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Matula
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Re: Aktuelles

#121 Beitrag von Matula » 10.05.2010, 08:47

Ich bin mir ziemlich sicher, dass was wir jetzt über den ehemaligen Bischof Mixa erfahren, ist innerhalb der röm. kath. Kirche nur die Spitze des Eisberges und da wird noch eine gewaltige Lawine ins Rollen kommen.

Bisher konnten sich die Jungs doch absolut sicher sein, dass sie vor den Strafbehörden überhaupt nichts zu befürchten hatten, weil die Kirche nicht mit diesen zusammen gearbeitet hatte. Ich denke, jetzt hat manch einer dieser sogenannten Seelsorger sehr unruhige Nächte.

tergram

Re: Aktuelles

#122 Beitrag von tergram » 13.05.2010, 09:26

Es steht zu fürchten, dass es diese Verbrechen nicht nur in D/EU/USA gegeben hat und gibt. Über den "Rest" der katholischen Welt mag man gar nicht nachdenken. Aber auch dort werden die Verbrechen ans Licht kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Opfer es wagen, darüber zu reden..

Viel Aufräumarbeit für die RKK, wenn man sich erstmal dazu bekannt hat, dass ...

Dieter

Re: Aktuelles

#123 Beitrag von Dieter » 15.05.2010, 10:53

Glücklicherweise ist gestern bekannt geworden, daß die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Mixa eingestellt hat.

tergram

Re: Aktuelles

#124 Beitrag von tergram » 15.05.2010, 11:00

Dieter entschuldige, aber das ist nicht richtig!

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Mixa lediglich in Sachen "sexueller Mißbrauch" eingestellt. Unverändert wird Mixa schwerer körperlicher Gewaltanwendung gegnüber Kindern in seiner Zeit als Pfarrer beschuldigt. Die übereinstimmenden Aussagen der Opfer sind erschütternd.

Zitat: Sonderermittler Sebastian Knott schreibt in seinem am Freitag vorgestellten vorläufigen Abschlussbericht von "schweren körperlichen Züchtigungen mit dem Einsatz von Gegenständen, der Dunkelkammer und verbalen Demütigungen seitens des Pfarrers Mixa" in den 70er-Jahren. Die Tätlichkeiten erfüllten den Tatbestand der Körperverletzung, schweren Körperverletzung und der Misshandlung Schutzbefohlener. Zitatende. Quelle: http://www.stern.de/panorama/ex-bischof ... 66389.html

Es gibt dazu in der Presse detaillierte Schilderungen der "Zuchtrituale", bei denen einem übel wird.

Beispiel/Zitat: Mixa soll oft mit der Faust und einem Stock zugeschlagen haben. Ein Mädchen sei unter den Schlägen zusammengebrochen. "Er sagte oft Sätze wie "In Dir ist der Satan, den werde ich Dir schon austreiben", zitierte Knott einen ehemaligen Heimjungen. Dort beschäftigte Nonnen hätten Mixa oft mit den Worten "Hau nei, hau nei" angestachelt.Zitatende. Quelle: siehe oben

Mir erzähle niemand, das sei ein bedauerlicher Einzelfall eines einzelnen Fehlgeleiteten... Wir erleben erst den Beginn des Tsunami. Mit der Schliessung der Akte "Mixa" ist das Problem nicht aus der Welt - auch wenn es viele gern hätten. "Die größte Gefahr für die Kirche kommt aus der Kirche selbst" wird Benedikt XVI zitiert.

Wie wahr.

Dieter

Re: Aktuelles

#125 Beitrag von Dieter » 15.05.2010, 16:24

Liebe tergram,

ich vergaß diesen Zusatz weil die vorhergehenden Äusserungen sich auf sexuellen Mißbrauch bezogen haben. Ich wollte sagen, ich finde es gut, daß sich dieser Verdacht offenbar nicht bestätigt hat.
Körperliche Gewalt finde ich auch nicht gut und da wird wohl auch weiter ermittelt werden.

Sorry für das Mißverständnis.

Dieter

Knodel

Re: Aktuelles

#126 Beitrag von Knodel » 16.05.2010, 23:02

Dieter, hier geht es nicht nur um die Gesetze der jeweiligen Regierung die Herr Mixa gebrochen hat sondern um Kirchengesetze.
Möchtest du einen Auszug derselben?

http://www.lto.de/de/html/nachrichten/3 ... hem-Recht/

Knodel

Re: Aktuelles

#127 Beitrag von Knodel » 20.05.2010, 17:31

Vereinigte Staaten
Unter den 440 amerikanischen Priesteramtskandidaten, die in diesem Jahr ordiniert werden, befinden sich Witwer, ehemalige Nasa-Ingenieure und Videogame-Planer. Das geht aus einer Untersuchung der Universität Georgetown hervor. Mehr als die Hälfte der künftigen Priester ist derzeit zwischen 25 und 34 Jahre alt. 11 Seminaristen sind älter als 65 Jahre. Die Mehrheit aller Kandidaten hat vor dem Eintritt ins Priesterseminar eine „weltliche“ Arbeit ausgeübt. (apic)

http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm

tergram

Re: Aktuelles

#128 Beitrag von tergram » 02.06.2010, 21:42

Jetzt auch Herr Zollitsch?

Zitat: Gegen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, wird wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern ermittelt. Zollitsch soll 1987 die erneute Anstellung eines Paters veranlasst haben, dem sexuelle Übergriffe angelastet wurden. Die Freiburger Erzdiözese weist die Vorwürfe zurück. Zitatende.

Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Vorwuerfe-ge ... 02755.html

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Re: Aktuelles

#129 Beitrag von Heidewolf » 03.06.2010, 00:24

Knodel hat geschrieben:Vereinigte Staaten
Unter den 440 amerikanischen Priesteramtskandidaten, die in diesem Jahr ordiniert werden, befinden sich Witwer, ehemalige Nasa-Ingenieure und Videogame-Planer. Das geht aus einer Untersuchung der Universität Georgetown hervor. Mehr als die Hälfte der künftigen Priester ist derzeit zwischen 25 und 34 Jahre alt. 11 Seminaristen sind älter als 65 Jahre. Die Mehrheit aller Kandidaten hat vor dem Eintritt ins Priesterseminar eine „weltliche“ Arbeit ausgeübt. (apic)

http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm
, die KAG hat ohne Apostel und dadurch ordinierte Ämter schon über 100 Jahre überlebt. Wo ist das Problem.????
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

Knodel

Re: Aktuelles

#130 Beitrag von Knodel » 21.06.2010, 05:45

Man muss auch über sich selber lachen können; dafür plädiert die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“. In einem langen Beitrag des deutschen Jesuiten und Psychologen Hans Zollner heißt es, Humor und Selbstironie erfüllten eine wichtige soziale Funktion. Humor helfe, sich selber nicht so wichtig zu nehmen und auch mit schwierigen Situationen leichter umzugehen. Es wird auch gleich eine Anekdote zur Illustration angeführt: In einer Versammlung mehrerer Ordensgemeinschaften wird über den Gehorsam diskutiert. Der Jesuit wird gefragt „Ihr Orden misst dem Gehorsam ein übergroßes Gewicht bei. Wie schafft ihr es, dass der Gehorsam befolgt wird?“ Der Jesuit antwortet: „Ganz einfach: Der Obere fragt, was der Untergebene will und ordnet dies dann an.“ Nach einigen Augenblicken des Nachdenkens unter den anderen Ordensleuten fragt einer schließlich: „Aber es gibt auch Ordensleute, die wissen gar nicht, was sie wollen. Was macht man mit denen?“ Der Jesuit antwortet: „Man macht sie zu Oberen!“

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