Sündenvergebung ist an das Apostelamt gebunden.

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
Nachricht
Autor
Benutzeravatar
Zwischenruf
Beiträge: 32
Registriert: 29.11.2007, 08:17
Wohnort: Berlin

#31 Beitrag von Zwischenruf » 05.03.2008, 07:26

42 hat geschrieben: Aber dann sollte es auch so im Bekenntnis stehen, tut es aber nicht.
...noch nicht, mein Lieber, noch nicht. Was nicht ist, kann ja noch werden. Demnächst erscheint der neue Katechismus und Leber hat ja schon angekündigt, dass die Glaubensartikel wohl geändert werden müssen. :roll:

Z.
Auch und gerade in dem , was uns aufgrund unserer tiefsten Glaubensüberzeugung voneinander unterscheidet, müssen wir uns gegenseitig respektieren und lieben. (Papst Benedikt XVI.)

Rudi

#32 Beitrag von Rudi » 05.03.2008, 16:26

Zwischenruf hat geschrieben:
...noch nicht, mein Lieber, noch nicht. Was nicht ist, kann ja noch werden. Demnächst erscheint der neue Katechismus und Leber hat ja schon angekündigt, dass die Glaubensartikel wohl geändert werden müssen. :roll:

Z.
...und der Katechismus wird dann somit zur Kann-bestimmung, nach dem Motto:

Wir wissen es (zwar) nicht!

aber wir glauben es fest und beten ganz innig zum lieben Gott, und der wird dazu das Gelingen schenken.
Prost!

:mrgreen:

Grubenlampe

#33 Beitrag von Grubenlampe » 05.03.2008, 17:04

Hallo Rudi.
Nicht für Dinge beten,die sowieso nicht in unserer Macht stehen.Bete lieber für mehr Verständnis und mehr Achtung unter den Christen.
Mehr gemeinsames herausstellen,als unterschiedliches aufzuzeigen.Mehr Liebe sich entgegenbringen,als Hass.Und wenn schon,dann heisst das Amen und nicht Prost.
Grubenlampe

Rudi

#34 Beitrag von Rudi » 05.03.2008, 17:10

Grubenlampe hat geschrieben:Hallo Rudi.
Und wenn schon,dann heisst das Amen und nicht Prost.
Grubenlampe
Das sehe ich auch so, Grubenlampe.

Nimm nicht alles so wörtlich, denn ich müßte dir vielleicht einmal auf eine ernste Frage antworten mit:

Ich weiß es nicht!

Gruß Rudi
:wink:

shalom
Beiträge: 4295
Registriert: 11.12.2007, 16:41

#35 Beitrag von shalom » 05.03.2008, 18:09

Zwischenruf hat geschrieben:
42 hat geschrieben: Aber dann sollte es auch so im Bekenntnis stehen, tut es aber nicht.
...noch nicht, mein Lieber, noch nicht. Was nicht ist, kann ja noch werden. Demnächst erscheint der neue Katechismus und Leber hat ja schon angekündigt, dass die Glaubensartikel wohl geändert werden müssen. :roll:

Z.
...Stp. Dr. Leber führt seine Kirche auch durch sogenannte Interviews. Wie sich jetzt nun der Wahrheitsgehalt der unterschiedlichen Veröffentlichungsebenen na-amtlicher Wahrheiten unterscheidet, ist schwer zu beurteilen. Es hört sich für mich halt zunehmend typisch schriftgelehrt-kirchenpolitisch an, was da verlautbart wird resp. als Verlautbarung schon mal prophylaktisch offiziell angekündigt wird.

In dieses Genre fällt sicher auch ein neuerliches Interview mit dem Zentralorgan UF. Ich habe aufgeschnappt, dass dort Stp. Dr. Leber bzgl. seines Katechismuses das Motto: "Mut zur Lücke" herausgegeben haben soll. Ob der Mut jetzt eher inhaltlichen Bezug auf das Lehrwerk hat (für dessen viele Ghostwriter) oder aber z. B. den Besuch der NaKi-Gottesdienste im Fokus sieht, entzieht sich meiner Kenntnis :wink: .

Guten Abend und shalom

42

#36 Beitrag von 42 » 28.04.2008, 11:30

"tvmovie" hat anderswo eine so aehnliche Frage gestellt, dass sie am besten hier weiter behandelt wird. "Matula" hat darauf geantwortet:
Matula hat geschrieben:
tvmovie hat geschrieben:In der Bibel in Epheser 4,32 und anderen Stellen steht, dass Christus das Opfer gebracht hat und uns unsere Sünden durch seinen Tod vergeben sind? Sprach er auch deshalb am Kreuz das Wort : Es ist vollbracht!


Ist es deshalb trotzdem notwendig, durch die Apostel der NAK erneute Sündenvergebung zu erlangen, oder ist durch das Opfer am Kreuz meine Schuld, so ich Jesus Christus und sein Opfer glaube und ihn allein um Vergebung bitte, ohne die Apostel möglich?


Fragt

tvmovie

Wenn dem so wäre, dann hätte Jesus nicht zu den Aposteln den bekannten Satz zu sagen brauchen - wem ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen, wem ihr die Sünden behaltet, denen sind sie behalten -.
Die Vergebung der Suenden waere eine so wesentliche Handlung gewesen, dass ich ueberzeugt bin, die Bibel haette uns dies von den Taten der ersten Apostel ueberliefert.

Wenn sich die Zeitgenossen Jesu schon ereifert haben und IHN der Gotteslaesterung bezichtigt haben, als ER Suenden vergeben hat, um wie viel mehr wuerden sie sich ereifert haben, wenn Seine Juenger dies getan haetten? Auch das waere als Vorwurf an die ersten Apostel mit Sicherheit ueberliefert. Den Toetungsbeschluss fassten die Schriftgelehrten nach der angeblichen Gotteslaesterung Jesu.

Matula, bitte weise uns doch darauf hin, wo in der Bibel ueberliefert ist, dass die Juenger Jesu oder die ersten Apostel jemandem die Suenden vergeben haben.

Benutzeravatar
agape
Beiträge: 1040
Registriert: 30.11.2007, 08:39
Wohnort: Bei Fischen mit Brot und Wein

#37 Beitrag von agape » 17.11.2009, 19:55

GK schreibt, dass die Neuapostolische Kirche derzeit ihre nagelneue Image-CD zurückrufe. Der Grund:
Das Abendmahl werde dort "nur" als ein Symbol für Leib und Blut Christi dargstellt.
Das neuapostolische Abendmahlsverständnis gehe aber davon aus, dass "Leib und Blut Christi wahrhaftig präsent sind".

Einzig darin erkenne ich keine Verschärfung ihres Sakramentsverständnisses,
denn es galt zuletzt:

"Christus ist in den Elementen von Brot und Wein mit seinem Leib und seinem Blut wirklich gegenwärtig (Realpräsenz)
und die Teilnehmenden am Abendmahl bekommen durch das Essen und Trinken leiblich an Christus Anteil.
Das Abendmahl ist eine Christus vergegenwärtigte Gedächtnisfeier."

Quelle

Wenn es aber bei der Image-CD heißt, dass das Abendmahl dort "nur" als ein Symbol für Leib und Blut Christi dargstellt werde,
entspricht das nicht den bisherigen Vorstellungen. Eine reine Gedächtnisfeier war die Abendmahlsfeier in der NAK tatsächlich nie.
Ob sich der "Neue Glaube" verschärft, wird man noch sehen, dies ist aber bisher kein Indiz.
Dass die Version von "nicht-realpräsent" ins "Image" kam, zeigt möglicherweise, dass diese Variante angedacht aber schließlich verworfen wurde (was dann aber bedeutet, dass es eine interne Verschärfung gab ;) )
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

42

#38 Beitrag von 42 » 17.11.2009, 20:14

Abendmahl, Heiliges

Das Heilige Abendmahl ist eine Feier der Freude und des Dankens. Es erinnert an den Opfertod des Sohnes Gottes, der sich, trotz eigener Schuldlosigkeit für die Sünden der Menschheit kreuzigen ließ. Das Heilige Abendmahl erhält der Seele ewiges Leben und gibt ihr die Sicherheit, in der Lebensgemeinschaft mit dem Erlöser Jesus Christus zu bleiben (Johannes 6, 51-58 ). "Fleisch und Blut" Jesu werden heute als Brot und Wein in Form einer Hostie gereicht. Durch ihren gläubigen Genuss nimmt der Mensch das Wesen Jesu in sich auf und erhält neue Kraft, alles zu überwinden, was dem ewigen Heil der Seele hinderlich sein könnte (vgl. Offenbarung 12, 11).

http://www.nak.org/de/glaube-kirche/nak ... r/all/323/
In diesem Glossar findet man keine Eintrage zu Brot, Hostie, Realpraesenz, Transsubstantiation, oder Wein.

Siehe hingegen, ebenfalls vage bzgl. des Verstaendnisses, was bei der Konsekration geschieht, Drei Sakramente oder den 7. Glaubensartikel
7. Glaubensartikel:
Ich glaube, dass das Heilige Abendmahl zum Gedächtnis an das einmal gebrachte, vollgültige Opfer, an das bittere Leiden und Sterben Christi, vom Herrn selbst eingesetzt ist. Der würdige Genuss des Heiligen Abendmahls verbürgt uns die Lebensgemeinschaft mit Christo Jesu, unserem Herrn. Es wird mit ungesäuertem Brot und Wein gefeiert; beides muss von einem priesterlichen Amt der Kirche gesegnet und gespendet werden.
Wir sollten es den Machern der Image-CD nachsehen, dass sie das mit der Realpraesenz aus diesen offiziellen Texten der Kirche nicht so eindeutig ableiten konnten. Oder kann das jemand der Leser?

Vielleicht findet ja agape noch eine Quelle der Kirche, aus der die mutmassliche Realpraesenz Jesu im Abendmahl hervorgeht.

Ehr wie net:
Glutenfreie Hostien für Allergiker
(16.10.2008) Dortmund. Hostien symbolisieren Brot und Wein bei der Feier des Heiligen Abendmahls in der Neuapostolischen Kirche.
Wenn dies so auf den Seiten der Neuapostolischen Kirche veroeffentlicht wird (und dies ist die einzige leicht zu findende Stelle, die wenigstens eine klare Aussage macht), kann man den Machern der CD schlecht ein Versaeumnis vorwerfen. Dafuer muesste zuerst eine (!) klare Definition des Abendmahlverstaendnisses mit theologisch verstaendlichen Begriffen vorliegen und nicht nur vage Be- und Umschreibungen. Des weiteren waere hilfreich, wenn dieses Verstaendnis einheitlich bei den Amtstraegern vorhanden waere.

Anmerkung: bei genauerem Lesen stelle ich fest, dass die Hostien Brot und Wein symbolisieren. Auch hier ist nichts ueber die Gegenwart Christi in Seinem Leib und Blut gesagt. Gegebenenfalls waeren die Hostien also ein "symbolisches Symbol" fuer den Leib und das Blut Christi.

Man ist fast geneigt, sich der Beurteilung eines Leserbriefschreiber bei Glaubenskultur anzuschliessen: "Theologischer Huehnerhaufen".
Zuletzt geändert von 42 am 17.11.2009, 23:34, insgesamt 5-mal geändert.

Benutzeravatar
agape
Beiträge: 1040
Registriert: 30.11.2007, 08:39
Wohnort: Bei Fischen mit Brot und Wein

#39 Beitrag von agape » 17.11.2009, 20:50

42 hat geschrieben:

Man ist fast geneigt, sich der Beurteilung eines Leserbriefschreiber bei Glaubenskultur anzuschliessen: "Theologischer Huehnerhaufen".
Das nun auf jeden Fall. ;)

Im übrigen beziehe ich mich auf die von der NAK selbst viel gepriesene "Wortkirche", in der mir über viele Jahre ein nicht reines Gedächtnismahl gepredigt wurde.
Mit Quellen zu theol. Texten sah es immer etwas mau aus. :lol:
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

42

#40 Beitrag von 42 » 17.11.2009, 21:13

Mit Quellen zu theol. Texten sah es immer etwas mau aus.
Sollte da nicht - oder wollte der Kirche da nicht - schon vor geraumer Zeit der ganz grosse Wurf gelingen?

Wenn ich mir vergegenwaertige, auf welche einfachen Fragen die Kirche noch immer offensichtlich schwierige Antworten sucht, muss diese etwas schwierigere Abendmahlsfrage zuerst einmal zurueckstehen. Und wenn ich an die wirklich schwierigen Fragen nach dem Kirchen- und Amtsverstaendnis denke, moechte ich mir das Finden von schluessigen Antworten gar nicht ausmalen.

Zurück zu „NAK - Neuapostolische Kirche“