NAK Württemberg 1955: Die Botschaft und das Schweigen

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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Paul

#11 Beitrag von Paul » 10.03.2008, 14:06

Brombär hat geschrieben: Was viel schlimmer wirkt, ist der Umstand, dass ein Großteil der Geschwister in liebgewonnenen Funktionen eingebunden sind, so dass sie die Wahrheit als überaus zerstörend, ja bedrohlich für die Fortführung ihrer NAK-Funktion und ihrer Zukunftserwartung empfinden. Sie wenden sich teilweise massiv gegen Aufklärung und blasen ins Horn derer, die behaupten, Kritiker wollten das Werk des Herrn zerstören.
Richtig, Brombär! Das ist m.E. der Kern des Problems, in dem die NAK derzeit steckt.
Eine weitere Aufarbeitung der Geschichte, weitere Reformen und eine gewisse Öffnung stoßen auf den Widerstand von Geschwistern, die sich dadurch in ihrem blinden Vertrauen in die NAK gestört fühlen, dieses Vertrauen aber unbedingt aufrecht erhalten wollen. Mehrfach habe ich nach dem 4.12. gehört: "Dieses Herumstochern in der Geschichte habe ich nicht gebraucht, das lenkt uns doch nur vom Ziel ab." :?

Ich bin für mich mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, daß die NAK fast zwangsläufig wieder in die "Sektenecke" zurückkehren muß. Nicht, weil die "pösen Apostel" das unbedingt alle so wollten, sondern weil es die (schweigende) Mehrheit der Geschwister im Grunde ihres Herzens wünscht. Das Selbstverständnis der NAK war immer exklusiv - und die meisten NAKis fühlen sich damit wohl und wollen, daß es so bleibt. (Die Gründe hierfür kann man wohl nur mit soziologischen und psychologischen Begriffen erklären.)
Zuletzt geändert von Paul am 10.03.2008, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.

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tosamasi
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#12 Beitrag von tosamasi » 10.03.2008, 15:31

Paul, das hast Du treffend schön ausgedrückt.
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

Brombär
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#13 Beitrag von Brombär » 10.03.2008, 17:03

Werter Paul,

genau so, wie ich bei Beiträgen eines bestimmten Schreibers, hier und in den mit uns verbundenen Foren, seit vielen Monaten und immer wieder, an den Witz vom Geisterfahrer denken muss, so drängt sich mir, bei Betrachtung der NAK, die Geschichte vom Hasen und dem Igel auf. Dies mal so als unbedeutende Assoziation ins Unreine geschrieben.

Die Wohlfühlsäulen der NAK sind tatsächlich zum ersten die Exklusivität. Erwählt zur kleinen Herde, bevor der Welt Grund gelegt war, welch herrliche Zukunftsperspektive, wenn das nichts ist . . .

Zum zweiten sind es vereinsähnliche Strukturen innerhalb einer „ gehobenen „ Versammlung der Auserwählten. ( Die doch wohl eher im Hintergrund geschehende Beschäftigung mit Benachteiligten oder gar Gestrandeten scheint mir diesen Gedanken zu untermauern. )

Innerhalb dieses Gefüges ist es angesagt, eine möglichst ehrenvolle Funktion inne zu haben. Berufung und Ausführung solcher ( auch Amts- ) Aufgaben, bringt Anerkennung, Selbstbewusstsein und ewigen Lohn mit sich und das bei vollen Freiheiten bezüglich der früher so verpönten Stätten der Weltlust und das auch noch völlig ohne Kirchensteuer. Was wollen Sie mehr ?

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt war zumindest früher, die materielle Vorteilsnahme.

Wenn in einem Bericht bei Nachbars (GK-Forum ) Apostel Thomas als eine sich verzehrende Flamme im Dienste des Herrn zitiert wird, so darf nicht vergessen werden, dass das Bekleidungshaus „ Für den Herrn „ in Künzelsau, die bevorzugte Adresse zur Ausstattung der Amtsträger mit schwarzem Dienstanzug darstellte. Auch das „ festliche Schwarz-Weiß „ zu besonderen Gottesdiensten ( zeitweise sogar ab Bez.-Ev. aufwärts ) war im „ Haus der Dame „ in gut sortierter Auswahl zu haben. Letztendlich kam auch der Nachwuchs im „ Haus des Kindes „ zu seinem Teil. Höhere Amtsträger wohnten nicht selten in kircheneigenen Häusern. Auch Steuerberatung, Rechtsangelegenheiten, Gesundheitspflege und sonstige Bedürfnisse des täglichen Lebens oder Auftragssicherung von Handwerkern am na. Kirchenbau waren einfach in Händen von Gottesknechten vertrauensvoller aufgehoben.

Liebe Grüße an Gebietskirchenpräsident Brinkmann von dieser Stelle aus.

Fasst man zusammen, so wird verständlich, weswegen das Gebäude NAK nicht erschüttert werden darf, oder wollten Sie gerne, dass Ihnen solche in Jahren erworbenen Vorteile „ flöten gehen „ ? Hat man sich nicht mühevoll genug „ salonfähig „ gemacht ? Gerade jetzt, wo wir eine blitzsaubere, hellblaue Öffentlichkeitsdarstellung in die Christenheit gepflegt haben, kommen diese Stänkerer, die uns einen Senf aus längst überholten Zeiten aufs Brot schmieren wollen ? Und vor allem, wer kann bezeugen, dass es wirklich so war, wie da von den Ewiggestrigen oder gar abgefallenen Aposteln behauptet wird, wo doch sogar unser Stammapostel zu bedenken gibt, ob eine wahrheitsgemäße Aufarbeitung überhaupt je möglich ist ???

Nein, getreu dem Motto „ ich strecke mich nach dem, was da vorne ist, singen wir bei nächst bester Gelegenheit aus vollem Herzen und ohne jeden Skrupel :

Hast du für Gott und die Wahrheit gestrebet, wacker gekämpft wider Sünde und Wahn . . . auf dass doch alles wieder gut bleiben möge.

Stimmt´s shalom ?


Brombär

shalom
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#14 Beitrag von shalom » 10.03.2008, 19:00

..."die Botschaft und das Schweigen" zum Heil, das hat was von der geheimen Offenbarung an sich wo ja für die Guten auch alles wieder gut bleiben wird :wink: .

"Dunkel wars, der Mond schien helle,
als ein Wagen stehend um ne runde Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend schweigend Leute,
stille ins Gespräch vertieft
und sahen durchs geschlossene Fenster
wer wie die Botschaft vom Heil verkief...."

Psssst - und shalom

42

#15 Beitrag von 42 » 10.03.2008, 21:46

Gerade jetzt, wo wir eine blitzsaubere, hellblaue Öffentlichkeitsdarstellung in die Christenheit gepflegt haben, kommen diese Stänkerer, die uns einen Senf aus längst überholten Zeiten aufs Brot schmieren wollen ?
Wie kannst Du nur so von StAp Leber und Ap. Drave reden!!

Brombär
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#16 Beitrag von Brombär » 11.03.2008, 07:16

42 schrieb :


Wie kannst Du nur so von StAp Leber und Ap. Drave reden!!


Ohne Smilies sag ich garnix !

Bb.

42

#17 Beitrag von 42 » 11.03.2008, 11:31

:wink:

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