dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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detlef.streich
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dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#1 Beitrag von detlef.streich » 12.04.2019, 16:42

Zur Info

11.4.19 Dannwolf versus Koch - "Offener Brief an M. Koch - Stellungnahme von Siegfried Dannwolf zum Artikel vom 8.4.2019 im GK-Forum „20 Jahre Beharrlichkeit führten zum Ziel …“
Da Siegfried Dannwolf in einem Artikel von M. Koch öffentlich benannt wurde, erfolgt hier ein Scheiben von Herrn Dannwolf, in dem er Kochs Darstellung entschieden widerspricht. Koch ist aufgefordert, diese Gegendarstellung im GK-Fotum zu veröffentlichen.
Hier sein Brief:

Hallo Michel,
nachdem ich von verschiedener Seite auf Deinen Artikel „20 Jahre Beharrlichkeit führten zum Ziel …“ aufmerksam gemacht wurde, muss ich dazu doch eine Stellungnahme abgeben.
Zunächst Anmerkungen zu dem 4. Absatz in Deinem Text und dann zum Kontext:

Michel Koch schrieb (Hervorhebungen S.D.): „Eine ökumenisch offen gewordene Basis traf Mitte der 1990er-Jahre auf eine harsche, kirchenkritische Bewegung der sogenannten Aussteiger, die sich vor allem in Büchern und Medien verbreiteten. Der Prototyp des Aussteigers war ein jahrzehntelang 100%tig treuer Nachfolger der Kirche, der durch ein negatives persönliches Ereignis – meist ein Beziehungs- oder berufliches Drama – sein ganzes bisheriges Leben in Frage stellte und die Erklärung dafür in der Kirche fand, gegen die er sich fortan massiv wehrte. In vielen Punkten hatte diese Bewegung im Grunde recht. In Heilbronn standen nach der Veröffentlichung des Buches „Gottes verlorene Kinder“ von Siegfried Dannwolf, dem Leittier der Bewegung, ein paar Leute nach dem Gottesdienst zusammen und kamen zu dem Schluss: „Der hat schon recht, das war früher so.“

Das Verständnis für diese Passage fehlt mir. Warum?

Du sprichst von einer „ökumenisch offen gewordenen Basis … Mitte der 1990er-Jahre...“ Wie bitte? Ein paar – ehrenwert offene – Musiker in Heilbronn sollen plötzlich eine ökumenisch offene Basis sein? Mit dem ganzen übrigen Text widersprichst Du Dir selbst.
Aber zunächst zum eigentlichen Inhalt des 4. Absatzes: Es gab keine „Bewegung der sogenannten Aussteiger“. Zum einen waren die Aussteiger nicht „sogenannte“, sondern tatsächliche – Gott sei Dank. Man nennt Menschen, die Sekten und geschlossenen Denksystemen den Rücken kehren, eben völlig korrekt Aussteiger. Und es war keine Bewegung, sondern immer sind Menschen in Bewegung gekommen, um ein erstarrtes System hinter sich zu lassen. Sie artikulierten sich mit ihren Erkenntnissen über die durch dieses System ausgelösten Leiden in Büchern und Medien mangels Kommunikationsfähigkeit innerhalb der Sondergemeinschaft.

Und Prototypen? Du verwendest einen technokratischen Begriff für Menschen, die an ihrem anerzogenen, aufoktroyierten Glaubenssystem litten! Sie nahmen ernst was sie glaubten – und wurden später dafür verhöhnt. Weder negative persönliche Ereignisse noch irgendwelchen Beziehungs- oder Berufs-Dramen, für die in der Kirche nach deinen Worten Erklärungen gesucht worden sein sollen, waren die Ursache. Was für einen Unsinn verbreitest Du da. Bist Du Dir bewusst, dass Du damit den vom Glaubenssystem und seinen fanatischen Repräsentanten ausgelösten Verletzungen nun weitere hinzufügst?

Und noch so einen abstrusen Begriff: „Leittier“. Ich bin weder „Leit...“ noch ...tier“. Deine Denke bewegt sich offenbar immer noch im System der „Nachfolge“. Aussteiger aber – ich bin halt einer davon - wollen gerade diese absurde Nachfolge hinter sich lassen, sie brauchen keinen Stammapostel mehr, sondern wollten genau dieses Leit-System loswerden.

Dann kam Bewegung in den Apparat und die Apparatschiks. Ja. Aber warum? Etwa aus Einsicht? Nein. Sie merkten, dass ihnen ihre klein gehaltenen Schafe davonliefen und mussten reagieren. Sie standen plötzlich mit einem Sektenimage da und konnten sich nicht dagegen wehren, dass nahezu alle Sektenmerkmale exakt auf sie zutrafen. Sie, die Führerschaft, wusste was sie tat. Leuten wie Apostel Kühnle war voll bewusst, was sie taten, mit welcher Doppelzüngigkeit sie den Gläubigen gegenüber auftraten. Deshalb fanden Veränderungen statt, nicht aus Einsicht. Die Basis lief – und läuft – davon, Gottseidank.

Und heute? Ja, man hat es geschafft, mit den Großen am Tisch zu sitzen. Und ist stolz darauf. Aber dies, wie Du so nett schreibst, „verschämt“ im kleinen Kreis. Man darf sich jetzt fühlen wie die Großen, im Konzert ein bisschen mitspielen, aber die armen Gläubigen sollen möglichst wenig davon mitbekommen. Wie sonst erklärt es sich, dass die Predigten des sogenannten Stammapostels endlos viele Aussagen aus tiefen Vergangenheitszeiten enthalten. Aussagen, die keinem ökumenischen Maßstab standhalten würden, die jeden ökumenisch Denkenden ins Nachdenken bringen müssten, welchen Wolf im Schafspelz man da an seinen Gästetisch geladen hat. Man lese selbst z.B. in den Schneider’schen Predigten über Erwählung, Gotteskindschaft, heilsbringende Apostel und alle Phrasen, die ich noch aus urzeitlicher Prägung im Schlaf hersagen kann.

Kürzlich wurde berichtet – und mir im Übrigen von ihm persönlich erzählt -, dass der Theologe Prof. Siegfried Zimmer zum Europäische n Jugendtag eingeladen wurde - und wieder ausgeladen, weil die nach Ansicht der Führungs-Crew der NAK die eigene Jugend noch nicht reif genug für die Theologie des genialen Interpreten Siegfried Zimmer sei. Was für eine Überheblichkeit und Ignoranz dieser sogenannten NAK-Geistlichkeit.

Bis heute leiden Menschen, lebendige, nicht seit 50 Jahren verstorbene, sondern mitten im Leben stehende, an den Spätfolgen der Manipulation und daran, dass ihnen viele Jahre ihres Lebens durch ein absurdes Glaubenssystem gestohlen wurden. Keine Entschuldigung der ACK-Gäste ist zu lesen oder zu hören. Bis heute wird Geschichte totgeschwiegen und vorliegende Forschungsergebnisse werden versteckt. Bis heute wird auch Missbrauch unter den Tisch gekehrt. Die Skandale und deren Folgen überlässt man den Gastgebern am ACK-Tisch, die Gäste haben ihre Fassade reingehalten. Wie es drin aussieht, geht keinen was an.

Deshalb – und um nicht missverstanden zu werden:
Ich begrüße die Entwicklung hin zur Ökumene, jaaa. Aber nicht als Fassadentechnik, sondern nur, wenn dem ein Bekenntnis jedem einzelnen Gläubigen gegenüber dazu folgt, nicht durch Chorgesang, sondern beispielsweise durch Predigten von Katholischen und Evangelischen Geistlichen in der NAK. Außerdem würde gelebte Ökumene heißen, dieses Exklusiv-Geschwätz von Erwählung, Gotteskindschaft, ebenso den Apostel-Fetischismus hinter sich zu lassen und den eigenen Gläubigen gegenüber genauso zu reden, wie am Bewerbertisch der ACK. Ganz wesentlich wäre es, sich zu Fehlern, zu Schuld und Verantwortung zu bekennen und Transparenz herzustellen und die Geschichte offen zu legen.
Erst dann würde Substanz und Glaubwürdigkeit hinter der ACK-Gast-Fassade wachsen. Falls es dann noch NAK-Gläubige bzw. Mitglieder der Sozialgemeinschaft, genannt NAK, gibt.
Beste Grüße von Siegfried – 9.4.2019
Zuletzt geändert von Andreas Ponto am 13.04.2019, 13:16, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Sprechenden Titel ergänzt

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Re: dannwolf versus koch

#2 Beitrag von Andreas Ponto » 12.04.2019, 17:57

Herzlichen Dank an Herrn Dannwolf für die klaren Worte, denen ich mich als Aussteiger nur anschließen kann.

Meine Gründe die NAK zu verlassen waren über lange Jahre gereifte, erstrittene, erkämpfte und auch erlittene theologische Einsichten, sowie neu gewonnene Glaubensüberzeugungen.
Und das aus einer denkbar schlechten Ausgangsposition eines 150%-NAKlers.

Als ich Kinder unterrichten durfte und diese mit meinen Kindern zusammen zu fragen angefangen haben, als Geschwister nach der Predigt zu mir sagten, ich würde zu viel von Jesus und zu wenig vom Apostel predigen, ja und auch als das Leben Fragen an einen selbst gestellt hat, sind die Fragen in mir hochgekommen, die das System NAK als Sekte enttarnt und entlarvt haben. Diskussion und Reflexion mit gläubigen und theologisch gebildeten Christ*innen, Pfarrer*innen und Theolog*innen hat zudem gutgetan und weitergeholfen. Herzlichen Dank dafür!
Theologische und bildungswissenschaftliche Literatur tat ein Übriges.

Die Negierung, dass die NAK selbst primär Ursache und Grund für Aussteiger war und ist die NAK zu verlassen, zeigt eines ganz deutlich: Einsicht und Veränderung nahezu null.
Fassadenkosmetik und Augenwischerei selbst bei sogenannten progressiven Kräften. Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Den Aussteiger*innen musste bzgl. der NAK erst die Augen aufgehen und sie mussten einen langen Kampf mit sich und ihrem sozialen Umfeld ausfechten, bis sie sich aus diesem System befreien konnten. Die Weltanschauungsbeauftragten der Evangelischen Kirche haben jedoch mit ihrem geschulten und klaren Blick aus der Außenperspektive heraus in der NAK schon immer nichts anderes gesehen als eine Sekte. Man hat nach 20 langen Jahren nun über den Umweg ACK schöne Worte und einen Modus Operandi gefunden, wie man die NAK doch irgendwie ACK-tauglich bekommt. Aber im Kern ist das Unbehagen nach wie vor groß.

Die nun von der NAK wegzeigende Behauptung "... ein negatives persönliches Ereignis - meist ein Beziehungs- oder berufliches Drama - ..." sei der wahre Grund der Aussteiger*innen und eben gerade nicht die begründete NAK-Kritik, der damit unternommene billige Versuch die NAK im Nachhinein durch das sog. "Gütesiegel ACK" reinwaschen zu wollen, ist aus meiner Sicht unverschämt und plump. Ich hatte es befürchtet, aber erstens nicht von Michael und zweitens nicht so dummdreist und die Austeiger*innen, sowie Opfer des NAK-Systems verhöhnend.

Bemerkenswert ist für mich auch, wie in dem Artikel eine "... ökumenisch offen gewordene Basis ..." dem 100%-NAKler und späteren Aussteiger gegenübergestellt wird.
Eine Simplifizierung und Pauschalierung die sein Beispiel eigentlich nur in polarisierenden und spalterischen Populisten der Politik dieser Tage findet.

Aber ja, es war von indoktrinierten NAKlern nichts anderes zu erwarten:
Der billige Versuch von vermeintlichen "Siegern" Geschichte zu schreiben und dabei auf den Opfern herumzutrampeln und diese zu diskreditieren.

Andreas

fridolin
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Re: dannwolf versus koch

#3 Beitrag von fridolin » 12.04.2019, 18:50

Vielleicht hat der Michel sich nur ein bisschen verkompliziert ausgedrückt und dadurch ist ein falscher Eindruck entstanden. Wie gesagt vielleicht.
Das beste für ihn wäre nun die Gelegenheit beim Schopf zu greifen und hier die Angelegenheit öffentlich zu klären, wie was gemeint ist, oder auch nicht :D
Wäre schon im allgemeinen Interesse.

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Re: dannwolf versus koch

#4 Beitrag von Schwäble » 12.04.2019, 21:05

Mich erstaunen diese Aussagen von M. Koch auch und ich möchte gleich klarstellen, dass für meinen Ausstieg keinerlei persönliches Ereignis oder Drama verantwortlich war.
Schon in der Jugendzeit habe ich mich innerlich gefragt ob ich als Einzige merke, was manche APs verzapfen. Besonders K.K. Zweifeln durfte man aber nicht
Durch das "böse" Internet habe ich dann festgestellt dass ich nicht alleine mit diesen Zweifeln bin. Mein Ausstieg war eine Befreiung - auch von Angstzuständen und Panikattacken.

Gruß vom Schwäble

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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#5 Beitrag von fridolin » 13.04.2019, 17:42

M.K. hat den offenen Brief von Siegfried Dannwolf auf seiner Hompage Glaubenskultur veröffentlicht.
https://www.glaubenskultur.de/

detlef.streich
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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#6 Beitrag von detlef.streich » 13.04.2019, 19:09

13.4.19 NAK am Ziel? – Ein Kommentar von DS zum Artikel von M. Koch vom 7.4.2019 „20 Jahre Beharrlichkeit führten zum Ziel – Die NAK ist Gastmitglied in der ACK Deutschland geworden“

Kochs Artikel ist wohlwollend betrachtet zwar leidenschaftlich, bleibt aber inhaltlich oberflächlich, schwülstig und ist durch die Einseitigkeit seiner von der NAK geprägten dichotomen Denkweise sogar falsch. Historische Fakten zur Entwicklung bis zur heutigen Gastmitgliedschaft der NAK in der ACK Deutschland sucht man in seinen Ausführungen leider vergeblich. Zudem werden ernst zu nehmende Kritiker an der NAK von ihm sogar abgetan als Menschen, die die Ursachen ihrer persönlichen Lebenskrisen in der NAK suchen anstatt bei sich selbst.

Artikel lesen unter: https://nak-aussteiger2010.beepworld.de ... #gkartikel

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Loreley 61
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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#7 Beitrag von Loreley 61 » 13.04.2019, 21:28

Mein Ausstieg hatte schon etwas von einer persönlichen Lebenskrise - allerdings war die NAK die Ursache. Zu Deutsch sagt man dazu " religiöser Mißbrauch". Behandlungen durch Fachärzte und Psychologen waren notwendig. Deren Urteil war eindeutig - auch wenn es etwas dauerte. Die Angst vor dem "heilsamen Erschrecken", die Angst zurückzubleiben, aber vor allem die Angst um die eigenen Kinder durch einen strafenden Gott waren immens.

Außerdem ließ ich endlich zu, meinen Zweifeln in theologischer Hinsicht Gehör zu verschaffen. Manches in den Predigten kam mir eben komisch vor und passte nicht zusammen. Trotz Angst habe ich dann Aussteigerliteratur gelesen und merkte, dass es doch etlichen genauso erging wie mir. Wer die NAK-Predigten wirklich ernst nahm konnte nur große Angst vor dem neuap. Gott entwickeln. Die NAK hat einen berechnenden (Brutto oder Nettosegen), fiesen, strafenden..... Gott gepredigt, der auch die kleinsten Vergehen aufschreibt und umgehend ahndet. Man lese nur mal "den guten Hirten" Einen Kinderschreck und Psychopathen. Das war der NAK-Gott. Unpassend daher manches Liedgut ( Gott ist die Liebe....) Wahrscheinlich nur Alibigesang.

Wie auch immer: Ohne die NAK-Mitgliedschaft hätte ich mir einiges, so auch die oben beschriebene Lebenskrise, ersparen können.

LG, Lory
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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#8 Beitrag von greg » 14.04.2019, 05:38

Loreley 61 hat geschrieben:
13.04.2019, 21:28
Wer die NAK-Predigten wirklich ernst nahm konnte nur große Angst vor dem neuap. Gott entwickeln. Die NAK hat einen berechnenden (Brutto oder Nettosegen), fiesen, strafenden..... Gott gepredigt, der auch die kleinsten Vergehen aufschreibt und umgehend ahndet. Man lese nur mal "den guten Hirten" Einen Kinderschreck und Psychopathen. Das war der NAK-Gott. Unpassend daher manches Liedgut ( Gott ist die Liebe....) Wahrscheinlich nur Alibigesang.
Dazu muss man den Kontext sehen woher die NAK kommt und in welcher Zeit das grosse Wachstum dieser Sekte damals stattgefunden hat. Als sich die Vorläufer NAK um 1860 abspaltete war die Welt im Umbruch. Seit Napoleon war in Europa nichts mehr wie zuvor. In dieser Zeit der Unsicherheit vermochte so macher "Die Zeichen der Zeit" zu deuten und auf das Ende hinzuweisen. Somit war das Fundament der NAK gelegt. In Zeiten der Angst und Unserheit bietet die NAK Sicherheit und Halt. Eine Errettung von der Welt da drausen. Zwei Weltkriege später, an der Schwelle zum Atomaren Weltkrieg erlebte die NAK dann ihre grosse Wachstumsphase in Europa. Auch hier trieb Angst die Leute in die Kirchen.

Meiner Meinung nach ist es bis heute diese Angst, die die Menschen in die NAK treibt und sie dort hält. Und das schlägt sich einfach auch in den Predigten nieder.

fridolin
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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#9 Beitrag von fridolin » 14.04.2019, 11:53

In dieser Zeit der Unsicherheit vermochte so macher "Die Zeichen der Zeit" zu deuten und auf das Ende hinzuweisen. Somit war das Fundament der NAK gelegt. In Zeiten der Angst und Unserheit bietet die NAK Sicherheit und Halt. Eine Errettung von der Welt da drausen. Zwei Weltkriege später, an der Schwelle zum Atomaren Weltkrieg erlebte die NAK dann ihre grosse Wachstumsphase in Europa. Auch hier trieb Angst die Leute in die Kirchen.
Da ist schon was dran, das Fundament der NAK ist und war eindeutig auf Angst ausgelegt. :D Und etliche haben wohl den Druck nicht ausgehalten und sind dadurch offensichtlich seelisch krank geworden. :D
Und Schneider lass er sein wie er will, hats wohl kapiert. Er möchte diese Angstschwellen abbauen. :D
Und da hat er noch eine ganze Menge tun.
Vielleicht kämpft er auch gegen Windmühlen, weil das System eventuell nicht wirklich veränderbar ist :D

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Re: dannwolf versus koch - NAK-Aussteiger stellt sich in offenem Brief gegen Aussagen von M. Koch, glaubenskultur.de

#10 Beitrag von Blackcat » 15.04.2019, 10:27

Habe mich gerade mal kurz gedanklich mit der Fragen nach dem Angstsystem befasst. Ich denke, dass die Angst nicht "dabei" zu sein gar nicht mehr so der entscheidende Trigger ist. Vor allem in kleineren Gemeinden hat sich vielleicht eher ein Pflicht- und Traditionssystem etabliert, das die Angst andere zu enttäuschen mit sich bringt.
For they are in the struggle and together we shall win.
Our days shall not be sweated from birth until life closes,
Hearts starve as well as bodies, give us bread, but give us roses.

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