Göttlich - Irdisch

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Tom aus Franken

Göttlich - Irdisch

#1 Beitrag von Tom aus Franken » 20.06.2008, 05:43

In einem GD mit dem BAP Ehrich wurde folgende Begebenheit dargestellt:

Esau kam vom Jagen nach Hause und hatte Hunger, es roch gut nach einer Erbsensuppe und da überkam ihm solch ein Appetit, dass er dafür sogar sein Erstgeburtsrecht verkaufte

Soweit ist diese Geschichte ja bekannt. Nun kommt die Aussage, dass Esau sein irdisches Verlangen in den Vordergrund stellte und ihm eigentlich der göttliche Segen in seiner Situation vollkommen egal war. Weiter führte der BAP aus, dass in der heutigen Zeit vermehrt festgestellt wird, dass die irdischen Belange oft hinter die göttlichen gestellt werden (Kariere geht vor Gottesdienstbesuch) Fast wortwörtlich hat der BAP folgende Situation geschildert: "Im Bewerbungsgespräch wird dem Bewerber mitgeteilt, er sei neuapostolisch! Um jedoch die ausgeschriebene Stelle besetzen zu können, müsste seine Tätigkeit in der Kirche in den Hintergrund treten"

Ich war etwas neben mir gestanden, als ich das hörte. Ich kenne Unternehmen, die derartige Forderungen stellen (Versicherungsgesellschaften sind da sehr bekannt) aber es sollte aus meiner Empfindung zum Ausdruck kommen, dass der liebe Gott Vorrang gegenüber allen anderen Belangen und Wünschen hat. Dem ist ja nichts hinzuzufügen, aber in der heutigen Zeit auf einen Job verzichten, nur weil der liebe Gott den Vorrang hat. Ich kenne den guten alten Begriff: Beten und Arbeiten. Wo ist denn dann der Sinn dieser Aussage?

Vielleicht denken wir mal darüber nach!

Tom aus Franken

abendstern_
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Re: Göttlich - Irdisch

#2 Beitrag von abendstern_ » 20.06.2008, 06:29

Tom aus Franken hat geschrieben:In einem GD mit dem BAP Ehrich wurde folgende Begebenheit dargestellt:

Esau kam vom Jagen nach Hause und hatte Hunger, es roch gut nach einer Erbsensuppe und da überkam ihm solch ein Appetit, dass er dafür sogar sein Erstgeburtsrecht verkaufte
Als erstes fällt mir dazu ein, dass es ein Linsengericht und keine Erbsensuppe war... :)

Als zweites fällt mir dazu ein, dass hier wie so oft versucht wird, eine Erzählung aus dem Alten Testament auf unser heutiges Leben zu übertragen und dabei wird Kirche (NAK) auch noch mit Gott verwechselt.

Als drittes fällt mir dazu ein, dass Esau damals keinen Segen verschmähte, sondern sein irdischen Erstgeburtsrecht. Also keine göttliche sondern eine sehr irdische Angelegenheit.

Als viertes fällt mir dazu ein, dass Rebekka und Jakob den den blindenVater/Ehemann getäuscht und belogen haben. Er hat sich auch noch mit einem Fell bekleidet um so haarig zu sein wie sein Bruder und so wie er zu riechen. Der blinde Vater sollte auf keinen Fall merken, dass er nicht Esau segnet, sondern Jakob. Ist das etwa in Ordnung??

Als Isaak und Esau den Betrug merken, sind sie beide entsetzt. Jakob heißt übrigens "der Hinterlistige".

Tja und dann zerbricht die kleine Familie. Jakob muss fliehen und Esau droht ihn umzubringen.

Was können wir daraus lernen? Darf man Segen betrügerisch erschleichen? Ist das der richtige Weg?


Mir fällt noch was dazu ein: Ich muss unbedingt mal wieder Linsen mit Spätzle und Saitenwürtschle kochen... :) :) :)

Maria Magdalena

#3 Beitrag von Maria Magdalena » 20.06.2008, 06:32

Hallo "Tom aus Franken",

mir fällt (nicht nur) in Deinem Beitrag auf, dass eine These in den Raum gestellt wird ohne Stellung zu beziehen bzw. seine Meinung dazu darzustellen. Meine Frage: Bist Du an einem Austausch interessiert und willst Du diskutieren lassen? Diese Information hätte ich gerne von Dir.

BTW: stell Dir einmal vor, Du bist 2 Jahre arbeitslos und bekommst dann einen Job in Aussicht gestellt, in dem Du von 13:00 Uhr bis 22:00 Uhr Dienst hast. Wie entscheidest Du Dich konkret?

Maria.

Maria Magdalena

Re: Göttlich - Irdisch

#4 Beitrag von Maria Magdalena » 20.06.2008, 06:33

abendstern_ hat geschrieben: Mir fällt noch was dazu ein: Ich muss unbedingt mal wieder Linsen mit Spätzle und Saitenwürtschle kochen... :) :) :)
Wann soll ich wohin kommen? :wink:

Maria.

Tom aus Franken

#5 Beitrag von Tom aus Franken » 20.06.2008, 07:40

Maria Magdalena hat geschrieben:Hallo "Tom aus Franken",

mir fällt (nicht nur) in Deinem Beitrag auf, dass eine These in den Raum gestellt wird ohne Stellung zu beziehen bzw. seine Meinung dazu darzustellen. Meine Frage: Bist Du an einem Austausch interessiert und willst Du diskutieren lassen? Diese Information hätte ich gerne von Dir.

Maria.
Also, ich habe bewusst Erbsensuppe geschrieben, weil Erbsen als Gericht stärker riechen sollen als Linsen, aber daran soll das Thema nicht scheitern. Ich bin sehr wohl an einem Austausch interessiert, habe aber auch bewusst keinen Kommentar dazu geliefert. Warum wohl habe ich dieses Thema eröffnet?
BTW: stell Dir einmal vor, Du bist 2 Jahre arbeitslos und bekommst dann einen Job in Aussicht gestellt, in dem Du von 13:00 Uhr bis 22:00 Uhr Dienst hast. Wie entscheidest Du Dich konkret?
Genau solche Themen will ich bewusst in den Raum stellen. Die Aussage des BAP interpretiere ich genau in dieser Form. Wer hat denn schon mal ähnliches erlebt oder wurde damit konfrontiert? Was macht die neuapostolische Krankenschwester, der Arzt, der Busfahrer usw. Gehen die um der Bevorzugung des göttlichen Segens deshalb nicht zur Arbeit, nur weil der Gottesdienstbesuch die Seligkeit darstellen soll. Dazu paßt auch der Eintrag von abendstern:
Als zweites fällt mir dazu ein, dass hier wie so oft versucht wird, eine Erzählung aus dem Alten Testament auf unser heutiges Leben zu übertragen und dabei wird Kirche (NAK) auch noch mit Gott verwechselt.
Tom aus Franken

Maria Magdalena

#6 Beitrag von Maria Magdalena » 20.06.2008, 08:07

"Tom aus Franken", und wie ist Deine Meinung zu diesem weltfremden Unsinn eines gutbezahlten und wohlsituierten Kirchenfunktionärs Deiner Segenslinien-Kirche?

Maria.

Tom aus Franken

#7 Beitrag von Tom aus Franken » 20.06.2008, 08:35

Maria Magdalena hat geschrieben:"Tom aus Franken", und wie ist Deine Meinung zu diesem weltfremden Unsinn eines gutbezahlten und wohlsituierten Kirchenfunktionärs Deiner Segenslinien-Kirche?

Maria.
Kurz und knapp: Sehr gespalten

Wobei meine Meinung da so sehr nicht zählt. Ich habe es bewusst veröffentlicht wegen Hinterfragen gleicher oder ähnlicher Erlebnisse. Da ich dazu ein gespaltenes Verhältnis habe, habe ich auch veröffentlicht. Ich kann Deine Frage nicht ganz verstehen.

Tom aus Franken

Maria Magdalena

#8 Beitrag von Maria Magdalena » 20.06.2008, 08:37

Meine Frage: wie stehst Du, "Tom aus Franken" zu dieser Predigt dieses Herren, der meines Wissens nach reich und von der Segenslinie begünstigt ist!? Das ist doch nicht so schwer zu verstehen!

Maria.

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#9 Beitrag von tosamasi » 20.06.2008, 10:07

Im Bewerbungsgespräch wird dem Bewerber mitgeteilt, er sei neuapostolisch!
Tom, könntest du mir diesen Satz erklären?

Die Geschichte mit dem Erstgeburtsrecht ist ein uralter Hut. Mit dieser Betrugs-Geschichte, die als mahnendes Beispiel für "verkaufte" Gotteskindschaft stehen sollte, hatte ich schon als Kind in den 50er Jahren Schwierigkeiten, und ich war ein äußerst gläubiges Gotteskind. Aber dass ein Betrug gerechtfertigt sein sollte, ist mir schon damals gegen die Hutschnur gegangen. Ich kann gar nicht glauben, dass man immer noch diese alten Hüte aus dem Hut zaubert. :roll:
Dass unser moderner Bez.-Ap. Ehrich das gesagt haben soll, und in diesem Zusammenhang, will mir nicht eingehen. Immerhin hast du ja schon Linsen für Erbsen verkauft. :wink:
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Tom aus Franken

#10 Beitrag von Tom aus Franken » 20.06.2008, 16:02

Maria Magdalena hat geschrieben:Meine Frage: wie stehst Du, "Tom aus Franken" zu dieser Predigt dieses Herren, der meines Wissens nach reich und von der Segenslinie begünstigt ist!? Das ist doch nicht so schwer zu verstehen!

Maria.
Ich hatte klar geschrieben, sehr gespalten. Deine Art der Fragestellung ist mir eigentlich zuwider, weil sie nicht auf einen Dialog hindeutet sondern eher auf einen kleinen Schlagabtausch oder? Ich schreibe sehr gespalten und wenn Du das nicht verstehen kannst kann ich nichts dafür.
"Im Bewerbungsgespräch wird dem Bewerber mitgeteilt, er sei neuapostolisch!....."
Ich nehme das noch einmal heraus. Ich gebe es so weiter, ich gehe davon aus, dass der Bewerber offen seine Konfession eingetragen hat! Ob sich derjenige, der die Einstellung vornimmt, bewusst ist, wen er da einstellt, bleibt außen vor, weil nicht angesprochen.
Dass unser moderner Bez.-Ap. Ehrich das gesagt haben soll, und in diesem Zusammenhang, will mir nicht eingehen. Immerhin hast du ja schon Linsen für Erbsen verkauft.
Ja leider, mit dem Erbsengericht hatte ich schon geschrieben, er nannte gar kein Gericht, jedoch dieses Beispiel am vergangenen Mittwoch in einem Gottesdienst hier in Franken. Ca. 500 Gotteskinder haben es gehört, jedoch ob sie es so gehört und so verstanden haben, kann ich nicht beurteilen. Nachdem ich aber die Reaktionen hier lese, verstehen es die werten Diskutanten auch nicht so recht. Es ist einfach ein alter Zopf.

Tom aus Franken

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