Kann das richtig sein !?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Lobo

#41 Beitrag von Lobo » 23.04.2008, 14:08

Matula hat geschrieben:...Nein, denn hier handelt es sich um eine AG, als Tochter zwar zu 100% angegliedert an die NAK NRW, die soweit ich das verstanden habe, Geld auf dem freien Markt erwirtschaften soll und muss, also kein Opfergeld für den Herrn geschenkt bekommt...
Doch, was sind das denn für Gelder mit denen "auf dem freien Markt" gearbeitet wird.
Opfergelder, die nach Anlage schreien. :shock:
Entweder willst du den Zusammenhang nicht sehen, oder...

Wie sagte Hirte Senn(Verwaltungsleiter NAKI-Zürich) in einem Interview:
...Wir investieren in die gängigen Bluechips, dann haben wir natürlich auch Währungsanlagen...
Noch Fragen, Kienzle?

Gruß
Lobo

Anne

#42 Beitrag von Anne » 23.04.2008, 14:18

Lobo hat geschrieben:Die Geschwister werden nicht da abgeholt, wo sie im Leben stehen. Es bleibt immer ein großes Delta, zwischen der Theorie am Altar und der Praxis im Leben.
Ja und nein, würde ich sagen. Ich selbst erleb(t)e vieles in der NAK als weltfremd. Aber ich habe den Eindruck, dass genau das von vielen auch gesucht wird, sie wollen diese 'andere' Ebene, bekommen also, was sie suchen.

Und ich sehe (wohl ähnlich wie tosamasi) eine Gefahr darin, wenn man von einem Gottesdienst oder dem, der ihn hält, zu viel erwartet. Wiederum ein Vergleich mit einem Zitat, das ich gerade gelesen habe:

Die Menschen erwarten zu viel vom Leben. Am liebsten würden sie sich jeden Tag verlieben. Was für eine Last. (Grant)

-> Die Menschen erwarten zu viel vom Gottesdienst (bzw. dem, der ihn hält). Am liebsten würden sie jedes Mal eine 'Offenbarung' erleben. Was für eine Last.

Damit will ich Gott in keinster Weise einschränken (nur damit das keine Missverständnisse gibt). Aber unsere eigene Erwartungshaltung gibt mir manchmal zu denken...

Liebe Grüße
Anne

Lobo

#43 Beitrag von Lobo » 23.04.2008, 14:29

Anne hat geschrieben:...Und ich sehe (wohl ähnlich wie tosamasi) eine Gefahr darin, wenn man von einem Gottesdienst oder dem, der ihn hält, zu viel erwartet...
Anne, ich meine, es nicht zu viel erwartet, wenn ich keine Allgemeinplätze, Leerformeln, heiße Luft oder wie sooft, keine Drohbotschaft mehr hören möchte.

Gruß
Lobo

Anne

#44 Beitrag von Anne » 23.04.2008, 14:53

Okayokay... :wink:

Matula
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#45 Beitrag von Matula » 23.04.2008, 16:31

Lobo hat geschrieben:
Matula hat geschrieben:...Nein, denn hier handelt es sich um eine AG, als Tochter zwar zu 100% angegliedert an die NAK NRW, die soweit ich das verstanden habe, Geld auf dem freien Markt erwirtschaften soll und muss, also kein Opfergeld für den Herrn geschenkt bekommt...
Doch, was sind das denn für Gelder mit denen "auf dem freien Markt" gearbeitet wird.
Opfergelder, die nach Anlage schreien. :shock:
Entweder willst du den Zusammenhang nicht sehen, oder...

Wie sagte Hirte Senn(Verwaltungsleiter NAKI-Zürich) in einem Interview:
...Wir investieren in die gängigen Bluechips, dann haben wir natürlich auch Währungsanlagen...
Noch Fragen, Kienzle?

Gruß
Lobo

Das Gründungskapital der neuapostolischen Service AG in Höhe von € 50.000 stammt nicht direkt aus Opfergeldern, sondern über Umwege aus den Zinseinnahmen.

Natürlich wird Opfergeld genommen und abgeschöpft, indem man mit der Service AG für die Kirche irgendwelche Dienstleistungen leistet und diese mit der Kirche abrechnet. So schliesst sich dann wieder der Kreislauf.

tergram

#46 Beitrag von tergram » 23.04.2008, 16:44

Anne hat geschrieben:Die Menschen erwarten zu viel vom Gottesdienst (bzw. dem, der ihn hält). Am liebsten würden sie jedes Mal eine 'Offenbarung' erleben. Was für eine Last.
Diese Gefahr sehe ich durchaus - aber sie ist hausgemacht.

1.) Wer den GD-Besuchern jahrzehntelang predigt, dass es sich bei der NAK um das Werk Gottes + die Knechte Gottes + das Wort Gottes handelt, weckt doch bewusst diese Erwartungshaltung. Von Gott darf ich Menschlein doch etwas erwarten, oder?

2.) Wenn die "innere Offenbarung" sich aber im GD nicht einstellte, hat man den GD-Besuchern stets eingeredet, dass das an ihnen läge: Zu wenig geglaubt, zu wenig gebetet, zu wenig geopfert, zu wenig vorbereitet, zu wenig wasauchimmer. Ein Ausfall der Wirksamkeit Gottes (s. 1.) ) war ja undenkbar.

Wenn man von dem hohen Ross des permanent verkündeten "ach was sind wir heute wieder alle so selig geworden" herunterkommt, findet man sich unversehens auf dem Boden des Alltagserlebens wieder: Es kann wohltuend sein, wieder diesen festen Boden unter den Füßen zu haben. Eine Erfahrung, die die NAK vielleicht noch erlernen muss. :wink:

Tom aus Franken

#47 Beitrag von Tom aus Franken » 23.04.2008, 17:17

Das Thema Geld wurde schon vielfach diskutiert. Grundsätzlich ist anzumerken:

1. Änderung der Statuten der NAK
2. Offenlegung der Gehälter der angestellten Mitarbeiter der NAK
3. Der Zehnte des Opfers muss in der Opfergemeinde bleiben und dort vom Vorsteher verwaltet werden. Der entscheidet, was mit diesem Geld geschieht.
4. Die Darstellung des Grundes zum Opfern ist schnellstens zu ändern. Jetzt liegen doch wieder die Belege in den Kirchen, wegen dem Ausweis der freiwilligen Spenden, also ist das Opfer kein Opfer, sondern eine Spende!
5. Großveranstaltungen wie Pfingsten usw. sind als solche auch zu deklarieren, ohne dem Zusatz der freien Bedienung aller geladenen Teilnehmer (ich meine die Gottesknechte) Die Begleitungen sind allemal als solche zu deklarieren und müssen ihre Kosten selber tragen, aber die kommen ja auch wieder aus dem Opfertopf, da ja daraus die angestellten Gottesknechte entlohnt werden und die Frauen fast nie einer anderen bezahlten Tätigkeit nachgehen.

Soviel mal dazu!

Tom aus Franken

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#48 Beitrag von tosamasi » 23.04.2008, 17:34

Matula schrieb:
Das schäbige ist wie ich meine, dass man den Geschwistern einredet, sie geben ihr Opfer ausschliesslich dem Herrn und dann bedient man sich völlig hemmungslos aus diesen Geldtöpfen und richtet für die Gattinnen teure Luxusreisen aus.
Ich billige den Geschwistern genug Grips zu, zu wissen, dass das Geld nicht als Rauchopfer zu Gott steigt. Irgendwie sollte es dem Einfachsten auch klar sein, dass das Geld in einer Schatulle landet, verwaltet und ausgegeben wird. Dabei hoffe ich natürlich, dass die Geschwister über die wohl-oder unwohltemperierte Kirchenbank hinaus denken können. Wir haben in der Schule doch alle rechnen gelernt.

Katze, ich versteh dich schon. Allerdings verwirrte mich der zusammenhanglose Vergleich von Weltpolitik und Kirchenpolitik. :lol:
Zuletzt geändert von tosamasi am 23.04.2008, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Hannes

#49 Beitrag von Hannes » 23.04.2008, 17:36

Tom aus Franken hat geschrieben: Die Begleitungen sind allemal als solche zu deklarieren und müssen ihre Kosten selber tragen, aber die kommen ja auch wieder aus dem Opfertopf, da ja daraus die angestellten Gottesknechte entlohnt werden und die Frauen fast nie einer anderen bezahlten Tätigkeit nachgehen.
Rischtisch ... ich sehe schon die Deklarierungsbeauftragten im Kirchenfoyer stehen mit Brandeisen in der Hand. Frauen links, Apostel rechts ...

Mann, Tom, komm runter! Wenn die Apostelgattinnen die Kosten selbst tragen, dann wird das, wie Du recht erkannt hast, auch aus Opfergeldern sein! Und jetzt beisst der Schwanz mal wieder in die Katze! Lass doch das Dorf bei der Kirche und gönne den Eheleuten Ihre 2 bis 3 Tage Glück in der Hauptstadt ... die Kirche hat die Kohle - Du finanzierst das doch, oder ...
:P

Jetzt fällt mir gerade ein Satz "auf den Geist", den mir ein Psychomensch einmal sagte: Wenn du etwas ändern möchtest, dann geht das nur bei dir selbst.

LG
Hannes

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#50 Beitrag von tosamasi » 23.04.2008, 17:42

Tom schrieb:
aber die kommen ja auch wieder aus dem Opfertopf, da ja daraus die angestellten Gottesknechte entlohnt werden und die Frauen fast nie einer anderen bezahlten Tätigkeit nachgehen.
Hannes, ich folge deinen Worten tastatürlich und verweise Tom nochmals auf das Perpetuum mobile, im Sinne der Quadratur des Kreises. :wink:
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tosamasi

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