Katechismus standen auf der Tagesordnung. Bislang geht die Kirchenleitung davon aus, dass das neue Grundlagenwerk über den neuapostolischen Glauben im Jahr 2010 erscheinen kann.
CiD:
Auf die grundsätzliche Frage: „Was ist für Sie die Kirche?“ konnte Kühnle keine abschließende Antwort geben.
„Beim Kirchenverständnis bewege ich mich auf dünnem Eis. Da kann ich nicht vorgreifen.“ Gleiches gelte auch für das Sakramentsverständnis der NAK. In diesem Zusammenhang sprach Kühnle von einer „mehrgliedrigen Taufe“.
Das finde ich fast noch merkwürdiger.
Eine Kirche, die doch immerhin schon 100 Jahre besteht (stimmt das so in etwa?) kann keine Auskunft geben über ihr Kirchenverständnis? Kann keine Auskunft geben über das eigene Sakramentsverständnis? :shock:

Tatyana

#13 Beitrag von Tatyana » 18.10.2008, 13:07

Kann nicht? Oder will nicht, damit nichts verrissen wird, bevor der Katechismus gedruckt ist?

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Zwischenruf
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#14 Beitrag von Zwischenruf » 18.10.2008, 14:43

organa hat geschrieben:Eine Kirche, die doch immerhin schon 100 Jahre besteht (stimmt das so in etwa?) kann keine Auskunft geben über ihr Kirchenverständnis? Kann keine Auskunft geben über das eigene Sakramentsverständnis?
Tja, so ist das, organa.

Wir wissen es nicht.

Es gibt aber schöne Hinweise!

LG, Z.
Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)

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tosamasi
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#15 Beitrag von tosamasi » 18.10.2008, 14:55

Naja, nun läster mal nicht, Zwischenruf. :wink:
Die Kirche ist, so gesehen, ja noch jung, und war außerdem mit Wichtigerem beschäftigt (Naherwartung). Da hätte sich eine Ausarbeitung solch theoretisch/theologischer Fragen doch gar nicht gelohnt. Aber jetzt, wo der Herr verzieht, bzw. manche es für einen Verzug halten, wird man tätig. Die schönen, verdichteten Hinweise werden schon noch in Worte gefasst. Das sollte einfach mal gelobt werden.
Man stellt sich jetzt eine Zukunft vor.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

42

#16 Beitrag von 42 » 18.10.2008, 16:05

organa,

Das Kirchenverstaendnis und, in engem Zusammenhang damit stehend, das Amtsverstaendnis sind doch nicht nur zwischen den Kirchen der ACK auf der einen und der NAK auf der anderen Seite Kernfragen der Gespraeche. Insofern verstehe ich sehr gut, dass Volker Kuehnle darueber jetzt in Frankfurt noch nichts sagen will, wenn noch nichts veroeffentlicht worden ist.

BILDe n Sie sich dazu Ihre eigene Meinung ... wenn Du moechtest. Die Frankfurter Gespraechspartner werden dies auch getan haben. Wir wissen es nicht, aber wir haben nun einen schoenen Hinweis.

Was das Sakramentsverstaendnis angeht, gehe ich nach all den Aenderungen in den letzten Jahren davon aus, dass bis zum Erscheinen des Katechismus weiter daran gefeilt wird. Auch das Taufverstaendnis hat sich ja erst kuerzlich ;-) geaendert.

Ach, agape, ich sehe gerade, dass Du der Ausloeser mit einem NAKI-Zitat gewesen bist. Bei Amateurtheologen geht es naturgemaess rascher, da kommt man in ein paar Stunden schon weit. Um die Wackersteine, die da gelegen haben, haben sich schon andere Theologen gekuemmert und sie zumindest markiert, so dass man nun darueber "wie ueber ein gehoefelt Brett" gehen kann.

tergram

#17 Beitrag von tergram » 18.10.2008, 16:37

tosamasi hat geschrieben:Aber jetzt, wo der Herr verzieht, bzw. manche es für einen Verzug halten, wird man tätig.


Die NAK war nach eigenem Bekunden bisher eine "Wortkirche" - es gab das geistgewirkte Wort vom Altar, das hatte geglaubt zu werden. Fertig.

Außerdem: Der Buchstabe tötet... Da verzichtet man vorsichthalber lieber auf schriftliches, zumal man am geschriebenen Wort immer festgenagelt wird, besonders von diesen Internetschreiberlingen.
Das gesprochene Wort hingegen ist wie der Wind, flüchtig und ohne Spur, was schon der alte Gottesmann wusste.

organa

#18 Beitrag von organa » 18.10.2008, 16:52

42 hat geschrieben: Das Kirchenverstaendnis und, in engem Zusammenhang damit stehend, das Amtsverstaendnis sind doch nicht nur zwischen den Kirchen der ACK auf der einen und der NAK auf der anderen Seite Kernfragen der Gespraeche. Insofern verstehe ich sehr gut, dass Volker Kuehnle darueber jetzt in Frankfurt noch nichts sagen will, wenn noch nichts veroeffentlicht worden ist.
42 - das bestreite ich nicht, daß Ämter- und Sakramentsverständnis... und Kirchenverständnis sowieso... Themen sind, über die sich sehr lange und trefflich diskutieren lässt. Nur: Die verschiedenen Konfessionen haben doch wenig Mühe damit, ihre jeweils eigenen Vorstellungen zu benennen (sonst gäbe es ja nichts zum Diskutieren).

Daß Herr Kühnle nicht einmal grob umreissen kann, was die NAK meint, wenn sie z.B. "Kirche" sagt, halte ich für befremdlich.

Auf mich als Außenstehende wirkt das ein bißchen wie "wir können zwar erklären, warum nur wir den Heiligen Geist haben, aber nicht, wer und was wir sind..." :wink:

42

#19 Beitrag von 42 » 18.10.2008, 17:30

organa hat geschrieben:42 - das bestreite ich nicht, daß Ämter- und Sakramentsverständnis... und Kirchenverständnis sowieso... Themen sind, über die sich sehr lange und trefflich diskutieren lässt. Nur: Die verschiedenen Konfessionen haben doch wenig Mühe damit, ihre jeweils eigenen Vorstellungen zu benennen (sonst gäbe es ja nichts zum Diskutieren).
Ist das nicht schon in Halle geschehen? "Kirche im Vollsinn ..." Die anderen kirchlichen Gemeinschaften haben das damals vielleicht (?) nicht fuer voll genommen.

tergram

#20 Beitrag von tergram » 18.10.2008, 17:40

42, du solltest es organa nachsehen:

Der kalter-Waschlappen-Satz von Herrn Dr. Leber, dass es auch in anderen Kirchen vielfältige Bemühungen gibt, Gott zu dienen, diese aber mangels Apostolat zum Scheitern verurteilt sind, sitzt ihr noch tief in den evangelischen Knochen. Was verständlich ist - den Schreck muss man erstmal verdauen. :wink:

Wenn aber, wie du schreibst, die NAK sich als "the one and only Kirche im Vollsinn" begreift: Woran scheitert es, dies in ein paar kurzen Sätzen schriftlich festzuhalten? Damit es, wie organa richtigerweise meint, mal was zum Diskutieren gibt.

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