Kann das richtig sein !?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Matula
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#31 Beitrag von Matula » 23.04.2008, 10:40

Hannes hat geschrieben:
Matula hat geschrieben: (...) hier geht es auch um die Frage, ob es gegenüber den einfachen Gemeindemitgliedern moralisch vertretbar ist, dass man (...)
Ach Matula, Lieber Hannes,

finanzierst Du "die Kirche"? Ja? Ich bin Mitglied der NAK und das seit meiner Geburt wie man so schön sagt. Ob und in wie weit ich mit dazu beitrage, die Kirche und die von mir beschriebenen Ausuferungen zu finanzieren, ist meine persönliche Angelegenheit und darüber bin ich keinem eine Rechenschaft schuldig. Dieses ändert aber nichts daran, dass man diese von mir gestellten Fragen stellen kann und darf.

Dann würde ich das heute noch einstellen. Opfer kann ich auch direkt an Geschwister weitergeben. Für den einen und die andere sind 100 oder 200 Euro "die Welt" und nimmt ganz viele Sorgen.

Das ist ein völlig anderes Thema und fällt für mich mit unter den Begriff Nächstenliebe und es ändert auch nichts daran, dass die von mir gestellten Fragen nach der Opfergeldverwendung gestellt werden kann und darf.


Wenn Du die Kirche nicht finanzierst (so wie ich ... :wink: ), dann kann ich Deine Aufregung nur schwer nachvollziehen. Lass die doch machen! Dort in den Kirchen treffen sich immer die Richtigen ... und schau Dir mal das Primborium um den "heiligen Vater" (was für ein abstruser Begriff) an. Wie er mit seinem Spielzeugauto, in Pelzrobe und roten Gucci-Schühchen durch die USA tingelt, und 1,5 Milliarden von Kirchensteuer-Geldern an Opfer sexuellen Missbrauchs durch Priester verteilt - ist das "moralisch vetretbar"? Und: darüber spricht niemand! Da haben sich die Römer einen grossen Vorsprung erarbeitet!

Man kann wohl nicht sagen, ach die anderen machen es noch schlechter als wir es machen, deshalb kann es uns doch egal sein, ob bei uns Opfergelder, für mein Dafürhalten mit Gattinnen VIP-Betreuung rund um die Uhr, verschwendet werden. Das kann es doch wohl nicht sein.

Im Übrigen tangiert es mich nicht weiter, wie sich die kath. Kirche in Geldverschwendung gibt. Das müssen deren Gläubigen wissen, ob sie das über die Kirchensteuer bereit sind, zu finanzieren.


Mahlzeit!
Hannes

Hannes

#32 Beitrag von Hannes » 23.04.2008, 11:11

Nein, lieber Matula, Du bist keinem Rechenschaft schuldig! Nur Dir selbst und eventuell irgendwann einmal Deinem Gott ...
und Du darfst auch jede Frage der Welt stellen! Mir zumindest ... :wink:

Warum unterscheidest Du zwischen "Opfer" und "Taten der Nächstenliebe" (meine Worte)? Gut, jetzt stehen wir wieder vor der Frage: was ist Opfer? Warum wurde Opfer im alten Testament (auch) verbrannt? Und: wenn Opfer (= Dein Geld) verbrannt werden kann (laut heilige Schriften), warum kann es dann heutzutage nicht auch durch VIP-AT's verpulvert werden? Beide Male ist es futsch ... wenn das Opfer jedoch bei sozial schwachen Menschen ankommen würde, wäre es nicht futsch! Verstehste?

Magst mir das mal erklären? (Ich gehe einstweilen wieder Apfelgelee kochen ... :wink:)

Hannes


ps. Die Römer haben da gegenüber den NAKI's den grossen Vorteil, dass da Opfer durch Kirchensteuer ersetzt wurde!
Da ist Missbrauch dann irgendwie ...

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#33 Beitrag von tosamasi » 23.04.2008, 11:17

Matula schrieb:
Man kann wohl nicht sagen, ach die anderen machen es noch schlechter als wir es machen, deshalb kann es uns doch egal sein, ob bei uns Opfergelder, für mein Dafürhalten mit Gattinnen VIP-Betreuung rund um die Uhr, verschwendet werden. Das kann es doch wohl nicht sein.
Die Frage ist jedoch, was bringts? Opferverweigerung im großen Stil würde vielleicht was bringen, dazu müsste man aber eine utopische Solidarität schaffen. Andererseits finanziert man nichts, was einen ärgert. Das ist eine persönliche Entscheidung und ansonsten hat man keinen Einfluss.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
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#34 Beitrag von Matula » 23.04.2008, 12:02

Hannes hat geschrieben:Nein, lieber Matula, Du bist keinem Rechenschaft schuldig! Nur Dir selbst und eventuell irgendwann einmal Deinem Gott ...
und Du darfst auch jede Frage der Welt stellen! Mir zumindest ... :wink:

Warum unterscheidest Du zwischen "Opfer" und "Taten der Nächstenliebe" (meine Worte)?

Weil die Tat der Nächstenliebe unmittelbar demjenigen zugute kommt, der zum Beispiel im konkreten Fall das Geld benötigt und somit nicht nur ein Opfer, sondern auch eine Tat der Barmherzigkeit darstellt.

Mich stört es inzwischen sehr, dass vom Altar aus gesagt und gepredigt wird, alles was man in den Opferkasten legt, gibt man Gott.

Und andererseits bedient man sich aus diesen Geldtöpfen, um damit teure Reisen von Gattinnen zu diversen Veranstaltgungen zu bezahlen.

Das ist für mich scheinheilig und in hohem Masse unanständig und dabei bleibe ich.

Ich würde vorschlagen, dass man diese Reisen strikt von kirchlichen Geldern trennt und meinetwegen kann dafür die Neuapostolische Service AG als Geldgeber auftreten.



Gut, jetzt stehen wir wieder vor der Frage: was ist Opfer? Warum wurde Opfer im alten Testament (auch) verbrannt? Und: wenn Opfer (= Dein Geld) verbrannt werden kann (laut heilige Schriften), warum kann es dann heutzutage nicht auch durch VIP-AT's verpulvert werden? Beide Male ist es futsch ... wenn das Opfer jedoch bei sozial schwachen Menschen ankommen würde, wäre es nicht futsch! Verstehste?

Das Alte Testament interessiert mich weniger, sondern Jesus ist das Mass aller Dinge und hieran muss sich gemessen und ausgerichtet werden.

Magst mir das mal erklären? (Ich gehe einstweilen wieder Apfelgelee kochen ... :wink:)

Ich habe inzwischen den Rasen gemäht, war auch nicht schlecht.

LG
Matula


Hannes


ps. Die Römer haben da gegenüber den NAKI's den grossen Vorteil, dass da Opfer durch Kirchensteuer ersetzt wurde!
Da ist Missbrauch dann irgendwie ...

Katze

#35 Beitrag von Katze » 23.04.2008, 12:16

Matula hat geschrieben: Das Alte Testament interessiert mich weniger, sondern Jesus ist das Mass aller Dinge und hieran muss sich gemessen und ausgerichtet werden.

Lieber Matula,

das ist der springende Punkt...

Es gibt genug Beispiele in der Politik und Wirtschaft, wo gewissenlos mit den Geldern der Menschen umgegangen wird.

Aber in einer Kirche, die sich an Christus orientiert sollte eine andere Ideologie dahinter stehen... :roll:

lg Katze

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#36 Beitrag von tosamasi » 23.04.2008, 12:21

Katze, ich muss dir ehrlich sagen, dein Statement erschließt sich mir nicht. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Irgendwie... :roll:
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Lobo

#37 Beitrag von Lobo » 23.04.2008, 13:00

Matula hat geschrieben:...meinetwegen kann dafür die Neuapostolische Service AG als Geldgeber auftreten...
Womit wir dann wieder beim Opfergeld wären. :wink:

Gruß
Lobo

Katze

#38 Beitrag von Katze » 23.04.2008, 13:20

Liebe tosamasi,

ich will es mal versuchen...:wink:

Weißt du in der Neuapostolischen Kirche wird immer wieder ermahnt zu opfern. Es ist die Rede von Geld und Zeitopfer, ja sogar in den Kindergottesdiensten wird den Kindern gesagt, dass sie von ihrem Taschengeld, Konfirmandengeld usw. ihren Teil opfern sollen.

Ich habe in meinem ersten Eintrag zu diesem Thema schon geschrieben, dass selbstverständlich auch Apostel ein Einkommen benötigen und ich kann mir auch vorstellen, dass ihr Amt viele Schwierigkeiten mit sich bringt.
Aber es stört mich, wenn ich sehe, dass diese "Opfergelder" zum Teil auch für sehr viel Luxus ausgeben werden. Dieser Luxus wird auch zum Teil von Glaubensgeschwistern mitfinanziert die, sich selbst, überhaupt keinen Luxus gönnen können. Die brav ihren Zenten opfern, in dem Glauben, dass sie dadurch gesegntet werden. Diese Geschwister denken dabei nicht ungedingt alle an irdischen Segen, sondern z.B. dass Gott ihnen gnägig sein möge.
Vielleicht ist er ihnen auch gnädig und sie sind von Gottesliebe besonders ummantelt... ich wünsche es ihnen sehr.

Doch diese Geschwister, oft sind es ältere Geschwister mit geringer Rente, wissen nicht, dass den Luxus, den sie sich selbst nicht gönnen können, ja, dass ihn....

Vielleicht kannst du jetzt verstehen, was ich damit ausdrücken möchte.

lg Katze

Matula
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#39 Beitrag von Matula » 23.04.2008, 13:54

Lobo hat geschrieben:
Matula hat geschrieben:...meinetwegen kann dafür die Neuapostolische Service AG als Geldgeber auftreten...
Womit wir dann wieder beim Opfergeld wären. :wink:

Gruß
Lobo

Nein, denn hier handelt es sich um eine AG, als Tochter zwar zu 100% angegliedert an die NAK NRW, die soweit ich das verstanden habe, Geld auf dem freien Markt erwirtschaften soll und muss, also kein Opfergeld für den Herrn geschenkt bekommt.

Matula
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#40 Beitrag von Matula » 23.04.2008, 14:06

Katze hat geschrieben:Liebe tosamasi,

ich will es mal versuchen...:wink:

Weißt du in der Neuapostolischen Kirche wird immer wieder ermahnt zu opfern. Es ist die Rede von Geld und Zeitopfer, ja sogar in den Kindergottesdiensten wird den Kindern gesagt, dass sie von ihrem Taschengeld, Konfirmandengeld usw. ihren Teil opfern sollen.

Ich habe in meinem ersten Eintrag zu diesem Thema schon geschrieben, dass selbstverständlich auch Apostel ein Einkommen benötigen und ich kann mir auch vorstellen, dass ihr Amt viele Schwierigkeiten mit sich bringt.
Aber es stört mich, wenn ich sehe, dass diese "Opfergelder" zum Teil auch für sehr viel Luxus ausgeben werden. Dieser Luxus wird auch zum Teil von Glaubensgeschwistern mitfinanziert die, sich selbst, überhaupt keinen Luxus gönnen können. Die brav ihren Zenten opfern, in dem Glauben, dass sie dadurch gesegntet werden. Diese Geschwister denken dabei nicht ungedingt alle an irdischen Segen, sondern z.B. dass Gott ihnen gnägig sein möge.
Vielleicht ist er ihnen auch gnädig und sie sind von Gottesliebe besonders ummantelt... ich wünsche es ihnen sehr.

Das schäbige ist wie ich meine, dass man den Geschwistern einredet, sie geben ihr Opfer ausschliesslich dem Herrn und dann bedient man sich völlig hemmungslos aus diesen Geldtöpfen und richtet für die Gattinnen teure Luxusreisen aus.

Da soll mir jemand noch ernsthaft sagen wollen, das wäre richtig.

Nochmals, die werten Gattinnen haben keinen Amtsauftrag inne und wenn sie oder ihr Gatte das Bedürfnis verspüren, eine schöne Reise, diesemal nach Berlin machen zu müssen, dann sollen sie das gefälligst aus der eigenen Tasche finanzieren und ihre Finger von den Opfergeldern lassen.


Doch diese Geschwister, oft sind es ältere Geschwister mit geringer Rente, wissen nicht, dass den Luxus, den sie sich selbst nicht gönnen können, ja, dass ihn....

Vielleicht kannst du jetzt verstehen, was ich damit ausdrücken möchte.

lg Katze

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