Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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fridolin
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Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#1 Beitrag von fridolin » 08.12.2019, 14:07

Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..
https://nak-aussteiger2010.beepworld.de ... e-welt.htm
Stap Schneider: "Vor 2000 Jahren wusste Gott genau, was ich in dieser Woche machen werde. Er wusste genau, wie sich die Menschen in all den Jahrhunderten benehmen werden. Er wusste genau, wie die Menschen heute zu ihm stehen werden. Das wusste Gott schon vor 2000 Jahren, weil die Zukunft für ihn Gegenwart ist. In diesem Wissen hat er seinen Sohn geopfert für dich und für mich. Mag einer sagen: “Das ist sehr theoretisch!” Für mich ist das nicht so. Der liebe Gott wusste genau, wie die Menschen heute sind. Er wusste genau, was ich bin und wie ich reagiere, was ich falsch machen werde; zum zehnten Mal hat er mir etwas gesagt und zum hundertsten Mal habe ich es nicht gemacht. Trotzdem hat Jesus Christus sein Leben am Kreuz gelassen für mich"
Schon sehr gewagt Schneiders Theorie.
Denn lt. Schneider wusste Gott also schon genau vor tausenden von Jahren, das der und der heute lebt. Weiß genau was dieser oder jener in dieser Minute und Sekunde denkt und wie er handeln wird, egal an welchen Ort er sich auf dieser Erde befindet. Und wer noch namentlich auf diesen Erdkörper in Zukunft hier weltweit rumspringt. In der nächsten und übernächsten Woche und den noch folgenden Jahren.

Alle Schlechtigkeiten dieser Erde die heute geschehen, oder schon geschehen sind und in Zukunft geschehen werden, wären dann Gott schon tausenden schon von Jahren komplett bewusst gewesen, in allen Einzelheiten. Ob einer arm oder reich sein wird. Ob er in einer Notunterkunft wohnen wird, oder verfolgt werden wird, oder auf der Sonnenseite des Lebens stehen wird. Oder zu welchem Menschengeschlecht jemand gehören wird. :idea:

Jetzt zum eigentlichem Thema.
Lt. NAK Theologie sind ihre Amtsträger von Gott erwählt und er hat durch Zeichen und Hinweisen sein ok zum Wunschkandidaten der Kirche gegeben. Hört sich erstmal wundervoll und schön an, Gott sagt ja zum dem anvisierten Wunschkandidaten, den er schon vor tausenden von Jahren auserkoren hat.
Der noch nicht geboren war, aber in ferner Zukunft Amtsträger in der NAK werden wird. Denn sie sind alle erbeten worden und Gott hat nur noch die Zeichen und Hinweise gegeben, der, der, den will ich haben, weil ich den und den schon vor tausenden von Jahren dafür bestimmt habe in meinem Werk die NAK als Amtsträger zu dienen.

Also wusste Gott schon tausenden Jahren, als noch niemand auf dieser Welt an eine NAK dachte, dass in ferner Zukunft sein einziges Erlösungswerk genannt NAK existieren wird. Wem er tausende Jahre später seine Zustimmung als Amtsträger in diesem seinem Werke geben wird, weil sie schon vorab ausgewählt waren.

Was erleben wir aber als sichtbare Realität. Wir erleben, dass etliche der schon vor tausenden Jahren Auserkorenen hoch bis zum Apostelamt, wodurch auch immer ihr Amt niederlegen oder es ihnen aberkannt wird.
Gott wusste dann also auch schon vor tausenden Jahren, wer von den auserkorenden gestern, heute und in Zukunft sein Amt wieder verlässt, oder verlassen muss.
Weshalb gibt Gott dann trotzdem seine Zustimmung, obwohl er schon vor tausenden von Jahren wusste der und der wird nicht durchhalten und verlässt eventuell das Erlösungswerk, oder wird gegangen. :wink:

Ist der NAK nicht bewusst, dass sie uns da eigentlich einen ganz wankelmütigen Gott verkauft, der eigentlich nicht weiß, was er will und möchte und was er tut. Menschen in ein Amt hievt, von denen er schon vor tausenden Jahre wusste, die werden nicht durchhalten, kommen eventuell dadurch in seelische Konflikte. Warum will er sie dann trotzdem unbedingt in ein Amt bringen. Das hat dann doch mit einem liebenden Gott nichts mehr zu tun. :D

Gott wäre dann ja der schuldige, der Menschen in ein Amt drängt, seine Zustimmung schon vor tausenden dazu Jahre gegeben hat und ihnen durch die Kirchenführung mitteilen lässt, du bist erbeten. Von denen er aber schon vor tausenden von Jahren wusste, der und der von den auserkorenden werden wieder gehen.
Ihr Amt nach gewisser Zeit nicht mehr ausüben wollen und vielleicht die NAK vor lauter Frust verlassen. So ist die Kl. immer aus dem Schneider, schuld ist Gott, der hat den oder den ausgesucht der jetzt nicht mehr will, wir nicht. :D

Diese Lehre der NAK vom erbeten sein steht m. M. n. auf ganz ganz wackligen Füßen.
Könnte es nicht sein, dass sich die hauseigene Lehre vom erbeten sein, dem Gott seine Zustimmung schon vor tausenden Jahren gegeben hat, nur reines Wunschdenken einer Organisation ist um den ins Auge gefassten Kandidaten seelisch zu beflügeln. Als erwählter zu gelten, kann sicherlich sehr förderlich für den persönlichen Einsatz sein. Der Glaube daran, kann unterschiedliche Begeisterungen und Emotionen und Höhenflüge des einzelnen beim Einsatz im Amt auslösen. Bei manchen ist der Traum auch schnell wieder ausgeträumt. :D

Dass ausschauen nach geeigneten Kandidaten muss sein. Da vorne muss ja letztendlich jemand am Altar stehen und die Kirche muss auch geleitetet werden. Also aus rein organisatorischen Gründen, um einen Ablauf gewährleisten zu können. Oft geht es gut mit dem Kandidaten, manchmal auch nicht. Dürfte aber eigentlich nicht passieren, denn der vorausschauende Gott hat sie doch schon vor tausenden Jahren erwählt und auserkoren. :D

Wäre es nicht angebrachter das vordergründig im Auge zu behalten und das auch zu vermitteln. Anstatt das alles weiter mit einer gewissen Mythologie zu verknüpfen.

Die katholische und die evangelische Kirche weiß das schon längst und bildet ihren geeigneten Nachwuchs über ein mehrjähriges Theologie Hochschulstudium aus. :!:

Wie ist eure Meinung zu dem Thema ?

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Loreley 61
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Re: Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#2 Beitrag von Loreley 61 » 09.12.2019, 07:01

In diesem Wissen hat er seinen Sohn geopfert für dich und für mich.
Dieser Teilsatz ist für mich viel schlimmer. Er offenbart mir einen sadistischen Vatergott der nur dann der Menschheit vergeben kann, wenn Blut fliesst, der ein Opfer braucht und dafür sogar seinen eigenen Sohn opfern lässt. Wieso?

Zudem ist die Opfergeschichte unlogisch. Es heißt sinngemäß, dass Satan den Judas zum Verrat überredet hat. Dabei hätte Satan doch alles daran setzen müssen, dass dieses Opferdrama niemals stattfindet. Er hätte Sorge tragen müssen, dass Jesus kein Haar gekrümmt wird, denn nur so wäre Gottes Wille, nämlich der Opfertod seines Sohnes, niemals wahr geworden. Oder ist Satan so blöd? Oft schon habe ich diese Fragen gestellt, aber eine verwertbare Antwort nie bekommen.

Vorweihnachtliche Grüße - Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
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Bezirks-Elster
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Re: Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#3 Beitrag von Bezirks-Elster » 09.12.2019, 11:04

Hi fridolien,
aus meiner Sicht siehst du die Sache zu "schwarz/weiss".
Dass es für Gott keine Zeit und damit keine Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft gibt, da gehe ich mit Schneider mit. Auch wenn ich mir das schlecht vorstellen kann. Aber ich bin ja auch "nur ein Mensch".
DAs "Erbeten-" und "Erwählt- Sein" sehe ich viel pragmatischer und unspektakulärer. Da geben sich "Diener Gottes" Mühe, den richtigen Mitarbeiter zu finden, beten zu Gott, schauen sich die Kandidaten an entscheiden sich für jemanden - das würde ich entmythifizieren.
Ein Gott, der scheinbar tatenlos dem Weltgeschehen zusieht, der nicht in den Gaskammern des 3. Reiches eingreift, wenn sein Volk zu ihm schreit, der ist bei solchen Auswahlprozessen denke ich mal mega-entspannt ....
"Liebe Geschwister, `im Natürlichen` gibt es den Bewehrungsstahl ....."
Co-Predigt zum Thema "Bewährung" in einer deutschen Landeshauptstadt im Jahr 2015

Lothar Poerschke
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Re: Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#4 Beitrag von Lothar Poerschke » 09.12.2019, 11:04

Liebe Lory,

ein Kölner Kaberettist sagte mal : " Religion und Bier haben eines gemeinsam : Erst wird man benebelt und dann muß man nur noch austreten. "

Nachlesen kann man das auch unter Satire bei Detlef Streich.

Mir fiel das gerade ein, weil ich am Wochenende in Köln bin.

Eine gesegnete Weihnachtszeit

Lothar

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Heidewolf
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Re: Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#5 Beitrag von Heidewolf » 09.12.2019, 11:44

Diese Aussage ist schon sehr gewagt, wenn nicht sogar absurd.
Dann brauch ich ja theoretisch nicht mehr beten, weil Gott schon den ganzen Ablauf kennt und alles so abläuft, wie vorhergesehen.
Und Gott hat dann auch nicht eingegriffen, als soviel Unrecht mit der Botschaft von JGB im Namen Gottes geschah.
Oder aber Gott hat keine Möglichkeit einzugreifen, er hat nur die Möglichkeit entspannt oder auch nicht sich dieses ganze Unheil auf der Erde anzuschauen.
Was für eine seltsame Theologie hat der Anführer des Gottesvolk so?? Ich muss mich nur wundern.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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Heidewolf
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Re: Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#6 Beitrag von Heidewolf » 09.12.2019, 11:45

Ist das jetzt das Neue Licht von JLS?

Passt irgendwie nicht zur Bibel.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

fridolin
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Re: Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#7 Beitrag von fridolin » 09.12.2019, 14:34

Wie veränderlich NAK Lehre sein kann. Erst musste der allmächtige lt. NAK mehrere Modelle von Menschen machen, um raus zubekommen welches Modell von den verschiedenen Menschenarten die er anfertigte, das richtige ist. Aber in diesen Modellen wird er nie einziehen oder gar darin wohnen. Dann hatte er es endlich nach längerem probieren geschafft, der Mensch bei dem er einziehen konnte war geschaffen. Mit dieser These wurde Gott total abgewertet, auf die Stufe eines Bauherrn, der verschiedene Modelle braucht, um zu einem Erfolgsmodell zu kommen was sich durch setzt :D
Nach einem Allmächtigen Gottes, der alles hört, der alles auf Anhieb kann praktisch mit einem Fingerschnips hört sich das nicht unbedingt an. :D

Jahre später, genau das Gegenteil von dem vorherigen. Nix mehr mit verschiedenen Modellen in denen Gott nicht einziehen kann weil sie angeblich nur Modelle waren.

Sondern: Es ist denkbar, dass der heutige Mensch (Homo sapiens sapiens) von Anfang an ein beseelter Mensch war, möglicherweise schon vor über 130.000 Jahren.”
Da durfte Gott wieder zum Allmächtigen Gott werden. :D

Etliche Jahre später sagte Stammapostel Leber, das alte Testament ist nur sinnbildlich zu verstehen, kann nicht unbedingt wörtlich genommen werden, mehr symbolisch und metaphorisch. Das betrifft insbesondere die Schöpfungsgeschichte, die kann nicht unbedingt wörtlich genommen werden.
Das heißt doch übersetzt, was da im alten Testament alles steht, ist mit Vorsicht
zu genießen. Das nennt sich dann fortschreitende Erkenntnis, von einer Erkenntnis in die andere zu führen. Oder besser gesagt, wir wurden Generationsmäßig von einer absoluten Wahrheit in die andere absolut höhere Wahrheit geführt :D

Und heute; Gott wusste schon vor tausenden Jahren, was du jetzt in dieser Sekunde und Minute denkst und was du zukünftlich noch denken wirst. :D
Nach dieser These zu urteilen, kannst du dich mit nichts zurückhalten, oder selbst verhindern, weil schon vor tausenden Jahren alles feststand. Praktisch ferngesteuert, weil schon vorprogrammiert. :D

https://nak-aussteiger2010.beepworld.de ... e-welt.htm
So konnte Apostel Startz AM 10.5.1972 in einem privaten Schreiben auf eine Frage hin die Sache wie folgt erklären:
„Wir geben zu, daß durch Ausgrabungen der Neandertaler Mensch gefunden wurde, der schon vor 100 000 Jahren gelebt haben soll. Steht es aber Gott nicht zu, von dem Menschen, den er schaffen wollte, zuerst ein Modell zu machen? In dem Modell hat er aber nicht gewohnt. Ein kluger Bauherr läßt sich von einem Architekten auch zuerst ein Modell anfertigen. Dieses wird er nie beziehen oder gar darin wohnen. So hat Gott auch nicht in dem Neandertaler-Menschen gewohnt. Er war lediglich das Modell. Dann aber kam die Stunde, in welcher der allmächtige Gott die Worte sprach: "Lasset uns es sich hierbei um eine bildhafte Ausdrucksweise, die nicht wörtlich genommen werden kann. So verhält es sich mit der gesamten Schöpfungsgeschichte. Somit brauchen wir uns auch nicht in Widerspruch zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu setzen.“ ein Bild, das uns gleich sei!" In diesem Ebenbild Gottes wohnte der Herr, denn er gab ihm seinen Geist und dadurch wurde der Mensch zu einer lebendigen Seele.“
Auch Stammapostel Fehr hatte 2001 noch nicht so richtig Vertrauen in die Wissenschaft und bemerkte im übertragenen Pfingstgottesdienst an:
„Ich weiß, wir leben in einer Zeit, wo alles angezweifelt wird und die Eckwerte des Evangeliums umgestoßen werden. Ich sagte den Aposteln vor dem Gottesdienst, dass ich kürzlich gehört habe, wieder von jemandem, der sagt: Tot ist tot, und dann ist alles aus, und es gibt keinen Schöpfer aller Dinge. Es ist alles entstanden durch die Moleküle und schließlich durch einen Urknall, und wie die Theorien alle heißen. Dann habe ich gesagt:
Das ist genau gleich, wie wenn man behaupten würde, durch eine Explosion in einer Buchdruckerei ist das Brockhaus-Lexikon entstanden
2004 gab es dann noch etwas holprig eine NAKI Verlautbarung vom 11.11. zur Evolutionstheorie:
“Die Neuapostolische Kirche sieht in der Evolutionstheorie keine geeignete Erklärung für die Schöpfung, weil diese Theorie Gott als Schöpfer in ihre Betrachtungen nicht einbezieht. Dagegen sieht sie in den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Evolution keinen Widerspruch zu den Aussagen der Bibel. (...) Es ist denkbar, dass der heutige Mensch (Homo sapiens sapiens) von Anfang an ein beseelter Mensch war, möglicherweise schon vor über 130.000 Jahren.”
Was das Alte Testament anbelangt, so muss man sagen, dass viele Dinge sicherlich symbolisch und metaphorisch zu verstehen sind. Das betrifft insbesondere die Schöpfungsgeschichte. Wenn da zu lesen ist, dass „der Herr den Menschen aus Erde vom Acker“ machte und ihm „den Odem des Lebens in seine Nase blies“, dann handelt es sich hierbei um eine bildhafte Ausdrucksweise, die nicht wörtlich genommen werden kann. So verhält es sich mit der gesamten Schöpfungsgeschichte. Somit brauchen wir uns auch nicht in Widerspruch zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zu setzen.“

greg

Re: Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#8 Beitrag von greg » 10.12.2019, 06:51

fridolin hat geschrieben:
08.12.2019, 14:07
Denn lt. Schneider wusste Gott also schon genau vor tausenden von Jahren, das der und der heute lebt. Weiß genau was dieser oder jener in dieser Minute und Sekunde denkt und wie er handeln wird, egal an welchen Ort er sich auf dieser Erde befindet. Und wer noch namentlich auf diesen Erdkörper in Zukunft hier weltweit rumspringt. In der nächsten und übernächsten Woche und den noch folgenden Jahren.

Jetzt zum eigentlichem Thema.
Lt. NAK Theologie sind ihre Amtsträger von Gott erwählt und er hat durch Zeichen und Hinweisen sein ok zum Wunschkandidaten der Kirche gegeben. Hört sich erstmal wundervoll und schön an, Gott sagt ja zum dem anvisierten Wunschkandidaten, den er schon vor tausenden von Jahren auserkoren hat.
Der noch nicht geboren war, aber in ferner Zukunft Amtsträger in der NAK werden wird. Denn sie sind alle erbeten worden und Gott hat nur noch die Zeichen und Hinweise gegeben, der, der, den will ich haben, weil ich den und den schon vor tausenden von Jahren dafür bestimmt habe in meinem Werk die NAK als Amtsträger zu dienen.

Also wusste Gott schon tausenden Jahren, als noch niemand auf dieser Welt an eine NAK dachte, dass in ferner Zukunft sein einziges Erlösungswerk genannt NAK existieren wird. Wem er tausende Jahre später seine Zustimmung als Amtsträger in diesem seinem Werke geben wird, weil sie schon vorab ausgewählt waren.
Da bewegen wir uns in Themen die aktuell sowohl Wissenschaft wie auch Philosophie beschäftigen. Grundsätzlich geht die Wissenschaft davon aus, dass der Mensch keinen freien Willen hat. Auch wenn wir in der NAK immer das Gegenteil hören, der Mensch hat eben keinen Freien Willen. Jede Entscheidung die wir treffen, treffen wir aufgrund unser bisherigen Erfahrungen. Bildung, Erziehung, Umfeld, Charakterentwicklung, all das fliesst in jede Entscheidung mit ein. Und die Naturwissenschaft hat schon lange herausgefunden: unser Gehirn trifft eine Entscheidung, bevor wir diese "Bewusst" selber treffen. Natürlich spielen dabei unsere Wünsche, Sehnsüchte und eben bisherige Erfahrungen eine Rolle. Aber: Wir tun nicht was wir wollen. Nein wir wollen das, was wir tun.

Und hier kommt jetzt auch die Philosophie zum Zug: Ist wirklich alles Vorbestimmt? Ist der Freie Wille eine Illusion? Was macht uns dann zu Menschen? Was soll dann Demokratie, wenn es keinen Freien Willen gibt? Wäre eine Diktatur dann nicht besser für die Menschen? Die Philosophie sucht seit Jahrtausenden Antworten auf diese Frage, also werden wir sie auch hier im Forum sicher nicht beantworten können. Aber interessant ist es trotzdem, sich damit auseinanderzusetzen.

Zurück zum Thema: Wenn also Schneider sagt, dass alles Vorbestimmt ist, so deckt sich diese Aussage mit dem was einige Namhafte Philosophen auch denken und vertreten. Ob es wirklich so ist oder nicht, darauf kann uns weder die Naturwissenschaft noch die Philosophie noch Scheider eine endgültige Antwort geben. Doch etwas kann die Wissenschaft sagen, nämlich das der Glaube an den Freien Willen wichtig ist. So haben Psychologen gezeigt, dass Zweifel am freien Willen Menschen aggressiver, weniger hilfsbereit und unmotivierter machen kann.

greg

Re: Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#9 Beitrag von greg » 10.12.2019, 07:09

Heidewolf hat geschrieben:
09.12.2019, 11:44
Und Gott hat dann auch nicht eingegriffen, als soviel Unrecht mit der Botschaft von JGB im Namen Gottes geschah.
Hier könnte man jetzt Argumentieren: Gott hat eingegriffen und den Gläubigen ein klares Zeichen gegeben. Nur haben es die meiste einfach ignoriert.

Am 12. September 1954 sagte Bischoff in Stuttgart:
"Ich bin mir doch bewußt, wenn ich sterben würde - was nicht der Fall sein wird -, dann wäre Gottes Werk vernichtet."
Er starb 1960.

Die NAK gibt es immer noch... Wieso?

Ernsthaft
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Re: Vor 2000 Jahren wusste Gott genau …..

#10 Beitrag von Ernsthaft » 10.12.2019, 08:58

Wieso?
Weil die NAK ein Geschäftsmodell ist.

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