FREMDSCHÄMEN

Nachricht
Autor
Jinn

FREMDSCHÄMEN

#1 Beitrag von Jinn » 25.09.2018, 13:50

Werte Forianer,

ich habe überlegen müssen, ob ich die Überschrift „Peanuts“ nehme, wie der „Glaubensartikel“ in einer der neueren „Unsere Familie“ der Neuapostolischen Kirche überschrieben ist, oder aber meine eigene: FREMDSCHÄMEN.
(Lesen Sie hierzu über das „Wort des Jahres“ in Österreich FREMSCHÄMEN)
Da saß ich also wieder einmal am Bett meiner alten Mutter im Pflegeheim, und während sie, wie stets nach ihrem Mittagsessen, den Schlaf der Gerechten hielt, fiel mein Blick auf diese NAK-Zeitschrift. Ich wurde aufmerksamer, als ich las, dass jener Koberstein in den Ruhestand verabschiedet wurde, von dem hier dank einigen von Ihnen hier zahlreich nachgelesen werden kann.

PEANUTS
Bei der Suche nach dem Unwort des Jahres wurde vor einigen Jahren von der Gesell- schaft für deutsche Sprache das Wort
„Peanuts“ zum Unwort gekürt, nachdem der Vorstandsvorsitzende einer großen Bank einen Verlust von 50 Millionen als „Peanuts“, als Klacks bezeichnet
hatte - nicht der Rede wert. Es kommt immer auf den Betrachter an: Wer in Milliardenbeträgen denkt, für den sind Millionen eben Kleinkram. Wer jeden Pfennig oder Cent umdrehen muss, für den ist eine Million eine unfassbare Größe. Die zwei Scherflein, die die Witwe in den Kasten legte, waren in den Augen der Reichen, die viel in den Gottes- kasten legten, nur Peanuts, völlig belanglos. Nicht so für Jesus, der diesen geringen Beitrag ganz anders ein- schätzte und über die Witwe sagte: Sie hat mehr ge- geben als alle. Mancher hat in der Gemeinde das Gefühl, sein Bei- trag zähle nicht. Man nimmt noch nicht einmal Notiz davon, zu unbedeutend, zu mickrig, nicht der Rede wert. Keine Wertschätzung, keine Anerkennung, kein Dank. Dann liegt der Gedanke nahe: Lass es doch, spar dir die Mühe, es zählt sowieso nicht. - Falsch! Jesus hat es notiert, und er weiß es zu würdigen. Und vielleicht wird er dir einmal sagen: Was du getan hast, war mehr wert als alles andere!

Impuls aus einem Gottesdienst des Stammapostels

Mein erster „Impuls“: Meine Blicke huschten zwischen meiner schlafenden Mutter und dem Artikel hin und her, und mein durch die NAK-Indoktrination geschädigtes Gehirn versuchte einen Zugang zu meinen wahren Gefühlen zu bekommen. Und schließlich fiel die Entscheidung: Ich schämte mich fremd. Für den Impulsgeber, der heute federführend dafür verantwortlich ist, dass meine Mutter, die zusammen mit ihrem verstorbenen Ehemann, nach Berechnungen von uns Kindern (3) – es sage also niemand an dieser Stelle ich wäre voreingenommen - dieser Sekte mindestens „Peanuts“ im Gegenwert eines feudalen Einfamilienhäuschen in bester Lage via „Opfer“ zukommen lassen hat.
Die Würdigung, jetzt, da sie im Pflegeheim lagen/liegen, kam – bzw. kam nicht. Damit will ich sagen, dass der „Mehrwert“, von dem angeblich Jesus gesprochen haben soll, in der Form kam oder nicht, dass mangels Ressourcen an Amtsträgern – weil die Gemeinde offenbar immer weniger profitabel ist mit ihren Peanuts – manchmal zum sonntäglichen Segensbesuch kam – oder halt nicht.

Ich habe meinen Eltern, nachdem sie im Pflegeheim untergebracht waren, vorsorglich die Geldbörsen weggenommen, weil sie, die nun einmal leider so tief und nicht mehr reversibel NAK-indoktriniert sind, sonst meinten, sie müssten den Amtsträgerbesuch auch noch bezahlen.
Schließlich, so sagten sie mir, als sie beide noch in der Lage waren ihre Gedanken in Worte zu fassen, würde „die Kirche sie dann auch beerdigen und für die Trauerfeier aufkommen“.
Für meine Argumentation, dass angesichts der von ihnen im Verlauf ihres neuapostolischen Glaubensleben geopferten Kapitalmenge dann mindestens 2 – 3 Stammapostel persönlich ihre Trauerfeier abhalten müssten, waren sie (siehe oben „Indoktrination“) nicht mehr zugänglich.

Herzlichst
Jinn

lieschen
Beiträge: 19
Registriert: 30.03.2017, 14:31

Re: FREMDSCHÄMEN

#2 Beitrag von lieschen » 02.10.2018, 08:34

Fremdschämen tue ich mich gerade über das Verhalten einiger User hier und zwar gegenüber einem Verstorbenen. Und an der Stelle ist es auch vollkommen egal wer der Verstorbene ist oder war. Tut mir Leid, dafür fehlt mir jedwedes Verständnis.

Jinn

Re: FREMDSCHÄMEN

#3 Beitrag von Jinn » 02.10.2018, 09:29

Hallo und grüß Gott Lieschen,
lieschen hat geschrieben:
02.10.2018, 08:34
Fremdschämen tue ich mich gerade über das Verhalten einiger User hier und zwar gegenüber einem Verstorbenen. Und an der Stelle ist es auch vollkommen egal wer der Verstorbene ist oder war.
Wie bitte kann ich das verstehen? Wo oder wie habe ich mich gegenüber einem Verstorben, und wenn welchem gegenüber schändlich verhalten?

Finden Sie im Übrigen tatsächlich, dass es "vollkommen egal ist, wer der Verstorbene ist oder war"?
Ist das nicht die sogar die (falsche) Frömmigkeit auf die Spitze getrieben, wenn man die Schandtaten eines Verstorben, der zeitlebens ein Lump, Betrüger und Verbrecher war, im Nachhinein verschweigt oder gar schönredet?

Herzlichst
Jinn

Benutzeravatar
Heinrich
Beiträge: 741
Registriert: 03.01.2013, 11:55
Wohnort: 115 m ü. NHN

Re: FREMDSCHÄMEN

#4 Beitrag von Heinrich » 02.10.2018, 17:28

@Jinn
Sie erwähnen Ihre Mutter im Altersheim und sagen auch, dass Ihre Eltern wohl sehr viel "geopfert" haben.

Ich muss Ihnen jetzt spontan darauf antworten: Meine Eltern, ganz arme Leute. Beide nunmehr verstorben.

Sie wurden erwachsen in der Zeit eines Zigarrenhändlers, vulgo Stammapostel. Umgeben von NDSAP-Größen wie z.B. Rockenfelder senior und wohl sämtlichen „Aposteln“ der NAK, die laut Internet sich wohl alle nicht zu schade waren, „Kirche und Gläubige abzuzocken (Opfer) und gleichzeitig in der NDSAP und ihren vielfältigen Organen Mitglied (und tätig?) zu sein.

Nach der Kriegszeit war in Hessen Rockenfelder senior, arrogant bis unter die Haarspitzen. Stets mit den besten amerikanischen Luxus-Autos (immer mit CC-Schild dran – Cristian Crist?? Oder was?) unterwegs. Reden wie manche Nazi-Größen konnte er gut, verbrämt mit einigen Bibelzitaten. Und immer wieder die Aufforderung: Gebt dem Herrn, was des Herrn ist.

Rockenfelder senior - dazu ein kleines Erlebnis meinerseits: Ich fragte ihn als junger Mensch, wozu er so eine amerikanische Protzkarre brauche, wenn doch jeden "der Herr kommen kann". Antwort: Keine, aber die Anweisung an seine Schwarzkittel: "Schafft mir diesen vorlauten Jungen
von Priester xyz endlich vom Hals!."

Tja, so war das. Umkehrschluss: Die Immobilienfirma NAK nebst angeschlossener Kirche brauchte schon damals sehr viel Geld, um das Luxusleben einiger weniger zu finanzieren.

So waren die Zeiten wohl für auch meine Eltern. Sie haben geglaubt, haben über ihre Lebenszeit, wie Sie es so schön beschreiben, mindestens „den Gegenwert eines feudalen Einfamilienhauses in bester Lage via „Opfer“ der Immobilienfirma NAK nebst angeschlossener Kirche zukommen lassen.

Gruss an Sie, Jinn, und auch in die Runde,
uns allen eine gute Woche,
Heinrich
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

(Erasmus von Rotterdam)

Jinn

Re: FREMDSCHÄMEN

#5 Beitrag von Jinn » 02.10.2018, 20:40

Heinrich hat geschrieben:
02.10.2018, 17:28
@Jinn

Rockenfelder senior - dazu ein kleines Erlebnis meinerseits: Ich fragte ihn als junger Mensch, wozu er so eine amerikanische Protzkarre brauche, wenn doch jeden "der Herr kommen kann". Antwort: Keine, aber die Anweisung an seine Schwarzkittel: "Schafft mir diesen vorlauten Jungen
von Priester xyz endlich vom Hals!."
Werter Heinrich,

ich meine, dass ich darüber hier im Forum schon schrieb: Ich erlebte auch Rockenfelder kurz vor der Abspaltung in Wiesbaden im Amtszimmer persönlich näher kennengelernt. Das war ob meines Austritts-"Begehren" aus der NAK.
"Sie werden hier nirgendwo mehr einen Fuß auf den Boden bringen", lautete seine gebrüllte Antwort. Und tatsächlich: mein damaliger Arbeitgeber, auch ein NAKler, kündigte mir unter fadenscheinigen Gründen ...

Weil diese Dinge eben tatsächlich so waren, wie wir das erlebt haben, weil diese neuapostolischen Amtsträger in höchsten Würden, eben das tatsächlich waren, wie wir sie erlebt haben, und weil sie tatsächlich das taten, worunter wir gelitten haben, mache ich aus meinem Herz auch nach ihrem Ableben keine Mördergrube: Es sind Lumpen, Trickser und Täuscher. Die schlimmste Sorte von Seelenfänger und die schlimmsten Abzocker "des letzten Pfennigs der armen Witwe" (Familie und Wächterstimme).
Nichts hat sich daran geändert: Es sind dieselben abgebrühten Betrüger und schamlosen Bezelbuben, die sie schon immer waren. Egal in welches Schafskleid sie sich kleiden, sie bleiben reißende Wölfe ...

Herzlichst
Jinn

Hatikwa
Beiträge: 111
Registriert: 03.12.2017, 23:07

Re: FREMDSCHÄMEN

#6 Beitrag von Hatikwa » 02.10.2018, 23:39

guten Abend lieber Jinn und auch dir lieber Heinrich,
hier in diesem Forum ist es mir wichtig das eigene Erlebte der Foren- Teilnehmer lesen zu können.
Das Erlebte, welches fast identisch mit meinem Erlebten in der NAK war.
Denn das verschafft mir die Gewißheit, daß ich kein Einzelfall war und bin.
Meine Auflehnung und Ablehnung der NAK begründet sich allein auf den jahrzehntelangen Mißbrauch
der ihnen gläubig vertrauenden Menschen. Diese Menschen wurden eingefangen mit arglistigen Täuschungen
und aufgebauschten Lügen, entnommen aus den biblischen Legenden.
Ich fühle mich emotional mit diesen NAK Geschädigten verbunden. Mich interessiert keine theologische Ausarbeitung
der Religionswissenschaften und auch kein Geraderücken der biblischen Schriften.

Ich bin überzeugt, daß jeder hier im Forum die Chronik der Familie Bischoff kennt. Das müßte doch schon reichen
um das vollständige Lügengebäude der NAK einstürzen zu können.

gute Nacht --- hatikwa

fridolin
Beiträge: 2014
Registriert: 05.02.2011, 20:10

Re: FREMDSCHÄMEN

#7 Beitrag von fridolin » 03.10.2018, 12:14

Wenn ich das hier alles lese überfällt mich ein Grauen. :D
Ob die heutigen NAK Gewaltigen sich ab und zu, wenigstens ab und zu, auch die Fragen stellen, waren wir teilweise im falschen Film unterwegs? :D
Zuletzt geändert von fridolin am 03.10.2018, 15:19, insgesamt 1-mal geändert.

Jinn

Re: FREMDSCHÄMEN

#8 Beitrag von Jinn » 03.10.2018, 13:54

Liebe Hatikwa,

schön mal wieder von Dir zu lesen!!
Hatikwa hat geschrieben:
02.10.2018, 23:39
guten Abend lieber Jinn und auch dir lieber Heinrich,
hier in diesem Forum ist es mir wichtig das eigene Erlebte der Foren- Teilnehmer lesen zu können.
Das Erlebte, welches fast identisch mit meinem Erlebten in der NAK war.
Denn das verschafft mir die Gewißheit, daß ich kein Einzelfall war und bin.
...
Mich interessiert keine theologische Ausarbeitung
der Religionswissenschaften und auch kein Geraderücken der biblischen Schriften.

gute Nacht --- hatikwa
Auch hierin sind wir beide uns verbunden: Wollte ich mich wissenschaftlich theologisch mit meinen Erlebnissen mit der NAK auseinandersetzen, hätte ich wahrscheinlich Theologie studiert, um dann auf höchstem Level über "die Religion" Referate verfassen zu können.
Das war aber nie mein Bestreben, und ganz egal welcher kluge Kopf auch immer wissenschaftlich und lehrerhaft die Abgründe der NAK erforschen möchte, er kann das, was wir am eigenen Leib und an der eigenen Seele erlebt haben, niemals in noch so kluge Worte kleiden.
Deswegen stellen sich mir auch immer wieder die Nackenhaare auf, wenn ich von den "Wir's" und "Uns" lese ...

Herzlichst
Jinn

Benutzeravatar
Heinrich
Beiträge: 741
Registriert: 03.01.2013, 11:55
Wohnort: 115 m ü. NHN

Re: FREMDSCHÄMEN

#9 Beitrag von Heinrich » 03.10.2018, 18:38

Code: Alles auswählen

Zitat "welcher kluge Kopf"
Das Immobilenverwaltungspersonal ist nicht SEHR klug. Eher clever in dem Sinn, jetzt bin ich mal auf diesem von mir selbst gewählten Weg. Finanziell geht es mir als Bischof/Apostel etc. ja sehr gut und besser als je zuvor. Altes Sprichwort: Wes Brot ich es. Hier stehe ich und kann nicht anders. Mal Mittwoch und Sonntags so einen Gottesdienst halten - dauert ja nur maximal 2 Stunden inklusive Verabschieden von den ganz Treuen.

Ich war mal in gutem Glauben, ich sage ja zu Gott, und damals - kannte ich weder Saur noch seinem Ehrich.

Die letzte interessante Frage kam heute abend(von einem von Saur & Co. gefeuerten, aber im Bezirk immer noch (Gott sei Dank) lebenden Mitmenschen: Heinrich, gehst du da hin, wenn diese rote Nase kommt? Falls ich hingehe, werde ich diesen "Apostel" als noch aktiver Arzt dringend empfehlen, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Und zwar sofort. Aber nicht in meiner Praxis.

So, das waren jetzt meine GedANKEN.
Gruss in die Runde,
Heinrich
Der die NAK Süd und seine bezahlten Knechte so was von satt hat!
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

(Erasmus von Rotterdam)

Benutzeravatar
Heinrich
Beiträge: 741
Registriert: 03.01.2013, 11:55
Wohnort: 115 m ü. NHN

Re: FREMDSCHÄMEN

#10 Beitrag von Heinrich » 03.10.2018, 20:54

Kann mir mal einer den Link geben, um ein neues Thema zu eröffnen?
Danke schön im voraus,
HEINRICH
Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

(Erasmus von Rotterdam)

Antworten

Zurück zu „NAK - Neuapostolische Kirche“