Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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steppenwolf

#81 Beitrag von steppenwolf » 11.03.2008, 11:34

:wink:
Zuletzt geändert von steppenwolf am 02.05.2008, 10:49, insgesamt 1-mal geändert.

tergram

#82 Beitrag von tergram » 11.03.2008, 12:42

steppenwolf hat geschrieben:Warte, warte nur ein Weilchen - bald kommt der Katechismus auch zu dir...


Und der führt uns dann in alle Wahrheit? :shock:

Bruder, deinen Glauben möchte ich haben! :wink:

peter

#83 Beitrag von peter » 11.03.2008, 13:15

Hej Tergram,

das nenne ich doch einmal eine Aussage, auf der wir aufbauen können.

Ich sehe die Rechtfertigungsposition aus einem anderen Grund als Ursächlich an, nämlich durch die Art der Kommunikation. Wenn z.B. eine klare Fragestellung erfolgt, direkt darauf der Fragesteller teilweise antwortet indem er sich kritisch der Kirche zu erkennen gibt, symbolisiert dieses zwangsläufig in der Kommunikation Abwehrhaltung.

Als ich evangelisch war brauchte ich eine Abwehrhaltung nicht einzunehmen, da mir eigentlich egal war, was andere von meiner Kirche hielten. Dieses änderte sich als ich mich bewusst mit dem Glauben auseinandersetzte (also auch schon innerhalb der evangelischen Kirche).
Wenn ich einen Glauben verstehen möchte, dann muss ich auch eine gewisse Offenheit mit bringen. Ich denke, viele neuapostolische Christen verteidigen ihren Glauben, weil sie zu oft mit subjektiver Wahrheit konfrontiert werden, weil es tatsächlich auch Kritikpunkte hinsichtlich der Kirchenführung gibt die berechtigt ist, aber besonders, weil sie eben ihren Glauben leben möchten.

Du hast den Schlingerkurs der KL angesprochen - da muss ich Dir 100%ig Recht geben, so ein Verhalten verunsichert. Ich denke, man kann zu seinem Glauben stehen; ich nehme für mich in Anspruch an die heutigen Apostel unserer Kirche als Gesandte Christi zu glauben. Demnach glaube ich, das sie entsprechende Vollmachten besitzen - aber als Menschen auch über Fehler und Schwächen verfügen.
Wenn ich mit einem katholischem Bruder über Religion sprechen möchte, dann kann ich doch ein konstruktives Gespräch nur erlangen, wenn ich nicht zum Eingang das Papsttum kritisiere, dann nämlich habe ich doch die Grundlage im Vorfeld zerstört, verstehst Du was ich meine?

Was mir sehr gut an Deinem Beitrag gefallen hat ist folgende Ausführung:
Wenn in (Internet)Diskussionen mit der NAK kritisch umgegangen wird, bezieht sich das nach meiner Beobachtung stets auf "die Kirche" und deren offizielle Repräsentanten, nicht jedoch auf den einzelnen Gläubigen.
Amen, Tergram, Amen! Nun ist es aber so, das die "Repräsentanten" sich kaum in die Internetplattformen begeben zwecks Gedankenaustausch, sondern die Gläubigen. Gilt es nicht uns allen, einander in Verständnis und Liebe zu tragen, also entsprechend mit dem notwendigen Respekt die Diskussion zu führen?

Hej hej

Peter

Matula
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#84 Beitrag von Matula » 11.03.2008, 16:42

peter hat geschrieben:
Matula hat geschrieben:Hallo Peter,

1. es handelt sich bei meinem Eintrag keineswegs um Vorurteile, sondern um jahrzehntelanges Erleben.

2. Ich weiss nicht wie alt Du bist und wielange Du der NAK angehörst.

3. Was Du schreibst über Gott und Jesus kann ich voll und ganz unterschreiben, aber die Realität in der NAK sieht doch völlig anders aus.

4. Weshalb wird denn zum Beispiel in NRW der Begriff - Wohlfühlgemeinden - auf die Agenda für 2008 gestellt ?

5. Hast Du eigentlich nicht an dem Info-Abend am 04.12.2007 teilgenommen und festgestellt, was in dieser Kirche so alles möglich war und bis zum heutigen Tage möglich ist ?

6.Stets handelte es sich um den gleichen Heiligen Geist und auch damals waren es allesamt Menschen, die mit dem Heiligen Geist versiegelt waren.

7. Hast Du nicht am 04.12.2007 mitbekommen, dass ein Leitbild vorgestellt wurde, worin von den sieben Punkten, Jesus als letzter Punkt 7 angeführt wird ?

8. Ferner erneut unumstösslich darin festgestellt wird, dass nur und ausschliesslich Apostel der NAK dazu berechtigt sind, den Heiligen Geist zu spenden und nur und auschliesslich Apostel der NAK dazu berechtigt sind, Sünden zu vergeben ?

9. Hast Du nicht mitbekommen, dass Stap. Leber anderen christlichen Kirchen bei dieser Vergangenheit und Gegenwart der NAK allen Ernstes zuspricht, dass es dort auch Elemente der Wahrheit gibt ?

10. Dein Glaube ist ja völlig in Ordnung, jedoch hat er wenn Du einmal ganz ehrlich bist, recht wenig mit der tatsächlichen Glaubensüberzeugung der NAK zu tun.

11. Schau Dir mal die 10 Glaubensartikel an und vergleiche die einmal mit Deinen gemachten Aussagen.

Das waren in der Kürze aus Zeitgründen nur einige wenige Gedanken zu Deinem vorstehenden Eintrag.
Hej Matula, Hallo Peter,

ich habe mir erlaubt Deine Fragen/Aussagen zwecks Übersichtlichkeit der Beantwortung zu nomerieren.

Ich erlaube mir, in Deine Antworten kurz reinzuschreiben, weil ich wieder sehr wenig Zeit habe.

zu 1:
Ich möchte keine Schärfe in den Gedankenaustausch bringen, gestehe jedoch jedem subjektive Empfindungen vor. Gerne räume ich ein, das meine subjektive Empfindung den geringeren Kreis meiner/unserer Kirche tangiert ;-)



zu 2:
Ich werde demnächst 42 Jahre und bin seit Dezember 1992 neuapostolisch (ich gehöre zu der Minderheit, die aktiv suchend gewesen sind; d.h. meine Frau und ich gemeinsam haben lange Zeit diverse Glaubensgemeinschaften geprüft, besucht und uns dann entschieden.


Ich hatte es mir beinahe bereits gedacht, dass Du noch nicht allzu lange der NAK angehörst.

Ich werde in Kürze 53 Jahre alt und bin seit Geburt an neuapostolisch und kann daher sagen, dass ich die Strukturen und Verhaltensweisen- und Muster dieser Kirche dadurch sicherlich deutlich besser kenne, als Du sie kennen kannst. Das ist nicht vorwurfsvoll gemeint.

Ich habe in dieser Kirche selber Vorfälle er- und durchlebt und weiss auch von Begebenheiten, wenn ich dieses alles öffentlich machen würde, so glaube mir, würde es nicht nur Dir die (geistigen) Schuhe ausziehen.

Die NAK hat es verstanden, sich nach aussen hin sehr modern darzustellen. In Wahrheit hat sich aber nichts Wesentliches innerhalb der Strukturen und Verhaltensmuster innerhalb der Hierarchien geändert.

Zum Beispiel wird ja seit ein paar Jahren gesagt, berechtigte Kritik nehmen wir uns zu Herzen.

Nur wenn jemand eine solche berechtigte Kritik vorbringt, dann ist sie meistens nicht berechtigt, sondern man wird als Nestbeschmutzer abgetan und auch so behandelt, indem man völlig links liegen gelassen wird. Es ist dann Eiszeit und Schweigen angesagt.

Auch ist es nach wie vor sehr verpönt, Zweifel zu äussern, der ja durchaus auch berechtigt sein kann. Auch solches sieht man nicht gerne.

Man möchte am liebsten nur Mitglieder, die ohne wenn und ohne aber nicht nur alles glauben was man ihnen sagt und vorkaut, sondern auch das Wörtchen Nein nicht kennen, wenn es um die Mitarbeit geht.

Sobald man sich für eine bestimmte Mitarbeit verweigert und letztlich sei daran erinnert, dass ja alles freiweillig in dieser Kirche ist und sein sollte, dann geht es wie bereits vorstehend beschrieben, man lässt einen fühlen und spüren, was man davon hält. Man steht dann nicht mehr in der treuen und gläubigen Nachfolge, im Einssein zu seinen Segensträgern ect. ect.



zu 3:
Wenn Du all das ebenfalls unterschreiben kannst, dann ist das doch super. Deinen Nachtrag habe ich sehr wohl zur Kenntnis genommen und muss Dir leider Großteils zustimmen - jedoch differneziere ich zwischen Glauben und Organisation. Ich persönlich denke, das alle Kirchen von Menschen geführt und geleitet werden - auch wenn der heilige Geist regiert - und dadurch auch Fehler und Mißstände auftreten. Ich denke an die ersten Christengemeinden, ich denke an die Auseinandersetzung Paulus ./. Petrus usw. Ergo erkennen, ansprechen und arbeiten. Gott möge die notwendige Kraft und Sehensweise schenken die nicht so guten Dinge zu ändern.

zu 4:
Genau hier sprichst Du die Dinge an, die ich als Organisation meine. Ich verstehe nicht, das wir Christen überhaupt über Wohlfühlgemeinden diskutieren müssen, denn wenn in den christlichen Gemeinschaften Gott regiert, Jesus im Mittelpunkt steht und wir alle uns Bemühen nach diesen Vorgaben zu leben, dann sind wir alle eine große Wohlfühlgemeinde!!!!

Die grosse Preisfrage ist, weshalb ist es denn ganz offensichtlich nicht so !?

zu 5:
Ja, und ich habe mich geschämt!!! Ich habe die Möglichkeit einer großen Entschuldigung gesehen, statt dessen kamen Rechtfertigungen und schwache rethorische Kniffe. Ich selber gestehe allen Fehler und Schwächen zu (Petrus verleugnete den Herrn usw.), aber man sollte die Möglichkeit einer Entschuldigung nutzen - das ist wahre Größe.
Auch ich habe viele Fehler gemacht und leider nicht immer mich entschuldigt - ich arbeite daran.

Wenn ich richtig informiert bin, hat Petrus das aber anschliessend bitterlich bereut und bei seinem Herrn dafür um Entschuldigung und Vergebung gebeten.

Natürlich machen wir alle Fehler, aber wenn ein so offensichtliches Fehlverhalten seitens der KL, AT und auch aus dem Geschwisterkreis feststeht und Fakt ist, dann kann man doch als ein Gesandter Jesu nicht mehr taktieren. Da muss man sofort und ohne zu Zögern die Hand der Versöhnung ausstrecken und um Entschuldigung bitten.

Das ist einfach nicht zu entschuldigen, geschweige mit irgendetwas zu rechtfertigen.




zu 6:
Ja, ich verstehe. Ich habe mich während meiner Prüfungsphasen oftmals gefragt, warum die christlichen Kirchen immer wieder federführend an Kriegen, Verfolgungen und menschenverachtenden Taten waren. Sollte es nicht das Werk Gottes gewesen sein, das damals uns das Christentum erhalten ließ? DOCH, es waren aber die Kirchenführer, die den Versuchungen des Teufels erlegen waren! König Saul im alten Bund erlag den Versuchungen. Der Teufel griff sogar unseren Herrn Jesus Christus an - ohne Erfolg - warum sollte er dann nicht die Kirchenführer versuchen? Petrus wurde auch mehrfach überwunden.
Ich denke, starke Gemeinden, getragen von der göttlichen Liebe, können den Ausgleich schaffen. Gott in den Mittelpunkt stellen.
Lese ich die Sendschreiben der Offenbarung durch, so steht u.a., das in den Kirchen Gottes selbst das Weib Isebeel es geschafft hat, die Propheten des Herrn "mundtot" zu machen - sie schaffte es aber nicht, die kleine Schar gänzlich zu überwinden!

zu 7:
Sorry, da muss ich passen, denn ich hatte mich zuvor schon kräftig aufgeregt, so das ich dieses gar nicht richtig mitbekommen hatte. Ich hatte jedoch mitbekommen, das Jesus Christus das Haupt der Kirche ist.

zu 8:
Mit der Ergänzung, alles weitere liege ind er Souverenität Gottes. Du sprichst übrigens einen heiklen Punkt an, nämlich das christliche Geminschaften für sich die Richtigkeit herausnehmen - das ist doch auch in Ordnung, sonst wäre der Glaube lau. Beispiel: Die katholische Kirche nimmt für sich ebenfalls heraus DIE Kirche Gottes zu sein - das ist richtig!
Es gibt Kirchen, die nehmen sich heraus, das ihre Seelsorger studieren müssen, andere gehen davon aus, das sie erbeten sind, usw. Was ist nun richtig?

Jesus hat gesagt...in meines Vaters Haus da gibt es viele Wohnungen... aus diesem Grunde gibt es nicht die einzige wahre und richtige Kirche, sondern es gibt nur den einzige richtigen Weg der über Jesus führt. Er hat gesagt...ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich...



Ich schlage hier gerne den Bogen in die Offenbarung hinein und stelle die These auf, das es sich bei den 7 Sendschreiben um bildlich 7 unterschiedliche Glaubensgemeinschaften handelt.

zu 9:
Ich weiß jetzt nicht, was daran schlimm sein soll - oder hattest Du unter Berücksichtigung des Punktes 8 erwartet, das ein "Kirchenführer" sagt, es sei vollkommen unerheblich welcher Gemeinschaft man sich anschließen würde?

Darum geht es doch nicht, sondern es geht darum, dass ein Stammapostel, der weitaus tiefere Einblicke in die geschichtlichen Verhältnisse dieser Kirche hat, sich allen Ernstes in dem Wissen, dass viel Unrecht und viel Unwahres über Jahrzehnte offenbar geworden ist, hinstellt und so von oben herab sagt, na ja, wir gestatten ihnen auch zu, etwas vom Heiligen Geist ab haben zu dürfen.

Das ist doch ein Unding, insbesondere unter dem vorbenannten Satz von Jesus....ich bin der Weg....



zu 10:
Mmh, wie geschrieben, ich hatte viele Gemeinschaften geprüft und habe für mich subjektiv Gottes Wirken innerhalb der neuapostolischen Kirche empfunden. Glaubenserlebnisse, Herzenberührungen usw., trotz mancherlei Bauchschmerzen ob menschlicher Führungsstrukturen (Hierachie usw.). Sollte ich nicht auf mein Herz hören?

Doch, sicherlich solltest Du auf Dein Herz hören, aber nicht wie gerne gewünscht, Deinen Verstand an der Garderobe abgeben.

zu 11:
Tja, an und für sich passen diese; es passen aber ebenso gut und schlecht die der evangelischen Kirche als Beispiel.

Auch das von mir in aller Kürze.

Ich bitte wegen der Kürze der Zeit meine Rechtschreibfehler grosszügig zu übersehen.

peter

#85 Beitrag von peter » 11.03.2008, 17:00

Hej Matula,

danke für Deine Antwort, die sehr aufschlussreich und nachdenkenswert ist. Korrigiere mich bitte, aber irgendwie habe ich das Gefühl, als ob Du vor dem 04.12. eine sehr große Erwartungshaltung in Dir getragen hast, welche dann durch die gesamte, dumme Veranstaltung einen so gewaltigen Schlag bekommen hat, von dem Du Dich bis jetzt noch nicht erholt hast ;-)

zu Punkt 2:
Mag sein, das mir gewisse Erfahrungswerte fehlen, ich denke aber, das es nicht zum Nachteil für mich ist bestimmte Dinge nicht miterlebt zu haben (Bischof-Botschaft, Verbote TV/Geburtstage usw.). Was sicher ein umfangreiches Thema wäre, das lese ich auch bei deiner Antwort heraus, ist das Hirachiedenken und das damit verbunden "Buckeln nach Oben".

Tja, mit der Kritik ist es wirklich so eine Sache, ich habe es selber erlebt, bzw. stecke noch mitten drinne, wo meine Frau und ich gewisse Dinge nicht mit machen und zur Linie gerufen werden - trotz allen Drucks verbiegen wir uns nicht und nachdem ich mit Überprüfung meines Glaubens argumentiert hatte haben wir darin auch Ruhe, werden jedoch vom direkten Vorangänger geschnitten - who cares?

zu 4:
Diese Preisfrage gilt uns alle, allen Christen - und wenn ich sie beantworten könnte, wüsste ich, wo ich bei mir anfangen müsste ;-)

zu 5:
Zustimmung.

zu 8:
Ich unterstelle aber allen christlichen Gemeinschaften pauschal und vorab den wirklichen Wunsch Jesus Christus zu verherrlichen - daher auch mein Verweis mit der These ;-)

zu 9:
Ich verweise auf meine Antwort Punkt 5.

zu 10:
Sei Dir Gewiss, ich bemühe mich mit meinem Herz zu hören, aber ich lasse mir nicht auf die Füsse pinkeln und erklären, das sei nur Regen.

Hej hej

Peter

Matula
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#86 Beitrag von Matula » 11.03.2008, 18:37

peter hat geschrieben:Hej Matula,

danke für Deine Antwort, die sehr aufschlussreich und nachdenkenswert ist. Korrigiere mich bitte, aber irgendwie habe ich das Gefühl, als ob Du vor dem 04.12. eine sehr große Erwartungshaltung in Dir getragen hast, welche dann durch die gesamte, dumme Veranstaltung einen so gewaltigen Schlag bekommen hat, von dem Du Dich bis jetzt noch nicht erholt hast ;-)


Eigentlich war meine Erwartungshaltung zunächst gar nicht so gross. Der Info-Abend wurde ja noch eine Woche zuvor durch Stap. Leber selber anlässlich einer Übertragung angekündigt, mit dem Hinweis, es würde nichts spektakuläres behandelt, so jedenfalls sinngemäss war seine Aussage.

Erst während der Veranstaltung, zunächst die Vorstellung des unverständlichen Leitbildes und dann der Vortrag von Ap. Drave wurde es mir allmählich anders und ich dachte, ich höre nicht richtig, das gibt es doch gar nicht was hier abläuft, ich sitze im falschen Film.

Das ich das nicht alleine so empfand konnte man daran sehen, dass einige Geschwister die Kirche während des Vortrages verliessen und nicht zu vergessen die nachfolgenden hohen Wellen, Amts- und Kirchenaustritte.

Man konnte unschwer erkennen, wie unwohl Ap.Drave sich während seines Vortrages in seiner Haut fühlte. Alleine die Körpersprache und den oftmaligen Griff zum Wasserglas liessen nichts Gutes erahnen und erkennen.

Seit dem Tage erinnere ich mich ohne es eigentlich zu wollen, an viele erlebte Vorgänge im Laufe der vielen Jahre, auch denke ich daran, dass uns in einem jeden Gottesdienst die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Versöhnung regelrecht eingetrichtert wurde und wird. Auch stets der Wahrheit die Ehre zu geben.

Dann musste ich miterleben, zu was die sogenannten Gesandten Jesu in der Lage sind und was sie von Versöhungsbereitsschaft, Wahrheit und Nächstenliebe, Achtung und Respekt ect. halten.

Man scheute nicht davor zurück, längst verstorbene Seelen erneut übel zu verunglimpfen und in Misskredit zu bringen.

Man bietet dann allen Verlangenden Seelen anlässlich des darauf folgenden Entschlafenen Gottesdienstes, als wäre nichts gewesen, die Sakramente an.

Wie veräppelt müssen sich solche Seelen eigentlich vorkommen !

Seit dem habe ich eine vorher nie gekannte Leere in meinem Herzen, weil ich nicht nur sehr enttäuscht bin, dass solches tatsächlich auch noch im Jahre 2007 möglich ist, sondern weil ich mich getäuscht fühle, weil für mich ein Apostelamt immer etwas sehr besonderes darstellte, auch ein Amt der Versöhnung und daher eine grosse Glaubwürdigkeit verloren ging. Auch bin ich persönlich von unserem Stap. sehr enttäuscht, ich hatte ihn zuvor völlig anders eingeschätzt und hätte mir gewünscht, er hätte an dem Abend aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht und die länsgt überfällige Bitte um Entschuldigung ausgesprochen. Das hätte allen gut getan und man hätte damit Grösse gezeigt.




zu Punkt 2:
Mag sein, das mir gewisse Erfahrungswerte fehlen, ich denke aber, das es nicht zum Nachteil für mich ist bestimmte Dinge nicht miterlebt zu haben (Bischof-Botschaft, Verbote TV/Geburtstage usw.).

Ganz sicher dürfte das für Dich kein Nachteil sein solches nicht miterlebt zu haben, das sind aber Bagetellen zu dem Erleben, welche ich angedeutet habe.

Was sicher ein umfangreiches Thema wäre, das lese ich auch bei deiner Antwort heraus, ist das Hirachiedenken und das damit verbunden "Buckeln nach Oben".

Ich schätze einmal, dass mindestens 50 % aller Amtsträger bis in die höheren Amtsstrukturen in keiner Weise mit dem Leitbild konform gehen und nicht (mehr) davon überzeugt sind, dass nur und ausschliesslich die NAK Apostel den Heiligen Geist spenden und nur und ausschliesslich die Sünden vergeben können.

Trotzdem machen sie weiter als wäre nichts geschehen. Ich frage mich, wie kann man dann noch morgens und abends in den Spiegel schauen.

Ich will damit sagen, dass sind die Buckler und Ja Sager die ich meine, die haben keinen Hintern in der Hose und hängen mit aller Macht an ihrem kleinen Amt.



Tja, mit der Kritik ist es wirklich so eine Sache, ich habe es selber erlebt, bzw. stecke noch mitten drinne, wo meine Frau und ich gewisse Dinge nicht mit machen und zur Linie gerufen werden - trotz allen Drucks verbiegen wir uns nicht und nachdem ich mit Überprüfung meines Glaubens argumentiert hatte haben wir darin auch Ruhe, werden jedoch vom direkten Vorangänger geschnitten - who cares?

Tja, dann solltest Du Deinem Vorangänger einmal das seit vielen Jahren bereits bestehende Leitbild - Dienen und Führen in der neuapostolischen Kirche - unter die Nase halten und ihnen anraten, sich das einmal gründlich durchzulesen und zu Herzen zu nehmen.

Aber wie ich ja schrieb, nach aussen gibt man sich als weltoffene Kirche, wo Kritik, Kommunikation ect. gross geschrieben wird. Kritisiert man, wird man wie Du schreibst geschnitten, dann ist schnell mit der Kommunikation Ende aus Nikolaus.




zu 4:
Diese Preisfrage gilt uns alle, allen Christen - und wenn ich sie beantworten könnte, wüsste ich, wo ich bei mir anfangen müsste ;-)

zu 5:
Zustimmung.

zu 8:
Ich unterstelle aber allen christlichen Gemeinschaften pauschal und vorab den wirklichen Wunsch Jesus Christus zu verherrlichen - daher auch mein Verweis mit der These ;-)

zu 9:
Ich verweise auf meine Antwort Punkt 5.

zu 10:
Sei Dir Gewiss, ich bemühe mich mit meinem Herz zu hören, aber ich lasse mir nicht auf die Füsse pinkeln und erklären, das sei nur Regen.

Hej hej

Peter

Gruss
Matula

shalom
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#87 Beitrag von shalom » 11.03.2008, 18:47

peter hat geschrieben:… Zur Vereinfachung jedoch möchte ich Sie etwas fragen, worauf wir beide dann die Ausgangsfrage vertiefen könnten:

Was macht Ihrer Meinung nach den Unterschied zwischen einem Christen, Muslim, Hindu und Atheisten im Lebenswandel heutiger Zeit aus?
Werter peter,

ich habe weder „Vergleichende Religionswissenschaft“ studiert noch arbeite ich als Pseudotheologe in einem kircheneigenen Verlag. Auch habe ich keine neue apostolische Kirche durch Abspaltung gegründet, indem ich die restlichen 5% Ihrer angeführten 95% überbewertet und als gnadenlos sektiererischen Trennfaktor im na-amtlichen Glaubensleben etabliert habe. Der momentane gk-Bericht über die damaligen Zustände innerhalb des Glaubenslebenswandels der württembergischen Ämterfraktionen (allesamt weit über 100%ig neuapostolisch) wirft ein Blitzlicht auf die betriebliche Übung in der na-amtlichen Heils-Prozentrechnung.

Ihre Aufzählung gewisser Religionen erinnert mich an die große Kulti-Multi-Gebietskirche NAK-NRW. In Südamerika besitzt sie u. a. die Untergebietskirchenfiliale „Französisch Guayana“. In Afrika berichtet u. a. ganz NaK-Angola an Gebietskirchenpräsident Brinkmann. Auf dem indischen Kontinent ist es u. a. z. B. die Provinz „NAK-Rajasthan“, die von Gap. Brinkmann administriert wird. Und in Ozeanien gehört z. B. „Osttimor“ zu NAK-NRW. Ein Bezirksbund rund ums Erdenrund.

Sie sprechen nun Unterschiede im „Lebenswandel“ von lebenden Menschen an, die z. B. in diesen Gebieten leben (schauen Sie sich bitte einmal die zugehörigen Internet-Seiten an). Wie gesagt, ich weiß nicht in wie weit auch Führungskräfte anderer Religionen Richtlinienbücher und Hausregelparagraphen Gottes bzgl. der privaten Lebensführung und den daraus abgeleiteten Konsequenzen für ein Amt verfasst haben. Ich weiß jedoch, dass im [->Naxus-Interview] Stp. Dr. Leber bzgl. heute na-amtlich gängigen Unvereinbarkeitskriterien (Männermode, Konkubinat und Frauenmode) derart befragt worden war, als wären diese Stilblüten und Geschmacksverirrungen heute regierender Gebietskirchenpräsidenten in Südamerika noch längst noch nicht „freigegrast“.

Und dieser neuapostolische Kulti-Multi-Mischmasch – wie z. B. auch die na-amtliche Herleitung der Konfirmation – ist es gerade, der die klare Unterscheidung zwischen Lehre und Leben verwischt, einebnet oder gar auf den Kopf stellt. Plötzlich wird na-amtlich wandelbare Mode gelehrt und die überlieferte Glaubenslehre glatt den Samaritern überlassen.

Lassen Sie mich bzgl. des von Ihnen angefragten “Lebenswandels“in heutiger Zeit, z. B. in Angola noch folgendes beisteuern: [-> angolanische Gesundheitsversorgung lt. Wikipedia]
Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist die zweithöchste der Welt, statistisch stirbt alle drei Minuten ein Kind in Angola. Aufgrund der mangelnden medizinischen Versorgung ist auch die Zahl der Frauen, die während der Geburt sterben, extrem hoch. Nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation vom Juni 2007 liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Angola bei etwa 40 Jahren.
Im Übrigen ist für mich das alte Gleichnis vom „Lebenswandel“ auf dem Glaubensweg (Amtsträger / Samariter) wie auch die Ringparabel von Lessing in heutiger Zeit immer noch topaktuell. Der permanente na-amtliche "Lehrwandel" :wink: ist natürlich auch immer wichtig.

Lieb grüßend - shalom

tvmovie

#88 Beitrag von tvmovie » 11.03.2008, 20:37

Man möchte am liebsten nur Mitglieder, die ohne wenn und ohne aber nicht nur alles glauben was man ihnen sagt und vorkaut, sondern auch das Wörtchen Nein nicht kennen, wenn es um die Mitarbeit geht.

Sobald man sich für eine bestimmte Mitarbeit verweigert und letztlich sei daran erinnert, dass ja alles freiweillig in dieser Kirche ist und sein sollte, dann geht es wie bereits vorstehend beschrieben, man lässt einen fühlen und spüren, was man davon hält. Man steht dann nicht mehr in der treuen und gläubigen Nachfolge, im Einssein zu seinen Segensträgern ect. ect.
matula...

Herzlichen Dank, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.

Nicht nur deshalb hatte ich mein Beispiel mit dem Chor, der da ein ungeübtes Lied singen mußte- eingestellt.
Die normale Reaktion vor Ort war menschlich richtig.
Die Reaktion ein paar Stunden später, war aber goldrichtig, so sollte die Threadfrage von der Exclusiven Kirche NAK beantwortet werden, leider beantworteten die ökumenischen Mitglieder des Chores mit ihrer Reaktion stellvertretend für die Exclusive NAK....

(Hier im Thread auf Seite 5+6 beschrieben)

tvmovie

peter

#89 Beitrag von peter » 11.03.2008, 20:41

Werte Shalom,

(ich glaube mich recht zu erinneren das Sie weiblichen Geschlechtes sind, ansonsten bitte um Korrektur)

ich habe Ihren höflichen "doppelten" Wink mit dem Zaunpfahl bzgl. des Naxus-Interview sehr wohl aufgenommen und mir dieses inzwischen ausgedruckt zwecks Studiums.

Ihre Einleitung bzgl. beruflicher Kompetenz vermag ich gleichlautend zurück zu geben, ich zähle mich auch keiner dieser Gruppen angehörig, wiewohl ich Seelsorger der neuapostolischen Kirche - genauer unseres Herrn Jesus Christus - bin. Auf den Nachsatz lege ich besonderen Wert, denn Kirche ist für mich lediglich Institution (wiewohl ich an die Sendung glaube).

Mit meiner Aufzählung wollte ich keine "Multi-Kulti-Kirche" propagieren, sondern darauf hinweisen, dass wir alle durch einen mit Nächstenliebe geprägten Wandel viel mehr "Jesus Christus" ehren als durch ein starres Ausrichten nach Schriften - die wir eh nicht einhalten können. Ich denke, Fehler bei uns selber suchen und finden ermöglicht Korrekturen, Fehler bei anderen suchen bringt Ärger und Überheblichkeit mit sich.

Lieber Matula,

danke für deine Antwort, besonders der Punkt bzgl. des Leitbildes "Dienen und Führen". Ich denke, eine Antwort, die ich damals erhalten hatte, brauche ich nicht zu wiederholen, sie ist sicher mehr als bekannt (u.a. glaube nur ohne zu fragen....)

Hej hej

und gerne würde ich den Namen SHALOM als Gruß für alle mit einsetzen ;-)

Peter

tvmovie

#90 Beitrag von tvmovie » 11.03.2008, 21:01

danke für deine Antwort, besonders der Punkt bzgl. des Leitbildes "Dienen und Führen". Ich denke, eine Antwort, die ich damals erhalten hatte, brauche ich nicht zu wiederholen, sie ist sicher mehr als bekannt (u.a. glaube nur ohne zu fragen....)
Jesus spricht ja; glaube nur, Glauben will ich Herr mein Gott...

Solange der Glaube an Jesus, den Erlöser und Mittler in Ihrem Herzen ganz vorne steht, lieber Peter, dürfen Sie gerne mein Seelsorger sein
:wink:
tvmovie

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