Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat gesündigt

Diskussionen über Bibeltexte aus dem Neuen Testament
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Hannes

#31 Beitrag von Hannes » 13.03.2008, 20:31

Ja, Lory, das ist klar - das setze ich dann doch voraus! Aber soviel Menschenkenntnis sollte dann schon da sein, spätestens jedoch nach der ersten Sitzung, die man darauf verwenden sollte!

Es geht mir darum, dass das Gefühl für den andern ja meistens da ist - und man kann das herholen! Jetzt, hier und heute! Und notfalls auch ohne Therapeuten.

Wir gehen immer, wenns fremd wird, in den Wald und erinnern uns an unseren schönsten Moment. Mit allen Sinnen. Ganz intensiv! Und wir sprechen darüber. Und dann sagen wir uns offen, was genervt hat - es war meistens bei uns selbst ... :oops:

LG
Hannes

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tosamasi
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#32 Beitrag von tosamasi » 13.03.2008, 20:44

Loreley61 schrieb:
Nur so als Tipp, bei der Auswahl von sogenannten "Seelenklempnern" und "Möchtegerntherapeuten".
Das ist wohl wahr. Aber diese Möchtegerns gibts auf allen Therapiegebieten (ich weiß gar nicht, wer sich alles so nennen darf).
Man kann sich aber darüber schlau machen.
Es ist auf jeden Fall ein Weg, der zu beschreiten wäre, bevor die Partnerschaft in den letzten Zügen liegt, so man daran festhalten möchte.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Katze

#33 Beitrag von Katze » 13.03.2008, 22:01

Ich möchte noch mal auf das eigentliche Thema zurück kommen,
z. B. warum sprach Jesu nur die Männer an: "Wer eine Frau ansieht sie zu begehren..."

Lag dies an der damaligen Zeit, denn die Frauen hatte dort eine sehr untergeordnete Rolle... wahrscheinlich hatten sie ihren Blick sowieso gesenkt... Leider hat sich, in den meisten arabischen Staaten, darin nicht viel geändert... :(

Oder könnte es sonst noch eine Grund geben, warum Jesu nur die Männer ansprach?

Ich denke, dass es kaum eine Frau gibt, die aus einer intakten Beziehung ausbricht, auch nicht für einen umwerfend begehrenswerten Mann.
Wenn es doch passiert, dann hat irgend etwas schon vorher in der Beziehung nicht gepasst...

Sicherlich gibt es auch genügend Ehemänner, die sehr treu sind. Aber der Prozentsatz derer, die "sexuell begehren", ist höher als bei den Frauen.

lg Katze

Matula
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#34 Beitrag von Matula » 14.03.2008, 06:49

Hannes hat geschrieben:
Matula hat geschrieben:
Nur in manchen Ehen gibt es jahrelang immer nur Eintopf und dann fällt es schon nicht leicht, immer Appetit zu haben.

Nicht zuletzt deshalb werden auch immer mehr Ehen geschieden, weil der Appetit immer mehr schwindet.[/color]
Matula ... :shock:

Du erlebst mich sprachlos ... und trotzdem: wenn Dir in natura der Appetit schwinden würde, würdest Du wie ein Wiesel zum Arzt rennen, oder?

Was sollte ich denn bei einem Arzt wenn ich weiss, dass die Appetitlosigkeit daran liegt, dass jeden Tag Eintopf auf den Tisch kommt !

Warum dann nicht, wenn eine Beziehung kränkelt? Jeder einigermassen ausgebildete Ehetherapeut schafft es in max. 5 Stunden, die Gefühle füreinander nachhaltig herzuholen, wie sie am 1. Tag da waren! Vorausgesetzt beide Partner wollen das! Die paar Hundert Euros wären mir das wert! Allemal!

Das glaube ich nicht !

Bei diesem typischen Männerspruch "(...) aber gegessen wird daheim" dreht sich mir der Magen mehrmals um! Das ist sowas von armselig und lieblos ...

Dieser Spruch ist nicht von mir, den habe ich aber übrigens schon sehr oft von Frauen gehört lieber Hannes !

Hannes


ps. Ein wärmstens empfohlener Buchtipp zum Thema ...

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Loreley 61
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#35 Beitrag von Loreley 61 » 14.03.2008, 06:50

Zustimmung Katze!!!!!!!!!!!!!!!!

Und zu deinen Fragen, habe ich schon was geschrieben. Schau meine postings. :wink:

LG, Lory
Unsere Gedanken und Gefühle werden durch unsere Überzeugungen geformt.
Was du tief in dir und oft unbewusst denkst, das zeigt die größte Wirkung in deinem Leben.
Brauche nichts ... wünsche alles ... und wähle, was sich zeigt!
______
Namaste

abendstern_
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#36 Beitrag von abendstern_ » 14.03.2008, 07:14

Was sollte ich denn bei einem Arzt wenn ich weiss, dass die Appetitlosigkeit daran liegt, dass jeden Tag Eintopf auf den Tisch kommt !
Matula,

wie wärs, wenn "mann" einfach mal selber kocht? Da kommt Abwechlung nicht nur in die Küche. Dazu brauchts aber ein bisschen Köpfchen, einen Plan, einen Einkaufszettel und kreative Zeit. Soll ich das jetzt auf das Thema hier übertragen, oder machst du das selbst? ;-)

PS: Vergiss nicht den Wein dazu...

Matula
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#37 Beitrag von Matula » 14.03.2008, 07:57

abendstern_ hat geschrieben:
Was sollte ich denn bei einem Arzt wenn ich weiss, dass die Appetitlosigkeit daran liegt, dass jeden Tag Eintopf auf den Tisch kommt !
Matula, Abendstern,

wie wärs, wenn "mann" einfach mal selber kocht?

Besser noch ist es, wenn man gemeinsam kocht !

Da kommt Abwechlung nicht nur in die Küche. Dazu brauchts aber ein bisschen Köpfchen, einen Plan, einen Einkaufszettel und kreative Zeit. Soll ich das jetzt auf das Thema hier übertragen, oder machst du das selbst? ;-)

Du darfst nicht den Fehler begehen, dass auf mich und meine völlig intakte Ehe zu beziehen, sondern ich habe lediglich einmal darlegen wollen, weshalb es in vielen Ehen derart düster aussieht, dass mittlerweile beinahe jede zweite Ehe geschieden wird, zumindestens jede zweite Ehe einen erheblichen Defekt hat.

PS: Vergiss nicht den Wein dazu...
Danke für den Tipp, keine Angst, ich weiss schon, was Frau so gerne hat. :wink:

Pinguin

#38 Beitrag von Pinguin » 14.03.2008, 10:03

Hallo zusammen, hallo tergram,

du hast geschrieben:
Beide wissen .... dass wir unsere Begierden nicht unterdrücken können. Weder die, die sich auf des Nächsten Weib, noch solche, die sich auf des Nächsten Hab und Gut richten. Beide bestätigen, dass es nur darum gehen kann, den richtigen Umgang mit den Begierden zu finden. Dem Blick eben nicht die Tat folgen zu lassen. Denn was das bedeuten kann, zeigt uns wiederum die Bibel, denken wir nur an Adam und Eva oder Kain und Abel. Und deshalb sagt Professor Beier: "Mit seiner Neigung dauerhaft verantwortungsvoll umzugehen, das ist eine Lebensleistung."

Damit hast Du recht, ich sehe darin einen Lösungsansatz. Vielen Dank

Liebe Grüße Michael

Pinguin

#39 Beitrag von Pinguin » 14.03.2008, 10:12

noch kurz nachgeschoben:

Wenn uns Jesus ermahnt:

Mt 5,28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.

meint er, "..die Sünde ruht vor deiner Tür, du aber herrsche über sie.."
d.h. : Mit seiner Neigung dauerhaft verantwortungsvoll umzugehen."

Auf gut deutsch: Es kann uns alle treffen, niemand ist vor dem Begehren geschützt. Einfach so aus heiterem Himmel.

Aber wie kann man verantwortungsvoll damit umgehen, nicht jeder hat sich in der Hand, wenn die Gefühle in Wallung geraten ?
(Das gilt ja für alle Gebote.)

Liebe Grüße

Michael

abendstern_
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#40 Beitrag von abendstern_ » 14.03.2008, 10:32

Hallo Pinguin, hallo tergram,

ich habe vor Jahren eine ähnliche Auslegung gelesen und bin auch der Meinung, dass Jesus sagen wollte, dass es im Grunde gar nicht geht, die Ehe nicht zu brechen, sondern dass jeder gefährdet ist. Der Ehebruch beginnt eben nicht dann, wenn man miteinander ins Bett steigt, sondern viel viel früher.

Insofern kann auch in dieser Frage keiner den ersten Stein werfen.


Hallo Matula,
sorry, das meine Antwort war natürlich nicht auf dich persönlich gemünzt,
sondern eher auf die ständig maulenden Ehemänner, dass es immer nur Eintopf gibt, die aber selbst nicht auf die Idee kommen, auch mal aktiv zu werden :)

Grüße
abendstern_

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