Geschichte der NAK - Zeitzeugen

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Dieter

#11 Beitrag von Dieter » 02.09.2008, 17:09

NAK hat geschrieben:Wie geht es nun weiter? Können wir nicht einfach die Vergangenheit begraben, uns entschuldigen und auf die VAG zugehen? Warum tun wir uns damit so schwer?

Stammapostel Leber: Ich denke, so einfach geht das nicht. [..]
Schade. Einfach nur schade. Mehr fällt mir dazu nicht ein.

Dieter

Anne

#12 Beitrag von Anne » 03.09.2008, 07:19

Lieber Dieter,

ich kann diese Haltung auf Grund der erklärenden Worte nachvollziehen:

die lange Zeit der Abgrenzung von der VAG, die Verletzungen auf beiden Seiten, die Auswirkungen in ihrer Gesamtheit, die nicht einfach aufzuheben sind.

Eine Entschuldigung kann auch wie ein Hohn wirken, wenn sie z.B. nicht mit den Handlungsweisen im Einklang steht, wenn keine Taten folgen.

Im Grunde finde ich es gut, dass er ein gegenseitiges, gewachsenes Vertrauen als Grundlage dafür ansehen möchte, die Frage ist nur, ob es das jemals wieder geben wird. Und ob Anlässe dafür geschaffen werden - denn das liegt jeweils an uns.

Guten Morgen! :)
Anne

Anne

#13 Beitrag von Anne » 03.09.2008, 07:41

PS.: Weißt du, wo für mich "der Hase im Pfeffer sitzt"? Bei der Aussage: "Maßstab für uns alle ist unser Herr Jesus Christus".

Aber auch dazu hat er ja noch etwas angefügt... :wink:

Brombär
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#14 Beitrag von Brombär » 03.09.2008, 15:26

Anne schrieb :


. . . die Verletzungen auf beiden Seiten . . . .



Hallo Anne,

in wieweit hat die Apostolische Gemeinde die NAK verletzt ?
Hast du hierzu Informationen oder glaubst du das einfach Herrn Leber ?


Lieben Gruß vom Brombär

shalom
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#15 Beitrag von shalom » 03.09.2008, 16:40

[->“Raus aus der „Sektenecke“ – rein in die Ökumene“]
Frankfurt (zentrum-oekumene-ekhn.de). Die Studientagung will die Entwicklungen und Veränderungen in der Neuapostolischen Kirche, die seit einigen Jahren zu beobachten sind, aufzeigen und in ihrer Bedeutung für die Ökumene reflektieren. Es soll dabei vor allem um die praktische Relevanz dieser Veränderungen für die kirchliche Arbeit vor Ort gehen (Möglichkeiten und Grenzen der Kooperation) sowie, in ökumenischer Perspektive, darum, wie sich diese Veränderungen aus der Sicht der und im Blick auf die „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK) darstellen.

An der Tagung nehmen folgende Referenten teil:
… Peter Johanning - ist Sprecher der „Neuapostolischen Kirche International“ mit Sitz in Zürich
Werte DiskursteilnehmerInnen,

auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole :wink: . Ich sehe das Kurzinterview Pater Johannings vom 02.09.2008 im Sinne eines Kommunikationsfahrplans weniger nach innen, als vielmehr just nach draußen adressiert.

shalom

Anne

#16 Beitrag von Anne » 03.09.2008, 17:49

Brombär hat geschrieben:Hallo Anne,

in wieweit hat die Apostolische Gemeinde die NAK verletzt ?
Hast du hierzu Informationen oder glaubst du das einfach Herrn Leber ?
Hallo Brombär,

die Sachlage kann und möchte ich nicht beurteilen und ich denke dabei auch weniger an die Institutionen, sondern vielmehr an die Menschen und daran, was die Situation mit ihnen (aus ihnen...?) gemacht hat. Und ich gehe einfach davon aus, dass es Verletzungen auf beiden Seiten gegeben hat, weil die "Krise" so extrem war, dass es kaum anders sein kann.

Es ist ja auch so: Wenn jemand sich von der NAK abwendet, gibt es immer wieder Menschen, die sich davon persönlich verletzt [...] fühlen, auch wenn sie damit überhaupt nicht gemeint sind. Weil so oft "Himmel und Hölle" mit in die Waagschale geworfen werden ... und so. *seufz*

Herr shalom,

denken Sie sich ruhig was dabei. :wink:
Ich habe heute so gedacht: Warum interviewt ein Mediensprecher ein Kirchenoberhaupt...?

Einen schönen Abend wünscht
Anne

cobra

#17 Beitrag von cobra » 03.09.2008, 17:52

Hallo Anne und Brombär,

als nunmehr entfernt "Betroffener" einer Grossfamilie im Epi-Zentrum Köln, der alle 3 Fraktionen angehörten (NAK, VAG - "Nicht-mehr-Gläubige") weiß ich schon um bösartige "Nickligkeiten" mehr als 10 Jahre nach JGBs Tod - offene und versteckte Feindseligkeiten.

Offiziell war das "Familienzwist" und nicht mehr NAK gegen VAG oder umgekehrt.

Hört man heute nach (ich habe nur noch NAK-Umfeld als Interview-Partner), so hört man diesen unerträglichen Unsinn und die Verdrehung der geschichtlichen Fakten noch immer in hasserfüllter Ausprägung - ja im engsten Familienkreis noch .... und wenn man auf Gott als Gott der Liebe verweist, so wird man angefahren, dass die Wahrheit immer die Wahrheit bleiben muss .... sollen sie ihre Wahrheit mit ins Grab nehmen, die Art der Befindlichkeit während solcher Diskussionen lässt darauf schliessen, dass da Herz und Verstand mächtig kollidieren ....

Das muss von aussen therapiert werden (die Familie; .... bei VAG/NAK wirds wohl nix mehr - wer sollte da auch Therapeut sein [wollen])

Die Zeit spielt hier nicht für das Opfer .... leider.

Aber eines steht fest: Das brodelt auch heute noch - gewaltig !

LG
Cobra

Steppenwolf

#18 Beitrag von Steppenwolf » 03.09.2008, 18:33

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Zuletzt geändert von Steppenwolf am 21.04.2009, 09:01, insgesamt 1-mal geändert.

shalom
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#19 Beitrag von shalom » 03.09.2008, 18:38

Anne hat geschrieben:...Ich habe heute so gedacht: Warum interviewt ein Mediensprecher ein Kirchenoberhaupt...?
...Ich gehe von einem win-win-Verhältnis aus. Wer sonst würde sich vom Pater schon gerne interviewen lassen und aus der Umgebung des Präsidenten ist durchgesickert, dass auch er gerne mal wieder gefragt werden wollte.

Gesagt - getan... :wink:

shalom

42

#20 Beitrag von 42 » 03.09.2008, 18:50

Ich habe heute so gedacht: Warum interviewt ein Mediensprecher (s)ein Kirchenoberhaupt...?
Ich merke, diese Frage stellen sich auch noch andere.

Hypothetische Antwort 1: weil Peter Johanning auch einmal wissen wollte, was sein Chef so denkt.

Hypothetische Antwort 2: weil beide gemeinsam auf diesem nicht ganz ungewoehnlichen Weg eine Botschaft formulieren wollten. Die Preisfrage ist dann nur: an wen richtet sie sich eigentlich?

Hypothetische Antwort 3: weil gerade kein anderes bedeutsames Thema aus Zuerich zu berichten waere.

Hypothetische Antwort n+1: Warum frage ich mich das eigentlich?

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