NAK Süd: Die Wiederkunft Christi - Vortrag über theologische Eckpunkte und biblische Grundlagen

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tergram

NAK Süd: Die Wiederkunft Christi - Vortrag über theologische Eckpunkte und biblische Grundlagen

#1 Beitrag von tergram » 01.10.2008, 21:24

Vortrag über theologische Eckpunkte und biblische Grundlagen des neuapostolischen Glaubens, soweit es um die Wiederkunft Christi geht
Referent Dr. Reinhard Kiefer

Etwa 90 Zuhörer/innen hatten sich im großen Saal des Forums eingefunden. Damit war er nicht bis auf den letzten Platz besetzt. Schade, denn Glaube geht uns alle an und ein Vortrag über theologische Fragen kann informativ und trotzdem alles andere als langweilig sein. So geschehen an diesem Freitagabend im Forum. Die einleitenden Worte sprach Bischof E. Koch vom Vereinsvorstand. Er freute sich, dass mit dem Vortrag das Forum in besonderer Weise einem Teil seines Gründungszwecks gerecht werde, nämlich ins Gespräch zu kommen über unseren Glauben. "Glaube ist niemals eine abgeschlossene Sache, sondern muss immer wieder erneuert werden", wurde Joseph Ratzinger sinngemäß zitiert und damit dem Referenten das Wort erteilt.

Bitte weiterlesen unter [url=http://www.forum-fasanenhof.de/cms/images/stories/bilder_nachlese/200809/wiederkunft_christi_reinhardkiefer_2008_ff_fuerinternet.pdf]:arrow: hier[/url]
Zuletzt geändert von Andreas Ponto am 30.06.2019, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt: "NAK Süd: Die Wiederkunft Christi - Vortrag über theologische Eckpunkte und biblische Grundlagen"

Paul

#2 Beitrag von Paul » 06.10.2008, 10:51

Ich wurde anderenorts im Forum gerade für die Verwendung des Begriffs Dilettantenkirche in bezug auf die NAK kritisiert. Und als ob es eines weiteren Beleges für die Richtigkeit dieses Begriffes gebraucht hätte, lese ich im Text von Kiefer gerade das:
Hinweis: Aus Zeitgründen wurde der letzte Teil des Vortrages, "Eschatologische Existenz", nicht vorgetragen. Er wird daher hier auch nicht publiziert.
So handhabt man das in der NAK. In der "Welt" und insbesondere bei wissenschaftlichen Veranstaltungen, ist genau das Gegenteil der Fall. Vorträge sind in der Regel kurz und beinhalten nur einen Teil des Erarbeiteten, so daß für die ausführliche Darstellung des Themas auf die schriftliche Publikation verwiesen wird.
Frage: Was ist jetzt professioneller? :roll:

Paul

#3 Beitrag von Paul » 06.10.2008, 11:48

Jetzt zum eigentlichen Thema.

Der Vortrag Kiefers scheint mir vor allem deshalb von Interesse, weil sich im letzten Absatz eine vorsichtige Änderung des neuapostolischen Parusieverständnisses andeuten könnte: weg von einem Augenblicksereignis, hin zu einer allmählichen Verwandlung der Welt.


An das Thema NAK und Endzeit mußte ich jüngst am Gebetstag für den Frieden wieder denken. Denn eigentlich ist es aus traditionell neuapostolischer Sicht doch absurd (und geradezu schizophren), für den Weltfrieden zu beten. Warum? Kriege und bewaffnete Konflikte sind (ebenso wie große Katastrophen und die Umweltverschmutzung) ein Zeichen der Endzeit. Und da diese von Gott zugelassen sind und quasi "ewigkeitsfahrplangemäß" auftauchen müssen, macht es schlichtweg keinen Sinn, gegen sie anzubeten. Es muß ja so sein, man kann nichts dagegen tun.

Desweiteren ist es auch frevlerisch, denn mit den Zeichen der Endzeit naht sich ja die Erlösung in Form der Wiederkunft Christi. Wer also für den Weltfrieden betet, versucht damit im Ergebnis, die sehnlich erwartete Parusie hinauszuzögern. Hingegen würde es eher der neuapostolischen Eschatologie entsprechen, wenn für mehr Kriege, Katastrophen, Hungersnöte usw. gebetet würde.

Daß letzteres wohl kein NAKi will oder gar tut, empfinde ich als beruhigend, zeigt mir aber auch, daß man nur bedingt bereit ist, ernsthafte Konsequenzen aus den NAK-Lehren zu ziehen. Naherwartung ade?


Insoweit sind andere Christen konsequenter. Bei manchen Evangelikalen habe ich den Eindruck, daß sich dort ein "Hardcore-NAKi" sehr wohl fühlen würde. Man höre sich z.B. nur einmal die folgenden Predigten an (Teil 1, Teil 2, Teil 3).
Mir läuft dabei ehrlich gesagt ein kalter Schauer über den Rücken. Natürlich ist die Eschatologie ein wichtiges Thema, dessen man sich in den Großkirchen z.T. durch Nichtthematisierung zu entledigen sucht. Dies kann auf Dauer kein Weg sein. Aber die eben erwähnte Dramatisierung auch nicht - bei der ganz nebenbei andere Christen (die RKK) als Antichrist beschimpft werden. :roll:

Tatyana

#4 Beitrag von Tatyana » 06.10.2008, 12:23

Paul hat geschrieben:Ich wurde anderenorts im Forum gerade für die Verwendung des Begriffs Dilettantenkirche in bezug auf die NAK kritisiert. Und als ob es eines weiteren Beleges für die Richtigkeit dieses Begriffes gebraucht hätte, lese ich im Text von Kiefer gerade das:
Hinweis: Aus Zeitgründen wurde der letzte Teil des Vortrages, "Eschatologische Existenz", nicht vorgetragen. Er wird daher hier auch nicht publiziert.
So handhabt man das in der NAK. In der "Welt" und insbesondere bei wissenschaftlichen Veranstaltungen, ist genau das Gegenteil der Fall. Vorträge sind in der Regel kurz und beinhalten nur einen Teil des Erarbeiteten, so daß für die ausführliche Darstellung des Themas auf die schriftliche Publikation verwiesen wird.
Frage: Was ist jetzt professioneller? :roll:
Wenn du mir was zu sagen hast, tus doch das nächste Mal bitte direkt und persönlich, und nicht zusammenhanglos im nächstbesten Thread!

HÄTTEST du das getan, hätte ich darauf verwiesen, daß mich nicht der Begriff an sich so sehr stört, wie dein Tonfall und deine Wortwahl allgemein. Ganz abgesehen von unqualifizierten Seitenhieben ohne Begründung.
Daß theologisch-logisch in der NAK nicht für den Weltfrieden gebetet werden dürfte, ist ein Hohn!

Tatyana

#5 Beitrag von Tatyana » 06.10.2008, 12:30

PS: sieh DIESEN Beitrag doch als offizielle Verwarnung an.

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Loreley 61
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#6 Beitrag von Loreley 61 » 07.10.2008, 08:24

Hallo Tatyana,

ich empfinde es ebenfalls als widersprüchlich, wenn in der NAK nun plötzlich für den Weltfrieden gebetet wird. Das passt irgendwie nicht zusammen. Zu meiner Zeit wurde gebetet: "Herr komme bald und verkürze diese Zeit - schlag an, mit der Sichel zur Ernte." Was bedeutet denn dieses Gebet? Das man den Herrn herbeisehnt - aber auch gleichzeitig das große Verderben (logische Folge). Das große Verderben wiederum (so wurde ich gelehrt) bedeutet nun einmal einen allumfassenden Weltkrieg, wie er noch nie dagewesen ist. Also mega-schlimm. Wenn die NAK also sehnlichst den Herrn herbeisehnt, dann nimmt sie billigend und wohlwollend in Kauf, dass auch dass große Verderben (Mega-Krieg) als logische Konsequenz über den Erdkreis kommt. Andererseits betet sie nun gegen dieses große Verderben (Mega-Krieg) an. :roll: :shock: Sorry, aber das passt wirklich nicht zusammen. Für den Weltfrieden beten und gleichzeitig die Wiederkunft Christi herbeisehnen/beten wiederspricht sich fundamental.

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

tergram

#7 Beitrag von tergram » 07.10.2008, 09:02

Moin Loreley,

ich erinnere mich beispielsweise an die 80-er Jahre und die damals aufkommende Umweltschutz-Bewegung und Diskussionen. Dazu hieß es am Jugendtag in NRW von Seiten des StAp: "Gotteskinder brauchen keinen Umweltschutz. Im Gegenteil: Lasst diese alte Erde doch endlich untergehen - um so eher kommt der Herr und holt uns heim." :shock: Ich war damals jung, euphorisch, in Umweltbewegungen aktiv - und vollkommen geschockt von dieser Aussage.

Ja, so war das jahrzehntelang in der NAK mit dem Weltfrieden und der Umwelt - und in vielen Seelen lebt dieses Gedankengut unverändert und ungehindert weiter.

Wenn die NAK ihre Sicht auf "das Kommen des Herrn" langsam (seeehr langsam!) verändert und erweitert, wie es der hier diskutierte Vortrag andeutet, dann ist es nur logisch und konsequent, auch den Weltfrieden und das Umweltthema in das eigene Glaubensgebäude und die Gebete einzubeziehen. Es ist lange überfällig.

Dass solche Sichtveränderungen dem Glaubensvolk nur tröpfchenweise verabreicht werden, halte ich hingegen für unredlich und empörend. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

filippo

#8 Beitrag von filippo » 07.10.2008, 09:05

erl.
Zuletzt geändert von filippo am 27.09.2009, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.

tergram

#9 Beitrag von tergram » 07.10.2008, 09:15

filippo, auch ich habe die Diskussion um die gestrigen Ereignisse aufgenommen - im Thread "Regelverletzungen". Magst du deinen o.s. Beitrag dorthin übertragen? Wir hätten dann die Diskussion um "das Wiederkommen Christi" von diesen Fragen getrennt.

Tatyana

#10 Beitrag von Tatyana » 07.10.2008, 09:24

Lory, der Herr kommt, wenn ER es will. Das hat nichts mit Frieden in der Welt oder nicht zu tun. Schon im Dreißigjährigen Krieg dachten die Christen, der Herr würde endlich wieder kommen. Das ist nämlich kein spezifisch neuapostolisches Glaubensgut. Die Christenheit hat sich damals geirrt. Und wartet immer noch auf das Kommen des Herrn. Und betet trotzdem um den Weltfrieden. Also wäre es hier genaugenommen keine theologische Unlogik der NAK, sondern der GESAMTEN CHRISTENHEIT 8) . Sorry, liebe Mitchristen, faßt euch an eure eigenen Nasen...

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