NAK: Pößneck - Junge Christen bekommen mitgeteilt...

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
Nachricht
Autor
Anne

#11 Beitrag von Anne » 08.04.2008, 07:17

Lieber Hannes,

ich dachte schon öfter: Wir tun ihr (der Kirche und 'ihren Menschen') einen Gefallen, wenn wir gehen.

Das meine ich ganz ernst, deine Gedanken haben es gerade begründet.
Danke. :)

Anne

shalom
Beiträge: 4295
Registriert: 11.12.2007, 16:41

#12 Beitrag von shalom » 08.04.2008, 08:50

[->naktuell] hat geschrieben: +++ Apostel Wosnitzka greift in Pößneck durch +++
Drei Kinder- und Jugendbetreuer wegen »Differenzen in Lehraussagen« mit sofortiger Wirkung von Beauftragungen entbunden.]

Der beurlaubte Diakon hat nach eigenen Angaben gegenüber Apostel Wosnitzka erklärt, er erkenne die Apostel der Apostolischen Gemeinschaft an. »Nachfolge« bedeute für ihn zunächst »Jesus Christus nachzufolgen«. An dieser Prämisse müssten sich auch die Apostel der NAK orientieren…
tergram hat geschrieben:Was ist vor diesem Hintergrund der Besuch von Herrn Dr. Leber bei Herrn Kuhlen wert?
Was ist der Besuch von Hern Wosnitzka in einer Gemeinde der AG wert?
Werte :wink: tergram,

die Frage nach dem Wert (Mehrwert) ist gar nicht so einfach wie sie aussieht. „Quid bonum“ (wem nützt ’s), hilft evtl. auch weiter. Es soll ja Leute geben, die „Wachstum absichtlich zurückfahren“ und auf „fallende Kurse“ setzen (spekulieren :wink:) .

In diesem [->Beitrag] bin ich bereits am 06.04. :wink: auf den Bericht über das Treffen zwischen „Stammapostel Dr. Wilhelm Leber, Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche und Werner Kuhlen, Sohn“ etwas näher eingegangen.
…In der Quintessenz scheint deutlich konotiert werden zu sollen, dass die Amtsanerkennung von Ämtern der VAG für gewisse Ämterebenen von NaKi ein riesiges (unüberwindbares?) Problem darstellt. Gerade auch unter dem Gesichtspunkt, was amtlich konkret passieren würde, wenn man sich denn wirklich näher käme, als es NaKi lieb wäre… :wink: … .
Das Treffen und die Berichterstattung darüber war es der NaKi wert. Auch die jetzt verhängten Personalien: „Apostel Wosnitzka greift in Pößneck durch“ sind im Rahmen der „Mission 2010“ dem Amt der Versöhnung es wert gewesen, so zu agieren. NaKi-Apostel folgen einer ganz eigenen Werteordnung, die sich leider im Ernstfall mit gewissen christlichen Grundelementen als nicht kompatibel erweist. Leider darf nakintern eine Wertediskussion über diesen anhaltenden na-amtlichen Werteverfall nicht thematisiert werden, wie diese Entbindungen leider einmal mehr zeigen.

Solche Überreaktionen sind für mich ein Indiz, wie blank mittlerweile die Nerven liegen und was das für all jene bedeutet, die heute noch glauben wollen, mit den na-amtlichen Werten gnadenlos mithalten zu müssen…

Werte tergram, seien Sie gegrüßt 8)

shalom
Zuletzt geändert von shalom am 08.04.2008, 09:03, insgesamt 1-mal geändert.

tergram

#13 Beitrag von tergram » 08.04.2008, 09:01

Werter shalom,

ja, ja, ja - es ist alles richtig, aber...ich hatte gehofft, man hätte aus Blankenese etwas gelernt...

Ich empfinde es eben als besonders bedauerlich für die Beteiligten, dass sie vertraut haben - ihren Aposteln, Segensträgern und von Gott gesetzten Vorangängern.

Die Apostel haben doch mit dem speziell in Mitteldeutschland von Herrn Klingler angefachten lauen Lüftchen erst das zaghafte Wachstum von Kreativität, Eigeninitiative und tiefgründigerer Beschäftigung mit der Heiligen Schrift möglich gemacht. Der erschütterndste Satz aus der Blankeneser Gemeinde lautete "Wir dachten, sie würden sich über uns freuen."

Welch ein Irrtum! Einer, dem nun auch die Pößnecker aufgesessen sind.

Sobald sich zarte Pflänzchen der Hoffnung zeigen, setzt der Amtskörper den ideologischen Rasenmäher ein und säbelt ab, was da spriesst und lebt. Auf dass die Weide eine grün angestrichene Betonwüste bleibe - sauber, ordentlich, pflegeleicht, amtsträgerkompatibel und tot.

shalom
Beiträge: 4295
Registriert: 11.12.2007, 16:41

#14 Beitrag von shalom » 08.04.2008, 09:11

tergram hat geschrieben:... Auf dass die Weide eine grün angestrichene Betonwüste bleibe - sauber, ordentlich, pflegeleicht, amtsträgerkompatibel und tot.
...wenigstens ein sauberer Fall für den Immobilenhandel einer "Service-Aktien-Gesellschaft" ...

Spricht man in der Welt von "Entmietungen", dürfte das auf' s Geistliche übertragen wohl "Entbindungen" bzw. "Entgemeindungen" heißen...

steppenwolf

#15 Beitrag von steppenwolf » 08.04.2008, 09:50

:wink:
Zuletzt geändert von steppenwolf am 02.05.2008, 10:34, insgesamt 1-mal geändert.

Obelix

#16 Beitrag von Obelix » 08.04.2008, 09:50

Eine Frage:
Was ist so schlimm daran, wenn man die Apostel der VAG anerkennt?
Nimmt die NAK dadurch Schaden? Werden dadurch die NAK-Apostel abgewertet? Wenn ja, finde ich das sehr egoistisch.
Wie sieht es denn dann mit der Ökumene aus. Ich versteh's einfach nicht mehr.
Das alles bestärkt mich nur darin, daß meine Entschluß zu gehen, die richtige Entscheidung war.

LG Obelix

Dieter

#17 Beitrag von Dieter » 08.04.2008, 10:04

Obelix,

ich dachte eben genau dasselbe. Und nun lese ich die Antwort von Anne und von Dir. Welch schöne Bestätigung! :lol: Doch eigentlich ist es nur traurig. Mir tut meine ehemalige Kirche leid. Nein, eigentlich nicht die Kirche. Aber meine Geschwister, die sich unter diesen Umständen bemühen, ihre Seligkeit zu schaffen. Wie lange werden sie es noch durchhalten?

Dieter

Hannes

#18 Beitrag von Hannes » 08.04.2008, 10:08

Anne hat geschrieben: ich dachte schon öfter: Wir tun ihr (der Kirche und 'ihren Menschen') einen Gefallen, wenn wir gehen.
Liebe Anne,

ich hab jetzt ein paar Augenblicke gebraucht, um das, was Du schreibst, zu verarbeiten! Wenn das so wäre, dann wäre das mehr als schlimm! Und je länger ich nachdenke, desto näher kommt mir Deine Einschätzung!

Schau mal ... hier ist das WORT ZUM MONAT FEBRUAR 2008, gefunden auf nak.org:


Der gute Hirte

Im Gleichnis vom verlorenen Schaf hat der Herr Jesus in sehr eindringlichen und schönen Worten dargestellt, wie ein guter Hirte handelt: Er lässt die 99 Schafe dort, wo sie sind, in der Gemeinschaft, und wendet sich ganz besonders dem einen Schaf zu, das verloren gegangen ist. Er unternimmt alles, bis er es findet und trägt es auf der Schulter zur Herde zurück. Er freut er sich so sehr, dass er Freunde und Nachbarn mit seiner Freude ansteckt. – Das ist ein Bild für die Gottesliebe. Der liebe Gott gibt niemanden auf, sondern er geht jedem Einzelnen nach! Und das ist etwas, was auch wir uns vornehmen wollen: uns demjenigen zuwenden, der verloren erscheint, der am Rande steht, der nicht so einfach in die Gemeinschaft einbezogen werden kann wie andere.

Es ist keine leichte Aufgabe, denen nachzugehen, die „verloren“ sind, also die sich abgesondert haben von der Herde, der Gemeinschaft der Gotteskinder; solche, die sich durch eine zu kritische Haltung außerhalb der Gemeinde gestellt haben. Aber wie schön ist es, wenn man sich einmal Gedanken macht, wie man solchen eine Hilfe und ein Segen sein kann; wie man sie zurückführen kann, ihnen brüderliche Liebe und Verständnis entgegenbringt und damit in der göttlichen Liebe offenbar wird. Das wird da und dort nicht beim ersten Mal gelingen.

Wenn in einer Herde ein Schaf verloren geht und der Hirte nicht genau weiß, wo es abgeblieben ist, geht er in alle Richtungen und schaut, wo es sich befindet. Es kann sein, dass er es nicht gleich findet. – Dann könnte man schon versucht sein aufzugeben. So handelt aber ein guter Hirte nicht: Er sucht vielmehr so lange, bis das Schaf gefunden ist. Dazu muss er schon ein wenig Anstrengung auf sich nehmen! Er muss sich dahin begeben, wo dieses verlorene Schaf ist.

Das gilt auch im übertragenen Sinn: Man kann nicht seinen eigenen Weg gehen und meinen, es habe keinen Sinn, weiter zu suchen. Man sagt im täglichen Leben: Man muss auf dieselbe Ebene kommen wie dieses „verlorene Schaf“, dorthin, wo derjenige sich befindet, den man ansprechen möchte. Eine Gemeinde, die das tut, die sich besonders um jene kümmert, die am Rande stehen, die sich abgesondert haben, ist eine starke Gemeinde! Darin liegt ein besonderer Segen.

Auf den ersten Blick erscheint das Tun des guten Hirten – nach menschlichen Maßstäben – etwas ungerecht: Der Hirte lässt zwar die 99 Schafe zurück und wendet sich dem einen einzigen verlorenen zu! Und die, die nun immer bei der Herde waren, erhalten nicht diese ausdrückliche Pflege. Es ist meine tiefe Überzeugung: Das ist Evangelium, dass man sich dem zuwendet, was am Rande steht, was verloren erscheint. Da sind andere Maßstäbe anzuwenden, als wir sie in unserem täglichen Leben haben.

(Aus einem Gottesdienst des Stammapostels)


Das strotzt ja erstmal vor Überheblichkeit und Entwertung (wer ist das verlorene Schaf ...)! Das ist widerlich! Andererseits: Ich bin ja im letzten Jahr ausgetreten - das wissen in meinem Umfeld (besonders die Amtsträger bis zum Apostel) alle! Meinst Du, ich hätte auch nur einen Anruf oder Besuch erhalten?

Und jetzt denke ich wieder über Deinen Satz nach ... und verstehe langsam!

Weisst Du, bei den Menschen akzeptiere ich solch eine Reaktion noch irgendwie, weil ich sie ja kenne - ich verstehe und akzeptiere sie aber nicht bei der Kirche! Ich sollte einmal nachfragen und sie an ihre eigenen Pamphlete erinnern. Aber vielleicht waren im Februar ja alle beim Schifahren ...

Ich habe Magendrücken!
LG - Hannes

Dietmar

#19 Beitrag von Dietmar » 08.04.2008, 10:25

Lieber Dieter,

die Leidensfähigkeit ist unterschiedlich aber bei allen begrenzt.
Solche Beispiele machen die Überprüfung möglich,welchen Platz man mit seinen Gedanken und Vorstellungen in dieser Kirche noch hat.
Und irgendwann merkt man..ich habe ja keinen Platz mehr.
lg Dietmar

Anne

#20 Beitrag von Anne » 08.04.2008, 10:54

Lieber Hannes,

weißt du, was mich zu dem Gedanken angeregt hat:
Hannes hat geschrieben:Und alle ziehen an dieser NAK - jeder in eine andere Richtung...
In welche Richtung ziehe ich sie...?

Und aus diesen Gedanken, die ich mir auch mache...:
... und Leber will seine Ruhe! Ich denke, ihn hat der ganze Rummel, der dieses Amt mit sich bringt, völlig überrascht. Und er will einfach nur wie vor 50 Jahren seinen Job machen und das möglichst in Ruhe und ohne grosse Auseinandersetzung! So, wie man mit mathematischen Formeln irgendwelchen Gleichungen auflöst!


... kam mir ein weiterer: Es kann auch Liebe sein, wenn man von Menschen nichts mehr erwartet, was sie nicht leisten können oder wollen. Es kann auch Freundlichkeit bedeuten, dass man die Anderen so sein lässt, wie sie sein wollen; und selbst den Weg geht, den man für sich ... weiß... .

Auch wenn man dafür in merkwürdige Gleichungen gepackt wird: "abgefallen..."

Aber in dieses Quadrat lassen wir uns nicht setzen, stimmt´s? :wink:

Wohlsein!
Anne

PS.: Oder wäre Quadratwurzel passender? Keine Ahnung, Mathe war noch nie meine Stärke. :mrgreen:

Gesperrt

Zurück zu „NAK - Neuapostolische Kirche“