Was macht eigentlich einen neuapostolischen Christen aus?

Alles rund um die Sondergemeinschaft Neuapostolische Kirche (NAK), die trotz bedenklicher Sonderlehren (u.a. Versiegelung, Entschlafenenwesen mit Totenmission, Totentaufe, Totenversiegelung und Totenabendmahl, Heilsnotwenigkeit der NAK-Apostel, Erstlingsschaft, ..), weiterhin "einem im Kern doch ... exklusiven Selbstverständnis", fehlendem Geschichtsbewusstsein und Aufarbeitungswillen, speziell für die Zeit des Dritten Reiches, der DDR, der Bischoffs-Botschaft ("... Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. ..."), sowie ihrer jüngsten Vergangenheit und unter erheblichem Unmut ehemalicher NAK-Mitglieder, auch Aussteiger genannt, die unter den missbräuchlichen Strukturen und des auf allen Ebenen ausgeprägten Laienamtes der NAK gelitten haben, weiterhin leiden und für die die NAK nach wie vor eine Sekte darstellt, im April 2019 als Gastmitglied in die ACK Deutschland aufgenommen wird.
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shalom
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#211 Beitrag von shalom » 13.08.2008, 05:30

[->CID]
Über Sekten und Kirchen

Ein Wort zur Aufklärung
Auf ein Wort zur Abklärung :wink:,

wenn nach heiliger neuapostolischer Lehre also schon die Heilige Katholische Kirche eine Sekte ist und der daraus entsprossende evangelische Zweig bereits schon das Etikett der Sekte von der Sekte verpasst bekommt, wird es beim jungen na-amtlichen Cuvée der neoapostolischen Gebietskirchen (zumal ohne den geringsten Hauch einer eigenen önologische Theologie) total sektiererisch. Im na-amtlichen Konfirmationspapier wird meines Erachtens der Verschnitt katholischer und evangelischer Elemente Hl. Geistes zur neuapostolischen Konfirmation besonders deutlich.

Anstatt also auf Wein aufbauend, bauen unsere Mimikri-Apostel ihr Werk demnach auf dem Verschneiden von alten Sekten auf. Kein Wunder, dass das heute alles so unausgegoren wirkt (vom Kellermeister zu Kellergeistern runtergekocht) und sich der Druck im munter weiter vor sich dahingärenden NaKi-Lehrbottich so allmählich erhöht. Chro bitte: „Sekt vom Sekt erleuchte mich…“ :wink: .

Auf, vorwärts in den unkatechetischen (neuer Katechismus kommt später) Weinberg (Visionen von Missionen) der na-amtlichen Wasserprediger vom wilhelminischen Sektgut Fassadenhof ("es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben…").

Wohlsein – und shalom

shalom
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#212 Beitrag von shalom » 13.08.2008, 15:52

Werte DiskursteilnehmerInnen,

jüngst war ich zu einer Sektprobe in einer großen Sektkellerei eingeladen. Die Führung – bis hinunter in die untersten Örter der Erde :wink: - war famos. Bei der anschließenden Verkostung wurde in allerliebster Sanftigkeit auf die „enthemmende Wirkung“ schon nach dem Genuss selbst geringer Mengen hingewiesen. Dieser Warnhinweis hatte durchaus seine Berechtigung :mrgreen:.

Die Wirkung des geistigen Getränks auf das Geistliche übertragen wird für mich am Beispiel der neuapostolischen Botschafter und deren Botschaft deutlich. Die christlich total enthemmende Wirkung von Sekten feierte fröhlich Urständ.

Leider wurde der anschließende Kater bis heute nicht richtig auskuriert. Durch konsequent verabreichten Nachtrunk (z. B. am 4.12.2007) nimmt der neuapostolische Kater einen schon fast chronischen Verlauf, wobei die Hauptleidtragenden weniger im harten Kern selbst zu finden sind (der ist nach wie vor gut drauf), als vielmehr bei jenen, denen ihre gesunde Vorsicht vor Sekten heute noch zum Vorwurf gemacht wird.

shalöm

Minka

#213 Beitrag von Minka » 12.10.2008, 16:54

:lol:

Minka

#214 Beitrag von Minka » 12.10.2008, 17:02

Dieter hat geschrieben:@ all:
Ich glaube, tvmovie meint seine Frage wirklich ernst. Daher bitte ich, auch ernsthaft darauf zu antworten.

Ich habe diese Fragen mir in der Vergangenheit auch gestellt. Ich musste sie für mich leider so beantworten. Die meisten neuapostolischen Christen sehen für mich so aus:

- obrigkeitshörig
- reflexionslos
- freudlos
- unfrei
- aber exklusiv das Heil für sich in Anspruch nehmend
- mitleidig auf andere Konfessionen blickend
- marginale Kenntnisse der Bibel

Dies will nicht heissen, daß es nicht auch wirklich ehrlich um das Evangelium und seine Inhalte bemühte neuapostolische Christen gibt. Leider haben diese jedoch, soweit ich sie kennenlernen durfte, durchweg Probleme mit der offiziellen neuapostolischen Lehre. Diese Erkenntnisse haben mich letztlich zu meinem Austritt geführt. Für mich hat dies dann folgende Auswirkungen gezeigt:

- statt obrigkeitshörig zu sein, wurde Christus meine alleinige Autorität
- statt reflexionslos eine Predigt zu hören, kann ich über die Predigtinhalte reflektieren, weil Reflexionsinhalte vorhanden sind
- statt freudlos im Gottesdienst zu sitzen, erlebe ich jedesmal große Freude, wenn ich meine Geschwister sehe und das Wort Gottes erfahren darf
- anstelle unfrei an Autoritäten gebunden zu sein, erfahre ich eine absolute Freiheit in Christus
- statt exklusiv das Heil für mich in Anspruch zu nehmen, darf ich erkennen, dass alle auf Christus Getauften sein Eigentum sind
- statt mitleidig auf andere Konfessionen zu blicken, darf ich jede Konfession als Ausprägung einer bestimmten Eigenschaft Christus erkennen und wertschätzen
- anstelle marginaler Kenntnisse der Bibel habe ich mich intensiv mit der Heiligen Schrift beschäftigt und lerne sie als Quelle der Kraft kennen.

Damit hoffe ich, die aus meiner subjektiven Sicht wesentlichen Unterschiede aufgezeigt zu haben.

Dieter

Dieter,ich kann dem nur zustimmen,was Du angeführt hast!
Und aus meinen eigenen "subjektiven" Erfahrungen kann ich noch hinzufügen,daß NAK-Mitglieder so gut wie garnicht über Glaubensdinge sprechen,sie reden nur über KIRCHE,d.h.,über Äusserlichkeiten,z.B. wer hat gepredigt,was hatte die oder der für Kleidung an,war das der neue Freund von SchwesterXXX,weißt du noch,damals im Urlaub,als wir den Apostel XXX trafen undsoweiter,undsoweiter...*gähn* :o

Sorry,wenn sich Jemand dadurch auf die Krawatte gelatscht fühlt,aber so ist es nun mal.Zumindest in meinem großen neuapostolischen Familienkreis,und ich weiß auch von Anderen,daß es da genauso läuft..

Für mich ist neuapostolischer Glaube selbstherrlich und exclusiv,und man ist sich selbst genug und begnügt sich mit oberflächlichem Gehabe..

Grüße-Minka!

GG001

#215 Beitrag von GG001 » 12.10.2008, 17:29

shalom hat geschrieben:Werte DiskursteilnehmerInnen,

Die Wirkung des geistigen Getränks (GG001: Sekt) auf das Geistliche übertragen wird für mich am Beispiel der neuapostolischen Botschafter und deren Botschaft deutlich. Die christlich total enthemmende Wirkung von Sekten feierte fröhlich Urständ.

shalöm
Sie sind ausserordentlich nahe dran, Shalom. Mechanische Uebersetzungsprogramme zum Beispiel erstaunen immer wieder:

Deutsch: "Man hatte nicht den Eindruck, mit Vertretern einer Sekte zu sprechen".
Englisch: "One did not have the impression to talk with sparkling wine representatives." (aus einem schon Jahre zurueckliegenden Versuch eines NACboard Lesers, einen gk-Artikel zu uebersetzen).

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agape
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Was macht eigentlich einen ....

#216 Beitrag von agape » 15.10.2008, 15:52

http://www.nak-koeln-west.de/site/22541 ... ws-689.htm

Diese Seite ist erst in der entgültigen Version verfügbar!


;)

War mir grad zufällig so aufgefallen, als der Link zur Ökumeneveranstaltung mit Prof Knauer nicht mehr funktionierte. (Oktober 2006!).
Pardon und einen schönen Nachmittag. :- )
Jesus war einer der glücklichsten Menschen, der je gelebt hat. Er gab seine Kraft weiter, verschenkte, was er hatte,
weil er in Übereinstimmung mit sich und seiner Botschaft lebte.
„Ich bin, was ich tue.“ Das bewirkt mystische Erfahrung.
Nach D.Sölle

Katharina

Halte ein und überlege

#217 Beitrag von Katharina » 21.10.2008, 21:13

Halte ein und überlege ... Dieses gehaltvolle Lied finden wir im AGB unter Nummer 169. Unser lieber Bruder AP hat uns im CID darauf aufmerksam gemacht: Menschenkind, wo willst du hin? Macht sich ein neuapostolischer Christ darüber überhaupt Gedanken? :?: Pardon, *bin gleich wieder weg* aber beim Weiterstudieren dieses Liedes wurde mir fast übel: Der NAK Christ sang in der Strophe 3: O, er gibt ein andres Leben, wenn durchs Gnadenamt er spricht: Deine Sünden sind vergeben, nimm hin meines Geistes Licht!

Nun findet sich dieses Lied auch im alten evangelischen Liedgut. Dort heißt es aber in der 3. Strophe: O, das ist ein andres Leben wenn man weiß: ich bin befreit, meine Sünden sind vergeben, meinem Herrn bin ich geweiht.

http://books.google.de/books?id=sqtbVbr ... e#PPA69,M1


Gnadenamt, ich lass dich nicht? :shock:
Katharina
Zuletzt geändert von Katharina am 22.10.2008, 16:56, insgesamt 1-mal geändert.

Steppenwolf

Re: Halte ein und überlege

#218 Beitrag von Steppenwolf » 22.10.2008, 11:43

Katharina hat geschrieben:Nun kann jeder Christ für sich selber entscheiden, welchen Text er singen möchte.
Ich habe mich entschieden, dieses Lied überhaupt nicht zu singen.
Ein ev. GB besitze ich nicht, und im aktuellen NGB der NAK habe ich es nicht mehr gefunden.

:roll:

Tatyana

#219 Beitrag von Tatyana » 22.10.2008, 11:44

:wink:

Katharina

#220 Beitrag von Katharina » 22.10.2008, 17:03

Wenn ich mit diesem Satz jemanden verletzt habe, bitte ich um Entschuldigung. Ich wollte nur zum Nachdenken anregen und niemandem vorschreiben, was er singen soll oder aus welchem Gesangbuch er zu singen hat.

Deshalb habe ich den Satz jetzt entfernt, zu dem anderen stehe ich aber weiterhin:

Nicht nur nach-folgen,
sondern nach-denken
wem ich nach-folge. :wink:

Katharina

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