Brauchtum in der Passions- und Fastenzeit

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filippo

Brauchtum in der Passions- und Fastenzeit

#1 Beitrag von filippo » 09.03.2008, 20:01

Heute ist der erste Passionssonntag, der Sonntag Judica.

Er heißt Erster Passionssonntag oder Judica (Introitus: Judica me, Deus = Schaff’ Recht mir, Gott). Die Lesungen dieses Tages stellten das Leiden (lat. passio: Leiden, Leidensgeschichte) Christi vor, den „Schmerzensmann” Jesus vor Augen. Altarkreuz und Altarbilder wurden mit dunklen, oft tiefvioletten Tüchern verhüllt, um an die Erniedrigung des Erlösers zu erinnern. Die Verhüllung der Altarkreuze blieb bis nach der Kreuzverehrung am Karfreitag, die Altarbilder blieben verhüllt bis zum Gloria in der Osternacht ......
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Passionssonntag wird der fünfte Sonntag in der vorösterlichen Fastenzeit, der zugleich der zweite vor Ostern ist, genannt. Mit ihm beginnt ein neuer Abschnitt in der Fastenzeit. Die Kirche fordert nämlich ihre Gläubigen besonders von diesem Tage an bis zum Ende der Karwoche auf, sich an Jesus in seinen letzten Lebenstagen in seiner Andacht zu erinnern ....
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shalom
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#2 Beitrag von shalom » 20.02.2010, 18:05

[=>MYBISCHOFF]
Bischoff-verlag.de hat geschrieben:Fastenzeit ist eingeläutet (18. Februar 2010)

Frankfurt. Mit dem gestrigen Aschermittwoch ist in Teilen der Christenheit die Passionszeit eingeläutet. Die vierzig Tage bis zum Fest der Auferstehung Christi werden aber immer weniger unter dem Gedanken des Fastens begangen.

…Auch die Neuapostolische Kirche stellt es in das Ermessen eines jeden Einzelnen, zu selbst gewählten Zeiten keine Nahrung zu sich zu nehmen. Fasten hat noch heute, »in unserer von Überfluss, Reizüberschwemmung und Genusssucht geprägten Gesellschaft, seine Berechtigung, und kann auch einen Stellenwert für das Glaubensleben des Einzelnen haben«… .

Werte Fastende und fast Fastende, liebe Zwangsfaster und „Heilfastende“ 8),

"Die vierzig Tage bis zum Fest der Auferstehung Christi werden aber immer weniger unter dem Gedanken des Fastens begangen". Ja wie war es denn bei den Jüngern gewesen? Stimmt das abwertende Urteil von MYBISCHOFF so pauschal?

Das Onlinepresseorgan des Stammapostelamtsinhabers sieht „einen Nutzen für die Hinwendung zum Heilsangebot Gottes durch Fasten im übertragenen Sinn, beispielsweise durch zeitweißes »Fasten« bei der Medienrezeption:mrgreen: .

Selbst Papst Benedikt XVI. scheint mit dem Stammapostel und dessen „Lehre und Erkenntnis“ einig zu sein, dass Heil und Seligkeit nur durch die Gnade aus dem Verdienst Jesus (d. h. aus dem „Verdienst“ (Opfer / Segen) des heilsvermittelnden Stammapostelamtes) erlangt werden.

Im mittlerweile angebrochenen neuapostolischen Zeitalter der proklamierten „Eigenverantwortlichkeit“ finde ich es sehr großzügig, dass auch die Neuapostolische Kirche es in das Ermessen eines jeden Einzelnen stellt, zu selbst gewählten Zeiten keine Nahrung zu sich zu nehmen :mrgreen:. Ich nehme beispielsweise sogar an ein und demselben Tag - zu selbst gewählten Zeiten - mehrmals keine Nahrung zu mir. Das Stammapostelmagazin gibt selbstbildgerecht zu bedenken, dass Fasten noch heute, "in unserer von Überfluss, Reizüberschwemmung und Genusssucht geprägten Gesellschaft“, seine Berechtigung hat, und auch einen Stellenwert für das Glaubensleben des Einzelnen haben kann. Dass gerade unserer neuapostolischen Glaubensgesellschaft pauschal „Überfluss (Kirchenbrunch?), Reizüberschwemmung (EJT) und Genusssucht (Abendmahl?)“ attestiert wird, verwundert vor dem globalen Anspruch der Apostelamtsinhaber, insbesondere auch in außereuropäischen Regionen, schon heftig. So ein „Fluch der Karibik“ aber auch :wink: .

shalom

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