Leber, Studer und die Botschaft

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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42

#11 Beitrag von 42 » 15.06.2008, 16:25

shalom, Shalom!

Ich lese, was Du schreibst, aber "mir wird von alledem so dumm, als geht mir ein Muehlrad im Kopf herum."

shalom
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#12 Beitrag von shalom » 15.06.2008, 18:30

42 hat geschrieben:shalom, Shalom!

Ich lese, was Du schreibst, aber "mir wird von alledem so dumm, als geht mir ein Muehlrad im Kopf herum."
Werter zwoundvierzig,

das kann bei "persönlichen Gründen" und bei der Vielfalt von na-amtlich angedeuteten "persönlichen Begründungen" rein na-privater Art durchaus so sein. Doch Gottes Mühlen mahlen halt für die vorschnell verkürzte NaKi-Endzeit vielleicht etwas gar zu langsam...

shalom

shalom
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#13 Beitrag von shalom » 17.06.2008, 17:13

Werte DiskursteilnehmerInnen,

gestern habe ich zufällig in einer „Wissenswert“ Hörfunksendung etwas über „Paradoxe Kommunikation“ („double-bind“) aufgeschnappt. [->Podcast Wissenswert-Hörfunksendung] (Stichwort: double-bind vom 16.06.2008).

Die Beschreibung von Menschen, die sich an widersprüchliche Botschaften gebunden fühlen und Hinweise auf Auswirkungen, die sich daraus ergeben können, fand ich im Bezug mit den persönlichen Ansichten heutiger Botschafter über die Wirklichkeiten der Botschaft nicht uninteressant.

Gerade auch in der Jugendpflege, unter der Regie von rein „segenstragenden JugendpflegerInnen“ :wink: könnte die Problematik nicht ganz unproblematisch sein.

In der o. a. Sendung wurde z. B. darauf hingewiesen, das widersprüchliche Botschaften entweder Lähmung oder Aggressionen zur Folge haben können. In Anbetracht der einschlägigen Apostel-Appelle zu noch mehr Motivation wie auch des glaubenskulturellen Klimas untereinander und im Hinblick auf die „paradoxe Kommunikation“ nichts mehr unter den Teppich zu kehren aber gleichzeitig über „persönliche Gründe“ (z. B. bzgl. der Botschaft gibt es nur persönliche und keine offiziellen Vermutungen) nicht zu reden, erinnert stark an den Appell: „Wasch mich – aber mach mich nicht nass“.

Von „paradoxer Kommunikation“ (widersprüchlichen Botschaften) Abhängige, haben ein ganz schöne Hypothek zu tragen... .

shalom

GG001

#14 Beitrag von GG001 » 21.06.2008, 20:25

Statt alles hier zu wiederholen, verweise ich auf ein Thema im NACboard.
StAp Leber: Erklärungsansätze könnten bei der Person des "Botschafts-Empfängers" , also bei Stammapostel Bischoff, zu finden sein: Hat er die Offenbarung missverstanden oder überinterpretiert? Gab es Begleitumstände, die Stammapostel Bischoff außer acht gelassen hat? Es gibt auf diese Fragen keine Antwort, da Stammapostel Bischoff meines Wissens nie konkret und umfassend berichtet hat, was ihm wie offenbart worden ist.
"Deaconess":
Wuerde Gott es "riskieren", eine solche ausserordentliche Botschaft (die der uns bekannten Schrift widerspricht) jemandem zu offenbaren, der sie missverstehen oder ueberinterpretieren wuerde?" Mehr ...

Nehmen wir fuer einen Augenblick an, dass Bischoff die goettliche Offenbarung missverstanden oder fehlinterpretiert hat. FALLS die Predigten der NAK Amtstraeger vom Hl. Geist getrieben sind .. warum wurde die "Botschaft" nicht in den zahllosen folgenden Gottesdiensten nach Bischoffs Verkuendigung korrigiert? Stattdessen haben Bischoff und fast jeder Bezirksapostel, Apostel, Bischof, Priester, etc. sie in ihren eigenen, sogenannten vom Hl. Geist inspirierten Predigten wiederholt. Soll ich etwa glauben, jeder einzelne Amtstraeger, der ebenfalls "getrieben" war, dies zu predigen, habe auch missverstanden .. oder ueberinterpretiert .. was der Geist ihm sagen wollte?

"Ich werde euch von einer Wahrheit in die andere fuehren"....

Es sieht so aus, dass alle Amtstraeger unter Stammapostel Bischoff, die sich entschlossen hatten, die Botschaft weiterzutragen, eher auf Bischoffs Wort hoeren wollten als auf die Belehrung durch den Hl. Geist.


Fragen, auf die die Antwort schwer fallen wuerde.

nikodemus

#15 Beitrag von nikodemus » 22.06.2008, 14:58

MT 7,15 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!

Mt 15,19 Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lästerungen.

Mt 24,11 Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.

Mt 24,24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.


Mk 13,22 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.


Lk 6,26 Wehe euch, wenn alle Leute gut von euch reden! Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.


2Kor 11,13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden.


Gal 2,4 Was aber die eingeschlichenen falschen Brüder betrifft, die sich hereingedrängt hatten, um unsere Freiheit auszukundschaften, die wir in Christus Jesus haben, damit sie uns unterjochen könnten —

2Petr 2,1 Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen.

1Joh 4,1 Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.


Heute noch so aktuell wie nie zuvor!

LG
und den Segen des Auferstandenen: Jesus Christus

shalom
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#16 Beitrag von shalom » 22.06.2008, 17:24

GG001 hat geschrieben:Statt alles hier zu wiederholen, verweise ich auf ein Thema im NACboard.
StAp Leber: Erklärungsansätze könnten bei der Person des "Botschafts-Empfängers" , also bei Stammapostel Bischoff, zu finden sein: Hat er die Offenbarung missverstanden oder überinterpretiert? Gab es Begleitumstände, die Stammapostel Bischoff außer acht gelassen hat? Es gibt auf diese Fragen keine Antwort, da Stammapostel Bischoff meines Wissens nie konkret und umfassend berichtet hat, was ihm wie offenbart worden ist.
"Deaconess":
Wuerde Gott es "riskieren", eine solche ausserordentliche Botschaft (die der uns bekannten Schrift widerspricht) jemandem zu offenbaren, der sie missverstehen oder ueberinterpretieren wuerde?" Mehr ...

Nehmen wir fuer einen Augenblick an, dass Bischoff die goettliche Offenbarung missverstanden oder fehlinterpretiert hat. FALLS die Predigten der NAK Amtstraeger vom Hl. Geist getrieben sind .. warum wurde die "Botschaft" nicht in den zahllosen folgenden Gottesdiensten nach Bischoffs Verkuendigung korrigiert? Stattdessen haben Bischoff und fast jeder Bezirksapostel, Apostel, Bischof, Priester, etc. sie in ihren eigenen, sogenannten vom Hl. Geist inspirierten Predigten wiederholt. Soll ich etwa glauben, jeder einzelne Amtstraeger, der ebenfalls "getrieben" war, dies zu predigen, habe auch missverstanden .. oder ueberinterpretiert .. was der Geist ihm sagen wollte?

"Ich werde euch von einer Wahrheit in die andere fuehren"....

Es sieht so aus, dass alle Amtstraeger unter Stammapostel Bischoff, die sich entschlossen hatten, die Botschaft weiterzutragen, eher auf Bischoffs Wort hoeren wollten als auf die Belehrung durch den Hl. Geist.


Fragen, auf die die Antwort schwer fallen wuerde.
Werter GG001,

ich „wiederhole“ Ihren Beitrag gerne noch einmal. Auch die „Botschaft“ ist in ihren na-amtlichen „Wiederholungen“ bis heute noch in den Amtskörpern unserer Segensträger aktiv. Stp. Dr. Leber und internationaler Kirchenpräsident der neuapostolischen Apostel scheint durch P.Kälin zu versuchen, das Problem der Kirche zu personifizieren, „aus persönlichen Gründen“ zu privatisieren. Die vorsichtig angedeutete Vorstellung, dass Gott sich missverständlich ausdrückt, das Gott nicht auf den Empfänger eingeht, ist schon sehr weit hergeholt, insbesondere da Gott in den rein na-amtlich gehaltenen Gottesdiensten sein Wort durch den „sprechenden Mund“ permanent persönlich an Gemeinde und Gäste richtet.

Die Einrede Stp. Dr. Lebers (P. Kälins), das Stp. Bischoff seines Wissens nach "nie konkret und umfassend berichtet hat, was ihm wie offenbart worden ist“ stellt dem neuapostolischen Amtskörper bis heute kein gutes Zeugnis aus. Als Segensträger (Dealer) trugen sie eine „neutrojanische“ Botschaft (Blackbox) lediglich weiter. Risiken und Nebenwirkungen sollen nach dem Platzen der Blase heute offensichtlich immer mehr dem verstorbenen Bischoff in die Dienstschuhe geschoben werden.

Katastrophal ist jedoch der inszenierte Eindruck, die Apostel (Botschafter) von heute würden rein gar nichts von der Basis der Botschaft wissen, da über die Botschaft keine konkreten Berichte bekannt wären… . Das klingt unmissverständlich und auch gar nicht extrem überinterpretiert. Mit solchen "Luftnummern" wird na-amtliche Glaubenslehre und Erkenntnis sicher noch länger (mindestens noch ein Stp.-Periode lang) auf unverändert allerhöchstem Niveau des personifizierten „Nichtwissens“ gehalten werden können.

Soviel zum Botschaftsmythos und dessen Doppelbindungscharakter (mit Depotwirkung :wink: ) auf die heute amtierende (dominierende) neuapostolische Glaubenslehre- und kultur.

shalom

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#17 Beitrag von shalom » 24.06.2008, 16:01

[->“Nur Gott kann mich abwählen“]
20. Juni 2008, 22:08 Uhr (www.welt.de)
Simbabwe
Robert Mugabe – Herrscher von Gottes Gnaden
…Um sein Amt nicht zu verlieren, beruft sich der Despot auf die höchste Autorität – Gott. Er allein sei in der Lage, ihn abzuberufen… .

In seinem Kampf um Machterhalt hat Simbabwes Präsident Robert Mugabe für sich eine Herrschaft von Gottes Gnaden in Anspruch genommen. "Allein Gott, der mich berufen hat, wird mich ablösen, nicht die MDC, nicht die Briten", sagte Mugabe vor Unternehmern… .
[->Newapostolic Church Zimbabwe]
“District Apostle Charles S. Ndandula; President of the Newapostolic Church Zambia (incorporating Malawi and Zimbabwe)”
“Nur Gott kann mich aus meinem Amt entfernen”

…beim flüchtigen zuhören der Nachrichten vom Sonntag dachte ich, es würde ein Bericht über die Botschaft der neuapostolischen Botschafter gesendet werden. Weit gefehlt. Es ging um den 84jährigen Präsidenten Mugabe aus Zimbabwe, der mit seiner Botschaft ein tolles selbstbewusstes Selbstbild ausstrahlte.

Da der „Herrscher von Gottes Gnaden“ von der Botschaft Gottes felsenfest überzeugt zu sein scheint, dürfte es speziell neuapostolische Apostel nicht verwundern, wenn diese Botschaft von seinen aller treuesten Gefolgsleuten auch akribisch befolgt und kompromisslos so durchgesetzt wird. Das Argument, dass der Botschafter selbst an seine Botschaft glaubt und das dies die Basis des Glaubens ist, dürfte NaKi-Aposteln in ihrer bischöfflichen Theologie doch sehr, sehr bekannt vorkommen.

Beachtlich was ein Mann mit 84 Jahren und ganz auf sich allein gestellt, zu leisten im Stande ist um seinem Volk zu dienen (vorzeitig unbeurlaubbar). Eventuelle Missverständnisse und Überinterpretationen – die auf der persönlichen Ebene nie gänzlich auszuschließen sind – sollten jedoch den göttlichen Charakter der Botschaft des „Herrschers von Gottes Gnaden“ nicht schmälern (zumindest in den Augen seiner engsten Mitarbeiter)… :wink: .


shalom

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#18 Beitrag von Ich bin`s » 26.06.2008, 17:23

Hallo,

im 5. Mose 18,22 steht ein interessanter Beitrag zu nicht erfüllten Prophetien und deren Propheten: "Wenn der Prophet redet in dem Namen des HERRN und es wird nichts daraus und es tritt nicht ein, dann ist das ein Wort, das der HERR nicht geredet hat. Der Prophet hat's aus Vermessenheit geredet; darum scheue dich nicht vor ihm."

Eigentlich ziemlich deutlich oder?

Ich bin`s

42

#19 Beitrag von 42 » 26.06.2008, 22:56

StAp Leber: "Das Thema ist kein Dogma mehr, jeder kann sich sein eigenes Urteil darueber bilden."

Das schliesst dann auch ein, ob das deutliche Bibelwort anzuwenden ist.

shalom
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#20 Beitrag von shalom » 06.07.2008, 16:40

[-> Publikationen / neue Leitgedanken ]
Neue »Leitgedanken« werden ein halbes Jahr alt
05.07.2008
Die »Leitgedanken zum Gottesdienst« sind die wichtigste monatliche Schrift für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche. Herausgeber ist der internationale Kirchenleiter Stammapostel Wilhelm Leber. Aus den »Leitgedanken« sollen die Amtsträger wesentliche Anregungen für die Predigtinhalte im Gottesdienst entnehmen.
„…sind die wichtigste monatliche Schrift für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche…“. Diese Priorisierung wird wohl vom gesamten Amtskörper und dessen edlesten Teilen so geteilt wie mitgeteilt. Es ist schön, wie eine „reine Wortkirche“ immer die passenden Worte findet mitzuteilen, was ihr wichtig ist.

Cid nimmt kein [->Amtsblatt] vor den Mund und würdigt nicht nur ein halbes Jahr, sondern gleich ein ganzes halbes Jahrhundert neuapostolische Wortkirche!

Die Leitgedanken als wichtigste monatliche Schrift fehlen natürlich den Seelsorgern aller anderen christlichen Kirchen, die leider nur „die Schrift“ als wichtigste Basis haben. Das mag evtl. auch den „Mehrwert“ des Neuapostolischseins begründen, wo die alte Schrift all den neuen Leitgedanken mit zeitgemäßem Appostelwort incl. deren „Gebote der Stunde“ nicht das Wasser reichen kann.

shalom

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