Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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abendstern_
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#221 Beitrag von abendstern_ » 22.10.2008, 18:14

Hallo Katharina,

unser Forenmitglied organa hat vor einiger Zeit im GK-Forum das Thema der textlichen Veränderung von NAK-Gesangbuchliedern gegenüber dem Original sehr gut dokumentiert. Ich suche leider vergeblich, aber vielleicht kann organa selbst dir den Tipp geben oder einer der Leser erinnert sich und weiß, wo das zu finden ist.

Es ist wohl so, dass die Texte alter Choräle der neuapostolischen Glaubenslehre angepasst wurden, auch gerade wieder im neuen NAK-Gesangbuch.

In deinem Beispiel ist das auch gut erkennbar, im Ursprungstext die Heilsgewissheit des Christen, im abgeänderten NAK-Text eher die Bindung dieser Gewissheit nicht an Christus, sondern ans "Gnadenamt".

Liebe Grüße
abendstern_

Steppenwolf

#222 Beitrag von Steppenwolf » 22.10.2008, 20:25

Hallo abendstern_

meintest du DIES und JENES ?

Schöne Grüße! :wink:

abendstern_
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#223 Beitrag von abendstern_ » 22.10.2008, 21:46

Steppenwolf hat geschrieben:Hallo abendstern_

meintest du DIES und JENES ?

Schöne Grüße! :wink:
sowohl als auch ! Herzlichen Dank! :)

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August Prolle
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#224 Beitrag von August Prolle » 26.10.2008, 05:10

Werte Leser,

"was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?" - Diese eingangs von tv-movie gestellte Frage beantworte ich persönlich so: Der neuapostolische Christ versucht samstagnachts, während seine Familie längst schläft, für den morgigen Gottesdienst, in dem er die Orgel zu spielen hat, passende Lieder zu finden. Vor ihm liegt das NGB. Er blättert vor und zurück, entdeckt ein ums andere altehrwürdige Kirchenlied - und kommt wieder einmal aus dem Staunen nicht heraus, mit welcher Dreistigkeit die Originalchoräle verfälscht wurden - noch dazu, ohne dies kenntlich zu machen. Fast wundert er sich über sich selbst, dass er sich noch immer und immer wieder darüber aufregt... In seinem Frust schreibt er:
  • Gerade saß ich auf dem Klo,
    das Gesangbuch auf dem Schoß,
    als ein Seufzer mir entfloh:
    Was ist bloß mit SPITTA los?

    "...will auch gern mein Opfer bringen.
    Schenk in deines Segens Füll
    mir zum Wollen das Gelingen —
    führe mich zum höchsten Ziel." *


    Nicht nur dieses Textes Faxen
    sind auf eig’nem Mist gewachsen.
    Viele Dichter von Format
    man verhohnepiepelt hat:

    GELLERT hat man umgebogen,
    rücksichtslos und radikal,
    GERHARDT wurde glatt gezogen -
    nur der LACK blieb original.

    Erst hat man die Sangesfibel
    ideologisch adjustiert.
    Wird bald auch der Text der Bibel
    "apostolisch" umfrisiert?

    Es taugt diese Liederschwarte
    wahrlich als Visitenkarte:
    NAK, Apostolat -
    alles nur ein Plagiat?

    Skrupellose Klitterei
    dickt den Hals und dünnt den Brei:
    Nützlich ist gefälschte Dichtung -
    fördert zügige Verrichtung!

    Wer die dünnen Liederseiten
    doppelt nimmt, der kann beizeiten
    (besonders an Vollendungs-Tagen)
    "Großes" wagen...

    * NGB 282 - Original (vgl. 4. Strophe)
Empfangt dies in früher Morgenstunde mit zornigen Grüßen -
von einem neuapostolischen Christen, dem vieles noch immer etwas ausmacht.

Euer A.P. :evil:


[06.04.2010: Formatierung wiederhergestellt - A.P.]
Zuletzt geändert von August Prolle am 06.04.2010, 00:51, insgesamt 2-mal geändert.

abendstern_
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#225 Beitrag von abendstern_ » 26.10.2008, 09:08

August Prolle morgens um vier auf dem Klo mit dem Gesangbuch auf den Knien - hat die NAK eigentlich eine Ahnung, dass sie ihren Organisten schlaflose Nächte bereitet??

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tosamasi
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#226 Beitrag von tosamasi » 26.10.2008, 10:42

Wenn solche Köstlichkeiten 'entsorgt' werden, hat Morgenstund wahrlich Gold im Mund. :)
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tvmovie

#227 Beitrag von tvmovie » 26.10.2008, 21:33

August Prolle hat geschrieben:Werte Leser,

"was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?" - Diese eingangs von tv-movie gestellte Frage beantworte ich persönlich so: Der neuapostolische Christ versucht samstagnachts, während seine Familie längst schläft, für den morgigen Gottesdienst, in dem er die Orgel zu spielen hat, passende Lieder zu finden. Vor ihm liegt das NGB. Er blättert vor und zurück, entdeckt ein ums andere altehrwürdige Kirchenlied - und kommt wieder einmal aus dem Staunen nicht heraus, mit welcher Dreistigkeit die Originalchoräle verfälscht wurden - noch dazu, ohne dies kenntlich zu machen. Fast wundert er sich über sich selbst, dass er sich noch immer und immer wieder darüber aufregt... In seinem Frust schreibt er:
  • Gerade saß ich auf dem Klo,
    das Gesangbuch auf dem Schoß,
    als ein Seufzer mir entfloh:
    Was ist bloß mit SPITTA los?

    „...will auch gern mein Opfer bringen.
    Schenk in deines Segens Füll
    mir zum Wollen das Gelingen —
    führe mich zum höchsten Ziel.“ *


    Nicht nur dieses Textes Faxen
    sind auf eig’nem Mist gewachsen.
    Viele Dichter von Format
    man verhohnepiepelt hat:

    GELLERT hat man umgebogen,
    rücksichtslos und radikal,
    GERHARDT wurde glatt gezogen -
    nur der LACK blieb original.

    Erst hat man die Sangesfibel
    ideologisch adjustiert.
    Wird bald auch der Text der Bibel
    „apostolisch“ umfrisiert?

    Es taugt diese Liederschwarte
    wahrlich als Visitenkarte:
    NAK, Apostolat -
    alles nur ein Plagiat?

    Skrupellose Klitterei
    dickt den Hals und dünnt den Brei:
    Nützlich ist gefälschte Dichtung -
    fördert zügige Verrichtung!

    Wer die dünnen Liederseiten
    doppelt nimmt, der kann beizeiten
    (besonders an Vollendungs-Tagen)
    "Großes" wagen...

    * NGB 282 - Original (vgl. 4. Strophe)
Empfangt dies in früher Morgenstunde mit zornigen Grüßen -
von einem neuapostolischen Christen, dem vieles noch immer etwas ausmacht.

Euer A.P. :evil:
Werter Prolle.
Vollste Unterstützung von meiner Seite.
Vielleicht (der 4.12.2007) und gerade auch wegen des NGB verliere ich mich öfters mal in anderen Glaubensgemeinschaften.

Welche Hoffnung so schön und süß zu kommen ins Paradies...
tja NGB du hast es gestrichen.. mit dem Segen der BAV.
und jetzt NAK?
Kommt man durch dich nicht mehr ins Paradies? :P

Übrigens.. wo finde ich das Lied:

Treff ich dich wohl bei der Quelle.

Außer im AGB der NAK?
Wer weiß da mehr?

LG

tvmovie

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#228 Beitrag von tosamasi » 26.10.2008, 23:27

tvmovie schrieb:
Welche Hoffnung so schön und süß zu kommen ins Paradies...
tja NGB du hast es gestrichen.. mit dem Segen der BAV.
und jetzt NAK?
Kommt man durch dich nicht mehr ins Paradies?
Das sei alle meine Tage, meine Sorge, meine Frage... :wink:
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Doryssa
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#229 Beitrag von Doryssa » 26.10.2008, 23:39

Es haart die Braut so lange schon... :oops:

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#230 Beitrag von tosamasi » 27.10.2008, 00:36

Doryssa hat geschrieben:Es haart die Braut so lange schon... :oops:
...weshalb das Ganze eine haarige Angelegenheit ist, wovon sich das eine oder andere in der Suppe findet, weshalb man kein gutes Haar an der Sache lassen kann. :wink:
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