Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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tvmovie

#61 Beitrag von tvmovie » 09.03.2008, 20:13

tosamasi hat geschrieben:
wie sich Christen verhalten
Christen, egal welcher Couleur, sind auch nur Menschen, und es gibt überall solche und solche.
Unter anderem, und hier wie dort, auch Besondere mit erhöhten Aufmerksamkeitsbedarf :shock:
Was durchaus wahr ist, liebe tosamasi :roll:

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tosamasi
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Re: Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus

#62 Beitrag von tosamasi » 09.03.2008, 20:26

tvmovie hat geschrieben:Hallo Foris.

Das würde mich einmal interessieren:

Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?

Worin unterscheidet er sich in seinem Wesen von anderen Christen?

Vielleicht gibts ein paar Gedanken dazu.

Gruß

tvmovie
Das war der Eingangsbeitrag.

Und jetzt haben wir das Fazit:

tosamasi hat Folgendes geschrieben:
Christen, egal welcher Couleur, sind auch nur Menschen, und es gibt überall solche und solche.
Unter anderem, und hier wie dort, auch Besondere mit erhöhtem Aufmerksamkeitsbedarf
tvmovie schrieb:
Was durchaus wahr ist, liebe tosamasi
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Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

tvmovie

Re: Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus

#63 Beitrag von tvmovie » 09.03.2008, 21:36

tosamasi hat geschrieben:
tvmovie hat geschrieben:Hallo Foris.

Das würde mich einmal interessieren:

Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?

Worin unterscheidet er sich in seinem Wesen von anderen Christen?

Vielleicht gibts ein paar Gedanken dazu.

Gruß

tvmovie


Das war der Eingangsbeitrag.

Und jetzt haben wir das Fazit:

tosamasi hat Folgendes geschrieben:
Christen, egal welcher Couleur, sind auch nur Menschen, und es gibt überall solche und solche.
Unter anderem, und hier wie dort, auch Besondere mit erhöhtem Aufmerksamkeitsbedarf
tvmovie schrieb:
Was durchaus wahr ist, liebe tosamasi :roll:
Bild

Liebe tosamasi.

Was bedeutet für dich dieses Smily? :roll:

Ich gebe dir eine Hilfe.

Ich denke völlig anders, wie z.B. du....

tvmovie

Hannes

Re: Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus

#64 Beitrag von Hannes » 09.03.2008, 21:57

tvmovie hat geschrieben: Ich denke völlig anders, wie z.B. du....
... und wie ich und wie ... und wie ... und wie ... und wie ... dem denke nach, werter tvmoofy!

Eine kleine Hilfestellung: Ein Autofahrer auf der Autobahn Heilbronn - Stuttgart hört Verkehrsfunk: "Achtung auf der Autobahn Heilbronn - Stuttgart kommt ihnen ein Geisterfahrer entgegen." Denkt der Autofahrer: Einer? Es sind Hunderte! (War übrigens ein Witz!)

Gute Nacht Herr Gesangsverein!

Matula
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#65 Beitrag von Matula » 10.03.2008, 08:16

Um auf die Überschrift des Threads zurück zu kommen.

Neuapostolischen Christen wurde und wird anerzogen, alles und jeden Blödsinn völlig reflexions- und kritiklos als von Gott gegeben hinzu nehmen, man denke unter anderem an die berühmten Gebötleins- und Verbötleins. Sie sind wahre Verdrängungsmeister par excellence.

Dadurch war und ist ja das gesamte Dilemma, in dem sich die Kirche derzeit befindet, überhaupt möglich geworden, weil es sich dem Grunde niemand wagt(e), zu widersprechen.

Solche Mitglieder werden sofort ins Abseits gestellt und man zeigt ihnen durch Anschweigen die kalte Schulter und was man von ihnen hält. Diesen Zustand halten viele nicht aus und schweigen dann lieber.

Es wurde und wird stets grösster Wert darauf gelegt, dass man sich nur mit JA Sagern umgab und umgibt und nicht mit Menschen, die auch einmal ihren Verstand einschalten und berechtigte Zweifel zu dem ein und anderen Vorgang äussern.

peter

#66 Beitrag von peter » 10.03.2008, 10:26

Matula hat geschrieben:Um auf die Überschrift des Threads zurück zu kommen.

Neuapostolischen Christen wurde und wird anerzogen, alles und jeden Blödsinn völlig reflexions- und kritiklos als von Gott gegeben hinzu nehmen, man denke unter anderem an die berühmten Gebötleins- und Verbötleins. Sie sind wahre Verdrängungsmeister par excellence.

Dadurch war und ist ja das gesamte Dilemma, in dem sich die Kirche derzeit befindet, überhaupt möglich geworden, weil es sich dem Grunde niemand wagt(e), zu widersprechen.

Solche Mitglieder werden sofort ins Abseits gestellt und man zeigt ihnen durch Anschweigen die kalte Schulter und was man von ihnen hält. Diesen Zustand halten viele nicht aus und schweigen dann lieber.

Es wurde und wird stets grösster Wert darauf gelegt, dass man sich nur mit JA Sagern umgab und umgibt und nicht mit Menschen, die auch einmal ihren Verstand einschalten und berechtigte Zweifel zu dem ein und anderen Vorgang äussern.
Moin,

ich habe den obigen Beitrag stellvertrtetend für die meisten anderen eingestellt und muss sagen, ich bin ein wenig enttäuscht hinsichtlich der Vorurteile. Grundsätzlich sind zwar die Antworten subjektiv richtig, aber wieder wurde und wird die Pauschalierungskeule herausgeholt.

Ich möchte einmal für mich als neuapostolsichen Christ die Antwort geben, was für mich subjektiv zählt:

1. Ich glaube an Gott als Allmächtigen Schöpfer Himmels und Erden, der uns Menschen mit einer unfassbaren Liebe und Langmut nachfolgt und den Weg ebnen möchte, das wir das ewige Leben ergreifen können. Hierfür jedoch lässt er uns unseren eigenen Willen, er begegnet uns ausschließlich mit seiner Liebe!
2. Ich glaube, dass Jesus Christus für alle Menschen das Opfer gebracht hat, durch welches wir von unseren Sünden befreit werden können. Individuell sage ich mir immer, Jesus hat für MICH gelitten, da ich ein mensch mit Fehlern und Schwächen bin.
3. Ich glaube, dass Jesus beizeiten den Auftrag erhalten wird seine Gemeinde heimzuholen. Hier gehe ich davon aus, das Jesus Christus nicht in die Kirchenbücher guckt, sondern in die Herzen (Gleichniss des großen Abendmahles). Ich gehe davon aus, das Geschwister aller christlichen Gemeinschaften zugegen sein werden, denn die Herzenseinstellung zählt und die göttliche Gnade!
4. Ich glaube, das der heilige Geist mir durch die Versiegelung gespendet wurde. Durch die Versiegelung habe ich die Gewissheit, das diese Kraft in mir wirken kann - ich jedoch bin verpflichtet sie auch abzurufen. Ob und wie der heilige Geist in unversiegelten Seelen wirkt weiß ich nicht, ich weiß aber, das er auch in unversiegelten Seelen wirkt - ich denke da an den Kämmerer von Äthiopien, der ja "nur" getauft wurde und trotzdem voll des heiligen Geistes davon zog.

Das nur ein kleiner Ausschnitt. Was also unterscheidet mich im Alltag von anderen Christen? Diese Frage dürfte eigentlich nicht gestellt werden, denn grundsätzlich glauben wir Christen doch über 95% identisch, wir alle haben die Gebote Gottes und das Beispiel Jesus Christus. Richten wir uns danach mit bestem Wissen und Gewissen aus, dann dürfte es keine Unterschiede im Lebenswandel geben - maximal in der Ausübung der Gottesdienstabläufe und der Liturgien.

Ich persönlich sehe alle gläubigen Christen, die IHREN Glauben leben, als Geschwister an. Ich wünschte mir, das wir Christen uns nicht so "Pharisäermässig" verhalten würden und ständig nach den Unterschieden (i.d.R. negative Dinge) unserer "Andersgläubigen" Geschwister orientieren.

Hej hej

Peter

Matula
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#67 Beitrag von Matula » 10.03.2008, 11:41

Hallo Peter,

es handelt sich bei meinem Eintrag keineswegs um Vorurteile, sondern um jahrzehntelanges Erleben.

Ich weiss nicht wie alt Du bist und wielange Du der NAK angehörst.

Was Du schreibst über Gott und Jesus kann ich voll und ganz unterschreiben, aber die Realität in der NAK sieht doch völlig anders aus.

Weshalb wird denn zum Beispiel in NRW der Begriff - Wohlfühlgemeinden - auf die Agenda für 2008 gestellt ?

Hast Du eigentlich nicht an dem Info-Abend am 04.12.2007 teilgenommen und festgestellt, was in dieser Kirche so alles möglich war und bis zum heutigen Tage möglich ist ?

Stets handelte es sich um den gleichen Heiligen Geist und auch damals waren es allesamt Menschen, die mit dem Heiligen Geist versiegelt waren.

Hast Du nicht am 04.12.2007 mitbekommen, dass ein Leitbild vorgestellt wurde, worin von den sieben Punkten, Jesus als letzter Punkt 7 angeführt wird ?

Ferner erneut unumstösslich darin festgestellt wird, dass nur und ausschliesslich Apostel der NAK dazu berechtigt sind, den Heiligen Geist zu spenden und nur und auschliesslich Apostel der NAK dazu berechtigt sind, Sünden zu vergeben ?

Hast Du nicht mitbekommen, dass Stap. Leber anderen christlichen Kirchen bei dieser Vergangenheit und Gegenwart der NAK allen Ernstes zuspricht, dass es dort auch Elemente der Wahrheit gibt ?

Dein Glaube ist ja völlig in Ordnung, jedoch hat er wenn Du einmal ganz ehrlich bist, recht wenig mit der tatsächlichen Glaubensüberzeugung der NAK zu tun.

Schau Dir mal die 10 Glaubensartikel an und vergleiche die einmal mit Deinen gemachten Aussagen.

Das waren in der Kürze aus Zeitgründen nur einige wenige Gedanken zu Deinem vorstehenden Eintrag.

Lobo

#68 Beitrag von Lobo » 10.03.2008, 11:46

peter hat geschrieben:...für alle Menschen das Opfer gebracht hat...

...Hier gehe ich davon aus, das Jesus Christus nicht in die Kirchenbücher guckt, sondern in die Herzen... das Geschwister aller christlichen Gemeinschaften zugegen sein werden, denn die Herzenseinstellung zählt und die göttliche Gnade...
...Durch die Versiegelung habe ich die Gewissheit, das diese Kraft in mir wirken kann - ich jedoch bin verpflichtet sie auch abzurufen. Ob und wie der heilige Geist in unversiegelten Seelen wirkt weiß ich nicht, ich weiß aber, das er auch in unversiegelten Seelen wirkt...

...Ich persönlich sehe alle gläubigen Christen, die IHREN Glauben leben, als Geschwister an...
Hallo Peter,

dein neuapostolisches Glaubensverständnis ehrt dich. So wie du es siehst, so denken und fühlen bestimmt ein Großteil der Geschwister. Ich sehe es in vielen Punkten ähnlich. Ein großer Unterschied bei mir ist der, dass ich alle Menschen sehe, und nicht nur "Christen". Schließlich hat Jesus das Opfer für alle Menschen gebracht, ich denke da z. B. an den Schächer, der mit Jesus am Kreuz hing.
Aber als Amtsträger der NAK müsstest du aber eigentlich ganz anders "ticken". Bekommst du eigentlich bei deiner Seelsorgearbeit oder auch "unter dem Wort" keine "Seelenblähungen"?

Gruß
Lobo

Matula
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#69 Beitrag von Matula » 10.03.2008, 13:57

Peter hat geschrieben:

....Ob und wie der heilige Geist in unversiegelten Seelen wirkt weiß ich nicht, ....ich weiß aber, das er auch in unversiegelten Seelen wirkt - ....


Du schreibst im ersten Satzabschnitt, dass Du es nicht weißt, ob und wie der Heilige Geist in unversiegelten Seelen wirkt.

Gleich im zweiten Abschnitt bestätigst Du jedoch, dass Du es sehr wohl weißt, dass er auch in unversiegelten Seelen wirkt.

Was gilt denn jetzt ?

Weshalb bedarf es dann überhaupt noch einer Versiegelung, wenn der Heilige Geist auch in unversiegelten Seelen wirkt !?

Matula
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#70 Beitrag von Matula » 10.03.2008, 13:59

Lobo hat geschrieben:
peter hat geschrieben:...für alle Menschen das Opfer gebracht hat...

...Hier gehe ich davon aus, das Jesus Christus nicht in die Kirchenbücher guckt, sondern in die Herzen... das Geschwister aller christlichen Gemeinschaften zugegen sein werden, denn die Herzenseinstellung zählt und die göttliche Gnade...
...Durch die Versiegelung habe ich die Gewissheit, das diese Kraft in mir wirken kann - ich jedoch bin verpflichtet sie auch abzurufen. Ob und wie der heilige Geist in unversiegelten Seelen wirkt weiß ich nicht, ich weiß aber, das er auch in unversiegelten Seelen wirkt...

...Ich persönlich sehe alle gläubigen Christen, die IHREN Glauben leben, als Geschwister an...
Hallo Peter,

dein neuapostolisches Glaubensverständnis ehrt dich. So wie du es siehst, so denken und fühlen bestimmt ein Großteil der Geschwister. Ich sehe es in vielen Punkten ähnlich. Ein großer Unterschied bei mir ist der, dass ich alle Menschen sehe, und nicht nur "Christen". Schließlich hat Jesus das Opfer für alle Menschen gebracht, ich denke da z. B. an den Schächer, der mit Jesus am Kreuz hing.
Aber als Amtsträger der NAK müsstest du aber eigentlich ganz anders "ticken". Bekommst du eigentlich bei deiner Seelsorgearbeit oder auch "unter dem Wort" keine "Seelenblähungen"?


Seelenblähungen (Vorschlag zum Wort des Monats) wie sehen die konkret bei Dir aus ?

Gruß
Lobo

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