NAK - größte Endzeitkirche in Europa

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Toleranz
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NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#1 Beitrag von Toleranz » 28.04.2020, 08:30

Den aktuellen Beitrag über die NAK vom Humanistischen Pressedienst finde ich ebenfalls, wie in einem dortigen Kommentar ausgeführt, richtig gut und differenziert:
https://hpd.de/artikel/keine-lust-mehr- ... orik-17966

fridolin
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Re: NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#2 Beitrag von fridolin » 28.04.2020, 10:59

Eine richtig gute Ausarbeitung zur der aktuellen NAK Situation.
Allein die Überschrift der Ausarbeitung ist schon ergreifend. :D

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Heidewolf
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Re: NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#3 Beitrag von Heidewolf » 28.04.2020, 21:48

Wenn man die Bibel als Kriterium des christlichen Glaubens haranzieht, dann ist es eigentlich keine Frage, dass das gesamte Glaubensleben auf die Wiederkunft Christi ausgerichtet ist. Nur das wann ist eine Frage, die man sich nicht stellen darf, denn Jesus hat ja an einigen Stellen gesagt, dass das nur der Vater weiss. Und es den Menschen nicht erlaubt ist, das zu wissen. Aber der Mensch in seiner Neugier ist da nicht zu bremsen. Und Glaubenssysteme (Kirchen) nutzen das oftmals schamlos aus, um eigene Macht zu zementieren und/oder zahlungswillige Schäfchen zu sammeln.

Den Zeitpunkt der Wiederkunft Christi zu berechnen oder vorherzusagen hat immer wieder Wellen geschlagen. Kaum ein NaherwartungsPrediger merkt, dass dadurch die eigentliche Verkündigung des Evangeliums mehr oder weniger stark leidet.

Stap Schneider sagte nun richtigerweise, dass die Zeitbestimmung der Wiederkunft Jesu einem Misstrauensvotum gleichkommt.
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Re: NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#4 Beitrag von Heidewolf » 28.04.2020, 21:51

Römer 14

…7Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. 8Leben wir, so leben wir dem HERRN; sterben wir, so sterben wir dem HERRN. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des HERRN. 9Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, daß er über Tote und Lebendige HERR sei.…
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Re: NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#5 Beitrag von Heidewolf » 28.04.2020, 21:58

Und dass in der NAK alles auf den Stammapostel fixiert ist, davon steht auch nix in der Bibel. Aber aus dem Dilemma kommt die NAK nicht so schnell heraus.
Denn weder die sehr diffuse Gründung der NAK noch die ebenso diffuse Namens- und Machtfindung eines Stammapostelamtes wird ein noch längeranhaltendes Hindernis zum christlichen Glauben in der NAK sein.
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Re: NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#6 Beitrag von fridolin » 29.04.2020, 07:49

Einen Dank an Toleranz, das er uns in seinem Eingangsbeitrag den Link reinstellte. Der Verfasser des Artikels hat gut recherchiert.
Er beginnt mit den Worten: Was selbst vielen Kirchenmitgliedern nur als eine Stellungnahme unter vielen scheinen mag, ist keine Selbstverständlichkeit für diese von Geburt an apokalyptische Gemeinschaft.
Meine Meinung dazu: Das lässt einem aufhorchen. Seit Ostern hat wohl eine neue Zeitenwende in der NAK begonnen.
Endzeit Trilogien der verschiedensten Varianten in verschiedenen Zeiträumen, haben in der NAK immer ein
zu Hause gefunden und wurden zu Glaubensüberzeugungen ausgeweitet.
Wie beschreibt der Verfasser das in seinem Artikel: „Denn das Wiedererkennen göttlicher Nachrichten im Weltgeschehen vor dem Ende ist geradezu ein Markenzeichen der NAK.“
Ja, dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Die NAK möchte anscheinend ihr Markenzeichen nicht mehr weiterführen. Was haben wir in Richtung des Markenzeichens alles schon gehört. Wir haben als erstes lernen müssen, dass alles kommt vom heiligem Geist und unsere Führungselite ist der sprechende Mund des Geistes Gottes. Und wir haben das auch von Herzen glauben wollen, dass das eine Gewissheit ist. Manche haben das auch nicht glauben wollen. Denen wurde die Sünde wider dem heiligen Geist beigeredet, die nicht vergeben werden kann. Nicht nur hier auf Erden, sondern auch nicht im Himmel
Rückschauend kann gesagt werden. Trotz aller Prophezeiung hat sich nichts erfüllt. Nichts von den bisherigen gepredigten und gelehrten Endzeit Trilogien -und Vorstellungen hat sich erfüllt. Die langjährige Geschichte hat das bewiesen. In der NAK wurden über die Jahrzehnte die verschiedenartigsten Endzeit Trilogien den jeweiligen Generationen eingehämmert.
Schneider hat jetzt endlich das Thema zur absoluten Chefsache gemacht und hofft wohl das Thema in vernünftigen Bahnen lenken zu können. Sonst hätte er nicht Klartext gesprochen. Nicht erst seit Ostern 2020. Sein Versuch läuft wohl schon seit längerem. Der Verfasser des geht in seinem Artikel näher darauf ein.
Wer Schneiders bisherige Amtszeit aufmerksam verfolgt hat, hat wohl festgestellt das Schneider schon des öfteren in seiner bisherigen Amtszeit davon gesprochen hat, das die gemachten Versuche der verschiedenen Deutlungen der Endzeit nicht im Willen Gottes liegen und auch zu keinem Erfolg führen. Sondern eher ein Misstrauensvotum gegen Gott gewesen sei.
Im Ostergottesdienst auf joutube hat er wohl die Gunst der Stunde genutzt den Endzeit Trilogien öffentlich
und weltweit vernehmbar den Schlussarkkord zu verpassen.
Solche Deutelungen kommen nicht von heiligen Geist. Das wird wohl für manchen Zuhörer am Ostermorgen eine schreckliche Vorstellung gewesen sein. Gelehrte Glaubensfundamente kamen da mit Sicherheit bei manchen ins Wackeln.

Selbst schon gehört nach Ostern, der Stammapostel soll jetzt nicht alles über Bord werfen. Das kann doch nicht alles falsch gewesen sein.

Eigentlich auch verständlich, da wird plötzlich einiges von dem was einem als unumstößliche Wahrheit gelehrt und ins Herz eingebaut wurde restlos entsorgt.
Das kann sehr sehr wehe tun. Glaubenswelten können da zusammenbrechen. Weil andere Stammapostel vor ihm eine andere Auslegungssprache führten. Wie viele der Mitglieder Schneider damit überrascht hat und wie viele seiner neuen Lehre folgen werden, bleibt vorerst noch im Dunkeln.

Trotzdem ein Dank an Schneider dass er den Mut zu Ostern hatte mit deutlichen Worten darauf hinzuweisen, dass die Endzeitdeuteleien jetzt endgültig ein Ende haben müssen.
Jedem ist bestimmt schon bewusst geworden, wenn er mal darüber richtig nachdenkt, von dem was bisher gepredigt und vorausgesagt wurde, hat Gott bisher nichts erlebbares in der Tat umgesetzt.
Scheider ist sich dem mit Sicherheit bewusst. Würde er jetzt aus Corona 19 ein Endzeitdebakel machen
und das ganze hochschaukeln, würde die Kirche mit Sicherheit im nach hinein ganz tief fallen. Wenn es dann nicht so wie vorausgesagt in Erfüllung geht und die Welt sich nach geraumer Zeit genauso weiterdreht wie gewohnt.
Weil der einzelne Gläubige sich dann heute mit Sicherheit nicht mehr mit irgendwelchen Ausreden zu Frieden stellen lassen würde. Ausreden die in früherer Zeiten wirksam waren, würden wohl heute eher kontraproduktiv enden.
Da schon viel verschiedenartige Deutelungen gemacht wurden und dennoch nichts von Gott in der Tat umgesetzt wurde sei die Frage erlaubt, hatte unsere Kirchenleitung überhaupt jemals in ihrer Bestehungsgeschichte den immensen persönlichen Kontakt zu Gott gehabt, wie es immer von ihr behauptet wurde.
Oder hat sie sich einem Traum hingegeben, vielleicht aus einer gewisses Glaubensintensität und Selbstüberzeugung und Selbstüberschätzungen die einzige Kirche Christi zu sein. Dann Dinge erzählt um die Erwartungshaltung vieler Gläubigen befriedigen zu können.

Wer sich als die einzig wahre weltweite Kirche Christi deklariert, hat nach solch einer Verkündigung ein Problem. Er muss fortwährend neues vom Throne Gottes zu Gehör bringen. Das eigentlich nichts von Throne Gottes geliefert wurde, zeigt sich eindeutig in die Feststellung, es hat sich nichts von den jeweiligen Deutelungen erfüllt.

In den Fragen und Antworten aus dem Jahre 1916 wird beschrieben was dem Stammapostelamt alles zugeschrieben wird
Lohnt sich da mal reinzuschauen

Frage 250 und 251 aus dem Jahre 1916 geben Antwort darüber was dem Stammapostelamt alles zu geschrieben wurde.
Zu welchen Neuoffenbarungen er befähig ist. Er hätte das größere Erkenntnislicht, die tiefere Weisheit und auch eine besondere Gottes- Geisteskraftkraft und er ist auch der Apostel unter den Aposteln. Er ist beauftragt Zeugnisse und Offenbarungen, dem Apostelkreis aus dem er hervor ging zu offenbaren. Das war schon fast sinnbildlich gesprochen kein Mensch mehr. Und diese haben reichlich gebraucht davon gemacht mit vielerlei neuen Offenbarungen die letztendlich immer gescheitert sind. Wenn Menschen schon fast Gottähnlich gemacht und praktisch auf einen Thron gesetzt werden, glaubt der mit Sicherheit nach einer gewissen Zeit selber an seine göttliche Berufung und an seine Befähigung göttliche Offenbarungen kundzutun.

Nebenbei bemerkt die Frage 277 ist auch interessant zu lesen. Da geht es um die einzelnen damaligen Amtsstufen.
Sogar von einem Diakonissenamt und von einem von einem eigentlichen Prophetenamt ist in der Aufzählung die Rede.

http://www.blickpunkt-nak.de/Dokumente/CID/F+A-1916.pdf

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Re: NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#7 Beitrag von fridolin » 29.04.2020, 08:19

@Heidewolf
Und dass in der NAK alles auf den Stammapostel fixiert ist, davon steht auch nix in der Bibel. Aber aus dem Dilemma kommt die NAK nicht so schnell heraus.
Denn weder die sehr diffuse Gründung der NAK noch die ebenso diffuse Namens- und Machtfindung eines Stammapostelamtes wird ein noch längeranhaltendes Hindernis zum christlichen Glauben in der NAK sein.
Wahrscheinlich hast du recht. :D
Jesus sagte, Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Das aber erst ein Stammapostel, der angeblich mit besonderen Gaben ausgerüstet ist, zwischengeschaltet werden muss, davon steht nix in der Bibel :D

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Re: NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#8 Beitrag von Heidewolf » 29.04.2020, 11:45

Wenn von einer Hierachie in der Bibel die Rede ist, dann können wir auf Galater 2 zurückgreifen.
7 Im Gegenteil, sie sahen, dass mir das Evangelium für die Unbeschnittenen anvertraut ist wie dem Petrus für die Beschnittenen - 8 denn Gott, der Petrus die Kraft zum Aposteldienst unter den Beschnittenen gegeben hat, gab sie mir zum Dienst unter den Völkern - 9 und sie erkannten die Gnade, die mir verliehen ist. Deshalb gaben Jakobus, Kephas und Johannes, die als die Säulen Ansehen genießen, mir und Barnabas die Hand zum Zeichen der Gemeinschaft: Wir sollten zu den Heiden gehen, sie zu den Beschnittenen.
Ansonsten wird ja auch auf die persönliche Ansprache Jesu zu Petrus Bezug genommen. ==> 'Hast du mich lieb?'

Es ist also von mehreren Säulen die Rede, die besonders begabt waren, also eine besondere Gabe hatten und lange mit Jesus zusammen waren.

Teamarbeit und Aufgabenteilung war demnach durchaus schon üblich.
Wenn also die NAK meint, einen Kirchenleiter haben zu müssen, dann ist das interne Kirchenangelegenheit, was ich bei den vielen Irrungen und Verwirrungen durchaus verstehen kann. Hat aber mit dem Evangelium nichts zu tun. Wie Fridolin schon sagt: Christus ist das Haupt und der Weg. Und natürlich auch die Wahrheit. Aber mit der Wahrheit hat die NAK auch so ihr Problem. Da ist im Augenblick eher totschweigen angesagt.
Zuletzt geändert von Heidewolf am 29.04.2020, 21:26, insgesamt 1-mal geändert.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

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Re: NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#9 Beitrag von fridolin » 29.04.2020, 19:36

@Heidewolf
Wenn also die NAK meint, einen Kirchenleiter haben zu müssen, dann ist das interne Kirchenangelegenheit, was ist bei den vielen Irrungen und Verwirrungen durchaus verstehen kann.
Wodurch sind denn die Irrungen und Verwirrungen entstanden.
Weil im höchsten Kirchenamt über lange Jahre Männer standen die in ihrer angeblichen Heiligkeit Dinge geoffenbart haben die nie eintrafen, aber verpflichtend waren. Weil sie angeblich von Gott kamen :D

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Re: NAK - größte Endzeitkirche in Europa

#10 Beitrag von fridolin » 30.04.2020, 15:12

Das in der NAK praktisch eine Heiligkeit lange, lange Jahr oben an der Spitze steht und fast angehimmelt wird, könnte ein Ende bereitet werden.
Ein Rotationsverfahren einführen.
Mit einer Amtsdauer von ca. 6 Jahren, dann muss die Heiligkeit gehen und eine erneute Wiederwahl und 2. Amtsperiode ist nicht möglich. Er müsste sich wieder in der Apostelschar einreihen. Oder wenn er dann vom Alter soweit ist, in Rente gehen.
Es wäre ein demokratischer Prozess und würde dem Amt komplett die einzigartige Heiligkeit und die übertriebene Verehrung entziehen. :D

Das hätte dann Auswirkungen runter bis zum Diakon. Die ganze Ämterverehrung wäre dann in allen Amtsstufen ein Ende bereitet.

Vor einigen Jahren hat mir ein Geschwist gesagt. Die ganze Schwarzkittelverehrung geht ihm sowas auf Keks.
Deshalb hatte das Geschwist keinen Bock mehr auf NAK und kommt seitdem nicht mehr. :D
Und das sind mit Sicherheit keine seltenen Einzelfälle.

Die Einführung eines Rotationsverfahren könnte eventuell für all diejenigen ein Anlass sein, mal wieder reinzuschauen.

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