Sündenvergebung ist an das Apostelamt gebunden.

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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agape
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#41 Beitrag von agape » 17.11.2009, 22:32

Habe gerade mal :arrow: gesehen, was Freund Holytux am 04.08.2009, 16:48 geschrieben hat, der ja Rahner und spez. hier Vorgrimler sehr nahe steht. ;)

Meine ganz persönliche Überzeugung liegt teilweise auch hier im beschriebenen Vorgrimler-Zitat begründet.
Ich meine, wir haben es zwar mit einem Gedächtnismahl zu tun, aber die Realpräsenz auf der geistlichen Dimension geschieht durch die glaubende Hoffnung desjenigen, der am Tisch des Herrn sitzt, zu dem ja nun nicht die Kirche einlädt, sondern der Herr selbst.
Somit wird übrigens das Apostelamt als rechtmäßiger "Sakraments-Verwalter" und "Zwischenhändler" überflüssig.
Aber das ist ja nun wieder ein anders Thema. ;)

In aller agape

PS:
Übrigens, wenn man nach "Rom" schielt, schielt man in diesem Fall gleichzeitig auch ziemlich real nach "Wittenberg" .
Oder hätte ich das umgekehrt schreiben sollen? ;)
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

42

#42 Beitrag von 42 » 17.11.2009, 23:00

Übrigens, wenn man nach "Rom" schielt, schielt man in diesem Fall gleichzeitig auch ziemlich real nach "Wittenberg" .
Denkst Du etwa, wir koennten von anderen Kirchen noch lernen? Den Katechismus Luthers gibt es schon lange, die Anfaenge des katholischen Katechismus reichen in das 8. Jhdt., das CIC gibt es vergleichsweise gar nicht lange, aber man wird ja sicher Elemente von Wahrheit in diesen Grundlagen finden, denke ich.
Seit 24. Jan. 2006 wissen wir uebrigens, dass "Elemente von Wahrheit" auch vom Heiligen Geist in den anderen Kirchen zeugen (siehe Uster). Wer weiss, moeglicherweise kommen durch einen Lernprozess Elemente von Wahrheit auch wieder in die NAK zurueck. Elemente aus theologischen Schriften anderer Kirchen sind schon seit einiger Zeit in NAK-Veroeffentlichungen erkennbar.

Nochmals zu Deinem Ausspruch, agape: Ohne einen neuen Abendmahlsstreit vom Zaun brechen zu wollen oder die Diskussion ueber das Geschehen bei den Einsetzungsworten hier aufzubringen, aber Du weisst ja, zwischen Transsubstantiation und Konsubstantiation besteht ein Unterschied. Frag' mal Deinen Hauspriester, wenn Du ihn siehst ;-) .

Aber das koennen wir den Theologen zur Klaerung ueberlassen, die dabei gelegentlich Fortschritte zu machen scheinen. Selbst, wenn es die zweieinhalb Theologen in NAK-Diensten sein sollten, deren Namen in der Abteilung Oeffentlichkeitsarbeit mitunter in Vergessenheit geraten :mrgreen:

42

#43 Beitrag von 42 » 17.11.2009, 23:38

Bei genauerem Lesen habe ich festgestellt, dass ich die unten auszugsweise zitierte Nachricht anfangs fehlinterpretiert habe.
42 hat geschrieben:
Glutenfreie Hostien für Allergiker
(16.10.2008) Dortmund. Hostien symbolisieren Brot und Wein bei der Feier des Heiligen Abendmahls in der Neuapostolischen Kirche.
Anmerkung: ich sehe jetzt, dass die Hostien Brot und Wein symbolisieren. Auch hier ist nichts ueber die Gegenwart Christi in Seinem Leib und Blut gesagt. Gegebenenfalls waeren die Hostien also ein "symbolisches Symbol" fuer den Leib und das Blut Christi.

Zum naeheren Verstaendnis von "symbolisches Symbol" schlage man bitte nach.

rekursiv adj. Auf sich selbst bezogen. Siehe rekursiv.


212. Was geschieht bei der Aussonderung?
(...) Brot und Wein veraendern sich durch die Aussonderung stofflich nicht. In geistlicher Wirklichkeit aber sind sie das geworden, wozu sie ausgesondert sind: Jesu Leib und Blut. FuA Ausgabe oh. Datum. Datiertes Vorwort von 1992.
Zuletzt geändert von 42 am 18.11.2009, 02:08, insgesamt 1-mal geändert.

42

#44 Beitrag von 42 » 17.11.2009, 23:55

agape hat geschrieben: .. zu dem ja nun nicht die Kirche einlädt, sondern der Herr selbst.
Du erwaehnst zuvor Rahner, einen kath. Theologen, aber dieses Verstaendnis ist evangelisch.

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#45 Beitrag von shalom » 18.11.2009, 17:28

Werte Diskurs- und AbendmahlsteilnehmerInnen, liebe DVD-Geschädigte,

gemäß den heute noch gültigen Lehrwerken und Unterrichten der Bezirksapostels behandelt Kapitel 4 (F&A) das Thema Sakramente. Dem „Heiligen Abendmahl“ ist das Kapitel 4 b gewidmet. Von der Antwort zur Frage 203 („Was ist das Heilige Abendmahl?“) bis zur Antwort zur Frage 217 („Wie oft wird das Heilige Abendmahl gefeiert?“) ist dort alles feinsäuberlich geregelt.

Selbst Stp. Dr. Lebers Glaubensänderungsmitteilung von 2005 tangiert den Komplex „Heiliges Abendmahl“ lediglich nur mit einer neuen Antwort auf die alte Frage 217.

Interessant, was immer noch bei der na-amtlichen „Aussonderung“ so alles geschieht (Antwort Nr. 212). Demnach verändern sich Brot und Wein durch die Aussonderungen des Amtsköpers stofflich nicht wirklich. Jedoch in jener geistlichen Amtskörpersphäre sind die Hostien trotzdem das geworden, wozu sie durch den aus der Zukunft legitimierten Apostelamtsköper und dessen Hilfsämter ausgesondert sind: Jesu Leib und Blut. Endsymbolisierte Symbole.

In bezirksapostolischem Abendmahlsverständnis sind im neuapostolischen Heiligen Abendmahl also Leib und Blut Christi wahrhaft anwesend, sodass der Gläubige durch den würdigen Genuss der Hostie Teil am Wesen des Herrn hat (Erklärung aus dem na-amtlichen Anschreiben an den erlauchten Kreis der DVD-RückrufaktionsteilnehmerInnen).

Angesichts dieser wahrhaft wahrhaftigen Wahrhaftigkeit der DVD-Rückrufbezirksapostel kann mit der offiziellen Antwort auf die Frage 249 („Wie wird…ermöglicht, dass Tote der Sakramente teilhaftig werden?“) der Abendmahlshorizont nochmals erweitert werden.

Demnach wird Gott jenen Toten – die die vom neuapostolischen Gnadenaltar ausgehende Heilsbotschaft ergreifen – auch die neuapostolischen Sakramente zugänglich machen, die allerdings stellvertretend für die wahrhaft Toten von wahrhaft Lebenden eingenommen werden. Den Toten wird allsonntäglich durch neuapostolische Apostel das Heilige Abendmahl wahrhaft gereicht. Dreimal im Jahr finden ganz besondere Gottesdienste statt, in denen den heilsverlangenden Seelen die neuapostolischen Sakramente gespendet werden. Mit diesem F&A-Passus soll jedoch nicht gesagt werden, dass neuapostolische Apostel nicht wissen, dass das Heilige Abendmahl ein Sakrament ihrer unwahrscheinlich wandlungsfähigen Kirche ist.

Im wahrhaften Bezug zwischen wahrhafter Bezirksapostelabendmahlsglaubenslehre und wahrhafter Bezirksaposteljenseitsglaubenslehre wirkt die wahrhaftige Anwesenheit von Leib und Blut Christi in der zwar ausgesonderten, jedoch stofflich nicht wirklich veränderten neuapostolischen Hostie, die zudem auch noch von Dritten stellvertretend konsumierend transmissioniert werden kann (na-amtliche Transsubstantiation) wie die baumeisterlich wertvolle Quadratur des Turmbaus zu Babel. Neubabylonisch ist halt neuapostolische Amtssprache wahrhaftiger Neuapostolismen.

SvD grüßt alle DvD’s :wink:

shalom

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#46 Beitrag von agape » 19.11.2009, 11:07

"Vertiefend erläuterte der Apostel die drei Sakramente, die in der NAK gespendet werden, wobei er beim Sakrament der Heiligen Wassertaufe insbesondere auf die seit 2006 bestehende Taufanerkennung von allen „rite“ vollzogenen Taufen einging. Er erläuterte das Heilige Abendmahl, gefeiert als Gemeinschafts-, Gedächtnis-, Bekenntnis- und Verkündigungsmahl. Nach neuapostolischer Lehre tritt mit der Aussonderung der Hostie zu Brot und Wein Leib und Blut Jesu hinzu (Konsubstantiation). Im Sakrament der Heiligen Versiegelung erfolgt Übermittlung der Gabe des Heiligen Geistes durch Handauflegung eines Apostels und dadurch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist. So Wiedergeborene seien berufen zur „Braut des Lammes“ (ein Bild aus der Bibel, siehe Offenbarung 21,9).Der Apostel ging vertiefter auch auf den Öffnungsprozess der NAK seit Mitte der 1980er-Jahre ein und berichtete über die Vielzahl von Gesprächen, die zwischenzeitlich geführt wurden, insbesondere auch von 2001 bis 2007 mit der ACK Baden-Württemberg. Er verwies dabei auf die Orientierungshilfe der ACK Baden-Württemberg vom April 2008, in der die Gesprächsergebnisse festgehalten sind. "


http://cms.nak-sued.de/11-10-Gespraechs ... 357.0.html

Ha, ich hatte vorgestern noch drauf gewettet, dass das Thema "lutherisch" kommuniziert wird ...

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
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#47 Beitrag von agape » 19.11.2009, 12:37

Ein Teilnehmer :arrow: dieses Abends berichtete von einem mäßig geschickten VK,
in dem dieser die Mitgliederzahlen der NAK der EMK gegenüberstellte,
desweiteren mit den süddeutschen AT-Zahlen angab.

Ein Zuhörer kommentierte das mit "Überwachung".

Zwei Anwesende von der EMK erkundigten sich in der späteren Aussprache wie es möglich sei,
dass Amtsträger ohne theologische Bildung/Studium predigen könnten -
worauf VK auf die Leitgedanken verwies ...

:arrow: http://www.emk.at/

"Lebendig, offen, anders..." (da scheint sich die NAK von inspiriert zu haben ;) )

Dazu sagte jemand:
Und das ist alles nur geklaut...
Man klaut mal hier und mal da.
Eine Identität schafft das nicht.
Wie arm.

shalom
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#48 Beitrag von shalom » 19.11.2009, 13:45

[=>Gesprächsabend mit dem Gesamtbeauftragten für Öffentlichkeitsarbeit der süddeutschen NaK-Sektion, Apostel Volker Kühnle]
Rutesheim (10.11.2009)

…referierte Apostel Volker Kühnle (Leiter der internationalen Projektgruppe Ökumene und Gesamtbeauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland)… .

Vertiefend erläuterte der Apostel…das Heilige Abendmahl, gefeiert als Gemeinschafts-, Gedächtnis-, Bekenntnis- und Verkündigungsmahl. Nach neuapostolischer Lehre tritt mit der Aussonderung der Hostie zu Brot und Wein Leib und Blut Jesu hinzu (Konsubstantiation).

Rückruf der Image-DVD

Liebe Brüder und Geschwister,

die kürzlich an euren Kreis vorab gesandten Exemplare der neuen Image-DVD enthalten leider Fehler, die einen Rückruf notwendig machen.

Zum Heiligen Abendmahl wird ausgeführt, die ausgesonderte Hostie sei lediglich ein "Symbol" für Leib und Blut Christi. In unserem Abendmahlsverständnis sind jedoch im Heiligen Abendmahl Leib und Blut Christi wahrhaft anwesend, sodass der Gläubige durch den Genuss Teil am Wesen des Herrn hat.

ME 17.11.2009

Werte DiskursteilnehmerInnen,

das „Vorzeigeprodukt“ der neuapostolischen Öffentlichkeitsabteilungen und deren federführenden Gesamtbeauftragten (Ap. Kühnle, Ap. Schorr…) hat bezgl. der neuap. Sakramentslehre (u. a. Abendmahlslehre) also Fehler enthalten. Das attestiert ein gestandener Bezirksapostel der BaVi und den na-amtlichen Glaubensexperten – auch in Zürich -, die ja das Remake unbedingt hatten angeleiert haben wollen.

Soso. Schön, dass allwöchentlich auch zugelassene Tote in der ausgesonderten Hostie durch stellvertretenden Genusses Dritter, ungeschmälerten Teil am wahrhaft anwesenden Wesen des Herrn haben.

Ein Liebesmahlzeitgrüßchen - shalom

42

#49 Beitrag von 42 » 19.11.2009, 20:13

Zwei Anwesende von der EMK erkundigten sich in der späteren Aussprache wie es möglich sei, dass Amtsträger ohne theologische Bildung/Studium predigen könnten - worauf VK auf die Leitgedanken verwies ...
Die Verwunderung verstehe ich nicht. Ich hatte erstens den Eindruck, dass in der methodistischen Kirche auch Laien predigen. Zweitens koennen auch zum Beispiel in der ev. Kirche nicht ordinierte Laien predigen. Das ist offensichtlich auch in der kath. Kirche der Fall, aber da kenne ich nur einen einzelnen Fall als Beleg, aber nicht den kirchenrechtlichen Hintergrund. Mathematiker wissen, dass man mit einem einzigen Gegenbeispiel einen bisher als gueltig angenommenen Satz widerlegt.

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#50 Beitrag von evah pirazzi » 19.11.2009, 23:42

"Lebendig - offen - anders"

Ich denke, die prozenzuale Verteilung dürfte so aussehen:

- lebendig: 20%
- offen: -10%
- anders: 90%

:wink:
[i][size=75]"... Ich bin einerseits sehr froh, dass ich diesen Gedanken aussprechen kann, auf der anderen Seite fällt es mir auch nicht schwer..."
(Bap Klingler - Neujahrsgd 2009)[/size][/i]

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