Pfingsten 2008: 3 Jahre Stammapostel Dr. Leber

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Matula
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#21 Beitrag von Matula » 16.05.2008, 07:11

....Das Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche sieht hier große Defizite. Leber rief die Gläubigen dazu auf, sich mehr in die Gemeinden einzubringen, erwähnte aber auch die Schwierigkeit, dass die, die sich einbringen wollen oft an ihrer Gemeinde scheitern....

Ob er auch Blankenese meinte !?

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tosamasi
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#22 Beitrag von tosamasi » 16.05.2008, 10:41

Hinter-Fragende werden nicht gerne in der NAK gehört. Man nimmt in Kauf, dass sie sich zum Gehen wenden, oder hilft selbst passiv, vielleicht sogar ungewollt, nach.
Und das ist schade und auch nicht gut für die Kirche. Es ist aber eine kleine 'Schar', und fällt deswegen wohl im großen Gefüge nicht sofort auf. Ich denke aber, dass sich das in den kommenden Jahren ändert. Manche Vorgänge werden spät, zu spät bemerkt. Der Schlaf der Gerechten birgt viele Gefahren.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Lobo

#23 Beitrag von Lobo » 16.05.2008, 10:51

tosamasi hat geschrieben:...Ich denke aber, dass sich das in den kommenden Jahren ändert...
Hallo tosamasi,

allein mir fehlt der Glaube. :shock: :arrow: :idea:

Wie soll es angestellt werden, und vor allen Dingen, wer soll es machen?

Gruß
Lobo

Hannes

#24 Beitrag von Hannes » 16.05.2008, 11:20

Lobo hat geschrieben: Wie soll es angestellt werden, und vor allen Dingen, wer soll es machen?
Moin Lobo,

ich denke, dass sich das von selbst, heisst biologisch erledigen wird. Wenn erstmal die Alten - und mit ihnen die Erinnerung an "die guten alten Zeiten" - weg sind, dann wird damit auch das Fundament weg sein.

Dann wird die Nachfolgegeneration ihren Weg gehen - zeitgemäss und ohne dem geschichtlichen Klotz am Bein. Schau doch einmal in die Gemeinden und sprich mit den jungen Leuten ... und vergleiche deren Ansichten mit den Grundsatzpamphleten der NAK. Dazwischen liegen Welten!

Du kannst allerdings auch mal Bruder Kühnle, den Jüngeren, fragen. Privat, versteht sich ... 8)

Grüsse
Hannes

Matula
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#25 Beitrag von Matula » 16.05.2008, 15:31

....Der Schlaf der Gerechten birgt viele Gefahren....

Das ist nicht der Schlaf der Gerechten, sondern der Schlaf der Selbstgerechten der viele Gefahren birgt.

Matula
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#26 Beitrag von Matula » 16.05.2008, 15:33

....Schau doch einmal in die Gemeinden und sprich mit den jungen Leuten ... und vergleiche deren Ansichten mit den Grundsatzpamphleten der NAK. Dazwischen liegen Welten!....

In den Gemeinden gibt es ja kaum noch junge Leute !

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tosamasi
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#27 Beitrag von tosamasi » 16.05.2008, 15:52

Matula schrieb:
In den Gemeinden gibt es ja kaum noch junge Leute !
Viele Junge machen sich davon. Und die jungen Dagebliebenen vertreten oft antiquierte Ansichten und gehören innerlich zu den Alten. Insofern hat Lobo Recht mit seinen Befürchtungen.
Es bleibt ein schwieriges Kapitel.
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tosamasi

Lobo

#28 Beitrag von Lobo » 16.05.2008, 17:31

Hannes hat geschrieben:...Schau doch einmal in die Gemeinden und sprich mit den jungen Leuten ... und vergleiche deren Ansichten mit den Grundsatzpamphleten der NAK...
N'abend Hannes,
ich meine, dass ich einen ziemlich guten Einblick in verschiedene Bezirke und Gemeinden habe. Was ich da höre, lässt mich wenig, in Hinblick auf Veränderung in der NAK, hoffen.
Natürlich gibt es die Diskrepanz, und nicht nur bei Jugendlichen, zwischen eigenem Glauben und der offiziellen Vorgabe des Glaubens(Grundsatzpamphlet...).
Viele Jugendliche verabschieden sich schon vor der Konfirmation. Diese findet dann einfach nicht mehr statt. Dazu solltest du mal die Kommentare der sogenannten "Segensträger" hören.
Dann sind da die Jugendlichen, die eine tolle Clique gefunden haben. Glaubensdinge werden da eher weniger besprochen. Man genügt sich selbst, und freut sich auf jede neue Begegnung, was auch o. k. ist.
Eine andere Gruppe sind die aktiven Jugendlichen in der Gemeinde: Chor, Aktionen, Gruppenleitung etc., auch o. k.
Nicht zu vergessen die angepassten Jugendlichen. Aber aus dieser Gruppe werden in der Regel die Amtsträger rekrutiert. Z. B. 18-jährige Diakone.
Von daher glaube ich auch zukünftig nicht an eine wesentliche Veränderung des Amtskörpers. Der alte Geist von Liebes- und Segensentzug wird immer bleiben.

Gruß
Lobo

pu

#29 Beitrag von pu » 18.05.2008, 17:04

Wenn ich die Gemeinde sehe, zu der ich gehöre: sie stirbt aus. Die meisten Jugendlichen gehen nicht mehr. Da ich selber vier davon mein Eigen nennen darf :D hab ich also ganz direkten Kontakt und weiß, warum sie mit der Kirche nichts mehr anfangen können. Sie fühlen sich nicht geborgen, nicht aufgefangen, nicht verstanden. Jegliche Diskussionen über Glaubensfragen wurden sofort erstickt. Keine Chance. Meine eine Tochter sprach nach einer Jugendstunde von 'Gehirnwäsche'. Immer wieder dasselbe und bloß jeden kritischen Gedanken im Keim ersticken. So wird das einfach nix. Nun gehen sie alle nicht mehr. Das ist dann eben so. Was mich wirklich wütend und traurig macht, dass sie einfach im Stich gelassen worden sind, von ihren Segensträgern.
Also: Jugend weg, kritisches Mittelalter wird auch immer weniger, was bleibt ist die 'alte Garde', die die glauben, ohne wenn und aber, nichts hinterfragen und zu dir sagen, wenn du Probleme mit einigen Dingen hast: glaube doch einfach, mach dir nicht soviele Gedanken. Wenn ich frage: was soll ich denn einfach glauben? Unverständnis.
Die ATs, die versuchen 'anders' zu sein, die schlagen aus der Art, passen nicht ins Althergebrachte und sind irgendwann einfach weg.
Ich finde das alles maßlos traurig! Und über allem hört man nur: bring dich in die Gemeinde ein, Gemeinschaft ist das Wichtigste. Hm.. wenn ich mich in einer Gemeinschaft wohlfühle, dann bringe ich mich einfach ein, weil ich es will, weil es dann 'meins' ist.
Und was ist mit den Gemeinden, wo es so war? Die eine intakte Gemeinschaft waren? Die werden aufgelöst.

Irgendwie wird das Pferd von hinten aufgezäumt, oder so.

pu

Hannes

#30 Beitrag von Hannes » 18.05.2008, 17:12

pu hat geschrieben: Jegliche Diskussionen über Glaubensfragen wurden sofort erstickt. Keine Chance. Meine eine Tochter sprach nach einer Jugendstunde von 'Gehirnwäsche'. Immer wieder dasselbe und bloß jeden kritischen Gedanken im Keim ersticken. So wird das einfach nix. Nun gehen sie alle nicht mehr. Das ist dann eben so. Was mich wirklich wütend und traurig macht, dass sie einfach im Stich gelassen worden sind, von ihren Segensträgern.
Hallo pu,

ein von mir geschätzter Psychologieprofessor aus Boston sagte einmal: Du kannst nur aus Liebe oder aus Angst handeln ...

Wenn diese Eure Amtsträger im liebevollen Vertrauen auf ihren Gott der Jugend begegnen würden und diesen jungen Menschen mit leuchtenden Augen und klopfendem Herz von der Grösse und Weite und der Grenzenlosigkeit Gottes erzählen würden ... kannst Du Dir vorstellen, was da für eine Energie freigesetzt würde! Und wie begeistert diese jungen Menschen gemeinsam auf diesen Gott zulaufen würden ...

So etwas wünsche ich Dir/Euch!

LG
Hannes


Nicht müde werden,
sondern dem Wunder,
leise, wie einem Vogel
die Hand hinhalten.


(Hilde Domin)

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