NAK-Katechismus

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Heinrich
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NAK-Katechismus

#1 Beitrag von Heinrich » 06.03.2019, 19:37

Ein Kommentar dazu, den ich hörte: Bei dem Buch ist es schade ums Papier. Die vielen armen Bäume, die dafür sterben mußten !

Die NAk hat dieses "Buch" veröffentlicht, aber sicher nicht für die noch aktiven Mitglieder dieser "Kirche".

Als ich dieses Machwerk bekam, musste ich unwillkürlich denken, hallo Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), reicht dieses Buch nun endlich, die NAK nicht mehr als Sekte zu sehen, sondern als unbedingt in die ACK hineinwollende Sekte?

Das Ganze wird doch von ganz oben getrieben, den Rest interessiert es nicht.

Den normalen Gläubigen beiderlei Geschlechts geht doch diese Geschichte mit Verlaub gesagt "am H..t.rn" vorbei.

Und noch in der NAK aktive oder auch weniger aktive Jugendliche - da höre ich das hier: Die meisten Mitglieder der ACK werden auch von uns Jugendlichen, die arbeiten, mittels der Kirchensteuer, bezahlt. Wozu eigentlich? Und warum will die NAK da unbedingt Mitglied werden? Um demnächst auch Kirchensteuer erheben zu können?

Ja, nur so ein paar Aussagen, die ich hörte und nunmehr in den Raum stelle.
Bin gespannt, was so alles an Antworten kommt ;-)

Wie immer Gruss aus dem tiefsten Süden,
Heinrich
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Wolf
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Re: NAK-Katechismus

#2 Beitrag von Wolf » 06.03.2019, 20:46

Hallo Heinrich,
Kurz bevor ich die NAK verlies hat ein besonders eifriger Priester, einer aus einer Segenslinie erst der Opa und dann der Vater BezVorsteher, immer wieder mal den Katechismus zum predigen mitgebracht um wie er es nannte Grundlagengottesdienste zu halten. Ein Thema ist mir besonders haften geblieben hier der Auszug aus dem Kat.

Bei dem, der dem Gottesdienst häufig ohne zwingenden Grund fernbleibt, kann das Verlangen nach dem Empfang des Sakraments und nach dem geistgewirkten Wort schwinden. Zudem fließen ihm die Kräfte aus dem Heiligen Abendmahl nicht zu, die Sünden werden ihm nicht vergeben und ihm entgeht der mit dem Gottesdienst verbundene Segen.
Wer Gott die ihm gebührende Anbetung verweigert, indem er den Gottesdienst und die angebotene Gnade bewusst ablehnt oder gering achtet, lädt Sünde auf sich, und zwar unabhängig davon, ob er dem Gottesdienst beiwohnt oder nicht.


Wer das verinnerlicht so sein Fazit wird ab heute keinen GD mehr versäumen.
Ach was bin ich für ein Sünder, seit zwei Jahren keinen GD mehr besucht und frei wie nie zuvor.

Imhierundjetzt
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Re: NAK-Katechismus

#3 Beitrag von Imhierundjetzt » 06.03.2019, 23:00

Gleichzeitig heisst es jedoch auch sinngemäss, dass das kritische, abschätzige Hören des Gottesdienst ohne nötige Erfurcht eine genau so schlimme Sünde ist.

Das heisst ja für mich, dass es keine Rolle spielt ob ich teilnehm, oder nicht. Beides ist lt. Katechismus Sünde, da ich nicht die richtige Herzenseinstellung mitbringe.

Was mich persönlich erschreckt haeim Katechismus, dass ich mit der Einnahme des Abendmahl die Nachfolge der Apostel bezeuge.

Ich bin ehrlich, ich habe mich lange nicht mit dem Katechismus auseinander gesetzt. Doch von überall her hörte man jetzt haben wir einen Katechismus und werden moderner.

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Heinrich
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Re: NAK-Katechismus - Einnahme des Abendmahls die Nachfolge der Apostel bezeuge

#4 Beitrag von Heinrich » 07.03.2019, 00:13

[bWerter ]@imhierundjetzt[/b]

[i]Sie schrieben: „Was mich persönlich erschreckt beim Katechismus, dass ich mit der Einnahme des Abendmahls die Nachfolge der Apostel bezeuge.“
[/i]


Wie bitte? Im Abendmahl und im Gebet davor kommt nichts von Aposteln vor:

Unser Vater im Himmel,
dein Name werde geheiligt.
dein Reich komme.
dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Und die Aussonderung des Abendmahls geht nach meinem schwachen Gedächtnis in etwa so (habe ich ja auch gemacht;-):

„In dem Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, sondere ich aus Brot und Wein zum Heiligen Abendmahl und lege darauf das einmal gebrachte, ewig gültige Opfer Jesu Christi. Denn der Herr nahm Brot und Wein, dankte und sprach Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das ist mein Blut des Neuen Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. Esst und trinkt! Das tut zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und von diesem Wein trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er wiederkommt. Amen.“

So und nun meine Frage, an Sie werte oder werter IMHIERUNDJETZT: Wie kommen Sie darauf, mit der Einnahme des Abendmahls die Nachfolge der Apostel zu bezeugen? Und welcher Apostel?

Gruss aus dem tiefsten Süden, genug Gedanken gemacht für heute, bis morgen oder so,
Heinrich
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Imhierundjetzt
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Re: NAK-Katechismus

#5 Beitrag von Imhierundjetzt » 07.03.2019, 00:36

heinrich

Unter Bekenntnis Mahl 8.2.9 steht.:

"Worten „... verkündigt ihr den Tod des Herrn“ hervorgeht (1Kor 11,26). Das Bekenntnis zu Tod, Auferstehung und Wiederkunft Jesu Christi gehört zum Grundbekenntnis des christlichen Glaubens. Dieses Bekenntnis wird von all jenen eingefordert, die am Heiligen Abendmahl teilnehmen und es zum Heil genießen wollen.

Wer auf Dauer am Heiligen Abendmahl in der Neuapostolischen Kirche teilnimmt, sollte sich bewusst sein, dass er damit öffentlich sein Bekenntnis zum Glauben an Wirken und Vollmacht der heute tätigen Apostel Jesu zum Ausdruck bringt (siehe 2.4 und 8.2.21).

Blackcat
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Re: NAK-Katechismus

#6 Beitrag von Blackcat » 07.03.2019, 07:26

Letztgenanntes dürfte auch der Grund sein, warum man irgendwann wieder auf den Trichter kam, dass man "Dauergästen" eigentlich die Teilnahme am Heiligen Abendmahl verwehren solle. Finde den Passus echt schon dahingehend kritisch, dass man eben nicht die korrekte Einsetzung des Mahls annimmt, weil sie sich aus der apostolischen Sukzession ergibt (analg zur RKK), sondern dass man damit einmal mehr die Exklusivität des Amtes in der NAK bekennen soll. Wer also bei der NAK, zumindest nach streng nach ihrer Lehre, das Heilige Abendmahl nimmt, steht nicht nur vor der Frage Konsubstantiation vs. Transsubstantiation, sondern auch vor der Frage nach der Legitimität des Amtes. Auf gut Deutsch: Nur bei der NAK gibt es bevollmächtigtes Amt, nur bei der NAK gibt es korrekt eingesetzes Mahl. Richtig ACK-tauglich... :roll: :wink:
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Re: NAK-Katechismus

#7 Beitrag von Imhierundjetzt » 07.03.2019, 07:51

Ja, ich bin auch der Ansicht, dass man sich damit wieder voll in die Sonder Gemeinschaft begibt.

Auf https://nac.today/de/a/462906 steht u. A: "Also ist Sündenvergebung ohne Apostel unmöglich? Nein! Denn: „Gott kann ganz unabhängig von Amt und Kirche Sünden vergeben“, betont der Stammapostel. Beispiele dafür finden sich bereits in der neuapostolischen Lehre von den letzten Dingen: Die Erstlinge bei der Entrückung, die Märtyrer aus der Großen Trübsal und die Begnadigten im Endgericht – ihnen alle gewähre Gott unmittelbar die Sündenvergebung.

Auch für die Zeit vor der Wiederaufrichtung des Apostelamtes und für die Gegenwart gelte: „Gott kann in seiner Allmacht immer Sünden vergeben“, verweist der Kirchenpräsident auf den Katechismus und formuliert die wichtige Aussage: „Allerdings können nur die, die die Zusprache der Sündenvergebung aus dem Apostolat erhalten haben, auch gewiss sein, dass ihnen die Sünden wirklich vergeben sind.“

Das empfinde ich jetzt auch als totales herum gerede. Den Versuch das Abendmahl der Anderen anzuerkennen sich dabei auf die eigene Lehre zu beziehen. Um dann wieder klar zu machen, dass sie nur durch Apostel gewiss ist.

Ich denke die schlechteste Idee der NAK war den Katechismus und weitere Auslegungen zu veröffentlichen. Bei solchen Texten bekomme ich echt die Krise.

Blackcat
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Re: NAK-Katechismus

#8 Beitrag von Blackcat » 07.03.2019, 08:05

Die Sündenvergebung ist ja auch so ein Ding. Hier auch wieder die Lesart, dass nicht das Amt der Mittler der Sündenvergebung ist, sondern das Bekenntnis zum Amt eigentlich die Grundvoraussetzung. Buße, Reue etc. kommen halt noch dazu. Ernsthaft kann man sich allerdings fragen, ob die Selbstlegitimation und -beweihräucherung der Apostel im Katechismus die Leute eigentlich groß juckt.
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Re: NAK-Katechismus

#9 Beitrag von fridolin » 07.03.2019, 10:27

Auch für die Zeit vor der Wiederaufrichtung des Apostelamtes und für die Gegenwart gelte: „Gott kann in seiner Allmacht immer Sünden vergeben“, verweist der Kirchenpräsident auf den Katechismus und formuliert die wichtige Aussage: „Allerdings können nur die, die die Zusprache der Sündenvergebung aus dem Apostolat erhalten haben, auch gewiss sein, dass ihnen die Sünden wirklich vergeben sind.“
Auf gut deutsch interprediert, wird versucht die eigene angebliche Wichtigkeit plus inklusiver Exklusivität zu untermauern. Gott kann wenn er denn eventuell mal will, oder je nach Lust und Laune, auch außerhalb der NAK die Sünden vergeben.
Und das ist leider mit keiner Garantie verbunden, das es auch dazu kommt. Nur mit der Freisprache des NAK Apostolats ist die Sündenvergebung zu 100% gewährleistet, weil Gott = NAK ist. :D
Wer hat sich so einen Hirnschmalz einfallen lassen. :D
Das der ACK nicht bewusst geworden ist, das ihre Mitgliedskirchen mit dieser Beurteilung eigentlich
vor Gott als die NR. 0 dargestellt werden und die NAK als die NR. 1 :D

Meine Meinung dazu: Gott der Allmächtige lässt die angebliche Nr.1 in seiner Barmherzigkeit und Güte schalten und walten und Bibeltexte auslegen wie sie es gerne möchte und darf sich auch selbst beweihräuchern. Ganz nach belieben. Mal so, morgen wieder ganz anders. :D

Bis sie sich selbst abgeschaltet hat und das dauert zumindest hier in Europa bestimmt nicht mehr eine Ewigkeit. :D

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