Abendmahlsliturgie

Gebet, Gottesdienstgestaltung, Liturgie
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Tatyana

#21 Beitrag von Tatyana » 08.10.2008, 18:30

Engelchen, bitte. Zum Thema, nicht weiter mit Provokationen :roll:

Paul

#22 Beitrag von Paul » 12.10.2008, 20:53

Engelchen hat geschrieben:Mit einiger Belustigung habe ich die reichlichen Einträge einiger Fories gelesen.
Wobei ich mir allerdings die Frage stellte ob die Damen und Herren jemals eine Abendmahlsfeier einer anderen Konfession miterlebt haben. :lol:
Kurze Antwort: Ja, schon oft. Und wenn unter beiderlei Gestalt kommuniziert wird, kann es gar nicht - *husch, husch* - schnell gehen, da man sonst Gefahr laufen würde, den Wein zu verschütten.

42

#23 Beitrag von 42 » 12.10.2008, 23:13

Uhu-Uli hat geschrieben:Einmal war es besonders intensiv, es wurde so gar von der Gemeinschaft als Leib Christi gesprochen. Das hat mich überrascht und war fast ein Verständnis wie ich es aus der Ev. Kirche kenne.
Merkwuerdig, dass ich das jetzt gerade lese. So ist es! Dabei musste ich an den GD heute morgen denken:

Viele Glieder - ein Leib
1. Kor 12:12 Denn wie der Leib "einer" ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch "ein" Leib sind: so auch Christus. 13 Denn wir sind durch "einen" Geist alle zu "einem" Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit "einem" Geist getränkt.

In der NAK bedarf es ausser der Taufe noch der Versiegelung, um ein Glied am Leib Christi zu sein.

abendstern_
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#24 Beitrag von abendstern_ » 13.10.2008, 05:46

In der NAK bedarf es ausser der Taufe noch der Versiegelung, um ein Glied am Leib Christi zu sein.
Man nennt das jetzt "mehrgliedrige Taufe" las ich kürzlich irgendwo :)

42

#25 Beitrag von 42 » 13.10.2008, 21:58

abendstern_ hat geschrieben:
In der NAK bedarf es ausser der Taufe noch der Versiegelung, um ein Glied am Leib Christi zu sein.
Man nennt das jetzt "mehrgliedrige Taufe" las ich kürzlich irgendwo :)
Da war doch was ...

Moment, ist "mehrgliedrige Taufe" nicht ein "christliches Oxymoron", wenn auch ein griffiges?

Brombär
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#26 Beitrag von Brombär » 13.10.2008, 23:06

42 hat geschrieben:
abendstern_ hat geschrieben:
In der NAK bedarf es ausser der Taufe noch der Versiegelung, um ein Glied am Leib Christi zu sein.
Man nennt das jetzt "mehrgliedrige Taufe" las ich kürzlich irgendwo :)
Da war doch was ...

Moment, ist "mehrgliedrige Taufe" nicht ein "christliches Oxymoron", wenn auch ein griffiges?

Oxymoron ( ein Begriff aus dem Griechischen ) wird wörtlich übersetzt mit " das Scha(r)fdumme ".
Soll uns das was sagen :?: :D


Bb.

Brombär
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#27 Beitrag von Brombär » 13.10.2008, 23:33

So, jetzt mal Schluß mit lustig.

Da wir hier das Thema Abendmahlsliturgie behandeln, frage ich mal in die Runde, worin unterscheiden sich Abendmal und Sündenvergebung.

Aus meiner NAK-Sozialisation kenne ich nur einen sogenannten " Höhepunkt " der sich Heiliges Abendmahl nannte. Der Vorgang bestand darin, dass der GD-Leiter in einer kurzen Ansprache darauf verwies, dass wieder der Höhepunkt des GD gekommen sei und man Heiliges Abendmahl feiern dürfe, um die Vergebung der Sünden zu erlangen.
Nach der Aufforderung, sich zum Gebet des Herrn zu erheben, wurde dieses gemeinschaftlich gesprochen, worauf der GD-Leiter den Satz aussprach: Im Auftrag meines Apostels, verkündige ich euch die frohe Botschaft: In dem Namen unseres Herrn Jesu sind euch die Sünden vergeben.

Seiten des GD-Leiters erfolgte danach ein Dankgebet an dessen Ende die auf dem Altar befindlichen Hostien " ausgesondert " wurden. Daran anschließend nahm er selbst eine Hostie, dankte kurz im stillen Gebet und bediente nun die weiteren Amtsträger. Diese bekamen sodann einen Hostienkelch gereicht und überreichten symbolisch per Hostie Leib und Blut Jesu an die sonstigen Gottesdienstteilnehmer. Letztere gingen darauf zu ihrem Sitzplatz, dankten im Stillen und warteten, bis der GD-Leiter den GD mit Gebet und Segen beendete.

So, was ist nun Abendmahl und was ist Sündenvergebung und ist das eine ohne das andere möglich ? Wird in anderen Kirchen ein erfüllenderes Abendmahlszermoniell gelebt ? Wer kann dazu Auskunft geben ?



Bb.

Hannes

#28 Beitrag von Hannes » 14.10.2008, 06:43

Brombär hat geschrieben: So, jetzt mal Schluß mit lustig.
Guten Morgen, Du Spaßvogelbär(e),
Brombär hat geschrieben:Da wir hier das Thema Abendmahlsliturgie behandeln, frage ich mal in die Runde, worin unterscheiden sich Abendmal und Sündenvergebung.
Diese Frage erinnert mich an die Lieblingsfrage meiner Schwester: "Was ist der Unterschied zwischen einem Kühlschrank?" *Scherz*

Du verstehst? Wenn im alten Testament (Psalmen, Propheten) von der Sündenvergebung gesprochen wird, wird ja auch das Abendmahl nicht erwähnt. Wie auch? Obwohl die Herren und Damen Christenführer ja schon auch mal gerne die Zukunft als Vergangenheit mit einbeziehen.

Natürlich hat beides absolut nichts miteinander zu tun. Das sind reine Interpretationsgeschichten, die irgendwann einmal irgendjemandem eingefallen sind und zum Dogma erhoben wurden - wie so viele Unsinnigkeiten in unsinnigen Kirchen, in denen das Aussen das Innern verdecken soll.
Brombär hat geschrieben:Wird in anderen Kirchen ein erfüllenderes Abendmahlszermoniell gelebt? Wer kann dazu Auskunft geben ?
Ich kann! *Späßle* Nein, werter Brombär, ein erfüllendes Abendmahlprocedere hat nur was mit einem Teil Deines und meines Gehirns zu tun (Amygdala oder Mandelkern), das für die Gefühle und die Bewertung derselben zuständig zeichnet. Rein vernunftsmäßig kann da ja nichts passieren, was "erfüllt". Wie auch? Wo sind die Parameter festgelegt, die zur Messung herhalten könnten?

Hier ist glauben angesagt und das ist eben nicht mehr und nicht weniger als glauben. Und das ist ähnlich dem fühlen ...

Von daher: ich habe Abendmahlsliturgien in diversen Kirchen und Orten erlebt, die unsterblich schön und heilsam waren - und dafür danke ich meinem Gehirn (als von Gott gegeben), dass das möglich ist. Die Realität ist eine andere, eine unspürbare, eine unendlich grössere - ausserhalb unserer Wahrnehmung.

Dir und Euch einen sonnigen Vollmondtag!

HG - Hannes

Paul

#29 Beitrag von Paul » 14.10.2008, 09:54

Brombär hat geschrieben:So, was ist nun Abendmahl und was ist Sündenvergebung und ist das eine ohne das andere möglich ? Wird in anderen Kirchen ein erfüllenderes Abendmahlszermoniell gelebt ?
Auch in der NAK wird mittlerweile die Sündenvergebung nicht mehr mit der Feier des Abendmahls gleichgesetzt. Letztere ist auch nach NAK-Verständnis (bei allen Unklarheiten, die es dort sonst auch zu diesem Thema gibt) die Feier des vergegenwärtigten Jesus Christus, mit dem wir in den Gestalten von Brot und Wein Gemeinschaft haben.
Zum Mißverständnis der Identität beider Handlungen mußte es aber aufgrund der neuapostolischen Liturgie fast zwangsläufig kommen, die die Freisprache fast ununterscheidbar nahe an die Abendmahlsfeier herangerückt hat.

In anderen Denominationen ist beides liturgisch deutlich voneinander getrennt: Die Generalabsolution erfolgt zu Beginn des Abendmahlsgottesdienstes (die individuelle Beichte und Absolution meist davor). Gemeinsam ist aber allen, daß die Sündenvergebung Voraussetzung für die Teilnahme an der Kommunion ist.

Ein weiteres Defizit in der NAK ist m.E. die Reduzierung - und damit Entwertung - des Vaterunser zum gemeinschaftlichen Bußgebet, da man nicht bereit ist, vor der Freisprache ein gemeinsames Sündenbekenntnis zu sprechen, wie beispielsweise dieses:
Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, ich armer elender, sündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Missetat, die ich begangen habe mit Gedanken, Worten und Werken, womit ich dich jemals erzürnt und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdient habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr und ich bitte dich um deiner grundlosen Barmherzigkeit und des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jesu Christi willen, du wollest mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir alle meine Sünden vergeben und zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen. Amen.
Ansonsten siehe auch hier.

Tatyana

#30 Beitrag von Tatyana » 14.10.2008, 10:52

Die Zeile"vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern" spricht doch für sich selbst. Wer das für sich nicht ernst nimmt, dem hilft auch ein gemeinsam gesprochenes Bußgebet nichts mehr, das genauso zur Floskel verkommen kann.

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