Theologie in der NAK

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Ich bin`s
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Theologie in der NAK

#1 Beitrag von Ich bin`s » 06.04.2008, 13:05

Auszug aus UF vom 05.04.2008:
…In unseren Schriften taucht in neuerer Zeit mitunter der Begriff „Theologie“ auf. Es wird hingewiesen auf theologische Erkenntnisse; es werden auch Lehraussagen theologisch analysiert. Ich kann mir denken, das dieses da und dort überrascht zur Kenntnis genommen wurde, denn früher stand unsere Kirche theologischen Überlegungen eher ablehnend gegenüber. Heute haben wir zu diesem Thema eine differenziertere Sicht. Ich glaube, es ist an der Zeit, hierzu etwas zu sagen…. Auszug Ende.

Soweit die Worte des Oberhauptes der Neuapostolischen Kirche International.

Hallo? Das Oberhaupt einer christlichen Kirche sieht nach ca. 100 Jahren (Neuapostolischer Kultur) endlich eine Verbindung zur Theologie bzw. erläutert, dass auch in unserer Kirche, der NAK, seit „einiger Zeit“ theologische Gedanken eine Rolle spielen?

Diese Aussage hat mich ein wenig fassungslos gemacht. Besonders wenn wir nach seinen Aussagen heute eine „differenziertere“ Sicht haben. Fußen denn tatsächlich theologische Aussagen grundsätzlich auf konfessionell gebundener Glaubensauffassung (O-Ton Stap)? Und wenn ja, wo ist die Grenze zwischen „allgemeiner“ und „spezieller“ Theologie. Haben wir es hier wieder mit einer Aufsplittung analog Definition „Heiliger Geist“ zu tun?

Ich bin ein wenig sprachlos angesichts dieser „Offenbarung“ des Stap.

Ich bin`s

tergram

#2 Beitrag von tergram » 06.04.2008, 13:14

Mich macht eher der weitere Text sprachlos - in dem erklärt wird, dass Theologie in der NAK nur insoweit zulässig ist, wie sie dem Lehrgebäude der NAK nicht widerspricht.

Aus theologischen (Er)Kenntnissen zieht man sich das heraus, was zur eigenen Überzeugung passt. Alles andere erklärt man für "unzulässig" oder gar "schädlich".

Dr. Leber gesteht in diesem Artikel ohnehin nur dem Christentum die Entwicklung einer Theologie zu. Ihm sei korrigierend ein tiefer Blick in die Vorlesungsverzeichnisse von Universitäten zur Islamischen oder Jüdischen Theologie empfohlen...

So viel Unkenntnis und Beschränktheit macht mich (fast) sprachlos!
Zuletzt geändert von tergram am 07.04.2008, 20:55, insgesamt 1-mal geändert.

shalom
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Re: Theologie in der NAK

#3 Beitrag von shalom » 06.04.2008, 14:02

Ich bin`s hat geschrieben:...Ich bin`s
...ich bin 's auch... :wink:

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Ich bin`s
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#4 Beitrag von Ich bin`s » 06.04.2008, 14:06

@ Tergram

deshalb mein Hinweis auf die Aufsplittung analog Definition "Heiliger Geist".

Man könnte seitenweise über die laienhafte Darstellung schreiben, leider verbietet das Urheberrecht aber auch die Gesamtveröffentlichung des Artikels an dieser Stelle.

Diese verkürzte und meiner Ansicht nach falsche Darstellung des Begriffs "Theologie" durch Dr. Leber hat einmal wieder voll in Kontor getroffen!

Ich bin`s

Lobo

#5 Beitrag von Lobo » 07.04.2008, 15:28

Das Thema wurde schon hier angesprochen.

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Heidewolf
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#6 Beitrag von Heidewolf » 12.03.2009, 22:23

Und nun ist noch nicht mal ein Jahr vergangen.
Oh Wunder, und schon liegt die Deutungshohheit bei den NAK-Aposteln.
Verzeiht mir, aber das kommt mir wirklich vor wie
Kirche aus dem Baukasten.
Eine Kirche, die sozusagen von Strategen geführt wird.
Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

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evah pirazzi
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#7 Beitrag von evah pirazzi » 13.03.2009, 00:20

Heidewolf hat geschrieben:...und schon liegt die Deutungshohheit bei den NAK-Aposteln.
Diese "Schärfung" war aber auch dringend notwendig, nicht wahr?

Ich frage mich nur, muss der eigens für die Theologie und Schriftdeutung der Bibel - im Sinne der NAK - engagierte Herr Kiefer nun um seinen Arbeitsplatz bangen?
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

GG001

#8 Beitrag von GG001 » 13.03.2009, 01:24

Manchmal ist es schon beaengstigend, wie sich die Gedanken diesseits und jenseits des Grossen Teichs gleichen. Bzgl. der beratenden Taetigkeit von Dr. Kiefer wundert sich Ken Litzke vor ein paar Stunden:
klitzke hat geschrieben:It sounds like all biblical and theological interpretation can only be done by the apostle ministry. Why would the CA allow his interpretations to become contaminated by non-apostle theologians, even if they are NAC members, instead of just getting them right from god/jesus/holy spirit? I thought he had a direct connection.

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Heidewolf
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#9 Beitrag von Heidewolf » 13.03.2009, 13:38

Liebe Eva,
ich denke, der Mohr wird noch dringend gebraucht.
Es wird wohl eher eine strategische Notbremse sein, um alle die zu stoppen, die meinen, jetzt den Aposteln irgendwelche externen Erkenntnisse unter die Nase zu halten. Sogenannte Sekundärliteratur.
Dass dabei der Normalgläubige gehemmt wird, sich überhaupt mit der Bibel oder mit Schriftgut dazu zu beschäftigen, wird scheinbar in Kauf genommen; ist vielleicht sogar gewollt. Ein dumm gehaltener fragt halt nicht so viel. Blankenese lässt wieder mal grüßen.
Blankenese muß für die konservativen Weisheitsverwalter in der NAK ein gravierendes Schockerlebnis gewesen sein.
Denn, wie schon an vielen Stellen festgestellt, passt die NAK-Lehre nicht zu so manchen doch ziemlich eindeutigen Bibelaussagen.
Gruß vom Heidewolf
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Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.

Friedrich Rückert

tergram

#10 Beitrag von tergram » 13.03.2009, 13:48

GG001 hat geschrieben:Manchmal ist es schon beaengstigend, wie sich die Gedanken diesseits und jenseits des Grossen Teichs gleichen.
Fürchtet euch nicht. Das ist die Wirksamkeit des Heiligen Geistes, der in alle Wahrheit leitet.

(Nein, das war keine Ironie.)

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