ÄRGERLICHE VERSCHIEDENHEIT...?

Für Zweifler und andere gute Christen
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Maximin

ÄRGERLICHE VERSCHIEDENHEIT...?

#1 Beitrag von Maximin » 13.08.2008, 12:57

:) Lieben Freunde,
bei der Diskussion über die „Opfer-Täterfrage“ (vgl. Rubrik Ethik), kam Pritze zu folgenden Feststellungen:
· Auch die moralischen Vorstellungen [der Christen] geben alles her, nur nichts einheitliches. Insofern hast du ganz recht. Nur weiß eigentlich niemand, was denn nun für alle verbindlich wäre. So widersprüchlich und inkonsistent ist die Bibel, dass selbst Jesus als Pazifist oder Revolutionär gesehen werden kann.
[...]
· Nur dass die Christen das alles ins Jenseits verlegen, so unmöglich erscheint ihnen die Vorstellung, dass es darum geht, diese Werte, dieses Himmelreich, hier zu verwirklichen.


Pritze fordert Einheitlichkeit und beklagt, dass eigentlich niemand weiß, was denn nun für alle verbindlich wäre. Frage ich: „IST VERSCHIEDENHEIT ÄRGERLICH?“ Diese Überlegung berührt meinen Christenstand und ist für mich eine wichtige Glaubensfrage.

Mal ganz abgesehen von den verschiedenen Weltanschauungen und Religionen, überall Verschiedenheiten, soweit das Auge reicht. Kein Ei gleicht dem anderen und brütete man 2 Taubeneier aus, so erhielte man 2 verschiedene Lebewesen. Kann es denn wirklich wünschenswert sein, die Verschiedenheiten durch Einheitlichkeit zu ersetzen? Nein!

Aber das meint Pritze ja wohl auch gar nicht. Er fordert von den Christen Verlässlichkeit und empfindet die Bibel als inkonsistent, meint, hat keinen Bestand, sei widersprüchlich. Mein Bibelverständnis ist das nicht.

Nein, für mich ist die Verschiedenheit im Christentum nicht ärgerlich, höchstens hier und da hinderlich, wenn man ernsthaft versucht, den christlichen Glauben in versöhnter Verschiedenheit zu (er-) leben. Als ehemals neuapostolischer Christ habe ich eine Abneigung gegen alle Versuche entwickelt, krampfhaft Einheitlichkeit zu beschwören und Verschiedenheit unter die Teppiche zu kehren. Ich möchte das anhand von 2 Fotos deutlich machen. Diesen hier:

In :arrow: Reih und Glied ausgerichtet:

Demokratie ohne :arrow: Demokraten...

Und nun packe ich meinen Koffer und dampfe ab nach Bayern. Bis bald dann...

Liebe Grüße, landauf und landab, von Eurem Micha :wink:
Zuletzt geändert von Maximin am 26.08.2008, 07:59, insgesamt 1-mal geändert.

Tatyana

#2 Beitrag von Tatyana » 17.08.2008, 12:24

Da fährt Micha in den Urlaub und läßt uns einfach so mit solchen Themen alleine... :wink:

Ist Verläßlichkeit wirklich gleich Einheit? In jeder Ehe, in jeder Beziehung gibt es unterschiedliche Meinungen und Ansichten. Heißt das direkt, daß man sich nicht aufeinander verlassen kann? Die Lösung ist doch vielmehr, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Das allerdings ist mit Arbeit verbunden. Mit der Bereitschaft, Kompromisse zu finden. Mit Ehrlichkeit sich selbst und dem Anderen gegenüber.

An dem kränkelt nun aber das Christentum. Mag man die Bibel noch "entschuldigen" können als ein Werk, das über einen langen, langen Zeitraum von den verschiedensten Schreibern kreiert und dann von wiederum anderen zusammengestoppelt wurde, jeder mit anderen Meinungen, Perspektiven und Absichten, muß man nun bei denen, die danach zu leben versuchen(oder es vorgeben) wiederum fragen, wo kommen sie her, wer sind sie, was wollen sie. Und grade denen, die vorgeben, sich am meisten an Vorgegebenes zu halten, sollte man am mißtrauischsten gegenübertreten, das lehrt uns historische Erfahrung.

Woher also Verläßlichkeit nehmen? Aus der Bibel? Aus den Christen? Wohl kaum. Also aus einem selber? Das ginge aber nur ohne Krücken, nur, wenn man schon einen Halt gefunden hat...

Nur, wer in sich selbst ruht, kann in seinen eigenen (Glaubens-) Überzeugungen ruhen...

tergram

#3 Beitrag von tergram » 17.08.2008, 12:45

Vielleicht löst sich der Glaubensknoten, wenn man "Einheit" nicht mit "Gleichheit" verbindet, sondern mit "Gleichwertigkeit".

Beispiel: Männer und Frauen sind gleichwertig, nicht gleich. :wink:

GG001

#4 Beitrag von GG001 » 17.08.2008, 12:49

Danke, tergram! Jetzt geht's mir wieder besser. :wink:

Maximin

#5 Beitrag von Maximin » 25.08.2008, 17:27

:) ... dou hogn dai, dai allaweil dou hogn ..., Micha, nach 10 Tagen Ostbayern... :mrgreen:

abendstern_
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#6 Beitrag von abendstern_ » 25.08.2008, 18:10

bist du sicher, dass du in Bayern warst? Das klingt doch eher chinesisch....

Maximin

#7 Beitrag von Maximin » 25.08.2008, 18:22

... echt abgekupfert :arrow: bei ... :wink:

42

#8 Beitrag von 42 » 25.08.2008, 18:32

Bist Du sicher, dass Du es nicht hier abgekupfert und bajuwarisiert hast?

Tatyana

#9 Beitrag von Tatyana » 25.08.2008, 19:08

Ich versteh nur Bahnhof...

42

#10 Beitrag von 42 » 25.08.2008, 19:18

Ich mische mich mal ungefragt in Michas Angelegenheiten, denn er hat ja auch angefangen :wink:
.. dou hogn dai, dai allaweil dou hogn ..
Uebersetzung: Da hocken die, welche immer da hocken.

Den selben Sinn hat die Tafel im Bild. Zugegeben, ich hatte den Bandwurmtext im Photo schon frueher einmal analysiert , das hat mir das Dechiffrieren von Michas Spruch erleichtert. Bei seinem Text konnte ich sozusagen ein "known plaintext attack" anwenden.

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